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Schächten & Religionsfreiheit – ANIMALPEACE

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Haltet den Dieb

Während die Tierbewegten voller Sorge (ums eigene Image oder was auch immer?!) auf das zusammenfabulierte Schreckensbild einer „rechten“ Infiltration ihrer Bewegung starren – nichterkennend, dass „die Rechten“ für so einen Coup entweder viel zu blöde oder auch die Tierbewegung viel zu unwichtig im Spiel um die Macht sind – und sich gegenseitig in Dauerschleife versichern, dass „rechts“ nicht ginge, hat „links“ längst in für sie relevanten Fragen die Tierbewegten so schachmatt gesetzt, dass diese im Begriff sind, auch das wenige zu verlieren, das hierzulande in hundert Jahren für die Tiere erreicht wurde.

Am Rande – von den Tierbewegten, aus Angst oder Blödheit, kaum beachtet – liest man in mehreren Quellen, dass ein Rechtsgutachter des Europäischen Gerichtshofs EuGH zum Ergebnis gekommen sei, dass das Schächten – also Schlachten ohne Betäubung gemäß jüdischer oder muslimischer Riten – in der Europäischen Union nicht verboten werden dürfe. Die EU-Verordnung zum Schutz von Tieren gebe zwar grundsätzlich vor, Tiere nur nach Betäubung zu töten, sie sehe aber auch ausdrücklich Ausnahmen vor, um den religiösen Riten bestimmter Glaubensrichtungen Rechnung zu tragen. Dies ist in der deutschen Rechtsordnung nicht anders.

Kommuniziert wird dies medial allerdings als eine quasi zwingende Rechtsfolge aus der Religionsfreiheit (Glaubens- und Gewissensfreiheit) und das ist schlichtweg falsch. Fakt ist: der Gesetzgeber kann zwar die Möglichkeit zum Schächten einräumen, daraus ergibt sich aber keineswegs, dass er es auch muss, um dem Grundrecht auf Religionsfreiheit Rechnung zu tragen. Es unterliegt nämlich wie alle anderen Grundrechte dem Gesetzesvorbehalt und darf nur im Wesenskern durch niederrangiges Recht nicht berührt werden. Das heißt konkret, dass man zwar glauben darf, was man will, aber nicht einfach tun und lassen, so wie man möchte. Es darf auch einer religiösen Gruppierung micht verboten werden, was der Allgemeinheit erlaubt ist – das gilt aber nicht für den Umkehrschluß.
Das genau wird aber suggeriert. So schreibt DIE ZEIT fälschlich im Eröffnungstext: „Ein EuGH-Rechtsgutachter sieht dies [Schlachten ohne Betäubung] gedeckt durch die Religionsfreiheit.“
Faktisch würde aber ein Urteil, das der Rechtsauffassung des Gutachters folgt, den Mitgliedsländern jegliche Möglichkeit nehmen, in Eigeninitiative das Schächten generell zu verbieten, selbst wenn in deren Verfassung der Schutz der Tiere Grundrechtsrang hat, so wie es in Deutschland der Fall ist. Eine EU-Verordnung hat also damit möglicherweise sogar das Potential, unsere Verfassung auszuhebeln. Ganz sicher aber kippt es das Schächtverbot in einigen Eu-Mitgliedsstaaten.

Ein Urteil wird in wenigen Wochen erwartet. Es wird, so muss man es leider realistisch einschätzen, entsprechend ergehen und es wird damit jegliche regionale Bestrebungen, in diesem Bereich die Tiere nicht (mehr) zur Folter preiszugeben, zunichte machen.

Wenn der EuGH, der in der Vergangenheit schon unangenehm auffällig geworden ist, da er weniger dem Menschenrecht nach bisher geltendem Verständnis denn einem politischen Narrativ folgt, bedeutet das nichts weniger, als dass wir für die Tiere auch das Bisschen verlieren, was wir in einem Jahrhundert währendem Einsatz für sie rechtlich herausgeschlagen haben: der allgemein anerkannte ethische Anspruch, dass die Tiere bei ihrer Hinrichtung nichts mitbekommen sollen. Sie sollen nicht zu Tode gefoltert werden, sondern schmerz- und stressfrei sterben.

Dass dieser Anspruch in der Wirklichkeit nicht erfüllt wird, ist bekannt. Dies ist aber ein Versagen der Exekutive und nicht der Gesetzgebung. Schächten aber ist das willentliche Zutodefoltern von Tieren, und wer hier intellektuelle Schwierigkeiten hat, den qualifizierenden Unterschied moralisch zu erkennen, dem sei eine vertiefende Auseinandersetzung mit den Begriffen „Vorsatz“ und „Fahrlässigkeit“ angeraten, um dem Verstand auf die Sprünge zu helfen. Unabhängig davon kann man sich dann auch abschminken, dass es vor diesem Hintergrund noch eine Motivation zur Eindämmung von Fehlbetäubungen und „Missständen“ in Schlachthöfen geben wird. Aber hej, wen juckt das schon, Hauptsache man ist politisch korrekt unterwegs.

Was die „Schlachten und Schächten: Mord-bleibt-Mord“-Schwätzer in ihrem ideologischen Wahn ebenso ausblenden, ist der Umstand, dass Mord und Folter unterschiedliche Tatbestände darstellen, und es für den zum Tode Verurteilten in seiner hoffnungslosen Lage sehr wohl noch einen Unterschied macht, wie er ermordet wird. Sogar in Staaten, in der die Todesstrafe praktiziert wird, pflegt man die Delinquenten in Anerkennung ihrer Menschenwürde möglichst schnell und schmerzfrei hinzurichten, anstatt sie, wie von Foucault in „Überwachen und Strafen“ im Falle des Vatermörders François Damiens auf vier Buchseiten geschildert, in mittelalterlicher Manier zu Tode zu massakrieren. Man legitimiert eine Ermordung nicht automatisch, wenn man den Opfern zumindest das Recht auf Schutz vor Folter einräumt.

Nochmal: Mit Glaubens- und Gewissensfreiheit hat dies jedenfalls überhaupt nichts zu tun, es ist tatsächlich die Verhöhnung unserer Werte: de fakto hebelt eine einfache EU-Verordnung, deren Erlassverfahren ohnehin kaum mehr demokratisch genannt werden kann, Recht und Gesetz aus. Es ist die Preisgabe von grundsätzlichen Werten an die nackte Barbarei. Offensichtlich ist dies erwünscht.

In Frankreich werden mittlerweile 40 Prozent aller Hühner, 50 Prozent aller Rinder und 95 Prozent aller Schafe zu Tode gefoltert (geschächtet), obwohl die Nachfrage nach entsprechendem Fleisch „nur“ 10% beträgt. Der Grund: für die Schlachthöfe ist es unwirtschaftlich, zwei Schlachtstraßen zu betreiben. In Großbritannien sieht es vergleichbar aus. Die Lebenswirklichkeit wird sich sehr rasch auch hierzulande an diese neuen Möglichkeiten anpassen – soviel ist gewiss.

Wir werden Verhältnisse bekommen, dass der Fresser „sein“ Schnitzel mit entsprechendem Siegel „schmerzfrei geschlachtet“ und mit ordentlichem Aufpreis am Katzentisch des Supermarkts kaufen kann, vielleicht neben der Auslage für Fakefleischprodukte. „Schmerzfrei“ ist dann das neue „Bio“ – etwas für Randgruppen. Die Masse frisst dann eben Folterfleisch, das Schicksal der Futtertiere hat sie ja bis heute nie wirklich ernsthaft interessiert.

Diese Entwicklung hat nicht „rechts“ angerichtet, dass haben die Tiere den „Linken“ mit ihrer verkommenen Form von Toleranz zu verdanken. Im neurotischen Bemühen, in jeder Form auch ausreichend „gut“ zu sein, haben sich große Teile der Tierbewegten für ein anderes Narrativ vom eigenen Thema wegerziehen lassen, um so zum Verräter in eigener Sache zu werden. Aber Hauptsache, sich gegen „rechts“ sauber abgrenzen.

Mit Ethik hat das jedenfalls nichts zu tun. Das kommt davon, wenn man sich selber wichtiger nimmt als die Sache. Das kommt aber vor allem davon, dass die Tierbewegung bis heute es nicht geschafft hat, ein eigenes politisches Bewusstsein zu entwickeln und unter dem Zwang steht, sich und die Sache der Tiere einer herrschenden politischen Agenda unterzuordnen. Dabei war die Geburtsstunde der Bürgerrechte und der Demokratie das Produkt eines Schulterschlusses über politische Gestaltungsvorstellungen hinweg. Die Querfront von Liberalen, Progressiven und Konservativen findet sich in der Losung der Französischen Revolution: Freiheit steht für das Liberale Gedankengut, Gleichheit für das links-progressive und Brüderlichkeit für das konservative Ideengut. Aber für die Tiere ist so eine Idee bis heute Tabu, weil die politische Linke bis heute die Hand drüber hält.

Solange die Bewegung derart politisch unbewusst, devot und narzisstisch orientiert ist, wird sie nichts nach vorne bewegen. Aber trösten wir uns: es dauert nicht mehr lang, dann geht’s wirklich nicht mehr schlimmer. Dann ist ein „Rückwärts nimmer“ auch gar nicht mehr möglich.

Und bald auch mit höchstrichterlichem Segen.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.

OB SCHLACHTEN, SCHÄCHTEN ODER HALALI – FLEISCH IST MORD!

Burgfrieden, eine Bewegung im Wandel

Burgfrieden – oder über unsere heilige Pflicht gegenüber den Tieren

Als Burgfrieden oder Burgfriedenspolitik wird das Zurückstellen innenpolitischer Konflikte zugunsten eines höheren gemeinsamen Ziels bezeichnet. Im Mittelalter schlossen die Besitzer einer Burg – zumeist Erbengemeinschaften – sogenannte Burgfriedensverträge, die das Zusammenleben auf der Burg festlegten. Sie dienten einerseits dem inneren Frieden, andererseits aber und vor allem auch dem wirksamen Schutz nach Außen gegenüber Feinden. Burgfrieden ist eine Machtfrage, wer ihn nicht halten kann, ist über kurz oder lang dem Untergang geweiht.

Leider haben viele Tierbewegte den Burgfrieden als eine der wesentlichsten Erfolgsgrundlagen auf vielen Ebenen nicht verstanden: Wo ist Toleranz und Akzeptanz angesagt und was ist so wichtig, dass es um keinen Preis aufgegeben werden darf. In wenige Worte gefasst: Die Tiere und ihre Sache sind die Burg, die wir verteidigen nach Außen, während wir nach innen dafür zu sorgen haben, dass alle dem Wohl der Burg dienen. Wie sieht sowas aus? Ich beschränke mich hier auf die derzeit aktuelle Coronadiskussion.

Da die Sache der Tiere größer ist als alle herrschenden Ideen und vor allem von politischen Konstrukten, vulgo LinksRechtsGedöhns genannt, gewinnt sie die unterschiedlichsten Menschen für sich – quasi eine Erbengemeinschaft, und wir wissen ja, was das bedeutet. Dies zeigt zwar erfreulicherweise die potentielle Breitenwirksamkeit der Idee, aber es ist andererseits eine besondere Herausforderung für einen gelingenden Burgfrieden. Eben weil wir sehr unterschiedlich sind.

Vermutlich ist es die tiefverwurzelte Geringschätzung der Tiere, die in unser aller Köpfe implantiert wurde von Geburt an und auf tausend Wegen, warum es unserer Bewegung auf eine einzigartige Weise nicht gelingt, dem gemeinsamen Ziel nicht nur treu zu bleiben, sondern dieses entkoppelt von unseren sonstigen Wertevorstellungen und Ideen zu vertreten und an oberste Stelle zu halten.
Zum Beispiel jetzt zeigt es sich in geradezu tragischer Weise, wie die eigenen Reihen mit dem Thema Corona umgehen. Sie zerstreiten sich über ein Thema, das so viel unbedeutender ist als die Sache der Tiere – unabhängig davon, wie gefährlich man Virus und Grundrechtsbeschneidung einschätzt, sind das faktisch Luxusprobleme gegenüber den Problemen, die unsere Artgenossen den Andertieren bereiten. Bei einem Seuchenausbruch werden sie alle ermordet und auch sonst hatten sie nie auch den Hauch eines Grundrechts je gehabt.

Burgfrieden für die Tiere zu halten in ihrem und nur in ihrem Sinne, heißt, andere Meinungen in anderen Fragen zurückstecken zu können. Er heißt auch, zu verinnerlichen, wer eigentlich „wir“ sind und wer „die anderen“. Und das jenseits von Animositäten und Unzulänglichkeiten. Unhinterfragbar und absolut ist einzig und allein die Sache der Tiere. Die Loyalität und der Dienst an der Burg.

Je mehr uns das gelingt, desto stärker wird die Sache der Tiere. Habt ihr Euch eigentlich nie gefragt, warum die Bauern und Jäger mit ihren Verbrechen stets durchkommen und wir noch nicht mal mit unseren Minimalforderungen? Ein wesentlicher Grund ist, dass die Mafia zusammenhält und sogar der schlechteste Jäger und der übelste Bauer immer noch der Burgfrieden sicher ist. Die Loyalität, und wenn sie schweigend ist, der anderen Jäger und Bauern ist ihnen gewiss. Man weiß ja, was man will.

Und bei uns? Zerstreitet man sich über Themen, die so klein sind wie ein Virus. Man zerstreitet sich über Personen, man fetzt sich über Anstandsfragen und tausend andere Kleingeistereien. Würden wir uns doch nur über Tierfragen auseinandersetzen, aber da herrscht dröhnendes Schweigen. Dabei täte dies der Sache nur gut für das kollektive Bewusstsein über unsere Ziele und die Strategien, die dort hinführen.

Und so kommt dann heraus, dass ein Attila Hildmann ob seiner teilweise vulgären Kommunikationsformen massiv kritisiert wird, aber als er sich von einem Bauern ein Kalb auslieh für einen Marketinggang wird das hingenommen oder sogar noch für toll befunden (er hat nach nachdrücklicher Intervention von ANIMAL PEACE das Kalb nach Monaten freigekauft und zu einem Lebenshof gebracht, was gut und richtig war und Charakter zeigte). Letztlich war es kein Thema für die Tierbewegten. Dabei hatte er die Burg verraten.

Dass er sich nun in dem Coronadingens reinhängt mit einem Elan, den man sich für die Tiere die ganzen Jahre gewünscht hätte, spaltet die Tierbewegten aber bis in die Grundfesten. Dabei steht im Burgfrieden festgeschrieben, dass JEDER Tiersolidarische NATÜRLICH in allen anderen Themen seine eigene Meinung haben kann, weil es UNBEDEUTENDER ist als die Sache der Tiere. Corona ist eben NICHT die Burg. Es ist ja tatsächlich eigentlich nur von Vorteil, wenn wir in den anderen Dingen so vielfältig sind wie nur möglich. Gibt ja nicht nur Verschwörungstheoretiker sondern auch genug Maskenfans in den eigenen Reihen, es besteht also keine Gefahr, vereinnahmt zu werden von einer politischen Bewegung. Oder glaubt hier jemand ernsthaft, dass Tiere von Verschwörungstheoretikern/ Maskenfans gefressen werden wollen? Und selbst wenn man Hildmann für den größten Spinner seit Cäsar hält, für den größten Narzissten seit Dorian Grey, so ist es immer noch besser, ein Veganer schwingt sich zum Häuptling einer Szene auf, als dass es ein Tierfresser tut? Als Häuptling der veganen Szene hat er sicher verspielt, seit den Ledersitzen, dem mißbrauchten Kälbchen und Corona braucht es dafpr auch nicht. Nur einen solchen Häuptling brauchen wir auch nicht. Unser Häuptling, unser König, ist der Löwe und niemand anderer.
Nein, man muss Hildmann wahrlich nicht zustimmen, doch auch Veganer haben das Recht auf eine freie und auf eine falsche Meinung, oder wollen wir diese uns gegenseitig absprechen? Habt Ihr mitbekommen, dass sich die Jägerszene über Corona zerfleischt? Also ich nicht.
Aber bei uns jubeln, wenn Buchläden, die ohne Bedenken Jagdliteratur verkaufen und andere ruchlose Werke, seine VEGANEN Kochbücher entfernen und Supermärkte, die mit Leichen von Verbrechensopfern handeln, seine VEGANEN Produkte auslisten. WAS heißt das eigentlich? Wie wehrhaft ist eine Burg, wenn sie bei einem Angriff von Feinden die eigenen Ritter preisgibt, und mag der Ritter noch so windig und mißraten sein.
Ich sage es deutlich: Es ist Verrat an den Tieren. Auch wenn der sicher nicht gewollt ist und tatsächlich das Motiv nur die Sorge um den eigenen Scheiß Ruf als Veganer („Das fällt auf uns alle zurück“) ist. Versteht nur: Diesen Schwachsinn hat man Euch eingeredet, um Euch klein zu halten. Fakt ist: Soviel enge Egozentrik, Größenwahn und fehlendes Prioritätenbewusstsein fällt ganz sicher dem eigenen Ruf auf die Füße, denn Schwäche und Verrat sind keine Eigenschaften, die dem eigenen Ruf dienen. Und nichts Anderes als das kommuniziert man mit einer solchen Haltung. Man kommuniziert eine Wertehierarchie, in der Coronameinung wichtiger ist als die Tiere. Meinungsverbrechen schlimmer als Massenmord. Denn wären die Tiere wichtiger als Corona, wäre Corona kein Grund, mit einem Tiersolidarischen zu brechen, auch wenn man seine Coronameinung für falsch hält.

Ich schreibe das nicht, um Euch zu beschämen. Ich will Euch Tiersolidarische stark sehen, weil uns die Tiere viel mehr stark brauchen, denn wahr und gut. Wir sind Diener, Anwälte, Soldaten und Leibwächter der Tiere und wir haben in dieser selbstgewählten Rolle unseren Job gut zu machen. Um mehr geht es mir nicht.

Es mag nun pathetisch klingen, aber genau so ist es auch gewollt:

Ich gelobe hiermit, dass bei mir die Grenze der Toleranz genau dann erreicht ist, wenn jemand einem Tier Gewalt antut. Und ich gelobe meine Loyalität gegenüber JEDEM, der den Tieren loyal ist und den Wunsch und den ehrlichen Willen hat, SEIN Bestes zu geben, ihnen zur Seite zu stehen. Und gegenüber allen Tiersolidarischen gelobe ich den Respekt vor ihrer Meinung zu allen anderen Dingen, ob ich sie nun teile oder nicht.
Und warum? Weil es die Grundlage zum Erfolg ist und zu dem sind wir verpflichtet, denn davon hängt das Leben der Tiere ab. Ehren wir die Tiere als höchsten Wert, da sitzen wir ganz sicher nicht den Falschen auf. Amen

Silke Ruthenberg

ANIMAL PEACE

LION der XIV, KÖNIG

Hilferuf 222 ist jetzt eine freie Person und heißt Daria

222 hat es geschafft, das wiederum hat alle Beteiligten geschafft ❤

DARIA hat sich bei jeder Verladung augenfällig von jedem Tier verabschiedet und mit größter Aufmerksamkeit das Geschehen verfolgt.

Bei der Verladung der 10 Tiere letzte Woche war sie so aufgeregt und versuchte trotz schwerer Eisenkette ihre kleine Bucht zu verlassen.

Ihre Unruhe stieg mit jedem Tier, das verladen wurde.

Nun hat sie es geschafft.

Der kleine Platz der Kuh 222 ist seit 18.45 Uhr leer.
Sie ist gerade auf dem Weg nach Bingen mit der ältesten Färse und den 8 Kleinsten an der Kette….
Da wir zu spät von der Arbeit kamen, haben wir sie nur noch am Transporter gesehen. Sie muss schier auf den Hänger gerannt sein, sagte der Fahrer. 8 Jahre hat sie auf diesen Moment gewartet und wir glauben, ihr war immer bewusst, ihr Tag wird kommen…

DARIA

Die Rettung von 50 Kühen in Anbindehaltung 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und lange 365 Tage im Jahr, ist in vollem Gange.
Am Dienstag, den 16.6.2020 war für 9 Tiere der Tage der Tage. Der Anbeginn des Entrinnens aus quälender Monotonie und maximaler Bewegungseinschränkung.
8 kleinen weiblichen Kälbern und Fressern, sowie der ältesten 2-jährige Mastfärse, die Schlachtreife hatte, konnten ihre Ketten abgenommen werden und sie haben den Viehtransporter erklommen, der sie ausnahmsweise nicht in den Tod, sondern in die Freiheit fuhr.
Mit dabei war nach langen Diskussionen auch die 8-jägrige Milchkuh 222, die nun DARIA heißt.
DARIA hat sich bei jeder Verladung augenfällig von jedem Tier verabschiedet und mit größter Aufmerksamkeit das Geschehen verfolgt.
Bei der Verladung der 10 Tiere letzte Woche war sie so aufgeregt und versuchte trotz schwerer Eisenkette ihre kleine Bucht zu verlassen. Ihre Unruhe stieg mit jedem Tier, das verladen wurde.
Nun hat sie es geschafft. Leider haben wir verpasst wie ihre Kette fiel und wie sie auf den Transporter rannte.
Seht Euch die Angst in den Augen der Färse 813 an. Und die Würde, mit der DARIA trotz kurzem Strick am LKW steht. Und bitte seht, wie rasch die Kleinen in ihrem neuen Zuhause ankommen und wie vollkommen baff und ungläubig Färse 813 und die ehemalige Milchkuh 222 ihr Daheim bestaunen. Man möchte sie umarmen, als DARIA, diese charismatische Kuh nach 8 Jahren Kettenhaft ein kleines Hüpferchen wagt….

Bitte helft mit, damit wir kein Tier zurücklassen müssen!

Patenschaften sind bereits ab 5 € monatlich möglich und retten LEBEN.

Auch Einmalspenden zur Überbrückung der fehlenden Patenschaften helfen uns sehr.

Patenschaften:
https://www.ruesselheim.com/patenschaft

Spenden:
Kreissparkasse Augsburg
IBAN DE95 7205 0101 0030 2078 64
BIC BYLADEM1AUG
Paypal: ruesselheim@freenet.de
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Rüsselheim e.V.
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info@ruesselheim.com
DANKE, dass du dabei bist! ❤

Nach 8 Jahren an der Kette will Kuh 222 so gern mit in die Freiheit

Hilferuf 222

Kuh 222 ist am 17.1.2012 geboren.

Sie ist jedes Mal, wenn wir dort waren aufgefallen, weil sie immer alle und alles Geschehen mit größter Aufmerksamkeit beobachtet hat.

Das letzte Mal haben wir gesehen, wie unruhig sie war und dass sie dauernd versuchte, die Stufe in den Gang hochzukrabbeln, über den wir alle geretteten Färsen und Kühe zum Ausgang begleitet hatten.

Immer, wenn wir da ein Tier zum Tor brachten, wo der Transporter stand, hat sie sich von jedem Tier verabschiedet.

Der Verein Rüsselheim hat ein Großprojekt gestartet, von dessen Erfolg das Leben von knapp 50 Rindern abhängt. Es handelt sich um Tiere von einem Hof bei Donauwörth, der zum 1.11.2020 aufgegeben wird. Alle Rinder, die dort ihr Leben lang in sogenannter „Anbindehaltung“ leben, werden dann den Betriebin Richtung Schlachthof verlassen. Rüsselheim versucht, bis dahin alle Rinder auszulösen und ihnen ihr natürliches Recht auf Leben und Freiheit zurückzugeben. Heute konnten die ersten 10 Rinder den Hof Richtung Freiheit verlassen, nachdem sich genug Menschen gefunden haben, ihr Leben zu finanzieren. Kuh 222 könnte auf den nächsten Transport in die Freiheit mitkommen, wenn sie genug Paten findet und Sender, die ihre Auslöse finanzieren helfen.

Bitte tut ihr diesen Gefallen. Sie wünscht es sich so sehr.

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impressionen der freiheit

der beginn einer schuldbegleichung, bei der die schuld so unvorstellbar groß ist, das der mensch sie niemals abtragen kann.

wie auch immer, hier ist die #sklaverei geschichte.

Die unveräußerlichen Werte des Tierrechts

Der Kernsatz um den sich alles dreht …

Was ist Vernunft? Wahrnehmen, bewerten, entscheiden, handeln.
Wer ist vernünftig? Der mit Bewußtsein.
Wer hat Bewußtsein? Zumindest all diejenigen, die über eine Zusamenballung von mehreren tausend Nervenzellen verfügen, also eine Art Gehirn haben, denn damit ist Bewußtsein bereits möglich und wahrscheinlich dann auch da.

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Dieser Satz Immanuel Kants – einst für Menschen entworfen und Leitmotiv des Menschenrechts – hat also seine Gültigkeit für alle anderen Tiere.
Er ist das erste Gebot des Tierrechts, ohne dem alles nichts ist.