Schlagwort-Archiv: Unterhaltung

Ernährungsberatung und Szenearbeit – ANIMALPEACE

Auch die harten Jungs haben ein Recht auf Aufklärung

Kochen ohne Knochen!

In eigener Sache:
Nach unserer Reaktion auf den verschissenen Kackartikel in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG haben wir zahlreiche Anfragen erhalten, wer denn die Gentlemen auf dem Foto seien. Ganz einfach: Die Herren wollten sich über die vegane Ernährung informieren und hatten mich zu sich nach Hause eingeladen.
Wir haben zusammen vegan gegessen, wenn auch die großen Messer und Beile zum Zerschneiden des Tofus für mich etwas gewöhnungsbedürftig waren.

(Wir haben die Herren zu ihrem eigenen Schutz unkenntlich gemacht, damit sie nicht am Ende noch in den Verdacht geraten, in falschen (rechtsradikalen) Kreisen zu verkehren. Wir bitten diesbezüglich um Verständnis).

LOVE ANIMALS – HATE SÜDDEUTSCHE ZEITUNG!

HATE SÜDDEUTSCHE ZEITUNG!

Eine ganze Seite widmete am Wochenende die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG der Sorge, das Tierrecht könnte die rechtsradikale Szene unterwandern. Dafür benutzte sie sogar Kater Jussi. Die Antwort:

23318497_286266621881209_1106190437_nWas für ein verschissener Kackartikel am Wochenende in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG, Abteilung Gesellschaft. Man möchte das hinterfotzig-paranoide Machwerk zusammenknüllen und dem Jan-noch-feucht-hinter-den-Ohren in seine Wannabe-Journalisten-Visage stopfen.
Vor 20 Jahren wurde ich noch als Jüdin beschimpft, jetzt bin ich „Kuschelnazi“, vielleicht auch Nazikuschler. Zum heiligen Rindermann: Das ist doch eine Leistung! Aber statt Respekt zu zollen und auch die Lehrerin für ihre zweistündigen ernsthaften Bemühungen zu ehren, etwas großen Geist in die Lieschen-Müller-Vorstellungen von Rechten für Tiere (Vorsicht: Wortspiel) zu treiben, beschäftigt sich Jan Stremmel lieber mit meinen Haaren, die wie Efeu aus meinem Kopf wuchern oder so. Das letzte Mal, als Haare ein journalistisches Thema waren, war bei Donald Trump. Der sitzt jetzt im Weißen Haus. Ich freue mich schon. Deshalb wuchert aus meinem Kopf Lorbeer, nicht Efeu, soviel Präzision muss sein.

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Unaufmerksam ist er übrigens auch noch, der Hetzer von SÜDDEUTSCHEN-Gnaden. Hat nicht gesehen, dass bei mir FÜNF Bilder vom Führer hängen. Wenn man schon mit dem Stigma belegt wird, muss man schließlich auch was dafür tun und ich arbeite stets gründlich. Im Übrigen hängt das Gemälde von Huckepack-Blondi überm Sofa und nicht neben der Tür. Ich lade alle Journalisten ein, sich davon vor Ort mit eigenen Augen zu überzeugen. Ich werde sie auch nicht bedrohen. Obwohl ich gute Kontakte habe.

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Übrigens richtig wiedergeben kann er auch nicht, der Jan: Ich sagte nicht „Verstehen Sie? Einem Rind ist es doch völlig egal, ob ein Linker oder ein Rechter es isst.“ Ich sagte: frisst!“ FRISST, nicht ISST. Ich lege wert darauf, ordentlich zitiert zu werden.

Die allergrößte Frechheit ist allerdings, meine Ziele kleinzureden, und die unterstellende Annahme, ich hätte „gute Absichten“. Ich habe selbstverständlich KEINE guten Absichten sondern Größeres im Sinn: Die Entmachtung der Menschheit, die Abschaffung des Menschenrechts. Mindestens.

03Und dann diese charakterlichen Schäbigkeiten. Dieses peinliche Bemühen, Kater Jussi fürs Pamphlet ungefragt zu instrumentalisieren und Familienangehörige aufeinanderhetzen zu wollen. Das verlangt auch nach einer Antwort! Besonders übel auch die Hetze gegen unsere Parteifreunde von der Tierschutzpartei und deren aufrechtes Bemühen, Ex-Nazis ordentlich in ehrenwerter Arbeit zu resozialisieren und zu binden, auf diese erbärmliche Art in den Schmutz zu ziehen. Hätten die denn nach dem Willen der SZ lieber Nazis bleiben sollen und Flüchtlingsheime anzünden, statt Tiere zu schützen? Diese kranke Logik muss man nicht verstehen, oder?

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Zumindest der letzte Satz der in Druckerschwärze gegossenen Demonstration des Nichtbegreifens tut dann doch die Wahrheit kund.
„Silke Ruthenberg blickt einen an, als könnte nur ein völlig Irrer widersprechen“. 
Wer außer einem Irren würde es auch tun.

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SZ-Machwerk lesen?

Hier:

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Tiere – durchdacht und klug, nicht süß – HUFFPOST

Es ist herablassend, ein Tier „süß“ zu nennen

Von PETA-Gründerin Ingrid Newkirk

Portrait of ginger catJeden Morgen kommt eine Krähe mit nur einem Fuß zu meinem Büro in Washington D.C. Ich höre sie krähen – ich weiß, dass sie eine „sie“ ist, weil sie letztes Jahr ein ziemlich lautstarkes Baby bekam.

Ich rufe nach ihr, sie landet auf meiner Fensterbank und ich stelle ihr Frühstück hinaus. Sie liebt Blaubeeren und hasst Falafel. Das weiß ich, seitdem sie ein Stück Falafel auf einen Mann ausspuckte, der unter dem Fenster vorbeilief.

Manchmal essen Krähen Eichhörnchenbabys. Deshalb tue ich ab und zu so, als würde ich ihr ein Eichhörnchenbaby geben – aber in Wahrheit ist es nur ein warmer, weicher Bohnenburrito. Vielleicht denkt sie, das rote Innere sei Mageninhalt, wo es doch tatsächlich nur Bohnen und Tomatensauce sind. Eines Tages sah jemand, wie meine Krähe ihr Frühstück aß und sagte: „Ohh, sie ist so süß!“

Wie oft nehmen wir Tiere – ganz egal, was sie tun – als „süß“ wahr, anstatt ihre Erfahrungen zu reflektieren? Schließlich sprechen wir hier von einer einfüßigen Krähe, die es schafft zu überleben. Sie umfliegt Stromkabel, den Verkehr und böse Menschen in unserer Betonstadt.

Sie durchstöbert den Müll, um sich und ihre Kinder zu ernähren. An eiskalten Wintertagen wird sie bis auf die Haut durchnässt. Und selbst bei starkem Wind muss sie sich mit nur einem Fuß an Ästen oder Feuertreppen festhalten. Wenn sie sich ihren einen Fuß verletzt, hat sie verloren!

Sie schafft so viele beeindruckende Dinge, die ich niemals schaffen würde. Sie ist ein ganz eigenes, erwachsenes Individuum mit einer Behinderung und steht vor enormen Herausforderungen. Und doch infantilisieren wir diese klugen Wesen häufig, kichern über sie und halten sie für süß. Das ist, als würde man kurz vor dem Hungertod stehende Geflüchtete „süß“ nennen.

Tiere – durchdacht und klug, nicht süß

Im Normalfall ist alles, was Tiere tun, gut durchdacht und klug, nicht süß. Wenn ein kleiner Hund, der keine opponierbaren Daumen hat – keine unserer Vorteile -, ein Kinderplanschbecken ins Haus schafft, ist das beeindruckend.

Schauen Sie sich das Video im Internet an. Der Name des Hundes ist Gus. Er arbeitet an diesem Projekt, weil er das Becken gern im Haus hätte. Mit verschiedenen Strategien und einem unerschütterlichen Willen schafft er es schließlich. So löst man Probleme.

Mehr zum Thema: Studie: Menschen sind nicht intelligenter als Tiere

Wenn eine Springspinne in das Netz einer anderen Spinne geht, darauf klopft und so die andere Spinne anlockt, weil diese denkt, ihr sei eine Fliege ins Netzgegangen – ist das süß? Sicher nicht für die zweite Spinne, die gegessen wird. Es ist intelligent. Es gibt Belege dafür, dass Springspinnen dieses Verhalten lernen und dass sie herausfinden, welche Art zu klopfen am besten funktioniert.

Kraken nutzen weggeworfene Kokosnussschalen als Unterschlupf. Ist das nicht vielmehr clever als süß? Für sie geht es ums Überleben.

Es gibt viele unglaubliche Beispiele für den Einfallsreichtum von Tieren. Eichhörnchen graben ihre Nahrung wieder aus und vergraben sie neu, wenn ihnen ein Artgenosse beim Verstecken zugesehen hat. Schweine haben eine bevorzugte Temperatur und lernen mittels der Trial-and-Error-Methode, wie sie in einem kalten Stall die Heizung anstellen können, wenn man ihnen die Gelegenheit dazu gibt.

Kaninchenfische und Gänse stehen abwechselnd Wache, damit die anderen in Sicherheit essen können. Präriehunde sprechen miteinander über Fressfeinde und geben sogar Details wie Größe, Form, Farbe und Geschwindigkeit weiter.

Wir vergessen das Leben um uns herum

Hühner verzichten auf eine Leckerei, wenn sie später eine größere Belohnung bekommen. Zur Kommunikation untereinander miauen Katzen nur selten. Doch sie erfinden eine ganz eigene Sprache an Miau-Lauten, um mit Menschen zu kommunizieren.

Tauben erinnern sich an menschliche Gesichter und erkennen die Menschen, die gut zu ihnen waren, wieder. Sie bleiben ein Leben lang mit ihrem Partner zusammen und teilen sich die Nistaufgaben.

Wenn wir Sonden ins Weltall schicken, um nach intelligentem Leben zu suchen, vergessen wir dabei häufig das um uns herum, hier auf der Erde, an Land und im Wasser. Wenn wir uns selbst wirklich als denkende Tiere verstehen wollen, müssen wir endlich aufhören, Tiere als „süß“ anzusehen und stattdessen Worte nutzen, die Empathie und Respekt ausdrücken.

HUFFPOST

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Instrumentarium der Unterdrückung

Kommentar von Silke Ruthenberg ANIMAL PEACE

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Silke Ruthenberg, Bild via Imago.

Es ist ein wichtiges Instrumentarium der Unterdrückung, den Unterdrückten nicht für voll zu nehmen. Sogar die Tierschutzbewegung ist voller Leute, die auf die anderen Tieren herablassend blicken, nur ihre Leidensfähigkeit erkennen und ihre enormen Fähigkeiten nicht anerkennen. Das ist nicht nur in der Sache falsch, es ist auch strategisch unklug, denn in einer Gesellschaft, die den Intellekt weit vor den Gefühlen einordnet, spielt es eine wichtige Rolle, den anderen Tieren ihren Geist abzusprechen, um sie vernichten zu können.

Allerdings ist das Stichwort „süß“ für mich kein Merkmal der Abwertung, so wie es Newkirk sieht, sondern erstmal nur eine emotionale und vor allem wohlwollende Zuwendung. Dass sich in Liebe auch Machtaspekte verbergen (können), steht auf einem anderen Blatt. Diese Liebe ist zu fördern und nicht zu verurteilen. Deshalb finde ich den Artikel von Newkirk gut und schlecht zugleich. Auch das ist möglich. Zumindest ist es ein wichtiges Thema.

 

 

STALLGEFLÜSTER – ANIMAL PEACE

10 Fragen an Silke Ruthenberg, ANIMAL PEACE

„Gänse? Sechs Millionen Terroropfer jährlich in Deutschland. Für Gänse ist jeden Tag Weihnachtsmarkt. Vergesst das nie!“

15578233_372434299774881_8758127662487024981_oUnmittelbar nach dem schrecklichen Terroranschlag in Berlin hat ANIMAL PAECE auf Facebook die Nachrichtenmeldung von SPIEGEL ONLINE gepostet mit dem Kommentar:
„Gänse? Sechs Millionen Terroropfer jährlich in Deutschland. Für Gänse ist jeden Tag Weihnachtsmarkt. Vergesst das nie!“ Dazu nun Silke Ruthenberg von ANIMAL PEACE:

FRAGE: Frau Ruthenberg, wer kommt denn auf eine solche geschmacklose Idee?

Silke Ruthenberg: Wir.

FRAGE: Ist Euch da nichts Besseres eingefallen?

Nein, nichts Besseres. Warum auch?

FRAGE: Habt ihr den Shitstorm nicht kommen sehen?

Die Idee kam Sekunden, nachdem ich die Nachricht erhielt. Aber ich habe noch genau eine Minute gezögert. Man hat ja schließlich eine bürgerliche Erziehung genossen. Ich habe also überlegt: Willst Du Dir diese Hasswelle jetzt noch direkt vor dem Fest der Liebe antun? Dann habe ich beschlossen: Ja, das gönn ich mir jetzt noch.

FRAGE: Die Netzgemeinde empfindet den Beitrag als eine ungeheuerliche Provokation, als den blanken Zynismus gegenüber den Opfern vom Weihnachtsmarktattentat.

Dafür bin ich auch seit gestern hunderte Male als Arschloch, kranker Penner, Fotze und Irre tituliert worden, die Gesellschaft und ich sind also quitt. Man braucht ja nicht glauben, dass man mit so einem Geniestreich ungestraft davon kommt im dummen Zeitalter. Ich bin ja nicht zum Spaß hier. Die Gänse waren es mir aber wert.

FRAGE: Und was ist mit den Opfern?

Na, für die mache ich das doch. Man führt sich hier auf, als hätte ich den LKW in den Weihnachtsmarkt gesteuert. Nie würde ich einen LKW in einen Weihnachtsmarkt steuern. Ich habe ja noch nicht mal einen LKW-Führerschein. An mir hat man sich abreagiert, wie man es auf der Seite vom Islamischen Staat, der ja wohl dahintersteckt, der dieses Blutbad angerichtet hat, nie wagen würde. Wie feige ist das denn! Aber auf mich können sie losgehen, ich bin ja schliesslich unbewaffnet und schneide keine Köpfe ab. Ich büße nun für die Angst, die sie nun alle mit gutem Grund haben. Ich bin der Sündenbock für diejenigen, an die man sich nicht herantraut, ich halte für den Islamischen Staat quasi den Kopf hin. Naja, aber für die Tiere und deren aufrechte Freunde unter meinen Artgenossen fange ich gern die Pfeile ab.

FRAGE: Viele Tierrechtler und Veganer sind entsetzt und befürchten durch dieses Vorgehen einen Ansehensverlust der Bewegung.

Das Image der Veganer kann mich mal. Für ihr Image opfern sich schon genug Veganer und Tierrechtler auf. Mich interessieren die Gänse und ihr furchtbares Schicksal in der Tyrannenhand meiner Artgenossen. Das treibt mich um. Und nur das.

FRAGE: Dann anders gesagt: Man befürchtet, dass die gemeinsame Sache Schaden nimmt.

Die Sache der Gänse ist nun in Hundertausenden und Millionen von Köpfen gelandet und zwar in der Verbindung mit einem Terroranschlag auf Menschen. Das ist genau der richtige Kontext. Bei jedem weiteren Terroranschlag werden sie nun an Gänse denken müssen und bei der Weihnachtsgans an den Terror. Die Gleichgültigen sind getriggert. Das kriegen die nicht mehr aus dem Kopf. Und das ist gut so.

FRAGE: Ihr missbraucht dieses furchtbare Attentat für Euer Tierschutzanliegen. Das ist obszön.

In der Angelegenheit der Gänse geht es um Folter und Mord, es geht um Leben und Tod. Da braucht man mir nicht mit Anstandsfragen kommen. Seit eh und je hat die Politik tragische Vorfälle dafür benutzt, ihre politischen Interessen durchzusetzen. Genau in diesem Moment mißbrauchen diesen Anschlag unzählige Politdarsteller für ihr Ansinnen. Und wir sollen das nicht tun? Wir sind doch nicht heiliger als der Papst.

FRAGE: Ihr gebt also zu, dass Euer Post unanständig ist?

Natürlich. Richtig unanständig aber ist es, wenn hier die ganzen Menschenfreunde antanzen und Gift und Galle spucken, statt ordentlich mit den Opfern vom Weihnachtsmarkt zu trauern. Wasser predigen und selber Wein trinken, das ist doch eine verheuchelte und verlogene Bande. Aber wie gesagt: Hier geht es um Leben und Tod, nicht um Anstand. Dafür ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt. Weder für die Gänse noch für die Toten vom Weihnachtsmarkt.

FRAGE: Haben Sie noch etwas zu sagen?

Vor meiner Hinrichtung? Es ist doch alles gesagt.

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Wir verhandeln nicht mit Terroristen!

Im Namen der Gänse: Wir verhandeln nicht mit Terroristen!

Offener Brief an Andreas Bär Läsker

Lieber Bruder,

05-08-2006-02-48-22_0006da schau ihn Dir an, diesen Gänsemörder. Da steht er nun in in seiner unerschütterlichen Selbstgefälligkeit und macht sich über Dich lustig.
Man kann festhalten:
Dass Deine erste Botschaft der Gänse nicht angekommen ist, wen wundert es? Das liegt am Tunnelblick des Selbstgefälligen, der bekennendermaßen die Gans nicht sehen will. Das liegt daran, dass Zander seine Selbstsicherheit aus dem Schutz der Mehrheit schöpfen kann und aus deren rudimentären schlechten Gewissen gegenüber den Armen, Ausgestoßenen, das sich über den Gnadenakt einen Ablauf verschafft und keinen Spiegel baucht, der ihre doppelbödige Moral entlarvt.

hahn-der-coole_0002Was die Gänse betrifft haben wir es nach 20 langen Jahren geschafft, dass wir Veganer immerhin toleriert werden. Unter der Voraussetzung, dass wir Tofu mümmelnd das Maul halten. Der Deal lautet: Als Gnadenakt der Mehrheit gestattet der gemeine Tierfresser den weltfremden Spinnern gegen die mafiösen Essensvorschriften (ihr müsst morden, um dazuzugehören) verstoßen: …wenn ihr uns nicht nicht daran erinnert, dass wir perverse Mörder sind!
Dies ist das ungeschriebene Gesetz unserer herrschenden pervertierten Meinungsfreiheit. Freie Meinung ist nur in einem engen Korridor erlaubt, die Tiere als Person sind weiterhin rigoros ausgeschlossen.
2016 kann man festhalten, dass sich zwar einiges für die Veganer verändert hat, aber nichts für die Gänse. Was viele nicht durchschaut haben: Die Tofuwurst bei ALDI war der Trick, uns mundtot zu machen. Leider hat das auch noch bei vielen funktioniert und sie haben die Verarsche als Sieg mißdeutet.

hahn-der-coole_0003Du hast Dir (erstmal) das Maul nicht stopfen lassen und schlechterdings die Wahrheit gesagt. Für 1500 Gänse bedeutet Zanders Weihnachtsspektakel schlechterdings, dass sie umgebracht werden. Vielleicht sind es ja sogar noch Folteropfer, die man in ihrem kurzen traurigen Leben noch mehrfach skalpiert hat, ja wahrscheinlich sind sie es sogar gewesen, aber all das juckt den Zander nicht. Er kann sich sicher fühlen in der Selbstgerechtigkeit der Meute. Und die Meute – die aus nichts anderem schöpft als aus dem Recht des Stärkeren – tut verlässlich ihre Arbeit und überzieht den Wahrheitsliebenden mit Gift und Galle: „Halt Dein Maul und friss Deinen Tofu.“

hahn-der-coole_0005Leider hast Du dann den Kardinalfehler begangen und bist eingeknickt und in die Falle gelaufen. Tragischerweise spricht das im Prinzip auch noch für Deinen Charakter: Denn hier haben zwei Faktoren gegriffen: soziale Wesen gehen reflexhaft fast immer in die Knie, wenn sie sich abseits der Meute wähnen. Dies ist ein Überlebensreflex und hat damit zu tun, dass für ein soziales Lebewesen der Ausschluß aus der Gemeinschaft Gefahr und manchmal sogar den Tod bedeutet. Der zweite Faktor ist das soziale Gewissen, das greift. Es hat etwas per se Unanständiges an sich, den Ärmsten die Almosen vorzuenthalten. Das ist der Robin Hood in uns: Sarah Wagenknecht darf man den Hummer vergällen, dem Obdachlosen aber muss man die Gänsekeule gönnen. Der Gans, deren soziale Intelligenz de facto weit über der unserer Artgenossen steht, ist es aber schlechterdings egal, ob sie von einem armen oder einem reichen Nacktaffen gefressen wird. Dem Hummer auch. und Anstandskodexe werden halt schnell obszön, wenn es um Leben und Tod geht. Durchschaut nur keiner, wenn s die Stummen sind, denen es ans Leben geht.

Du hast aus ehrenwerten Gründen das Gänsefressen verurteilt und aus sozialen und pychologischen Gründen dann Kompromiss und Kooperation gesucht. Und nun hat Zander geantwortet und die Antwort fiel genauso aus, wie wir es erwartet haben: hohnlachend hat er sich über Dein Einknicken und Dein Angebot lustig gemacht. Wir haben es erwartet und das aus einem sehr einfachen und guten Grund:

hahn-der-coole_0004Es ist der Kardinalfehler schlechthin, zu glauben, man könne mit Soziopathen verhandeln. Und das Foltern und Morden von Gänsen ist Soziopathie, was sollte es denn sonst sein? Und nur aus der Interpretation der Gänsefresserei als per se soziopathischen Akt kann man überhaupt verstehen, was hier glaufen und falsch gelaufen ist.
Wir müssen wissen: Der Kampf um die Rechte der Tiere ist ein Kampf gegen die Soziopathie und das ist der schwerste Kampf überhaupt. Das Wichtigste dabei ist, zu erkennen, wie die Soziopathie funktioniert, welchen Gesetzen sie unterworfen ist. Das Zweitwichtigste ist, zu verstehen, wie die Gesetze der Revolution und Rebellion funktionieren. Wir müssen den Hinterhalt und die Fallen, die aufgestellt werden, durchschauen lernen. Und dazu gehört an erste Stelle, unsere sozialen Reflexe zu kontrollieren. Schließlich geht es um Leben und Tod. Da gibt es keinen Kompromiss.
Erst, wenn wir lernen, eine Postion zu beziehen und sie im Sturmfeuer zu halten und keinen einzigen Millimeter abzuweichen, werden wir dem Land der Soziopathie soziale Gebiete abtrotzen können. Wir verhandeln nicht mit Terroristen.

05-08-2006-03-08-10_0014Und deshalb kann es nur zwei Wege geben: Die reine Kooperation, um Geländegewinne zu festigen und die reine Konfrontation, um neue Gelände zu erobern. Sie beötigen sich gegenseitig. Aber erst auf Konfrontation zu gehen um dann kooperieren zu wollen, das geht nach hinten los. Dadurch verliert man bereits erobertes Gebiet. Das war die hämische Botschaft von Frank Zander. Er hat die Wahrheit gesagt.

Nun ist es an Dir, Deinen Post wieder einzustellen und die voreilige Entschuldigung wieder zurückzunehmen.

Im Namen der Gänse

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ANIMAL PEACE