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Chico – † 16. April 2018 Ein Nachruf | Ein Aufruf

Chico – † 16. April 2018

Ein Nachruf | Ein Aufruf

Mit unbändigem Schmerz haben wir soeben erfahren, dass Chico tot ist. Das Folteropfer wurde heute aus Geiz ermordet. Unser Hass gilt den Mördern.
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Wir benennen hiermit die unberechenbaren schuldigen Verantwortungsträger und Verbrecher:
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Vertreter der Stadt Hannover
Vertreter der Tiermedizinischen Hochschule
Vertreter des Tierheims Vertreter des Landwirtschaftsministeriums
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Diese Feudalherren setzten sich über die Grundprinzipien von Rechtstaatlichkeit und die Grundfesten unserer Kultur hinweg, die wir haben. Zum Beispiel:
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1. Ein Verdächtiger hat solange als unschuldig zu gelten, bis seine Schuld in einem ordentlichen Gerichtsprozess festgestellt wurde.
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2. Die Todesstrafe ist abgeschafft.
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Wehe dem Besiegten! Tagelang ging der Rufmord dem Mord voraus. Dem Folteropfer und Opfer behördlichen Totalversagens wurde in einer höchst zweifelhaften Weise die Tötung seiner Folterknechte untergeschoben, was im Fall des Falles als erweiterte Notwehr zu verstehen sein kann. Heute haben die Feudalherren in ihrer Allmacht das Folteropfer hingerichtet und beleidigen die gerechtigkeitsliebende Öffentlichkeit mit einer ungeheuerlichen Begründung: sie brachten ihn aus Geiz um.
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Zwei kaputte Zähne hätten mehrere Operationen notwendig gemacht.
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Noch nicht einmal eine ordentliche Lüge können sie sich einfallen lassen. Als wäre dafür das Geld nicht da gewesen! Als würden sie sich nicht mit diesem Mord nicht nur feige aus der Verantwortung stehlen.
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Welch ein Hohn für das Opfer.
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Welch eine Beleidung des Gerechtigkeitsgefühls und unserer Werte.
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Im Namen aller geheimen Feinde der Tyrannei, welche in Hannover und überall den Dolch des Brutus unter ihren Gewändern tragen, fordern wir auf, die Leiche von Chico herauszugeben, dass wir ihm die letzte Würde erweisen können, die ihm der Hofstaat der Soziopathie – die versagenden Behörden und ihre Handlanger – 10 Jahre lang verweigert haben.
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Kein Vergessen! Kein Verzeihen. Wir haben verstanden.
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ANIMAL PEACE
Silke Ruthenberg

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Kein Vergeben für dieses Verbrechen an einem Folteropfer.

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Lasst uns gemeinsam in diesem Geiste auf der Seite von Chico stehen – ANIMALPEACE

Chico

Von der Götterdämmerung der Erben Neros

In Hannover soll ein Staffordshire-Terrier-Mischling seine beiden Menschen totgebissen haben.Er erfährt eine noch nie da gewesene Welle an Sympathie. Über eine Viertelmillion Menschen unterzeichnen eine Protestnote gegen die angekündigte Hinrichtung des Hundes. Ein gefundenes Fressen für die Medien, allerlei Schlaumeier, Soziologen und „Terethiker“ und anderes wichtigtuerisches Gesindel, kriechen aus den Löchern und haben eine Meinung, die meist Binse an Binse aneinanderreiht. Doch über die offensichtlichen Ungereimtheiten geht man nonchalant hinweg. Die interessanten Fragen werden nicht gestellt. Die innovativen Antworten fehlen.
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Die offizielle Version:
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Eine Familie „mit Migrationshintergrund“ schafft sich 2012 einen Staffordshire-Terrier-Mischling an. Das ist leicht möglich, Hunde sind eine Ware, ein Handelsgut wie einst die schwarzen Sklaven aus Afrika. Die Anschaffung erfolgt offenbar aus Gründen des Selbstschutzes. Die Entlassung des gewalttätigen Ex-Ehemanns steht bevor. 2006 hatte dieser seiner Frau mit einer Axt zum Invaliden gehackt. Sie sitzt seitdem im Rollstuhl. Der Sohn ist kleinwüchsig, ihm wird Drogenmißbrauch unterstellt, zwischenmenschliche Gewalt und Kriminalität sind der Hintergrund dieser Familie. Dann der Tag im April, die Schwester erreicht ihre Angehörigen nicht telefonisch und fährt vor Ort. Durch ein Fenster entdeckt sie den leblosen Körper ihres Bruders und informiert die Polizei. Der Hund, erkennbar nicht mit Blut besudelt, wird von der Feuerwehr eingefangen und ins Tierheim gebracht, wo er als ängstlich und verunsichert beschrieben wird. Jedenfalls nicht als aggressiv. Freudlich wedelnd sieht man ihn Tage später, wie er an der einfachen Leine von einem Tierheimmitarbeiter gassi geführt wird. offenbar glaubt man selber nicht an die Geschichte von der blutrünstigen Bestie.
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Blitzschnell wird der Täter ermittelt. Die Obduktion ergibt als Todesursache Verbluten durch Hundebisse. Die Geschichte ist so auffällig simpel, dass den Reportern die kritischen Fragen im Halse stecken bleiben.
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1. Wurde über DNA-Abgleich sichergestellt, dass es der anwesende Hund war, der zugebissen hat? Was hat die Spurensicherung sonst ergeben? Immerhin gibt es einen Gewalt und Kriminalitätshintergrund,da sollte schon genauer ermittelt werden, nicht dass da am Ende ein Doppelmord übersehen wird.
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2. Wo steckt der Ex-Ehemann?
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3. Wie ist es möglich, dass ein Hund zwei Menschen zu Tode beißt und kein Nachbar bekommt etwas mit (Schreie, Knurren, Bellen, Poltern)?
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4. Wie ist es möglich, durch ein Fenster zu schauen? Die Bilder des Hauses zeigen keine Außentreppen, die das technisch ermöglichen würden.
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5. Warum zeigt der Hund praktisch keine Blutspuren nach seinem vorgeblichen Massaker?
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Es werden auch diese Ungereimtheiten sein, die zusammen mit der traurigen Biografie des Hundes zu dieser beispiellosen Solidaritätswelle geführt haben. Chico verbrachte seine Existenz als Leibeigener größtenteils wohl in einem Käfig, seine Notdurft musste er auf dem Balkon verrichten. Ein derart misshandelter Hund darf heutzutage auf Solidarität hoffen. Tatsächlich gibt es psychologische Untersuchungen dazu, dass Menschen ihr Mitgefühl den Hilflosen zukommen lassen, in erster Linie Babys/Kindern und Welpen. Erwachsene Hunde erwecken mehr Mitleid als erwachsene Menschen, wohl weil sie generell als hilfsbedürftiger betrachtet werden. Die Solidarität für Chico ist nicht erstaunlich, wie es Tierhasse behaupten. Sie ist normal.
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Genau dieser Umstand ist es, der die eifersüchtigen Anthroprozentriker auf den Plan ruft. Man wundert sich, man beklagt fehlende menschliche Solidarität – mit offensichtlichen Tätern. Denn was anderes sollen Menschen sein, die einem fühlenden und denkenden Lebewesen zumuten, seine Existenz im Käfig zu verbringen? „2000 gab es solche Debatten noch nicht“ beklagt in einem Kommentar in der Süddeutschen Zeitung die „Tierethikerin“ Ursula Wolf, die sich in ihren besseren Tagen intensiver und zu der damaligen Zeit fortschrittlich mit Tierrechtsfragen auseinandersetzte. Das sei „Zuviel des Guten“. „Es verletzt das Rechtsempfinden vieler Menschen, wenn an dem Hund die Todesstrafe vollstreckt wird“, wird der Geschäftsführer des Tierschutzvereins Hannover, Heiko Schwarzfeld, zitiert, um darauf zu höhnen: „Todesstrafe? Für einen Vierbeiner?“ Die Autorin verweist im Geiste des Korinthenkackers auf den Rechtstatus der Tiere als Sachen. Kaum zu glauben, dass die studierte Philosophin nicht weiß, dass der Legalismus als moralisches Prinzip nichts taugt, soviel sollte sie von Kant schon verstanden haben. Aber offensichtlich hält sie den Leser für völlig hirnverbrannt.
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Denn tatsächlich führt das Wort „Todesstrafe“ zum eigentlichen Kern der Problematik. Die Todesstrafe ist abgeschafft, heißt es in Artikel 102 unseres Grundgesetzes. Es ist Teil unserer Verfassung. Auch die grausamsten Gewaltverbrecher, Serienmörder, Kinderschänder, können auf unseren Rechtstaat insoweit vertrauen, als dass sie ein ordentliches Verfahren bekommen, das einer Verurteilung vorausgeht. Bei einer Verurteilung droht als schlimmste Strafe Gefängnis bei Schuldfähigkeit. Bei fehlender Einsichtsfähigkeit Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie. Dies entspricht unserer Vorstellung von Recht. Sie wird als humanitäre Errungenschaft gesehen, zuindest von denen, die den Wert erkennen und erleben.
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Aus diesem moralischen Konzept werden Tiere herausgehalten aufgrund eines Umstandes, für den sie nicht können und der auch ethisch gesehen keine echte Grundlage liefert: ihre Artzugehörigkeit. Sie werden stigmatisierend aus dem Rechtsverständnis ausgeschlossen, weil sie einer falschen Gruppe angehören. Doch diese feudalistische Selbstherrlichkeit wankt und das ist eine hoffnungstiftende Entwicklung der letzten Jahre und Jahrzehnte. Der Blick dringt zunehmend auf das Wesentliche: dass auch andere Arten fühlen und denken können, dass sie ebenso nach Glück streben und Leid vermeiden, dass sie an ihrem Leben hängen wie die Machthaber eben auch. So sehr dies die Überzeugungsfeudalisten auf der Sonnenseite der Macht und des Rechts auch grämt und sie alte Totschlagargumente aus den Schubladen holen wie das Unwort „Vermenschlichung“ werden sie diese Entwicklung nicht aufhalten. Diskriminierung hat etwas mit Macht und Missbrauch zu tun und nicht mit Mitgefühl und mit Gerechtigkeitsempfinden, Gefühle, die uns angeboren sind und die nur durch Gewalt und Gehirnwäsche unterdrückt und pervertiert werden können. Bei Hunden (auch Katzen und menschenaffen) bricht nun endlich wieder hervor, was so lange pervertiert war: das Rechtsempfinden.
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Bei Chico spielen tatsächlich ausschließlich folgende Aspekte eine Rolle und die bewegen sich jenseits der Fragwürdigkeit seiner Schuld am Tod der beiden Menschen.
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Chico ist – Mißhandlungen hin oder her – sicher nicht schuldfähig. Schuldfähigkeit beginnt nämlich erst mit 14 Jahren, volle Schuldfähigkeit wird erst mit 18 (teilweise erst mit 21) Jahren vorausgesetzt.
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Die Todesstrafe ist abgeschafft – sogar für voll schuldfähige Intensivtäter.
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Die Gesellschaft hat ein berechtigtes Interesse an Schutz vor gefährlichen Mitgliedern, aber ganz sicher nicht auf Rache und Vergeltung an einem Schuldunfähigen.
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Unsere Gesellschaft lässt sich unseren Rechtstaat viel Geld kosten, sehr viel Geld. Allein Bayern hat für den Maßregelvollzug im Staatshaushalt 2015/2016 rd. 280,6 Mio. Euro bzw. rd. 288,5 Mio. Euro veranschlagt. Der Tagessatz lag 2015 bei über 260 Euro pro Patient. Es ist höchste Zeit, ein vergleichbares Konzept zu entwickeln und einzurichten, in dem gefährliche Hunde in Würde ihr Leben verbringen können, wenn ein weiterer Aufenthalt in der Gesellschaft aus Sicherheitsinteressen nicht zu verantworten ist. Warum sollten sie es nicht wert sein, ein sadistischer Meuchelmörder aber schon?
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Dabei wären die Kosten für die Unterbringung nur ein Bruchteil derer für menschliche Häftlinge, dies nur am Rande bemerkt und für die Pfennigfuchser und Geizhälse, die meinen, Würde und Kultiviertheit gäbe es für lau. Lasst uns gemeinsam in diesem Geiste auf der Seite von Chico stehen. und für ihn das beste hoffen und fordern.
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Silke Ruthenberg
ANIMAL PEACE
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Seid den Tieren loyal, sie sind es wert – Silke Ruthenberg

Die archaische Kraft der Treue und die Tücke des Verrats

(Dieser kleine Text ist ein Dank an alle, die in stürmischen Zeiten mir die Treue halten.)

 

23561629_288855001622371_646785585615999970_nFür mich ist das eigentliche Thema des Tierrechts weniger das des Leidens, schon gar nicht des eigenen, sondern das des Verrats. Wenn das Füreinanderdasein nicht funktioniert. Für mich ist es wie ein Lebensthema von dem Moment an, als das Kätzchen ins Plumpsklo geworfen wurde und niemand ihm beistand. Das unberührte, unverbindliche Bedauern und gleichzeitige Imstichlassen. Aber es hat lange gebraucht, bis ich das überhaupt verstanden habe, ich dachte, es ginge immer um Empathie, um Mitgefühl. Aber im Leben ist immer Leid, Leben ist Leiden, sagte nicht nur Schopenhauer, der größte Pessimist aller Zeiten. Am Leiden kann man sogar wachsen, den Umgang damit lernen, daraus etwas Schöpferisches werden lassen. Bei Nietzsche las ich den Satz „Das dionysische mit seiner selbst am Schmerz perzipirten Urlust, ist der gemeinsame Geburtsschooss der Musik und des tragischen Mythus.“ Und er sagte auch „Muth zum Leiden. – So wie wir jetzt sind, können wir eine ziemliche Menge von Unlust ertragen, und unser Magen ist auf diese schwere Kost eingerichtet. Vielleicht fänden wir ohne sie die Mahlzeit des Lebens fade: und ohne den guten Willen zum Schmerze würden wir allzu viele Freuden fahren lassen müssen!“ Denn wo kein Schmerz ist, ist auch keine echte Freude, keine Liebe und Leidenschaft. Was wäre ich ohne die Schmerzen meines Lebens?

 

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Der Verrat jedoch separiert einen von allem Echten und Lebendigen. Nach dem Verrat gibt es kein Leben mehr im Miteinander. Zu wissen, dass man im Moment der Not alleine ist, schafft diese tiefste und schmerzhafteste Einsamkeit, die sich durch alle Schichten der Seele frisst. Verrat lähmt. Nicht Trost braucht man da, denn auch Trost trägt bereits den Verrat in sich, den Trost bekräftigt den Opferstatus. Es ist die Loyalität, die in solchen Momenten in Würde ertragen lässt. Verraten sind wir auf uns selbst zurückgeworfen und dafür sind wir nicht geboren. Der Verrat nimmt uns alle Sicherheit. Der Verrat vereinzelt das Individuum und zerstört seine innere Kraft. Das Prinzip Loyalität und ein „alle für einen, einer für alle“ hingegen führt uns an die archaiischen Wurzeln der Moral zurück, an seine Urprinzipien. Aufgefangen werden, das Gefühl, gesehen zu werden in seiner Not, ist rettend und heilend.

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In unserer Gesellschaft leben wir separiert voneinander wie in einem Schwarm lauter Einzelwesen, die sich aneinander orientieren, aber kein echtes Wir kennen. Nur die tiefe unbewusste Sehnsucht danach. Das macht uns verletzlich und schwach. Verstanden habe ich die Bedeutung des Verrats allerdings erst spät. Wahrscheinlich kann man ohnehin nur etwas wirklich verstehen, was man erfahren hat. Deshalb ist das Erlebnis mit dem Kätzchen für mich so ein wichtiges im Leben. (Ich hatte die Geschichte übrigens schon einmal erzählt, 1996 einem SPIEGEL-Reporter für die Reportage „Tierische Gier„, da nannte ich sie mein Schlüsselerlebnis).

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Ich habe in den vergangenen drei Jahren genau mit diesem Element „Verrat und Treue/ Loyalität“ gearbeitet und jedes Mal war es ein Donnerschlag in seiner Wirkmächtigkeit: wenn man die Welt verändern will, ist Widerspruch Bestätigung, nicht der Applaus. Jedes Mal habe ich mir den Hass zugezogen, ganz bewusst, um Treue und Loyalität zu demonstrieren als einen politischen Akt. Weil nichts stärker macht und schützt im psychologischen Sinn wie diese Botschaft: das Opfer steht nicht alleine.

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Das erste Mal war es der Rindermann, der den Bauern tötete, und dem ich meine Solidarität aussprach, was zu einem europaweiten Echo der Empörung führte. Ein Jahr später war es mein Satz zum Terroranschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt, mit dem ich erinnerte: „Sechs Millionen Terroropfer jährlich in Deutschland. Für Gänse ist jeden Tag Weihnachtsmarkt. Vergesst das nie!“ In diesem verletzlichen Moment Loyalität mit den Tieren leben, darum ging es und der Shitstorm war auch hier gewaltig. In der WELT erkannte ausgerechnet ein JÄGER mehr als so viele Tierschützer und Tierfreunde. Und nun war es meine demonstrierte Loyalität mit Hitlers Hündin Blondi und ihrem Schicksal, dass zum nächsten Widerstand führte, dem SÜDDEUTSCHE ZEITUNG-Artikel, und das in seiner vernichtendsten Form, nämlich dem Nazivorwurf. In unserer Gesellschaft ist Loyalität nur mit den Richtigen erlaubt, nämlich mit den Mächtigen, mit den Tätern und deren nützlichen Idioten, die im Spiel um die Macht eine Funktion als Opfer erfüllen und wo die ausgedrückte Solidarität, das Sehen ihres Leids, erlaubt und erwünscht ist. Dies allein dient der Aufrechterhaltung des Herrschaftssystems. Wer sich an diese Spielregeln nicht hält, wird sozial vernichtet mit dem Ziel, um das Ausgedrückte eine Art gedankliche Bannmeile zu legen, es zu einem Tabu zu erklären, um die Verhältnisse zu befestigen.

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Es ist eine archaische Sprache, die ich spreche. Es ist eine einfache Botschaft: Seid den Tieren loyal, sie sind es wert. Und am deutlichsten drückt man das aus in Konfliktsituationen, wo die solidarische Entscheidung der meisten aus einer unbewussten Beugung vor der Macht anders ausfällt. Und in dem Verrat des Opfers liegt die Wurzel des Unrechts. Das kleine Kätzchen aus Südtirol erfährt in meinem Fühlen damit jedes Mal eine Rettung. Fast ein halbes Jahrhundert nach dem Vorfall. Und vor allem jedes Opfer, dessen Opfersein nicht gesehen werden soll.

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Der Nicht-Verrat , die Loyalität mit dem Opfer, wertet das Opfer auf in seiner Bedeutung. In diesem Moment ist es nicht nur Opfer, es ist ein Jemand, der es wert ist, dass man zu ihm steht. Es sind Botschaften, die viel wichtiger sind als alle argumentativen Kopfgeburten, weil sie verstanden werden von allen, sehr schmerzhaft verstanden werden, weil sie die Wurzel der Moral berührt. Und nur im Schmerz lernt der Mensch.

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In diesem Sine: Seid stark! Seid treu!

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Silke Ruthenberg

 

LOVE ANIMALS – HATE SÜDDEUTSCHE ZEITUNG!

HATE SÜDDEUTSCHE ZEITUNG!

Eine ganze Seite widmete am Wochenende die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG der Sorge, das Tierrecht könnte die rechtsradikale Szene unterwandern. Dafür benutzte sie sogar Kater Jussi. Die Antwort:

23318497_286266621881209_1106190437_nWas für ein verschissener Kackartikel am Wochenende in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG, Abteilung Gesellschaft. Man möchte das hinterfotzig-paranoide Machwerk zusammenknüllen und dem Jan-noch-feucht-hinter-den-Ohren in seine Wannabe-Journalisten-Visage stopfen.
Vor 20 Jahren wurde ich noch als Jüdin beschimpft, jetzt bin ich „Kuschelnazi“, vielleicht auch Nazikuschler. Zum heiligen Rindermann: Das ist doch eine Leistung! Aber statt Respekt zu zollen und auch die Lehrerin für ihre zweistündigen ernsthaften Bemühungen zu ehren, etwas großen Geist in die Lieschen-Müller-Vorstellungen von Rechten für Tiere (Vorsicht: Wortspiel) zu treiben, beschäftigt sich Jan Stremmel lieber mit meinen Haaren, die wie Efeu aus meinem Kopf wuchern oder so. Das letzte Mal, als Haare ein journalistisches Thema waren, war bei Donald Trump. Der sitzt jetzt im Weißen Haus. Ich freue mich schon. Deshalb wuchert aus meinem Kopf Lorbeer, nicht Efeu, soviel Präzision muss sein.

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Unaufmerksam ist er übrigens auch noch, der Hetzer von SÜDDEUTSCHEN-Gnaden. Hat nicht gesehen, dass bei mir FÜNF Bilder vom Führer hängen. Wenn man schon mit dem Stigma belegt wird, muss man schließlich auch was dafür tun und ich arbeite stets gründlich. Im Übrigen hängt das Gemälde von Huckepack-Blondi überm Sofa und nicht neben der Tür. Ich lade alle Journalisten ein, sich davon vor Ort mit eigenen Augen zu überzeugen. Ich werde sie auch nicht bedrohen. Obwohl ich gute Kontakte habe.

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Übrigens richtig wiedergeben kann er auch nicht, der Jan: Ich sagte nicht „Verstehen Sie? Einem Rind ist es doch völlig egal, ob ein Linker oder ein Rechter es isst.“ Ich sagte: frisst!“ FRISST, nicht ISST. Ich lege wert darauf, ordentlich zitiert zu werden.

Die allergrößte Frechheit ist allerdings, meine Ziele kleinzureden, und die unterstellende Annahme, ich hätte „gute Absichten“. Ich habe selbstverständlich KEINE guten Absichten sondern Größeres im Sinn: Die Entmachtung der Menschheit, die Abschaffung des Menschenrechts. Mindestens.

03Und dann diese charakterlichen Schäbigkeiten. Dieses peinliche Bemühen, Kater Jussi fürs Pamphlet ungefragt zu instrumentalisieren und Familienangehörige aufeinanderhetzen zu wollen. Das verlangt auch nach einer Antwort! Besonders übel auch die Hetze gegen unsere Parteifreunde von der Tierschutzpartei und deren aufrechtes Bemühen, Ex-Nazis ordentlich in ehrenwerter Arbeit zu resozialisieren und zu binden, auf diese erbärmliche Art in den Schmutz zu ziehen. Hätten die denn nach dem Willen der SZ lieber Nazis bleiben sollen und Flüchtlingsheime anzünden, statt Tiere zu schützen? Diese kranke Logik muss man nicht verstehen, oder?

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Zumindest der letzte Satz der in Druckerschwärze gegossenen Demonstration des Nichtbegreifens tut dann doch die Wahrheit kund.
„Silke Ruthenberg blickt einen an, als könnte nur ein völlig Irrer widersprechen“. 
Wer außer einem Irren würde es auch tun.

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SZ-Machwerk lesen?

Hier:

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LOVE ANIMALS! HATE ANTIFA! – SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

Kuschelnazis oder Nazikuschler?!

Eine ganze Seite widmete am Wochenende die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG der Sorge, das Tierrecht könnte die rechtsradikale Szene unterwandern.

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Und hier geht es zu den, im Beitrag der SÜDDEUTSCHEN erwähnten und kurz zitierten Artikeln: