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Tiere sind keine Ware – WAHL2020

Rasse-Listen und Welpen-Discount

Rassismus ist eine sehr schlimme Sache, denn in ihr steckt nur negatives potential und als ob es nicht reicht, es beim Menschen bis auf das Blut zu treiben, ziehen wir unsere besten Freunde mit in unsere Psycho Probleme und erfinden Rasselisten um so, angeblich gefährliche Hunde leichter loszuwerden. Ein eingestielter Erfolg von üblen Hundehassern. Das ist moralisch verwerflich und muss gestoppt werden, also …

Weg mit allen Rasse-Listen, denn Hund ist Hund!

Hund ist Hund!

Dann konnte man erstmals bei ZOOZAJAC, nach langem und erbittertem Kampf, jetzt Hunde am Fließband kaufen und das hat die ganze Angelegenheit sicher nicht erleichtert, denn auch das ist moralisch sehr verwerflich und muss weg. Zajac hat viel investiert und es eigentlich gut gemacht, aber er hat bis heute nicht verstanden, was sein Tabubruch bedeutet hat.

keine mogelpackung für #duisburg, sondern 100% #tierrechte!

Tierhaltung ist die moderne Sklavenhaltung und die stoppen wir nur, wenn wir Tiere nicht mehr als Ware ansehen.

TIERE SIND KEINE WARE!

Norbert Zajac´s Mordgeräte-Fachmesse für „Naturfreunde“

Initiative gegen den Angel-Discount

Wiedersehen auf Augenhöhe

10407261_10206000093789774_3006758679316393523_n10.01. & 11.01.2015 Duisburg
Unser Herzenswidersacher Norber Zajac, liebt es nicht nur mit Tieren Geld zu verdienen, er vermittelt auch all zu gerne Tötungsgerät, drum läd er alljährlich in Duisburg zur Anglerfachmesse.
Nachdem wir ihm im letzten Jahr mal etwas Ruhe gegönnt haben, zumal der Wühltischwelpenhype nicht, wie von uns befürchtet eingetreten ist, steht er dieses Jahr gleich mehrfach auf unserer Agenda.

Unser Koordinator Sven Fucker, initiierte den Auftakt und meldete, vor Nobbys Toren, die erste Mahnwache gegen das stille Morden, seit über 10 Jahren an.
Die lokalen Medien nahmen unser Anliegen durchaus ernst und bescherte in der heissen Vorbereitungsphase unserem Koordinator einen TV Auftritt.

Hier das VIDEO, es war eine Livesendung, wir wussten das vorher nicht, aber Sven hat uns mehr als würdig vertreten, seht selbst:

Samstag:
Idefix vs. Obelix

Catch and Release (C&R) die Spitze der Pervesion im Angel“sport“. Das ein Lebewesen (Mensch) wenn es Hunger leidet einem anderen (Nichtmensch) das Leben raubt, ist für uns kaum verständlich nachvollziehbar, vor allem nicht zu Zeiten in denen kaum Jemand, bei uns in Mitteleuropa, Hunger kennengelernt hat, wenn jedoch ein Sport aus dem Fangen von Fischen gemacht wird, die danach wieder in den See geworfen werden, ist das für uns abartigste Tierquälerei. Einfach sinnlos, einen Fisch dazu zu verleiten in einen Haken zu beissen, welcher sich durch den Oberkiefer bohrt, das Fleisch zerfetzt, den Knochen zersplittert, um ihm unter möglicher Erstickungsgefahr wieder davon zu befreien und nach Vermessung und Wundbehandlung wieder frei zu lassen. Für uns Tierqual feinster Kajüte, denn „Schottische Forscher haben an Regenbogenforellen nachgewiesen, dass Fische Schmerzen empfinden.
gefühle und gedanken der tiereDas Team um Lynne Sneddon vom Roslin-Institut in Edinburgh entdeckte am Kopf von Regenbogenforellen insgesamt 58 Schmerzsensoren. Diese sogenannten Nozizeptoren wurden nach mechanischer Verletzung, etwa beim Kontakt mit heißen Gegenständen oder schmerzhaften Chemikalien, aktiv. Damit weisen die Sensoren ähnliche Eigenschaften auf wie jene des Menschen.
Besonders sensitiv reagieren die Schmerzrezeptoren der Forellen auf Verletzungen, wie sie durch Angelhaken verursacht werden: Diesbezüglich seien Fische etwa so empfindlich wie Säugetiere in den Augen, stellt Sneddon fest.“
(http://www.die-gefuehle-und-gedanken-der-tiere.de/fische/schmerz/)
Diesen und andere Texte verlasen unsere Aktivisten reihum, für alle gut hörbar über die mitgebrachte Lautspecheranlage. Wir danken unserem Mitstreiter Thomas Steinbach für die Bereitstellung und besonders für seinen unermüdlichen Einsatz am Mikrofon, eine wahre Bereicherung im Kampf für die Stimmlosen.


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Das wir entsetzt sind über diese Methode ist selbsterklärend, dass wir von einem Riesen angegriffen werden, der sich allein durch unsere Anwesenheit provoziert fühlt, weil er leidenschaftlicher Verfechter dieses makabaren Zeitvertreibs ist, mag es am ständig nagenden unterdrückten schlechten Gewissen liegen, vermögen wir nicht zu beurteilen, zu hoffen wäre es für die Menschlichkeit allemal, ist beängstigend gewesen. Aber wir hatten ja unsere MUTige Bine (Sabine Hasselbeck-Grütering) dabei und da konnte uns nix passieren. Einfach zu überzeugend, unser derzeit „kleinstes Mitglied“, mit ihr legen selbst wir uns nie an.

DSCN3357Dieser wirklich stattliche Mann wollte uns gestern gerne gaaanz genau ankucken…evtl. mal an uns riechen?…seine wirkliche Absicht ist uns nicht wirklich klar geworden…denn reden wollte er nicht mit uns…stand da…spielte mit seinen geballten Fäusten…fixierte uns…naja…Wille zum Austausch sieht anders aus!
Seht euch das Foto an, dieses entstand nachdem die Bedrohlichkeit der Situation durch einen geglückten Witz entschärft war, Augenblicke vorher hätte die Stimmung sich fast negativ entladen…offen das Gespräch suchen sieht anders aus…
SCHADE…denn wir sind wirklich auf Kommunikation und Austausch aus…nur nimmt das kaum einer, der kein Tierrechtler ist und keinen Streit sucht, wahr…

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Sonntag:

DSCN3373Des schlechten Wetters und der krankheitsbedingten Ausfälle zum trotz, nahm die Unterstützung unseres Friedenskriegers Sven Fucker, am zweiten Tag seiner Aktion gegen Tierqual, im Namen des Natur und Tierschutzes, zu. Viele Menschen und Orgas kamen um Gesicht zu zeigen und die Stimmen zu erheben gegen Unrecht und Ignoranz. Wir bedanken uns für die tolle Unterstützung und freuen uns über den gelungenen Jahresauftakt.
Wir wünschen ein baldiges Ende allen vermeidbaren Schmerzes auf dieser Welt und ihr seid unsere liebsten Mitstreiter, gewiss werden wir dieses Ziel in erreichbare Nähe rücken und realisieren können, traumhaft, nichts desto trotz, wir werden euch und die Zeit mit euch dann schmerzlich Vermissen.

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10806388_791374150945593_6599181632863407517_nAngler sehen sich selbst als Tier/Natur/Umwelt oder sonst was Schützer, was sie wären, wenn sie alles was sie vermeidlich tun weiter täten und das Angeln unterließen.
Hier ein weiteres, leider an diesem Wochenende repräsentatives Exemplar, dieses war kommunikativer als sein Kollege vom Vortag, hatte sich an unser Mikrofon gestellt und zumindest versucht sich zu erklären.
Es war ein TV-reifer lustiger Mikrofon-Dialog zwischen Willi und Thomas Steinbach.
Standard Antwort seinerseits WILLI darum, ein Hoch auf den (t)ollen Willy…
Er ist, bis auf weiteres, für uns das Aushängeschild der Angler. Gleichwohl er uns in seiner Arg- und Hilflosigkeit irgendwie auch leid tat.
Wir finden leider keines das hoffen lässt, denn wir hoffen auf ernsthaften Austausch, damit der Tierrechtsgedanke in den Köpfen aller Menschen aufkeimen kann!

Hier noch der zweite Fernsehbericht, für die oft und lange vergessenen, weil stummen Fische, Sven Fucker.


Bevor ein Raunen durch die Anglergemeinde geht und uns Extremismus vorgeworfen wird, weil wir Angeln als Qual und/oder Mord deklarieren, hier noch ein schönes Urteil welches unsere Äußerungen bekräftigt.
https://www.facebook.com/photo.php?fbid=824670274241759&set=gm.1583088705254544&type=1&theater

Mahnwache vor der Angelmesse in Duisburg

Besuch bei Zoo Zajac

Duisburg

07.01.2015

IMG_6160 (2)Als Vorbereitung auf das stattfindende Fernseh – Interview bei dem Duisburger Stadtsender Studio 47 und die am Wochenende anstehende Mahnwache vor der Angelmesse Duisburg, haben Reinhold Kassen und Sven Fucker dem Veranstalter der Angelmesse Zoo Zajac unangemeldet besucht.

Zoo Zajac gilt als der größte Zoohandel der Welt und als der größte in Deutschland, welcher Hundewelpen an Privatkunden verkauft.

Bei dem Besuch konnten Hühner aufgefunden werden, welche unter ähnlichen Bedingungen wie in der Massentierhaltung leben müssen. Auf ca. 2m² werden ungefähr 20 Tiere gehalten.
Einigen davon fehlen punktuell sehr viele Federn. Ob es sich dabei um eine natürliche Mauser oder um eine der Enge und der fehlenden Rückzugsmöglichkeiten geschuldeten Auffälligkeit ist, konnte nicht festgestellt werden. Allerdings waren die fehlenden Federn nicht bei allen Tieren erkennbar, sodass ein heraus Picken von anderen Hühnern nicht auszuschließen ist.

 

Mahnwache

IMG_6157An diesem Wochenende, dem 10. + 11.01.2015 von 13-18 Uhr wird eine Mahnwache vor der Angelmesse stattfinden.
Unterstützt wird diese Mahnwache von Animal Peace, der Partei Mensch Umwelt Tierschutz, Anti–Corrida, Schnitzel-ist-out, die Ratten, die Eulen, Animals United, Aktion Fair Play. dem altbewährten Zoo Zajac Gegner Iniative gegen Welpen Discount und hoffentlich noch etliche mehr.

 

Fette Beute im Rein-raus-Teich – FOCUS

http://www.focus.de/wissen/natur/tid-23300/forschung-und-technik-fette-beute-im-rein-raus-teich_aid_646447.html

HUND ist HUND 2014

Partei ergreifen auf der HUND ist HUND

Samstagmorgen (19.7.2014) – die Sonne brennt !

IMG_2843Fast 1000 Menschen, aus ganz Deutschland und dem umliegenden Ausland, viele in Begleitung ihrer „ach so böse“ Listenhunden, versammelten sich auf dem Domplatz in Köln, um am „Worldwide peaceful Protest against BSL / Global Run – weltweite Protestaktion gegen die Rasselisten“ teilzunehmen.

 

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IMG_2790Wir, wie immer kunterbunt und mit dem brandneuen MUT Handzettel “HUND = HUND”, mittendrin. Das erste “Baby” unserer Kooperation mit Fair Dog Deutschland. Großen Dank für die klasse Zusammenarbeit an Horst Wester, Sabine Hasselbeck-Grütering, Nicole Gruber und Sylvia Fricke. Wir lieben es, wenn ein Plan funktioniert …

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IMG_2883Weiterhin geht an dieser Stelle unser Dank an die OrganisatorInnen: Alexandra Ronsiek, Petra Müller, Bodo und Team… die einjähige Planung, der unermüdliche Einsatz aller Beteiligten…Respekt ! Klar, dass auch das WDR-Fernsehen nicht fehlen konnte.


IMG_2887Die Eröffnungsrede von Thomas Schröder (Präsident des Deutschen Tierschutzbundes) war ein flammendes Plädoyer für die Abschaffung aller Rasseliste. Einfach toll.

Anschließend spachen die menschlichen und hündischen TeilnehmerInnen auf dem Demolauf für sich selbst. Die fast 1000 TeilnehmerInnen mit ihren mindestens 300 Hunden spazierten friedlich durch die Kölner City. Der Nachmittag klang aus mit allerlei Planscheinlagen bei gutem Essen, rockiger Musik von der Band Jimmy Slik und einem bombastischen Bühnenprogramm.

IMG_2793Auskünfte über rechtliche Angelegenheiten zum Thema rund um Rasselisten gab Rechtsanwalt Lars-Jürgen Weidemann.
Kate Kitchenham, Fachjournalistin und Verhaltensforscherin, referierte über eine neue Studie, die aufzeigt, wie bestimmte Hunderassen mit Klischees belegt werden und welche Vorurteile daraus entstehen.


10320496_10204547496555751_3810212453184630417_nSimone Sombecki, die veganlebende Schauspielerin und Moderatorin der Sendung „Tiere Suchen ein Zuhause“ (WDR), gab sich die Ehre und stellte neben zwei als Rettungshunde arbeitende Listenhunde, noch drei „Notfelle“ aus dem Bochumer Tierheim vor, die auf Vermittlung in ein liebevolles Zuhause hoffen.
Unter den vielen anwesenden Organisationen entdeckten wir doch tatsächlich einen kleinen Tierrechtsstand der LINKEN. Das freut uns ja schon für die Tiere …aber ey, daran müssen wir uns erst noch gewöhnen …

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Stolz, glücklich und zufrieden ließen wir mit unseren Sympatisantinnen und Wegbegleiterinnen Simone Sombecki und Bettina von der Heiden (1te Vorsitzende des TSV Bochum, Hattingen und Umgebung e.V.) den Tag ausklingen und verabschieden uns bis zum nächsten Mal.

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Wie immer freuen wir uns über rege Teilnahme unserer Mitglieder und stehen Interessenten mit Rat und Tat parat.
Bis bald

Euer MUT-Team NRW

 

ANIMAL PEACE zum Welpenverkauf bei Zoo Zajac – DER WESTEN

Warum ein Gegner des Welpenverkaufs mit Zoo Zajac kooperieren würde

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Philipp Wahl – am 01.02.2013

Duisburg.  Dass Zoo Zajac nur 400 statt 1000 Hunde verkauft hat, sei ein Erfolg der „Initiative gegen Welpendiscount“, findet Reinhold Kassen. Warum der Tierschutzaktivist dennoch behauptet, Norbert Zajac zu mögen und warum er manche Zajac-Gegner „Hundehändler übelster Sorte“ nennt.

Seit Jahren kämpft Reinhold Kassen gegen den Handel mit Tieren und Tierfleisch – und darum auch gegen Zoo Zajac. Der Duisburger Tierschutzaktivist demonstriert, sammelt Unterschriften und versucht, seine Botschaften gegen die XXL-Tierhandlung an Menschen und Medien zu bringen. Als Norbert Zajac 2011 bekanntgab, ab Januar 2012 Hundewelpen in seinem Geschäft verkaufen zu wollen, war es Kassen, der den bundesweiten Widerstand im Bündnis „Initiative gegen Welpendiscount“ organisierte. Und nun sagt Kassen, Medienkoordinator der Tierrechtsorganisation Animal Peace, so etwas: „Ich mag ihn. Er hat es weit gebracht.“ Ja doch, der Aktivist meint Norbert Zajac, den Gründer und Chef des laut Guinness-Buch größten Zoofachgeschäftes der Welt. Zajac, so Kossen, sei ein „Ruhrpott-Original und ich glaube, dass ich auch eins bin.“ Damit nicht genug: Zajacs Hundeverkaufsanlage, so Kassen, sei „nicht schlecht“ und „am liebsten würde ich gemeinsame Sache mit Herrn Zajac machen“.

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Reinhold Kassen aus Duisburg organisiert den Widerstand gegen den Welpenhandel bei Zoo Zajac n der „Initiative gegen Welpendiscount“. Eigentlich mag er Norbert Zajac, sagt Kassen. – Foto: Animal Peace

Allerdings hat Kassen nicht etwa die Seite gewechselt. Für den Geschäftsführer des gemeinnützigen Ablegers „Animal-Peace Tierhof“ ist Zajacs Hundeverkauf „immer noch eine Gräueltat“ und „der Tierhandel der moderne Sklavenhandel. Im Zajac-Supermarkt ist es besonders schlimm.“ Beinahe jede Woche, so der 48-Jährige, hätten er und der harte Kern seiner Aktivisten seit dem Start des Welpenverkaufs im Januar 2012 in den Fußgängerzonen an Rhein und Ruhr vor dem Hundekauf bei Zajac gewarnt und Unterschriften gesammelt. Etwa 10.000 Bürger sollen an den Infoständen unterschrieben haben, „um dem gewerblichen Verkauf von Hunden und Katzen in Zoohandlungen Einhalt zu gebieten“.

Vor allem wegen dieser Dauerkampagne, so Kassens Sichtweise, habe Zoo Zajac im ersten Jahr 400 statt 1000 Hunde verkauft – und nicht etwa, weil dem Unternehmen seriöse Lieferanten fehlten. So hatte Norbert Zajac selbst die unter seinen anfänglichen Erwartungen liegenden Verkaufszahlen nach 365 Tagen Welpenhandel erklärt: „Die Nachfrage ist auf jeden Fall da.“ Einen Erfolg will der Geschäftsmann dem Tierrechtler dennoch zugestehen, wie er sagt: „Mit den Dauerprotesten vor meinem Laden hat er zumindest erreicht, dass bis heute keine andere Zoohandlung in Deutschland in den Welpenhandel eingestiegen ist. Das soll mir nur Recht sein.“

 

Tierschützer will Hunde und Katzen in Zoogeschäften verbieten lassen

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Tierschützer Reinhold Kassen (links) im Gespräch mit Norbert Zajac. Foto: Animal Peace

 

Zurück zu Kassens Charmeoffensive. Die lässt den 58-jährigen Adressaten erwartungsgemäß kalt. Kassen indes hofft – allen Ernstes ? – darauf, „dass der Tierfreund Norbert Zajac aufwacht, Tieren in Not mit seinem vielen Geld Gutes tut und dass wir endlich gemeinsam gegen die richtigen Bösewichte vorgehen.“ Mit Zajac als medialem Zugpferd würde er „gerne ein Auffanglager für Wildtiere aus nicht artgerechter privater Haltung aufbauen und die Tiere weitervermitteln. Dasselbe könnte Herr Zajac auch mit Hunden aus dem Tierheim machen. Da wäre er doch auch in den Medien ein Held.“

Will Zajac aber nicht, weil er so nicht für „unseren Qualitätsstandard“ bürgen könne. Und Exoten, die ihren Herr- und Frauchen zu groß geworden sind, lieferten Zoll und Behörden ohnehin schon bei ihm in Duisburg-Neumühl ab, „weil Zoos keinen Platz dafür haben und Tierheime nicht das Know-how“. Kaimane, Riesenschlangen, große Fische und Affenfamilien habe er so beispielsweise schon weitervermittelt.

Hinter dem Annäherungsversuch des Mannes, der schon Anfang der 90er-Jahre für Animal Peace im Dauereinsatz ist, vermutet Norbert Zajac ohnehin „den Versuch, eine neue Einnahmequelle zu generieren“. Was Kassen freilich bestreitet:

Zajac nennt Hunde-Lieferanten nicht – Vorwürfe und Erklärungen

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Foto: WAZ

Zwischen 5000 und 10.000 Euro nehme sein Verein „Animal-Peace Tierhof“, dessen Geschäftsstelle an der Friedrich-Alfred-Straße in Rheinhausen liegt, monatlich ein: „Unsere Fördermitglieder – es sind zurzeit etwa 700, 800 – unterstützen uns monatlich mit jeweils 30 bis 100 Euro, dazu kommen Spenden, auch anderer Organisationen.“

Das Geld investierte er einerseits in Tierhöfe in Moers-Kapellen und Haltern sowie in Aufklärungsarbeit, Kampagnen und „Tierbefreiungen“. Vor wenigen Tagen erst endete die Rettung von 129 Mastschweinen, die der Verein „Rüsselheim e.V.“ in Augsburg freigekauft hatte. „Animal-Peace Tierhof“ half beim Transport auf einen Hof im Berliner Umland mit.

Ein Dauerbrenner bleibt die Kampagne „gegen Wühltischwelpen“. Kassen hofft, den Verkauf von Katzen und Hunden in Zoohandlungen gesetzlich verbieten lassen zu können: „Dazu müssen aber alle deutschen Tierschutzorganisationen und Tierheime an einem Strang ziehen.“

Kunden erfahren nicht, woher Welpe stammt

Bis dahin kritisiert Kassen erst einmal seinen „Lieblingskontrahenten“ Zajac weiter: Der nenne die Namen seiner Welpen-Lieferanten nur nicht, „um irgendwelchen unseriösen Hinterhofzüchter zu decken“. Dass Norbert Zajac genau mit diesen Züchtern keine Geschäfte macht und nur jeden vierten angebotenen Hund kauft, will der Tierschützer ihm nicht glauben.

Der Hundehändler selbst argumentiert, er müsse seine Lieferanten nach den schlechten Erfahrungen Anfang 2012 vor Tierschützern wie Kassen schützen: „Diese Leute haben meine Geschäftspartner beschimpft, haben Demos in deren Vorgärten veranstaltet und ihre Internetseiten gekapert.“

Selbst die Kunden erfahren nicht, woher ihr Hund stammt: Die Tierschützer, so Zajac, „haben wiederholt Testkäufe bei uns gemacht. Ich kann da nicht zwischen Aktivisten und ehrlichen Käufern unterscheiden. Wenn da Adressen in Umlauf geraten, habe ich bald wirklich keine Züchter mehr, die mir gesunde Welpen verkaufen.“

Als die Proteste vor dem Zoogeschäft im Januar 2012 ihren Höhepunkt erreichten, hatten Zajac und Kassen häufiger Gelegenheit zum Gespräch:

Im Duisburger Tierheim wurden wohl noch keine Zajac-Hunde abgegeben

Damals habe Kassen ihm erklärt, dass viele der Tierschützer vor Ort ihre Einnahmequelle durch Zajacs „Sortimentserweiterung“ gefährdet sähen, behauptet Zajac: „Diese Gruppen verkaufen jährlich 500.000 Straßenhunde, die sie zum Beispiel aus Mittelmeerländern einführen, hat Herr Kassen mir erzählt.“

Der Tierrechtler bestreitet diese Aussage, gesteht aber zweierlei: dass tatsächlich viele „vermeintliche Tierschützer als Hundehändler übelster Sorte Geld verdienen“ und dass er sich während der Demonstrationen auch mit Hundezüchtern verbündet habe, denen er selbst kritisch gegenüberstehe. Zumal er jede Form des Tierhandels ablehne.

Vorsitzende des Tierheims kritisiert Hundeverkauf bei Zajac

Im „Tierschutzzentrum Duisburg“, dem städtischen Tierheim, hat seit Beginn des Hundehandels übrigens noch niemand einen Hund abgegeben und Zajac als Bezugsquelle genannt. Das berichtet die Vorsitzende Monika Lange. Sie bleibt dennoch dabei, dass die Zajac-Welpen „in der wichtigsten Phase ihres Lebens, in der Sozialisierungsphase sehr stressige Veränderungen erleben müssen, die bei empfindlichen Tieren Schaden anrichten können.“

So könnten durch die fehlende Prägung Verhaltensauffälligkeiten verursacht werden. Gleichwohl seien die Unterbringung und die Betreuung der Hunde bei Zoo Zajac nicht schlecht, besser sogar als bei vielen Züchtern, so Lange. „Wir sollten aber bei der Bewertung des Hundeverkaufs dort nicht nur Negativbeispiel heranziehen. Es geht eben auch viel besser.“

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