Schlagwort-Archiv: vegan

Über die Gefühle und Gedanken der Tiere – veganmania/Ostern vegan

Buchvorstellung:

Wer bist Du?

Über die Gefühle und Gedanken der Tiere

IMG_0820Es gibt zwei starke Gründe, den anderen Tieren ihre Rechte zurückzugeben, die ihnen mit der Macht der Tyrannei und der Hybris vorenthalten werden: Wer keine Rechte hat, dem ergeht es schlecht auf dieser Welt. Wir brauchen nur in die Ställe schauen, die Schlachthofe, Zoos und Zirkusse und auch die Privathaushalte mit den in Käfigen lebendig begrabenen Meerschweinchen und Kanarienvögeln, dann sehen wir die Folgen von Rechtlosigkeit.
Der zweite Grund, den anderen Tieren ihre Rechte zurückzugeben, ist ein nicht minder starker: Sie sind es wert. In ihrer Klugheit, ihrer Schönheit und in ihrer Sensibilität.

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Laura Schneider („Marienhof“) hat Silke Ruthenberg auf der Veganmania Ostern 2018, München, zu diesem Thema interviewt. Hier das ganze Interview in drei Teilen.

 

 

Das Buch mit etwa 300, zumeist wissenschaftlichen Belegen für die Klugheit und Sensibilität von der Muschel bis zum Menschenaffen erscheint Ende April im Buchhandel.

 

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Attila Hildmann vs. Polizei Berlin – SPIEGEL ONLINE

Stress im Straßenverkehr

ANIMALPEACE weiß:

Das Ganze lief natürlich völlig anders ab,als die Polizei Berlin schreibt.
Etwa so: „Zeigen Sie uns bitte Ihre Fahrzeugpapiere. Führerschein.“
Hildmann: „Zeigen Sie mir bitte Ihren Mageninhalt. Waaaaas??? Sie haben Tiere gefressen? Idiot! Hast Du nichts besseres zu tun?“
Das Rest ist bekannt.
Die Kannibalen sind nun heulen gegangen und haben legalistisch das Gesetzbuch vorgezeigt, in dem steht, dass man sie wegen ihrer Artzugehörigkeit zu den Nacktaffen nicht als „Idiot“ bezeichnen darf, andere aber wegen ihrer Artzugehörigkeit (Schweindi, Muhkuh, Hühnchen) freiheitsberauben, foltern, morden und auffressen darf. Und weil sie nie ein Wort von Kant gelesen haben, wissen die Kannibalen nicht, dass der Legalisimus als ethisches Prinzip nichts taugt und kommen nun mit der Seltsicherheit der Ahnungslosen mit einem feudalistischen Gesetzbuch um die Ecke.
Im übrigen: Veganer dürfen natürlich nicht als Idioten bezeichnet werden, aber die respektieren ja auch Lebens- und Freiheitsrechte.

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Vegan-Koch Attila Hildmann verliert Steak-Wette

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SPIEGEL ONLINE

Stress im Straßenverkehr…

Vegankoch Attila Hildmann vs. Polizei Berlin

Ärger in Berlin: Attila Hildmann hat sich offenbar mit der Polizei angelegt, nachdem er einen Strafzettel kassiert hatte. Dem Vorfall folgte ein heftiger Schlagabtausch auf Facebook.

Attila Hildmann schrieb – ebenfalls auf Facebook -, dass es sich bei dem Porschefahrer um ihn gehandelt habe. Und schilderte seine Sicht der Dinge in einem erbosten Text. Er habe nicht im Halteverbot gestanden und seinen Wagen umgeparkt, als seine Küchenchefin ihn darauf hingewiesen habe, dass er gerade ein Knöllchen bekomme. Als die Polizisten auch mit dem Parkplatz nicht einverstanden gewesen seien, habe das Auto zu seinem Stellplatz fahren wollen – und sei von fünf Streifenwagen mit elf Polizisten abgefangen worden.

„Man zerrte mich aus dem Wagen, legte mir Handschellen an, und ich empfand das als unverhältnismäßig und wehrte mich, es folgten Würgegriffe“, schreibt Hildmann. Er sei wie ein Schwerstkrimineller behandelt worden wegen einer Ordnungswidrigkeit. „Mach so weiter und du landest gleich auf dem Asphalt“, habe ein Polizist ihm gedroht. Er habe keinen der Beamten als Idioten bezeichnet, sondern sie lediglich geduzt – das sei als Beleidigung aufgefasst worden. Er habe einen Drogentest machen müssen, der negativ gewesen sei.

Die Polizei schrieb auf ihrer Facebookseite über den Vorfall – allerdings ohne einen Namen zu nennen. Am Donnerstag hätten Beamte einem Falschparker einen Strafzettel geschrieben, als ein Porschefahrer – offenbar Hildmann – sein Auto ebenfalls ordnungswidrig abstellte und die Polizisten beschimpfte, unter anderem mit den Worten „Idiot, hast du nichts Besseres zu tun“. Dann sei er mit seinem Porsche geflüchtet, kurz danach aber von mehreren Streifen aufgehalten und festgenommen worden.

Der Mann habe die Polizisten weiter beleidigt und Widerstand geleistet. Die Beamten hätten ihm Handschellen angelegt und Strafanzeigen wegen Widerstands und Beleidigung aufgenommen – außerdem habe es einen Bericht an die Fahrerlaubnisbehörde gegeben. „Zu prüfen bleibt, ob der Mann aufgrund seines Verhaltens geeignet ist, künftig am Straßenverkehr teilzunehmen“, heißt es in dem Text weiter.

SPIEGEL ONLINE

 

Muss das Kalb zum Schlachthof oder gibt’s ein Happy End? – TAG24

Danke, Attila!

Endlich: Hildmanns Kälbchen ist gerettet

Vier Monate nach dem Missbrauch eines Kälbchens als Werbegag durch und für Attila Hildmann ist „Daisho“ gerettet. Hildmann hat für das Mädchen über 2200 Euro an Lösegeld bezahlt und ihm damit das Leben gerettet. Vor wenigen Tagen wurde sie auf den Lebenshof „Wilde Hilde“ gebracht, wo sie mit anderen geretteten Todeskandidaten ein Leben in Freiheit und Würde verbringen kann.
Für die Werbeaktion im Oktober 2017 hatte Hildmann einem Bauern nach eigenem Angaben 500 Euro in die Hand gedrückt, auf dass dieser ein Kälbchen vor Attilas Imbissbude vorfuhr. Der Veganer wollte mit dieser Aktion demonstrieren, dass für ein Steak ein Tier sterben muss und dass er nicht bereit ist, um eine verlorene Wette dieses Opfer zu bringen. Tierschützer und Attilajünger hatten die Aktion gefeiert, ANIMAL PEACE gehörte zu den wenigen, die die Aktion sachlich scharf kritisiert hatte:

Kälberkönig Attila – Oder was das Tierrecht von Hildmann lernen kann. Und was nicht.

Hildmann hat es verraten: Vegangott hat das Kälbchen nur als Mittel zum Zweck benutzt


Nun also ist das Mädchen frei und von uns gibt es diesmal einen uneingeschränkten Applaus ohne Wenn und Aber. Danke, Attila!

PS: Nur: Was ist mit der Ziege? Bitte vergiss sie nicht!

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TAG24

Nach verlorener Steak-Wette des „Veganators“:

Muss das Kalb zum Schlachthof oder gibt’s ein Happy End?

Berlin – Foto-Termin mit Kälbchen und „Wutburger“: Der vegane Koch und TV-Promi Attila Hildmann (36) hat mit einer Einladung zum Testessen in seinem Berliner Imbiss Ende Oktober einigen Medienrummel ausgelöst, wie TAG24 berichtete.

Anlass der Aktion war eine Gastrokritik des Tagesspiegels, der die Snackbar verrissen hatte. Darüber hatte sich Hildmann lautstark und werbewirksam geärgert.

Vor dem Testessen hatte der selbsternannte „Veganerkönig“ versprochen, live vor der Kamera ein Steak zu essen, falls seine Burger den Journalisten schlechter schmecken als die Fleischburger. Von der Presse gab es laut Hildmann gute Noten, aber die Mehrheit bevorzugte weiter die Fleischvariante.

Daraufhin posierte er mit einem Messer vor dem Imbiss, hinter ihm ein Anhänger, in dem ein Kälbchen war. „Wer bringt das Tier um?“, fragte Hildmann. Er wollte demnach nur ein Steak essen, wenn jemand das Kälbchen dafür tötet. Das passierte nicht und so aß er trotz verlorener Wette kein Fleisch.

Doch was wurde eigentlich aus dem kleinen Kälbchen? Der 36-Jährige lieferte auf Instagram nun jüngst die Antwort selbst: „Es kommt auf einen Gnadenhof, ich habe es für 2214 Euro (so viel kostet also ein Leben) freigekauft!“, schrieb der vegane Koch.

„PETA Deutschland hat einen Gnadenhof organisiert, wir bringen es dort in den nächsten Tagen gemeinsam hin!“, ergänzt Hildmann über das glückliche Ende einer verlorenen Wette.

TAG24

Pranger und öffentliche Hinrichtungen sind Ausdruck und nicht Bekämpfung der Barbarei – ANIMALPEACE

Öffentliche Hinrichtungen werden populär –

und die Claqueure bejubeln den Backlash

Wer sein Kind zur Gewaltfreiheit erziehen möchte, erspart ihm Gewalterfahrungen. Denn Gewalt gebiert Gewalt. Gewalt schafft nicht nur Opfer, sie schafft auch Täter. Das Trauma der Gewalterfahrung (auch bei beobachteter Gewalt) führt zu Täterintrojekten und damit zu einer teilweisen Identifikation und Übernahme der Verhaltensweisen, Denkweisen und Gefühlen des Täters. Die Opfer entwickeln sich zu Tätern. Wenn ich also einen Menschen zu einem Täter machen will, dann setze ich ihn Gewalt aus, lasse die Gewalt als Normalität in sein Leben einziehen.

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15578233_372434299774881_8758127662487024981_oEs wäre hilfreich, sich diese psychologischen Fakten in Erinnerung zu rufen, wenn man die nun vom öffentlich-rechtlichen Fernsehn und anderen neuerdings veranstalteten öffentlichen Schlachtungen strategisch bewerten will. Vor einigen Wochen hat die ach so innovative Sendung PULS vom Bayerischen Rundfunk fröhliche Mordaktionen veranstaltet. „Kann Ariane ein Tier schlachten?“, wird tiefgründig geraunt und natürlich kann sie, wenn sie sich auch ziert und windet. Ein anderer Hanswurst begleitet einen Jäger beim Abknallen in den Wald. Geht doch. Geht alles. So ist das nun mal. Friß und leb damit.
Kurz darauf wird in der Schweiz ein fröhliches öffentliches Schweineschlachten veranstaltet mit großem medialen Konzert. Dem sich daraufhin aus Protest geißelnde Ex-Pfarrer des Dorfes wird die Rolle des weltfremden Faktotums zugewiesen. Und Freßveganerkönig Attila Hildmann applaudiert vollmundig: „Empört? Nein, so mag ich das, schön die Tiere in der Öffentlichkeit abstechen, damit auch der letzte versteht, dass sein armes Rostbratwürstchen nicht auf Bäumen wächst! 99% der Menschen in unserer verweichlichten „wir-sind-ja-sooo-zivilisiert“-Gesellschaft würden dennoch nicht selbst töten für ihr essen, schön aber andere die blutige Drecksarbeit machen lassen! BRAVO IHR PUSSIES“.
Und nun also in Köln. Der WDR und die Sendung Quarks veranstaltet ein Gänseschlachten in der Fußgängerzone, eine Gans wird ermordet, die anderen neun Todeskandidaten können beherzte Tierschützer zum Glück im letzten Moment freikaufen. BILD zitiert PETA. Die finden die Idee gut!!!!!! Haferbeck bemängelt nur: „Die öffentliche Schlachtung in Köln war viel zu klinisch, ordentlich, gesetzeskonform. Die wahren Verhältnisse sind weitaus drastischer (…).“ Auf deutsch: es war ihm zu harmlos. Die lebensrettenden Tierschützer wurden auf Veganportalen auch noch kritisiert: Sie würden die vegane Idee lächerlich machen.

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wen isst duWas ist da los in den Köpfen? Haben die Gleichgesinnten Herz und Verstand völlig verloren? Ist die Bewegung zu einer zynischen Ideologie degeneriert? Geht es am Ende nur um Selbstdarstellung? Können wir ähnliche Reaktionen künftig bei solchen Veranstaltungen wie Gänsereiten und Stierkämpfen erwarten? Wäre ja nur logisch und man wäre gern vorbereitet, muss man ja offenbar mit allem rechnen, wenn alles Wissen verloren gegangen ist. Zum Beispiel dieses:

Pranger und öffentliche Hinrichtungen sind Ausdruck und nicht Bekämpfung der Barbarei. War glaubt denn tatsächlich, den Frauenrechten würde auf die Sprünge geholfen, indem man öffentliche Steinigungen veranstaltet? Wer würde solchen Stumpfsinn glauben? Wer würde tatsächlich glauben, dem Menschenrecht wäre gedient, auf den Marktplätzen ein Schafott zu errichten und ein paar Probanden zu köpfen, damit die Gaffer merken, dass da ein Mensch stirbt bei der Todesstrafe? Wer würde solchen Stumpfsinn glauben? Würde überhaupt jemand vermuten, die Barbareien des Mittelalters habe das Menschenrecht hervorgebracht?

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Nein, das Menschenrecht und seine Durchsetzung war das Produkt der Aufklärung. Kant wäre da zu nennen mit seiner praktischen Ethik und mit dem Leitsatz „Der Mensch und überhaupt jedes vernünftige Wesen […] existiert als
Zweck an sich selbst, nicht bloß als Mittel zum beliebigen Gebrauche […].“ Im übrigen auch der Kernsatz des Tierrechts, schließlich sind die Tiere – anders als Kant glaubte – nachgewiesen vernünftige Wesen. Aber offenbar ist das bei einer Reihe von Gleichgesinnten noch nicht angekommen.

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cache_36168669Sind nämlich die Opfer Gänse, Schweine oder Ziege lösen sich offensichtlich bei so vielen Kollegen historisches und psychologisches Bewußtsein in Wohlgefallen auf. und so einiges mehr. Denn auch jenseits dieses Wissens kann es doch nur eine einzige richtige Reaktion auf diese öffentlichen Verbrechen geben, wenn man noch Mensch bleiben will: die Opfer zu retten. Weil sie es wert sind. Weil sie in ihrer greifbaren Todesgefahr unsere Hilfe brauchen. Weil Opfer in den Händen der Psychopathen gerettet werden müssen und es das ALLERLETZTE und der ALLERGEMEINSTE VERRAT ist, sich in so einer Situation mit den MÖRDERN gemein zu machen. Und weil weder die Gänse, noch die Ziege, noch die Schweine Mittel zum Zweck sind, sondern ein Recht auf ihr Leben haben. Wenn wir ihr Leben preisgeben als Mittel zum Zweck, dann geben wir unsere Ziele auf. Dann haben wir vollständig kapituliert vor dem Verbrechen.
Und genau dahin sollen wir getrieben werden. Von Journalisten und Mördern und einer Gesellschaft, die auf den Knochen der Tiere lebt und davon nicht lassen will. Und es gibt tatsächlich Kollegen, die das nicht kapieren. Die ihre Ideologie über das Individuum stellen. Wehe den Tieren vor solchen Freunden.

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Übrigens: Der Verein Hofzeit e.V. sucht noch Paten für die geretteten Gänsen. Statt Euch im veganen Essen zu suhlen kann man hier wirklich Tiere retten helfen. Eine Patenschaft wäre das mindeste als Wiedergutmachung für den Zynismus sogenannter Veganer. Bei dieser Gelegenheit möchte ich diesen aktiven Leuten, die den Todeskandiataten das nackte Leben gerettet haben, danken. Was für ein Glück für die Gänse und die Menschlichkeit, dass es Euch gibt, allen voran Annabell, die großartige Retterin der Gänse. Mir kamen die Tränen bei Deinem Video, es waren Tränen der Erleichterung darüber, dass es Menschen gibt, die fühlen können, was richtig ist und was falsch. SR

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Verein Hofzeit e.V.

10. Dezember 2017

Gestern erreichten uns Anrufe von aufgebrachten Kölnern, die über eine Live Schlachtung von Gänsen auf der Breite Strasse mitten in Köln berichteten. Die Anrufer baten uns um Hilfe für die Gänse. Die Aktion wurde scheinbar vom WDR, Sendung Quarks & Co, durchgeführt, um Bürger darüber aufzuklären, wie der Gänsebraten auf den Tisch kommt.
Eine Aktion, die nicht alle Menschen ertragen können. Annabell, siehe Video, hat sich daher spontan für die 9 Gänse, die mitten in der Innenstadt im Gatter ausharren mussten, starkt gemacht und den Freikauf gestartet. Den passenden, gänsegerechten und gefiederfreudlichen Platz haben wir fast gefunden.

Eine lebende Gans soll 80 Euro kosten, eine geschlachtete übrigens nur noch 30 Euro. Finde den Fehler!!!!
Möchtet ihr uns beim kleinen Weihnachtswunder helfen und unterstützten? Dann teilt oder spendet.
Weitere Informationen unter www.hofzeit.com

Spendenkonto:

Verein Hofzeit e.V.
IBAN: DE57 8306 5408 0004 9545 56
BIC: GENODEF1SLR
Deutsche Skatbank

paypal: spenden@hofzeit.com

Verwendungszweck: Gänse

„…nicht bloß ein Mittel zum beliebigen Gebrauche…“ – ANIMALPEACE

Auf PETA Prime befasst sich Ingrid Newkirk mit der Frage, ob es ethisch vertretbar ist, Insekten zu essen. Ihre Argumente haben wir hier als Gastbeitrag übernommen.

PETAs Lösung für das ‘Proteinproblem’: Nein, es sind keine Grillen

insekten-grilleGrillen-Empanadas, Mehlwurmbällchen, Termite an Mango: Diese Gerichte klingen, als entstammten sie direkt einer Halloween-Horror-Küche. Aber vielleicht dauert es nicht mehr lange, bis sie auf der Speisekarte vieler Restaurants stehen. Denn seit einiger Zeit schießen sich immer mehr Foodies – die sowieso alles essen, ob es sich nun bewegt oder nicht – auf die Idee ein, das Essen von Insekten könne auf magische Weise den Welthunger stoppen. Denn, so die Annahme, man könnte damit eine wachsende Weltpopulation mit jeder Menge Proteinen versorgen.

Vegan Blog

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„…nicht bloß ein Mittel zum beliebigen Gebrauche…“

Da haben wir es wieder, dieses Phänomen, wenn die eigenen Reihen Tiere benutzen, um das Benutzen von Tieren anzuprangern., den Teufel also mit dem Belzebub austreiben wollen. Attila Hildmann ist neulich beim Benutzen sogar zur Tat geschritten, nun finde ich diesen Text von Ingrid Newkirk, die es tut, nämlich in einer Argumentationskette gegen das Insektenfressen. Letztlich folgt sie dem utilitaristischen Denken vom „größten Glück der größten Zahl“ als ethische Maxime. Warum es in Folge also aus Gründen der Effizienz besser sei, einen Wal mit der Harpune zu „schießen“ , schließlich könnte man mit einem 40 Tonnen schweren Wal ein ganzes Dorf wochenlang ernähren, mit einem toten Huhn nur eine Familie für einen Tag. Das mag sich für Unbeteiligte ganz verführerisch anhören, für den Dummen, der sein Leben lassen soll, ist diese Argumentation nur zynisch. Leben gegeneinander aufrechnen ist ein Unding.

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Es mag sein, dass diese utilitaristische Herangehensweise für den angloamerikanischen Kulturkreis eine gewisse argumentative Kraft entfaltet. Für den hiesigen Kulturkreis, geprägt vom Geist der kantschen Aufklärung, ist dieses Denke auch aus strategischen Erwägungen problematisch. Warum sollten wir ein schlechtes ethisches Konzept gegen ein besseres austauschen? Kant hat es sehr genau erklärt, warum die Maxime des Utilitarismus nichts taugt, da es nämlich das Individuum verdinglicht und zum Mittel zum Zweck macht. Das Verwerfliche von Hühner fressen, Wale fressen und Insekten fressen liegt einzig und allein in der Person des Betroffenen selbst und wird nicht besser dadurch, indem es einer größeren Menge nutzt. Die nutznießende Menge kann gar nicht so groß sein, als dass es den Angrif auf das leben rechtertigt.
Ingrid Newkirk benutzt ein denkbar schlechtes Konzept für ein natürlich richtiges Ergebnis, findet aber zum Glück zum Schluss zu diesem Kern, der völlig ausgereicht hätte, den Wahnsinn einer Insektenzucht für die Proteinversorgung der Weltbevölkerung ausreihend zu begründen: „Kognitionswissenschaftler/-innen haben mittlerweile herausgefunden, dass Insektengehirne zwar winzig sind, aber doch die gleichen Funktionen wie das menschliche Mittelhirn erfüllen. Dieses Mittelhirn ist der neurale Kern, der seit jeher unsere Wahrnehmungsfähigkeit unterstützt. Mit anderen Worten: Diese kleinen Lebewesen haben, genau wie wir, ein Bewusstsein. Damit wird der Gedanke, sie für unsere Ernährung zu züchten, ethisch problematisch.“
Warum sich also in verworrenen Argumentationsschrauben versteigen, wenn es so einfach geht?

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Silke Ruthenberg

ANIMALPEACE

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