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BLONDI – Hommage an einen missbrauchten Hund

Zum 75. Todestag von Blondi:

Ehrenrettung für einen politisch missbrauchten Hund

Am 30. April 2020 jährte sich der Todestag von Hitlers Schäferhündin Blondi zum 75. Mal. Auch dieses Jahr gedenkt ANIMAL PEACE der Verstorbenen. Sie wurde Opfer einer schrecklichen Familientragödie, was anderes als das kann es nicht gewesen sein, als der Vater in Bedrängnis die Familie auslöschte.

Blondi war die Tochter der Schäferhündin von Gerdy Troost, die seinerzeit als Architektin den Königsplatz in München umgestaltet hatte und mit Adolf Hitler seit 1930 bekannt war. Sie wurde 1941 noch als Kleinkind ihrer Mutter entrissen. Martin Bormann verschenkte das entrechtete Objekt wie ein lebloses Möbelstück an Adolf Hitler.

Blondi hatte sich ihren Vater nicht ausgesucht!

In ihrem kurzen Leben wurde Blondi ständig missbraucht. Einerseits wurde sie für Propagandazwecke benutzt, Postkarten von ihr mit Hitler sollten dem Führer eine private und menschliche Seite verleihen. Wurde sie gefragt? Nein! Sie wurde benutzt und der Schaden für ihre Rasse, den deutschen Schäferhund, wirkt rufschädigend bis heute. Aber sie hatte keine Wahl.
Vor allem aber offenbarte sich dieses Missbrauchverhältnis über eine weitaus gnadenlosere Art und Weise. Henry Picker, der Protokollführer von Hitlers Tischgesprächen, schrieb in seinen Aufzeichnungen, er habe den Eindruck gehabt, „… es nicht mit einem Hund, sondern mit einer Maschine zu tun zu haben“, und er stellt sich die Frage, „ob Hitler bei der Dressur … nicht im Grunde von der Absicht beherrscht wurde, selbst in diesem Tier den eigenen Willen auszulöschen.“ (!!!)

Müssen wir wirklich noch erklären, was das für einen Abgrund an Misshandlungen an Körper und Seele erahnen lässt? Wie das abläuft, einen Willen auszulöschen? Welche Attacken auf Leib und Seele da stattfinden müssen, um dieses Ziel zu erreichen?

Blondi wurde gebrochen und sie hat es ihrem Führer mit Sicherheit schwerer gemacht als dessen gesamtes deutsches Volk

Eine bezeichnendes Licht auf Hitlers angebliche Tierliebe wirft folgende Anekdote, von der Egon Hanfstaengl (Sohn von Ernst Hanfstaengl, Hitlers Auslandspressechef und Förderer) berichten kann: „Seine Hündin wurde einmal irgendwie nervös und hat meine Mutter ganz leicht gebissen, eigentlich mehr gezwickt. Hitlers Reaktion war exzessiv. Er wollte gehen, seine Pistole holen und er sagte, er würde den Hund auf der Stelle erschießen, denn die von ihm hochverehrte und angehimmelte Frau war von diesem Hund gelinde gebissen worden. Und meine Mutter hat dann gesagt: ‚Um Gottes willen, Herr Hitler, keineswegs, das ist nicht so schlimm, und lassen Sie das. Der Hund kann nix dafür, der ist nervös geworden.’ Der Hitler hat sich dann beruhigt und keine so grimmige Maßnahme ergriffen.“
Und werfen wir einen Blick auf Blondis gewaltsamen Tod. Am 30. April 1945 wurde Blondi auf der Toilette des Führerbunkers mit Zyanid vergiftet. Wolf, ihr erwachsener Sohn, wurde ebenso erschossen wie ihre erst kurz zuvor – vermutlich am 4.April – geborenen fünf Kinder.
Hitlers SS-Adjudant Otto Günsche erinnert sich an die Tat:„In einem Gang des Führerbunkers standen Professor Haase (Werner Haase, zeitweilig Vertreter von Hitlers Leibarzt, Professor Brandt) und Feldwebel Tornow, der Hitlers Hund abgerichtet hatte. Haase hielt eine Ampulle mit Zyankali und eine Zange in der Hand. Er hatte von Hitler den Befehl erhalten, den Hund ‚Blondi‘ zu vergiften. An ‚Blondi‘ wollte Hitler die Wirkung des Giftes erproben. Um Mitternacht wurde ‚Blondi‘ auf der Toilette vergiftet. Tornow riß dem Hund das Maul auf, und Haase griff hinein und zerdrückte mit der Zange die Giftampulle. Das Gift wirkte auf der Stelle; bald darauf kam Hitler in die Toilette, um sich zu überzeugen, daß ‚Blondi‘ tatsächlich vergiftet war. Er sagte kein Wort, sein Gesichtsausdruck veränderte sich nicht. Nach einer Minute schon kehrte er in sein Arbeitszimmer zurück.“
Der sowjetische Gerichtsarzt Professor Dr. Wladimir Michajlowitsch Smoljaninow deutet die Umstände des Mordes folgendermaßen: „Wissen Sie, das sieht einer sogenannten ‚Toxikologischen Probe’ sehr ähnlich. Dem einen Hund hat man eine Ampulle im Maul zerdrückt, der andere Hund mußte die Ampulle verschlucken und wurde dann erschossen – mit einem Schuß von oben, wie aus dem Protokoll ersichtlich ist.“
Blondi, gebrochen und mißbraucht endete als Versuchshund.

Veganer und Tierrechts Darsteller liessen natürlich weniger auf sich warten als die Sklaverei Befürworter und Massenmörder.

Auch am gestrigen Trauertag fielen die piätätlosen Horden an Tierhassern wieder über ANIMAL PEACE her und störten die Trauerfeierlichkeiten.
In erster Reihe und Seit an Seit mit den üblichen Verdächtigen der überzeugten Tiermörder, -vergewaltiger und -fresser die barbarischen Horden linkstotalitärer Tierhasser, die natürlich sofort gemerkt hatten, ihnen mit der Trauer um Blondi ihr ebenso wirkungsvolles wie verlogenes und hinterhältiges Totschlagargument mit der Trauer um Blondi verloren geht.

Seit sieben Dekaden benutzen die Tierhasser das Bild vom angeblichen Hundefreund und Vegetarier Hitler, um der Sache der Tiere einen üblen Geruch zu verleihen. Der politische Missbrauch von Blondi nahm mit ihrem gewaltsamen Tod kein Ende. Nur waren es jetzt gerade die Linksfaschisten, die da in erster Reihe standen.

Höhepunkt ihres traditionellen Tierhasses – wurzelnd in ihrer ideologisch verankerten wahnhaften, sektiererischen Überbewertung des Menschen – war 1969 die geplante Verbrennung eines deutschen Schäferhundes im Hof des Deutschen Museums, von der man schließlich nur abließ, weil man beherzten Widerstand von Normaldenkenden fürchtete. Ein Schäferhunde-Verein aus Schleswig-Holstein hatte einen Besuch angekündigt.

Stark gelichtet haben sich zum Glück die Reihen der Anpasser-Veganer, die sich krampfhaft bemühen, den Garten des gesellschaftlich Tolerierten tunlichst nicht zu verlassen, jetzt, nachdem sie endlich mitspielen dürfen und am Tisch der Tierfresser ihr Sojawürstel verzehren, mit der ihnen der Markt das revolutionäre Maul gestopft hat. Ihr Nein zum Verbrechen ist schon längst erstickt, ihre Demonstrationen foltervoyeuristische Präsentationen von Elend und Not, wo eh kein Widerspruch zu befürchten ist. Vor drei Jahren waren die wohlfeilen wohlfühligen Rebellionsdarsteller noch in Massen zusammen mit den linken Tierhassern und den Tiermördern beim gemeinsamen Kriegstanz anzutreffen in der Hoffnung, ANIMAL PEACE nun endlich rechtsradikale Gesinnung und damit das Stigma anhängen zu können, weil man befürchtete, dass nach zwei Jahrzehnten Anpasserunsinn das wahre Tierrecht die Deutungshoheit wieder übernehmen könnte und damit das gemütliche Geschäftsmodell zerstört. Das Programm läuft trotzdem und steht kurz vor der Vollendung

Diese jedenfalls sind es, die uns nun diktieren wollen, um wen und was wir hier trauern dürfen und unanständig Trauerfeierlichkeiten störten. Rufmordet uns nur! Wir werden Euch Eure denunziatorische Gesinnung nicht nehmen können und die Narren werden Euch weiter auf den Leim gehen. Aber auf die kommt es ohnehin nicht an. Und wir werden weitergehen und uns das Recht auf Loyalität mit unserem Mandanten nicht nehmen lassen. Und schon gar nicht werden wir uns Euren perversen Vorstellungen beugen und uns Bedingungen auferlegen lassen, wann und für wen und wie wir gedenken dürfen. Auf solche grotesken Vorstellungen kommt man – nicht ohne bösen Grund – nur, wenn es – nur – um Tiere geht. Überall dient das Tabu und der ungeschriebene Kodex des Erlaubten der Aufrechterhaltung herrschender Verhältnisse. Und das Tabu, nicht um Blondi trauern zu dürfen, ruht auf der Vorstellung vom Tier als minderwertiges Objekt. Nur der Tabubruch ist das Zeichen, dass die herrschenden Verhältnisse unerträglich sind. Nur der Tabubruch ist die Antithese zum Zeitgeist. Genau deshalb ist es uns auch so wichtig, immer und immer wieder das Tabu zu brechen. Es ist uns bitter ernst und wir sind entschlossen, den Tieren auch mit diesen kleinen Gesten die Würde zurückzugeben. Wer weiterhin ungestört auf Tiere losgehen wollen, fressend und mordend und vernichtend, wird sich an unserer Trauer um Blondi empören.

Aber mehr und mehr werden verstehen, warum es eben keine Provokation ist, was wir tun. Nicht für die, denen es ernst ist mit der Befreiung der Tiere aus der Tyrannei des Menschen.

Unsere Ziele sind größer als Eure Lügen.

Silke Ruthenberg – ANIMAL PEACE

Apropos: Hitler war genau genommen leider noch nicht mal ein Gesundheits-Veganer. Seine Magenprobleme zwangen ihn zwar zu einer weitgehend pflanzlichen Diät, die er allerdings nicht konsequent einhielt. Aber wir wollen wegen ein paar Leberknödeln nicht kleinlich werden.

BLONDI – Wir Gedenken dem Opfer

Adolf Hitlers feiger Massenmord an seinen Hunden

Heute vor 75 Jahren wurde die erst vierjährige Blondi auf der Toilette des Führerbunkers auf Anweisung Adolf Hitlers mit Zyanid vergiftet. Wolf, ihr bereits erwachsener Sohn, und ihre fünf kleinen Kinder, die sie am 4.April geboren hatte, wurden erschossen. Wir gedenken der unschuldigen Opfer dieses feigen Massenmords.

Seid den Tieren loyal, sie sind es wert – Silke Ruthenberg

Die archaische Kraft der Treue und die Tücke des Verrats

(Dieser kleine Text ist ein Dank an alle, die in stürmischen Zeiten mir die Treue halten.)

 

23561629_288855001622371_646785585615999970_nFür mich ist das eigentliche Thema des Tierrechts weniger das des Leidens, schon gar nicht des eigenen, sondern das des Verrats. Wenn das Füreinanderdasein nicht funktioniert. Für mich ist es wie ein Lebensthema von dem Moment an, als das Kätzchen ins Plumpsklo geworfen wurde und niemand ihm beistand. Das unberührte, unverbindliche Bedauern und gleichzeitige Imstichlassen. Aber es hat lange gebraucht, bis ich das überhaupt verstanden habe, ich dachte, es ginge immer um Empathie, um Mitgefühl. Aber im Leben ist immer Leid, Leben ist Leiden, sagte nicht nur Schopenhauer, der größte Pessimist aller Zeiten. Am Leiden kann man sogar wachsen, den Umgang damit lernen, daraus etwas Schöpferisches werden lassen. Bei Nietzsche las ich den Satz „Das dionysische mit seiner selbst am Schmerz perzipirten Urlust, ist der gemeinsame Geburtsschooss der Musik und des tragischen Mythus.“ Und er sagte auch „Muth zum Leiden. – So wie wir jetzt sind, können wir eine ziemliche Menge von Unlust ertragen, und unser Magen ist auf diese schwere Kost eingerichtet. Vielleicht fänden wir ohne sie die Mahlzeit des Lebens fade: und ohne den guten Willen zum Schmerze würden wir allzu viele Freuden fahren lassen müssen!“ Denn wo kein Schmerz ist, ist auch keine echte Freude, keine Liebe und Leidenschaft. Was wäre ich ohne die Schmerzen meines Lebens?

 

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Der Verrat jedoch separiert einen von allem Echten und Lebendigen. Nach dem Verrat gibt es kein Leben mehr im Miteinander. Zu wissen, dass man im Moment der Not alleine ist, schafft diese tiefste und schmerzhafteste Einsamkeit, die sich durch alle Schichten der Seele frisst. Verrat lähmt. Nicht Trost braucht man da, denn auch Trost trägt bereits den Verrat in sich, den Trost bekräftigt den Opferstatus. Es ist die Loyalität, die in solchen Momenten in Würde ertragen lässt. Verraten sind wir auf uns selbst zurückgeworfen und dafür sind wir nicht geboren. Der Verrat nimmt uns alle Sicherheit. Der Verrat vereinzelt das Individuum und zerstört seine innere Kraft. Das Prinzip Loyalität und ein „alle für einen, einer für alle“ hingegen führt uns an die archaiischen Wurzeln der Moral zurück, an seine Urprinzipien. Aufgefangen werden, das Gefühl, gesehen zu werden in seiner Not, ist rettend und heilend.

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In unserer Gesellschaft leben wir separiert voneinander wie in einem Schwarm lauter Einzelwesen, die sich aneinander orientieren, aber kein echtes Wir kennen. Nur die tiefe unbewusste Sehnsucht danach. Das macht uns verletzlich und schwach. Verstanden habe ich die Bedeutung des Verrats allerdings erst spät. Wahrscheinlich kann man ohnehin nur etwas wirklich verstehen, was man erfahren hat. Deshalb ist das Erlebnis mit dem Kätzchen für mich so ein wichtiges im Leben. (Ich hatte die Geschichte übrigens schon einmal erzählt, 1996 einem SPIEGEL-Reporter für die Reportage „Tierische Gier„, da nannte ich sie mein Schlüsselerlebnis).

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Ich habe in den vergangenen drei Jahren genau mit diesem Element „Verrat und Treue/ Loyalität“ gearbeitet und jedes Mal war es ein Donnerschlag in seiner Wirkmächtigkeit: wenn man die Welt verändern will, ist Widerspruch Bestätigung, nicht der Applaus. Jedes Mal habe ich mir den Hass zugezogen, ganz bewusst, um Treue und Loyalität zu demonstrieren als einen politischen Akt. Weil nichts stärker macht und schützt im psychologischen Sinn wie diese Botschaft: das Opfer steht nicht alleine.

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Das erste Mal war es der Rindermann, der den Bauern tötete, und dem ich meine Solidarität aussprach, was zu einem europaweiten Echo der Empörung führte. Ein Jahr später war es mein Satz zum Terroranschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt, mit dem ich erinnerte: „Sechs Millionen Terroropfer jährlich in Deutschland. Für Gänse ist jeden Tag Weihnachtsmarkt. Vergesst das nie!“ In diesem verletzlichen Moment Loyalität mit den Tieren leben, darum ging es und der Shitstorm war auch hier gewaltig. In der WELT erkannte ausgerechnet ein JÄGER mehr als so viele Tierschützer und Tierfreunde. Und nun war es meine demonstrierte Loyalität mit Hitlers Hündin Blondi und ihrem Schicksal, dass zum nächsten Widerstand führte, dem SÜDDEUTSCHE ZEITUNG-Artikel, und das in seiner vernichtendsten Form, nämlich dem Nazivorwurf. In unserer Gesellschaft ist Loyalität nur mit den Richtigen erlaubt, nämlich mit den Mächtigen, mit den Tätern und deren nützlichen Idioten, die im Spiel um die Macht eine Funktion als Opfer erfüllen und wo die ausgedrückte Solidarität, das Sehen ihres Leids, erlaubt und erwünscht ist. Dies allein dient der Aufrechterhaltung des Herrschaftssystems. Wer sich an diese Spielregeln nicht hält, wird sozial vernichtet mit dem Ziel, um das Ausgedrückte eine Art gedankliche Bannmeile zu legen, es zu einem Tabu zu erklären, um die Verhältnisse zu befestigen.

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Es ist eine archaische Sprache, die ich spreche. Es ist eine einfache Botschaft: Seid den Tieren loyal, sie sind es wert. Und am deutlichsten drückt man das aus in Konfliktsituationen, wo die solidarische Entscheidung der meisten aus einer unbewussten Beugung vor der Macht anders ausfällt. Und in dem Verrat des Opfers liegt die Wurzel des Unrechts. Das kleine Kätzchen aus Südtirol erfährt in meinem Fühlen damit jedes Mal eine Rettung. Fast ein halbes Jahrhundert nach dem Vorfall. Und vor allem jedes Opfer, dessen Opfersein nicht gesehen werden soll.

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Der Nicht-Verrat , die Loyalität mit dem Opfer, wertet das Opfer auf in seiner Bedeutung. In diesem Moment ist es nicht nur Opfer, es ist ein Jemand, der es wert ist, dass man zu ihm steht. Es sind Botschaften, die viel wichtiger sind als alle argumentativen Kopfgeburten, weil sie verstanden werden von allen, sehr schmerzhaft verstanden werden, weil sie die Wurzel der Moral berührt. Und nur im Schmerz lernt der Mensch.

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In diesem Sine: Seid stark! Seid treu!

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Silke Ruthenberg

 

LOVE ANIMALS – HATE SÜDDEUTSCHE ZEITUNG!

HATE SÜDDEUTSCHE ZEITUNG!

Eine ganze Seite widmete am Wochenende die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG der Sorge, das Tierrecht könnte die rechtsradikale Szene unterwandern. Dafür benutzte sie sogar Kater Jussi. Die Antwort:

23318497_286266621881209_1106190437_nWas für ein verschissener Kackartikel am Wochenende in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG, Abteilung Gesellschaft. Man möchte das hinterfotzig-paranoide Machwerk zusammenknüllen und dem Jan-noch-feucht-hinter-den-Ohren in seine Wannabe-Journalisten-Visage stopfen.
Vor 20 Jahren wurde ich noch als Jüdin beschimpft, jetzt bin ich „Kuschelnazi“, vielleicht auch Nazikuschler. Zum heiligen Rindermann: Das ist doch eine Leistung! Aber statt Respekt zu zollen und auch die Lehrerin für ihre zweistündigen ernsthaften Bemühungen zu ehren, etwas großen Geist in die Lieschen-Müller-Vorstellungen von Rechten für Tiere (Vorsicht: Wortspiel) zu treiben, beschäftigt sich Jan Stremmel lieber mit meinen Haaren, die wie Efeu aus meinem Kopf wuchern oder so. Das letzte Mal, als Haare ein journalistisches Thema waren, war bei Donald Trump. Der sitzt jetzt im Weißen Haus. Ich freue mich schon. Deshalb wuchert aus meinem Kopf Lorbeer, nicht Efeu, soviel Präzision muss sein.

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Unaufmerksam ist er übrigens auch noch, der Hetzer von SÜDDEUTSCHEN-Gnaden. Hat nicht gesehen, dass bei mir FÜNF Bilder vom Führer hängen. Wenn man schon mit dem Stigma belegt wird, muss man schließlich auch was dafür tun und ich arbeite stets gründlich. Im Übrigen hängt das Gemälde von Huckepack-Blondi überm Sofa und nicht neben der Tür. Ich lade alle Journalisten ein, sich davon vor Ort mit eigenen Augen zu überzeugen. Ich werde sie auch nicht bedrohen. Obwohl ich gute Kontakte habe.

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Übrigens richtig wiedergeben kann er auch nicht, der Jan: Ich sagte nicht „Verstehen Sie? Einem Rind ist es doch völlig egal, ob ein Linker oder ein Rechter es isst.“ Ich sagte: frisst!“ FRISST, nicht ISST. Ich lege wert darauf, ordentlich zitiert zu werden.

Die allergrößte Frechheit ist allerdings, meine Ziele kleinzureden, und die unterstellende Annahme, ich hätte „gute Absichten“. Ich habe selbstverständlich KEINE guten Absichten sondern Größeres im Sinn: Die Entmachtung der Menschheit, die Abschaffung des Menschenrechts. Mindestens.

03Und dann diese charakterlichen Schäbigkeiten. Dieses peinliche Bemühen, Kater Jussi fürs Pamphlet ungefragt zu instrumentalisieren und Familienangehörige aufeinanderhetzen zu wollen. Das verlangt auch nach einer Antwort! Besonders übel auch die Hetze gegen unsere Parteifreunde von der Tierschutzpartei und deren aufrechtes Bemühen, Ex-Nazis ordentlich in ehrenwerter Arbeit zu resozialisieren und zu binden, auf diese erbärmliche Art in den Schmutz zu ziehen. Hätten die denn nach dem Willen der SZ lieber Nazis bleiben sollen und Flüchtlingsheime anzünden, statt Tiere zu schützen? Diese kranke Logik muss man nicht verstehen, oder?

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Zumindest der letzte Satz der in Druckerschwärze gegossenen Demonstration des Nichtbegreifens tut dann doch die Wahrheit kund.
„Silke Ruthenberg blickt einen an, als könnte nur ein völlig Irrer widersprechen“. 
Wer außer einem Irren würde es auch tun.

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SZ-Machwerk lesen?

Hier:

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Warum Veganer Blondi schon wieder verraten!

Unsere Ziele sind größer als Eure Lügen.

Am 30.April jährte sich der Todestag von Hitlers Schäferhündin Blondi zu 72. Mal und ANIMAL PEACE nahm dies zum Anlass, das Tabu zu brechen und dem Opfer einer Familientragödie zu gedenken. Und für Blondi war es eine Familientragödie, was anderes als das kann es – in ihren Augen – schließlich nicht gewesen sein, wenn der Vater in Bedrängnis die Familie auslöscht.

Der Shitstorm der Leseschwachen und Überzeugungsgegner lässt nicht lange auf sich warten. Die üblichen Verdächtigen wittern die Gelegenheit zur Denunziation von ANIMAL PEACE und zur Selbstdarstellung als gehorsames Mitglied der Gesellschaft, dieser ewigen 1000jährigen Massenmordgesellschaft. Auch so manche Veganer müssen sich freilich empört schäumend distanzieren. Zum wiederholten Male. Dabei müsste es sich doch mittlerweile herumgesprochen haben: ANIMAL PEACE steht treu an der Seite eines jeden Tieres, das Opfer wurde von menschlicher Anmaßung und menschlicher Gewalt. Wie Blondi, die nun 72 Jahre nach ihrem gewaltsamen Tod wieder verraten wird von Veganern, weil sie den falschen Vater hatte.

Aber was kann sie dafür? Macht das ihr Schicksal leichter oder gar verdient? Und warum eigentlich sollte man nicht um Blondi trauern dürfen?

Weil Blondi mit Kontaktschuld belegt ist – auch 72 Jahre nach ihrem tragischen Tod?
Weil Blondi eine hündisch-loyale und damit automatisch eine braune Gesinnung unterstellt wird, sie einfach mal so mit dem schweren Verdacht belegt wird, für den es tatsächlich keine Indizien gibt, geschweige denn Beweise?
Weil es noch nie jemand gewagt hat, öffentlich um den armen Hund zu trauern – da das ein Tabu ist und der Verrat soviel leichter und die Angst vor den Folgen des Tabubruchs – Ausschluss aus der Gemeinschaft – so riesig?
Oder weil vegane Gesinnung sich auch nur in der Form begreift, sich als Führer zum Hund hinabzubeugen und sich auch nur in dieser Rolle gefällt? Und alles andere bekämpft und verachtet, was dem Objekt Tier den Wert einer Person auf Augenhöhe verleiht?

ANIMAL PEACE sagt: Blondis tragische Biografie und ihr furchtbarer Tod sind Grund genug, ihrer zu gedenken. Niemand tut es. Also tun wir es, weil es allerhöchste Zeit ist, ihrer zu würdigen als vergessenes Opfer.

Blondi, die geborene Sklavin und rechtloses Objekt, wurde 1941 als Kleinkind ihrer Mutter entrissen. Martin Bormann verschenkte sie an Adolf Hitler wie ein lebloses Möbelstück. Blondi war Tochter der Schäferhündin von Gerdy Troost, die seinerzeit als Architektin den Königsplatz in München umgestaltet hatte und mit Adolf Hitler seit 1930 bekannt war. Blondi hatte sich ihren Vater nicht ausgesucht!

In ihrem kurzen Leben wurde Blondi mehrfach missbraucht. Einerseits wurde sie ungefragt für Propagandazwecke benutzt, Postkarten von ihr mit Hitler sollten dem Führer eine private und menschliche Seite verleihen. Wurde sie gefragt? Nein! Sie wurde benutzt und der Schaden für ihre Rasse, den deutschen Schäferhund, wirkt rufschädigend bis heute. Doch seine Fans kann man sich nicht aussuchen, auch als Hund nicht.

Vor allem aber offenbarte sich dieses Missbrauchverhältnis über eine weitaus gnadenlosere Art und Weise. Henry Picker, der Protokollführer von Hitlers Tischgesprächen, schrieb in seinen Aufzeichnungen, er habe den Eindruck gehabt, „… es nicht mit einem Hund, sondern mit einer Maschine zu tun zu haben“, und er stellt sich die Frage, „ob Hitler bei der Dressur … nicht im Grunde von der Absicht beherrscht wurde, selbst in diesem Tier den eigenen Willen auszulöschen.“ (!!!)

Müssen wir wirklich noch erklären, was das für einen Abgrund an Misshandlungen an Körper und Seele erahnen lässt? Wie das so funktioniert, einen Willen auszulöschen? Welche Attacken auf Leib und Seele da stattfinden müssen, um dieses Ziel zu erreichen. Um welches Zirkustier darf man denn mit veganen Gnaden trauern? Hat Blondi diese Mißhandlungen und den Bruch ihres Willens am Ende gar verdient?

Und werfen wir einen Blick auf Blondis gewaltsamen Tod. Am 30. April 1945 wurde Blondi auf der Toilette des Führerbunkers mit Zyanid vergiftet. Wolf, ihr erwachsener Sohn, wurde ebenso erschossen wie ihre erst kurz zuvor – vermutlich am 4.April – geborenen fünf Kinder.

Hitlers SS-Adjudant Otto Günsche erinnert sich an die Tat:„In einem Gang des Führerbunkers standen Professor Haase (Werner Haase, zeitweilig Vertreter von Hitlers Leibarzt, Professor Brandt) und Feldwebel Tornow, der Hitlers Hund abgerichtet hatte. Haase hielt eine Ampulle mit Zyankali und eine Zange in der Hand. Er hatte von Hitler den Befehl erhalten, den Hund ‚Blondi‘ zu vergiften. An ‚Blondi‘ wollte Hitler die Wirkung des Giftes erproben. Um Mitternacht wurde ‚Blondi‘ auf der Toilette vergiftet. Tornow riß dem Hund das Maul auf, und Haase griff hinein und zerdrückte mit der Zange die Giftampulle. Das Gift wirkte auf der Stelle; bald darauf kam Hitler in die Toilette, um sich zu überzeugen, daß ‚Blondi‘ tatsächlich vergiftet war. Er sagte kein Wort, sein Gesichtsausdruck veränderte sich nicht. Nach einer Minute schon kehrte er in sein Arbeitszimmer zurück.“

Der sowjetische Gerichtsarzt Professor Dr. Wladimir Michajlowitsch Smoljaninow deutet die Umstände des Mordes folgendermaßen: „Wissen Sie, das sieht einer sogenannten ‚Toxikologischen Probe’ sehr ähnlich. Dem einen Hund hat man eine Ampulle im Maul zerdrückt, der andere Hund mußte die Ampulle verschlucken und wurde dann erschossen – mit einem Schuß von oben, wie aus dem Protokoll ersichtlich ist.“
Das kann nur eines bedeutet: Blondi endete als Versuchshund.

Und nun das: trotz dieses tragischen Schicksals von Blondi als gepeinigtes Zirkustier und gemordetes Versuchstier kommen die Tierverräter aus allen Löchern gekrochen in der geifernden Hoffnung, ANIMAL PEACE nun endlich rechtsradikale Gesinnung und damit das Stigma anhängen zu können. Doch rufmordet uns nur! Wir werden Euch Eure denunziatorische Gesinnung nicht nehmen können und die Narren werden Euch weiter auf den Leim gehen. Aber auf die kommt es ohnehin nicht an. Und wir werden weitergehen und uns das Recht auf Loyalität mit unserem Mandanten nicht nehmen lassen. Und schon gar nicht werden wir uns Euren perversen Vorstellungen beugen und uns Bedingungen auferlegen lassen, wann und für wen und wie wir gedenken dürfen.

Auf solche grotesken Vorstellungen kommt man – nicht ohne bösen Grund – nur, wenn es um Tiere geht. Überall dient das Tabu und der ungeschriebene Kodex des Erlaubten der Aufrechterhaltung der herrschenden Verhältnisse. Und genau deshalb ist es so wichtig, immer und immer wieder das Tabu zu brechen. Es ist uns bitter ernst und wir sind entschlossen, den Tieren auch mit diesen kleinen Gesten die Würde zurückzugeben. Und mehr und mehr werden verstehen, warum es eben keine Provokation ist, was wir tun. Nicht für die, denen es ernst ist mit der Befreiung der Tiere aus der Tyrannei des Menschen.

Unsere Ziele sind größer als Eure Lügen.

Silke Ruthenberg

ANIMALPECE

Apopos: Hitler war genau genommen kein (Gesundheits)-Veganer. Aber wir wollen wegen ein paar Leberknödeln nicht kleinlich werden. Es geht ja nur um die falsche Denke des Dünkels.