Veganer Schuljunge (12) erhängt sich – TAG24

Mit Fleisch beworfen:

veganer Schuljunge (12) erhängt sich

5c50e6dad1411ff69170England/Hertfordshire – Weil er kein Fleisch aß. Das Mobbing eines 12-Jährigen Veganers endete in einer Tragödie. Als seine Mitschüler ihn mit Fleisch bewarfen, beschloss Louie, sich daheim das Leben zu nehmen. Er erhängte sich.

Wie The Sun berichtet, sagte Louies Mutter Catherine Fenton beim Hertforshire Gericht aus, dass ihr Sohn regelmäßig gemobbt wurde, seit er in die Richard Hale School kam. „Immer wieder musste er zum Vertrauenslehrer und er fing an, sich selbst zu verletzen.“

Als die Schulkameraden sahen, dass Louie kein Fleisch in der Kantine aß, begannen sie, Fleisch nach ihm zu werfen. Stets hat die Mutter versucht, mit der Schulleitung über die Vorfälle zu sprechen und darüber, dass endlich etwas dagegen unternommen wird. Doch das Mobbing hielt an.

Die Familie ist in tiefer Trauer und Wut. „In gewisser Weise war Louie sehr aufgeweckt und seinen Jahren voraus. Zugleich war er jedoch unser frecher, lebensfroher Sohn, dem die Welt alle Möglichkeiten bot, sie zu entdecken und Abenteuer zu erleben.“

Dominika Piasecka, Sprechführerin der Vegan Society, sagte, dass sie und ihre Gemeinschaft erschüttert über den Tod des Jungen sind: „Traurigerweise können Schulkinder wegen allem gemobbt werden. Dafür, dass sie eine Brille tragen, ihrer Haarfarbe, ihrem sozialen Status und so weiter – Veganismus ist nur ein weitere Streitpunkt.“

Die Familie sammelt nun Spendengelder in Erinnerung an Louie. Diese sollen an die SEA LIFE Trust Organisation gehen.

Bei Notfällen kann man sich hier hinwenden. Notfall-Seelsorge (auch Suizid-Prävention): Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste: 0800 – 111 0 111 (ev.) 0800 – 111 0 222 (rk.) 0800 – 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche).

TAG24

 

Kommentar von Silke Ruthenberg

IMG_0439Wir leben in einer zunehmend soziopathischen Gesellschaft. Soziopathen/ Psychopathen hat es schon immer gegeben, aber wohl niemals war das Duckmäusertum vor ihnen schlimmer als heute.
Ihre Opfer sind nicht die Schwachen, ihre Opfer sind die Starken, deren Stärke in der Innerlichkeit liegt. Soziopathen haben das nicht, Soziopathen können nur triumphieren, weil sie keine Tabus haben und den Nahkampf beherrschen, weil sie sich für nichts zu schade sind. Weil sie keine Werte haben und damit keine Richtung. Und die Gefolgschaft der Narzissten, die die fehlende Innerlichkeit mit ihnen teilen, ist ihnen gewiss.
Vegan Leben schöpft aus Innerlichkeit, aus Werten, Prinzipien, Haltung, Richtung. Alles, was den Soziopathen abgeht. Es sind Stärken, die die Soziopathen bedrohen. Und sie schlagen zurück, weil sie verstanden haben, dass Werte nur eine Kraft sind, wenn sie wehrhaft sind.
Wenn veganes Leben für Kinder eine Bedrohng darstellt, dann ist dieser sozialer und nicht ernährungstechnischer Natur. Wer nicht mit dem Strom schwimmt muss sich beizeiten eine Hornhaut zulegen. Instinktiv wußte ich das schon immer. Statt Ernährungspläne zu studieren und Nährstoffe zu berechnen war mein „Erziehungsziel“ es vom ersten Tag an, meinem Kind die innere Stärke nicht zu nehmen. Denn diese haben sie alle von Geburt an.. und sie wird durch Erziehung sukzessiv zerstört. Nur mit Stärke überwindet man die Soziopathie, denn diese kennt kein Mitgefühl und respektiert nur die Stärke – aus der nackten Angst heraus.

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Wer für die Tiere einsteht soll fortan nie mehr alleine stehen

SOLIDARITÄTSAUFRUF!

Im Visier der Mörder Nationalrat Jonas Fricker aus der Schweiz

22228431_2100019296690134_7653773086154970583_nEs wird in letzter Zeit viel von Solidarität gesprochen. Sie ist ein wichtiger und großartiger Wert, wenn sie an der richtigen Stelle eingesetzt wird. Nun ist ein solcher Moment, Solidarität richtig zu leben und zu einer Kraft für die Tiere zu werden. Und dies tun wir, indem wir treu bei den Tieren stehen und bei all denen, die für sie eintreten.
In Visier der Mörder und organisierten Verbrecher ist vor kurzem Nationalrat Jonas Fricker aus der Schweiz geraten. Er hatte die Deportationen der Schweine in die Vernichtung mit der Deportation der Juden in einem Atemzug genannt.
Man hat den Mann medial fertiggemacht, er ist – leider und menschlich verständlich – eingeknickt, hat sich „entschuldigt“, ist zurückgetreten von seinem Amt.
Dabei hat er nur die Wahrheit gesagt. Dabei hat er sich nur getraut, die Wahrheit zu sagen. Er ist der Wahrheit zu Nahe gekommen und hat er in die Fratze der Soziopathie geschaut, die das nicht zugelassen hat.
21617867_461908287527907_4934903334669728244_nLasst uns in einem Akt der Geschlossenheit einen symbolischen Schutzring um diesen mutigen Mann ziehen. Jenseits der Frage, ob seine gewählte Formulierung nun sinnvoll, geschickt, zutreffend oder „geschmacklos“ war, denn darum geht es nicht. Jonas Fricker hat in einem mutigen Akt für die Schweine gefühlt, gedacht, gesprochen. In diesem Moment war er bei den Opfern. Und das zählt.
Bitte schreibt Jonas Fricker und bedankt Euch für seine Solidarität mit den Schweinen. Dass er sie gesehen hat in ihrer Not. Er ist sicher kein Krieger, kein Held, weil er dann doch einknickte, aber er hat die Wahrheit gesagt, er hat es sich getraut, dies vermittelt das Video von seiner Aussage.

Seine Aussage war wichtig, sie musste gesagt werden und sie ist nun in den Köpfen aller Schweizer eingebrannt. Das haben die Schweine und wir ihm zu verdanken.
Bedankt Euch bitte bei ihm. In solchen Momenten ist es unerhört wichtig, Solidarität zu zeigen und zusammen zu stehen. Wenn wir das tun, werden mehr und mehr Menschen den Mut finden, auch die Wahrheit auszusprechen.
Wer für die Tiere einsteht soll fortan nie mehr alleine stehen.

 

Ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft

Der Bund

Jonas Fricker facebook

Die Feudalherrscher haben braun gewählt

100% Faschisten im Parlament

Mein bitterer Wahlkater

Von Silke Ruthenberg zur Bundestagswahl

Ich bin traurig. Wirklich traurig. Nicht über den Ausgang der Wahl, der war ja abzusehen und ein paar Prozente hin oder her im Reiche der Feudalherrscher, sind für die Hekatomben von Sklavenheerscharen in unserem Land nicht von wirklicher Relevanz.
Ich bin über etwas ganz anderes traurig. 40 Stunden sind seit den ersten Hochrechnungen vergangen und meine Timeline ist voller Entsetzen über so einiges, vor allem über das Abschneiden der AFD freilich, man grenzt aus, grenzt ein – das ist erstmal jedermanns gutes Recht.
Aber niemand, niemand, niemand macht auch nur den Versuch, diese Wahl mit den Augen der Sklaven zu betrachten und dem einen offensiven Ausdruck zu verleihen. Alle, alle, alle lassen sich in den Strudel der Nacktaffenpolitik hineinreißen. Leute, die sich die Sache der Sklaven auf die Fahnen geschrieben haben, sind in diesen Momenten auch nur Feudalherren.
Versteht mich nicht falsch, ich will hier niemanden das Recht absprechen, in Nacktaffenfragen Position zu beziehen. Ich sehe es phänomenologisch. Was ist es für ein trauriges Phänomen, dass es „die Bewegung“ nicht schafft, ihrem hohen Ziel treu zu bleiben, wenn die Horde gerade andere Themen hat. Dass es immer Momente gibt, in denen anderes wichtig ist – und wenn es für den Moment ist.
Dies ist – nochmal gesagt – kein Vorwurf an den Einzelnen. Es ist das Erschrecken über die Tatsache, dass NIEMAND im Sturme den Tieren treu bleibt. Es ist das Erschrecken über die Ablenkbarkeit, über die leichte Verführbarkeit zu anderen, vermeintlich wichtigeren Themen, die so durchgängig ist, als dass man darin auch nur den allerkleinsten Sinn erkennen kann. Es ist das Erschrecken über den Gesamtorganismus der Bewegung, in dem kein Organ in solchen Augenblicken bei den Tieren stehen bleibt und für sie spricht.
Was den Tieren bleibt, ist ein kollektives Schweigen der selbsterklärten Fürsprecher darüber, dass

8,9% eine Partei gewählt hat, die noch nicht mal die minimalsten Gnadenerweise gegenüber den Sklaven verteidigt #Schächten/Grüne
9,2% für eine Partei, die sich sogar ausdrücklich für das Schächten ausspricht. #Schächten/Linke
10,7% für eine Partei, deren gefühlt einziges Mitglied den Schießbefehl längst umgesetzt hat und das nicht nur an der Grenze #Jäger Lindner/FDP
12,6% für eine Partei, die – die Hand schon am Schwanz, äh Abzug – den Schießbefehl auf Wölfe anstrebt und überhaupt „Bahn frei“ für Lustmörder fordert #AFD
20,5% für eine Partei eines Gänsestopfleberfressers #Schulz/SPD
33% für eine Partei, deren Muddi zum betäubungslosen Verstümmeln der Sexualorgane nicht mehr zu sagen hat als „Es sind ja nur Tiere.“ #CDU/CSU

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Wehe dem, der solche schwachen Anwälte hat. Wehe den Besiegten. Und sie wurden wieder besiegt, auch mit dieser Wahl, zu 99% verraten.

Und NEIN, es ist eben kein Ausdruck eines politisch wachen Geistes, die Nacktaffenpolitik in Momenten der Wichtigkeit eben kurzzeitig höher zu stellen als die Sache der Tiere. Es ist nur SCHWÄCHE. Es ist ABLENKBARKEIT. Es ist ein AUSDRUCK des VERRATS. Als Einzelphänomen ergibt es zwar den Anschein von Weltzugewandtheit (und schmeichelt der persönlichen Eitelkeit resp. dient der Selbstinszenierung), als geschlossenes Gesamtphänomen zeigt es, dass in 25 Jahren Kampf für die Rechte der Tiere nichts erreicht wurde. Dass wir in Zeiten des Backlashs leben. Dass die Tiere immer noch allein sind in ihrer Klugheit, ihrer Sensibilität, ihrer Schönheit, ihrer Ohnmacht, ihrer Not.

Deshalb hier der Aufruf: ZURÜCK ZU DEN TIEREN ! Und bleibt bei ihnen, niemand hat Loyalität mehr verdient und nötiger als sie. ANIMALS FIRST !
Wer – wenn nicht wir – tut es denn sonst?

Die ANIMALPEACE WAHLEMPFEHLUNG

Morgen werden wieder die Tierfaschisten gewählt
Tierfreunde! – Gebt dem System die Antwort

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ANIMAL PEACE nur auf der Seite der anderen Tiere. Unverrückbar parteiisch.

Vor ein paar Tagen sehe ich in meinen Feeds ein Bild von Alice Weidel bei der liebevollen Umarmung eines Hundes im AFD-Gewand und musste doch sehr lachen. Ich bin dann mal auf Weidels fb-Seite und fand da noch einen Mops, ebenso als „Fanboy“ tituliert. Er wird nicht widersprechen.
Tiere als Wahlkampfhelfer sind traditionell beliebt (siehe Bild). Fürs Image tätscheln dann sogar Hundeparanoiker wie Angela Merkel fellige und befiederte Köpfe und in den Wahlprogrammen findet man überall gleichermaßen ungefährliche pseudotierfreundliche Lippenbekenntnisse wie den klassischen Verrat.

Morgen ist es wieder soweit, das Stimmvieh darf seinen politischen Willen ausdrücken, ständig ploppen in meinen Feeds irgendwelche Wahlberatungen von Gesinnungsfreunden und Vereinen auf, grotesk sind sie alle irgendwie, ebenso gutgemeint wie geistbefreit.
„Unbeirrbar bestehen sie auf der Ideologie, durch die man sie versklavt,“ möchte man ihnen mit Adorno zurufen, und weinen, weinen, weinen gleichzeitig über den wabernden Kleingeist, den fehlenden Witz, Esprit und den revolutionären Geist des Aufbruchs, der der Tierbewegung so gründlich abgeht. Und ja, vor allem geht ihr jede Vorstellung von Tierrecht ab und von der Befreiung aller Arten aus dem Joch der Diskriminierung. Von der Befreiung unserer Schwestern und Brüder aus der Sklaverei und einer echten Vision. Das Denken bewegt sich in den tradierten Bahnen von Verboten und Regelwerk. Und das zeigt sich wieder deutlich, wenn Kleingeister auf Wahlzettel schielen und gar Wahlempfehlungen abgeben für die FoltertdasSchafzuTodeFans GRÜNE und LINKE oder die Jägerbande AFD.

21766633_269426753565196_4165771728226905630_nDiese Wahl ist wie jede Wahl ein Akt der Diskriminierung, an der wir uns beteiligen, wenn wir teilnehmen. Sie ist allein deshalb ein grundfalscher Akt, da der breiten Mehrheit der Einheimischen das Wahlrecht vorenthalten wird, so, wie alle anderen bürgerlichen Rechte. Die Leibeigenen, die Sklaven, die Entrechteten, Ausgebeuteten, Eingesperrten, ihnen wird jede Möglichkeit der Teilnahme am politischen Willensbildungsprozess verweigert. Und das macht den vermeintlich demokratischen Akt zu einem Ausdruck der Feudalherrlichkeit. Zu einem falschen Akt.

Sprechen wir von den Tieren, wieder nur von den Tieren, denen wir uns verpflichtet fühlen. Jenen vollkommen entrechteten, versklavten Personen im Joch der herrschenden Despoten, für die wir, die wir sie sehen – in ihrer Schönheit, ihrer Klugheit, ihrer Sensibilität. ihrer Würde, ihrer Not – der einzige Hoffnungsschimmer sein können in ihrer schier grenzenlosen Ohnmacht.

Was also ist zu tun, morgen, wenn wir Stimmvieh sein dürfen und sollen in diesem großen Theaterspiel? Was ist zu tun oder zu lassen, wenn wir dieses winzig kleine, tatsächlich unsichtbare Zeichen setzen können für diejenigen, die es nicht dürfen und doch am nötigsten bedürfen? Ist Wahlverweigerung als Ächtung des feudalistischen Systems die einzige Option? Sollen wir mit Adorno erkennen, dass „das Ganze das Unwahre ist“, aus dem nichts erhofft Segensvolles erwachsen kann? Und die Teilnahme verweigern? Das wäre zu kurz gedacht, zu ideologisch. Auch in einem falschen System kann man die richtigen Signale setzen. Das nennt man Sabotage.

Wie sabotieren wir nun am Wirkungsvollsten?

Das erste, was wir – die wir uns entschieden haben, eindeutig auf der Seite der Sklaven zu stehen – tun müssen, ist, unsere Wahlentscheidung einzig und allein strategisch nach dem Interesse der Sklaven auszurichten. Wir wählen nicht als Feudalherr, wir wählen als Sklave, als Hund, als Huhn, als Reh als Regenbogenforelle. Nur, wenn wir das tun in aller Entschlossenheit und befreit von unseren eigenen politischen Neigungen, bekommt unsere Entscheidung überhaupt eine Bedeutung. Wir agieren in ihrem Auftrag.

Das zweite, was wir tun müssen ist: wir müssen es laut tun. Wenn wir die Wahl verweigern, weil die Sklaven ausgeschlossen sind vom demokratischen Akt, dann müssen wir das LAUT formulieren und kundtun. Wenn wir – und das ist die wohl bessere Entscheidung trotz allem – wählen, so müssen wir es laut tun und überall kundtun, warum wir eine Partei wählen und warum wir die anderen nicht wählen. Wichtig ist dabei weniger, wen wir dann wählen, denn diese Entscheidung kann ohnehin nur falsch sein, wichtig ist nur: wir müssen es LAUT tun und mit dem Bezug auf die Tiere:“Ich gebe Euch meine Stimme ausschließlich wegen Eures Versprechens, dies oder jenes für die Tiere durchzusetzen. Werd ich feststellen müssen, dass ihr Euch nicht ausreichend bemüht, oder gar den Tieren schadet, wird das das letzte mal sein, dass ich Euch wähle.“ Nur so wird wahrgenommen werden, dass es Feudalherren gibt, die trotzdem und nur für die Sklaven handeln. Und wählen. Nicht: auch die Tiere. Sondern: nur die Tiere.

Das dritte, was wir tun müssen, ist, zu unterlassen. Wir müssen unterlassen, auch nur die allergeringste Hoffnung auf Veränderung durch das System zu hegen. Dieses System wird nichts ändern, sonst hätte es das schon längst getan. Worauf wir uns verlassen können ist einzig, dass die Tiere benutzt werden für den Stimmenfang, das hat Tradition. Nach der Wahl werden sie genauso sicher verraten. Die Politik ist das allerletzte Instrument, auf das wir Verantwortung abschieben können.

Und nun? Wen wählen? Ich denke, es ist das lauteste Zeichen, das wir setzen können im falschen System, die Tierschutzpartei zu wählen. Und Nein, ich bin kein Anhänger oder Mitglied der Tierschutzpartei. Und Ja, auch ihre Vertreter haben mich schon beschimpft und verleumdet und mich mit ihrem Korinthenkackergeist beleidigt, was nicht schön ist aber immer verzeihlich, aber vor allem demonstriert, dass es bei ihnen doch auch nur „Animals Second“ heißt und das ist unverzeihlich. Eigentlich.
Aber: die Partei hat „Tier“ im Namen. Wer sie wählt drückt damit aus, dass „die Tiere“ ihm das Wichtigste bei der Wahlentscheidung sind. Am politischen Willensbildungsprozess wird die MUT nicht teilnehmen, aber jede Stimme an sie ist ein Ruf in die Welt: Die Tiere sind die Wichtigsten. Und das ist die stärkste Botschaft an die Fraktionen, die wir erreichen können. Sie ist oberflächlich, aber unsere Welt ist oberflächlich.
Und die V-Partei? Nun: Dies leistet die V-Partei eben genau nicht. Bei diesen steckt der Bezug auf das Fressverhalten des Nacktaffen im Namen, denn es sind die Nacktaffen, die fressen, vegetarisch, vegan oder wie auch immer. Die Idee dahinter, Fressveganer hinter Tierrechtsforderungen zu locken, mag ja sinnhaft erscheinen, sie wird jedoch scheitern, dafür ist die Idee des Tierrechts zu groß, um mit bauernschlauen Winkelzügen wirklich punkten zu können. Hat schon die Tierschutzpartei das Tierrecht nicht wirklich verinnerlicht und hält sich am Kleinklein von „politischmachbaren“ krampfhaft fest, statt Visionen zu entwerfen, so drückt die V-Partei namentlich nur den Narzissmus des Freßveganers aus. Der Veganer im Zentrum des Interesses.

Genug der zuvielen, viel zuvielen Worte. Jetzt backe ich eine Pizza für mich und drei für Aljoscha und bereue dabei diese Zeilen und diese Zeitverschwendung. Das Kreuz morgen, es ist soviel bedeutungsloser als mein Schiss unter die Birke in Lappland vor vier Wochen, denn im nächsten Jahr werden die dort üppig gedüngten Blaubeeren einem daherkommenden Braunbären immerhin einen Gaumenschmaus bereiten. Und mein Kreuz verschwendet Papier und verändert im Endergebnis die 8. Stelle hinter dem Komma. Oder so. Aber ich bin ehrlich: eigentlich wollte ich ja nur Adolf Hitler mit Blondi (RiP) posten, der ja leider, leider doch kein Vegetarier/ Veganer war.

 

Tiere – durchdacht und klug, nicht süß – HUFFPOST

Es ist herablassend, ein Tier „süß“ zu nennen

Von PETA-Gründerin Ingrid Newkirk

Portrait of ginger catJeden Morgen kommt eine Krähe mit nur einem Fuß zu meinem Büro in Washington D.C. Ich höre sie krähen – ich weiß, dass sie eine „sie“ ist, weil sie letztes Jahr ein ziemlich lautstarkes Baby bekam.

Ich rufe nach ihr, sie landet auf meiner Fensterbank und ich stelle ihr Frühstück hinaus. Sie liebt Blaubeeren und hasst Falafel. Das weiß ich, seitdem sie ein Stück Falafel auf einen Mann ausspuckte, der unter dem Fenster vorbeilief.

Manchmal essen Krähen Eichhörnchenbabys. Deshalb tue ich ab und zu so, als würde ich ihr ein Eichhörnchenbaby geben – aber in Wahrheit ist es nur ein warmer, weicher Bohnenburrito. Vielleicht denkt sie, das rote Innere sei Mageninhalt, wo es doch tatsächlich nur Bohnen und Tomatensauce sind. Eines Tages sah jemand, wie meine Krähe ihr Frühstück aß und sagte: „Ohh, sie ist so süß!“

Wie oft nehmen wir Tiere – ganz egal, was sie tun – als „süß“ wahr, anstatt ihre Erfahrungen zu reflektieren? Schließlich sprechen wir hier von einer einfüßigen Krähe, die es schafft zu überleben. Sie umfliegt Stromkabel, den Verkehr und böse Menschen in unserer Betonstadt.

Sie durchstöbert den Müll, um sich und ihre Kinder zu ernähren. An eiskalten Wintertagen wird sie bis auf die Haut durchnässt. Und selbst bei starkem Wind muss sie sich mit nur einem Fuß an Ästen oder Feuertreppen festhalten. Wenn sie sich ihren einen Fuß verletzt, hat sie verloren!

Sie schafft so viele beeindruckende Dinge, die ich niemals schaffen würde. Sie ist ein ganz eigenes, erwachsenes Individuum mit einer Behinderung und steht vor enormen Herausforderungen. Und doch infantilisieren wir diese klugen Wesen häufig, kichern über sie und halten sie für süß. Das ist, als würde man kurz vor dem Hungertod stehende Geflüchtete „süß“ nennen.

Tiere – durchdacht und klug, nicht süß

Im Normalfall ist alles, was Tiere tun, gut durchdacht und klug, nicht süß. Wenn ein kleiner Hund, der keine opponierbaren Daumen hat – keine unserer Vorteile -, ein Kinderplanschbecken ins Haus schafft, ist das beeindruckend.

Schauen Sie sich das Video im Internet an. Der Name des Hundes ist Gus. Er arbeitet an diesem Projekt, weil er das Becken gern im Haus hätte. Mit verschiedenen Strategien und einem unerschütterlichen Willen schafft er es schließlich. So löst man Probleme.

Mehr zum Thema: Studie: Menschen sind nicht intelligenter als Tiere

Wenn eine Springspinne in das Netz einer anderen Spinne geht, darauf klopft und so die andere Spinne anlockt, weil diese denkt, ihr sei eine Fliege ins Netzgegangen – ist das süß? Sicher nicht für die zweite Spinne, die gegessen wird. Es ist intelligent. Es gibt Belege dafür, dass Springspinnen dieses Verhalten lernen und dass sie herausfinden, welche Art zu klopfen am besten funktioniert.

Kraken nutzen weggeworfene Kokosnussschalen als Unterschlupf. Ist das nicht vielmehr clever als süß? Für sie geht es ums Überleben.

Es gibt viele unglaubliche Beispiele für den Einfallsreichtum von Tieren. Eichhörnchen graben ihre Nahrung wieder aus und vergraben sie neu, wenn ihnen ein Artgenosse beim Verstecken zugesehen hat. Schweine haben eine bevorzugte Temperatur und lernen mittels der Trial-and-Error-Methode, wie sie in einem kalten Stall die Heizung anstellen können, wenn man ihnen die Gelegenheit dazu gibt.

Kaninchenfische und Gänse stehen abwechselnd Wache, damit die anderen in Sicherheit essen können. Präriehunde sprechen miteinander über Fressfeinde und geben sogar Details wie Größe, Form, Farbe und Geschwindigkeit weiter.

Wir vergessen das Leben um uns herum

Hühner verzichten auf eine Leckerei, wenn sie später eine größere Belohnung bekommen. Zur Kommunikation untereinander miauen Katzen nur selten. Doch sie erfinden eine ganz eigene Sprache an Miau-Lauten, um mit Menschen zu kommunizieren.

Tauben erinnern sich an menschliche Gesichter und erkennen die Menschen, die gut zu ihnen waren, wieder. Sie bleiben ein Leben lang mit ihrem Partner zusammen und teilen sich die Nistaufgaben.

Wenn wir Sonden ins Weltall schicken, um nach intelligentem Leben zu suchen, vergessen wir dabei häufig das um uns herum, hier auf der Erde, an Land und im Wasser. Wenn wir uns selbst wirklich als denkende Tiere verstehen wollen, müssen wir endlich aufhören, Tiere als „süß“ anzusehen und stattdessen Worte nutzen, die Empathie und Respekt ausdrücken.

HUFFPOST

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Instrumentarium der Unterdrückung

Kommentar von Silke Ruthenberg ANIMAL PEACE

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Silke Ruthenberg, Bild via Imago.

Es ist ein wichtiges Instrumentarium der Unterdrückung, den Unterdrückten nicht für voll zu nehmen. Sogar die Tierschutzbewegung ist voller Leute, die auf die anderen Tieren herablassend blicken, nur ihre Leidensfähigkeit erkennen und ihre enormen Fähigkeiten nicht anerkennen. Das ist nicht nur in der Sache falsch, es ist auch strategisch unklug, denn in einer Gesellschaft, die den Intellekt weit vor den Gefühlen einordnet, spielt es eine wichtige Rolle, den anderen Tieren ihren Geist abzusprechen, um sie vernichten zu können.

Allerdings ist das Stichwort „süß“ für mich kein Merkmal der Abwertung, so wie es Newkirk sieht, sondern erstmal nur eine emotionale und vor allem wohlwollende Zuwendung. Dass sich in Liebe auch Machtaspekte verbergen (können), steht auf einem anderen Blatt. Diese Liebe ist zu fördern und nicht zu verurteilen. Deshalb finde ich den Artikel von Newkirk gut und schlecht zugleich. Auch das ist möglich. Zumindest ist es ein wichtiges Thema.