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Prügel hat noch keinem Kind geschadet…

Rentier-Schlachtung in Norwegen

Ein Tracht Prügel hat noch keinem Kind geschadet

hahn-der-coole_0002So lautete bis vor wenigen Jahren und Jahrzehnten die allgemeine Meinung und bei vielen (hinter mehr oder weniger vorgehaltener Hand) auch heute noch. Und trotzdem ist Kinderprügeln mit gutem Grund seit 17 Jahren mit dem Gesetz zur Ächtung von Gewalt in der Erziehung verboten. Das gilt im übrigen für alle skandinavischen Länder, Österreich, Kroatien, Zypern und Lettland. Auch für Norwegen.
Natürlich liegen solchen Gesetzen lange Entwicklungsprozesse in einer Gesellschaft zugrunde und insbesondere auch Erkenntnisse der Psychologie hinsichtlich der nachhaltend traumatisierenden Auswirkungen körperlicher Misshandlungen auf ein Opfer.

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Und die Forschung scheitet auch hier fort und öffnet den Blick auf die psychischen Folgen jedweder Gewalt. Vor einem Jahr berichtete die Süddeutsche Zeitung über eine große Studie, die belegte, was einzelne Forscher immer wieder vermutet haben. Die emotionale Misshandlung von Kindern wirkt sich ähnlich schlimm auf die psychische Gesundheit aus wie körperliche Gewalt und Vernachlässigung. http://www.sueddeutsche.de/…/emotionale-misshandlung-ohrfei…

Traumatisierungen haben auf Menschen unterschiedliche Auswirkungen. Entweder sie schaffen es, die Erfahrungen zu bewältigen, oder sie verdrängen und werden körperlich oder psychisch krank. Aus der Traumaforschung ist bekannt, dass das Erleben von Gewalt als Zuschauer bereits schwere Traumafolgestörungen nach sich ziehen kann. Dies ist keine These oder Außenseitermeinung der Disziplin sondern anerkannter Fakt. es hat wohl etwas mit genereller Empathiefähigkeit zu tun.

Und aus diesem Grund ist das Geschwätz des Kinderpsychiaters Günter in der Stuttgarter Zeitung unfundiertes und inkonsistentes Geschwätz eines auf gesellschaftsgefällige Anpassung Orientierten, der selbstbedacht andere die heißen Kohlen der Erkenntnis aus dem Feuer holen lässt, um sich später im sicheren Bereich damit wichtig zu tun.

Wie viel entsetzliche und rohe Gewalt gegen Tiere haben Kinder gerade in der Vergangenheit miterleben müssen. Die Anpasser unter ihnen haben sie – ihrer geistigseelischen Grundkonstitution entsprechend – akzeptieren gelernt und sich mit dem Gewalttäter und der Gewalt lebenslang identifiziert (so entwickelt sich generell die Täterkultur, so wie sie Arno Gruen beschreibt).
Ein anderer Teil hat es geschafft, die entsetzlichen Bilder zu verdrängen und im Schweigen darüber versinken zu lassen in unterdrückten Erinnerungen und bei manchen wurden sie zum unerkannten Trauma.
Wie viele Menschen haben mir dann aber doch davon erzählt: der alte Mann mit Tränen in den Augen, wie am Tag nach dem Tod des geliebten Großvaters er dessen Hund zum Schlachthof bringen musste. Die Trauer der Geschwisterkinder um die erfrorenen Fische, die Mutter hatte das Glas mit diesen in der Winternacht auf den Balkon gestellt und die weinenden Kinder wurden am nächsten Tag dafür noch verhöhnt mit einer inszenierten Trauerveranstaltung für die toten Fische. Die Schreie des Schweines aus dem Keller, wo es wochenlang in Dunkelhaft gemästet wurde. Und so viele andere schreckliche Geschichten von Rohheit und Gewalt.

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Silke Ruthenberg, Bild via Imago.

Von mir selbst kann ich sagen, dass ein entsprechender Vorfall das für mich beeindruckendste Erlebnis meiner Kindheit war: Südtirol, Villnösstal, Wanderurlaub mit den Eltern, ich war vier Jahre alt. Da erfuhren wir von einer Bäuerin, dass ihr zweijähriger Sohn das kleine Katzenbaby, mit dem ich immer gespielt hatte, ins Plumpsklo geworfen hatte, es käme nicht mehr hinaus und würde wohl in den nächsten Tagen im Dung ersticken. Die Geschichte ging zum Glück gut aus, das Kätzchen schaffte es wieder Erwarten allein aus dem Dreckloch hinaus, schwer traumatisiert lief es dann verängstigt über den Hof, streicheln ließ es sich natürlich nie mehr. Von mir kann ich sagen, dass ich dieses Gefühl namlosen Entsetzens, das mich damals erfasste, bis heute nicht verloren habe. Was für Folgen hätte es erst gehabt, wenn das Kätzchen – im Stich gelassen von allen – alleine im Dreck gestorben wäre? Auch für mich?

15941381_1354285707948791_8130262185665115655_nSchadet es Kindern, wenn sie zuschauen müssen, wie der Pastor die große Schwester und den großen Bruder vor ihren Augen mit der Rute züchtigt, wie im oskar-nominierten Film „Das weiße Band“ so nachdrücklich szenisch dargestellt wird? Sie sind in dieser psychologisch äußerst feinfühligen Geschichte alle groß geworden in dieser von seelischer, sexueller und körperlichen Gewalt und Unterdrückung geprägten Welt. Und sie sind alle bereitwillig, nur allzubereitwillig in den 1. Weltkrieg gezogen. Gewalt ist in ihrer Erlebniswelt von Kindesbeinen an normal. Wie kann man annehmen, dass Gewalterleben folgenlos bleibt? Sie bleibt nie folgenlos, weder für den einzelnen, der unter der Gewalt moralisch deformiert, noch für eine ganze Gesellschaft.

Man kann davon ausgehen, dass in einer Gesellschaft, in der Gewalt gegen Tiere als „normal“ empfunden wird, die durch kindliche Gewalterfahrung an Tieren Beeinträchtigte darüber weitgehend schweigen werden, um sich selbst vor Lächerlichmachung zu schützen. Bei so einem Kinderpsychiater wie Günter ist es geradezu empfehlenswert, aus Selbstschutzgründen den Mund zu halten. Man muss sich sonst nur ärgern über einen, der psychologisch och in der Höhle sitzt, seine Schattenbilder betrachtet und meint, die Wahrheit zu kennen.

Silke Ruthenberg

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Rentier-Schlachtung in Norwegen

STUTTGARTER ZEITUNG

media-media-3ddafd5e-1027-4e56-b713-d837eba3c208-normalized„Kindern schadet es nicht, wenn sie so etwas angucken“

Stuttgart – So geht Kindererziehung in Norwegen: Der Ausflug des norwegischen Kindergartens Granstubben Barnehage zu einer Rentierschlachtung hat auf Facebook helle Empörung ausgelöst. Besser gesagt: Eine veritablen digitalen Orkan #RentierMassaker #Shitstorm. Die Bilder, die die Kita-Mitarbeiter aus Henning bei Trondheim ins Netz gestellt haben, sind in der Tat an Expressivität kaum zu überbieten. Man sieht auf den Fotos Kinder, die blutige Rentierfelle durch den Schnee schleifen und die Köpfe der Tiere in hohem Bogen in einen Abfallcontainer schmeißen. . . .

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Kindergarten besucht Rentier-Schlachtung

Nacktaffenkinder dürfen Morden spielen –

in echt jetzt!

hahn-der-coole_0002Früh übt sich was ein Meister werden will. Eine nordnorwegische Kita wollte seine Schützlinge ans Morden gewöhnen und ließ sie an einem Rentiermassaker teilnehmen, bei dem 40 Rentiere hinter hohen Zäunen zusammengetrieben wurden und die völlig Verstörten dann grausam massakriert. Die Veröffentlichung löste in Norwegen eine Protestwelle aus, auf die der Kindergarten aus Henning mit den Worten konterte: „Wir sind als Kindergarten überwältigt von dem Interesse. Wie man auf unserer Facebook-Seite sehen kann, sind wir viel an der frischen Luft“.

 

BILD – Blutiges Spektakel in Norwegen

Von: INGRID RAAGAARD 12.01.2017

 

Foto - BILD

BILD-Die Kinder betrachten die eingepferchten Rentiere

Kindergarten besucht Rentier-Schlachtung

hahn-der-coole_0003Henning (Norwegen) – Die meisten Kinder kennen Rentiere als die fröhlichen Schlittentiere vom Weihnachtsmann. In Norwegen landen die Tiere allerdings auch oft auf dem Teller. An sich kein Problem – dass eine norwegische Kita ihren Kindern aber eine blutige Rentierschlachtung zeigte, sorgt jetzt für Diskussionen im Netz.

Der Granstubben-Kindergarten liegt in Henning in Nord-Norwegen, die Kinder sind drei bis sechs Jahren alt. Was sie sehen mussten: Erst wurden die ängstlichen Tiere in einem Gatter zusammengetrieben, dann getötet, ausgenommen und gehäutet. Der Schnee verfärbte sich rot. . . .

Früh übt sich… oder: Eindrücke von der Messe „Jagd & Hund“

BAK Tierschutz in der Schule auf Jagdmesse in Dortmund

Und auch unser Bundesarbeitskreis BAK Tierschutz in der Schule leistet einen Beitrag über seinen Besuch der Messe „Jagd & Hund“ 2016 in Dortmund. Unbedingt lesenswert!

Früh übt sich… oder: Eindrücke von der Messe „Jagd & Hund“ 2016 in Dortmund

img_0047Der Bundesarbeitskreis MUT gegen Jagd & Angeln hatte für letzten Sonntag zu einer Mahnwache vor den Toren von Europas größter Jagdmesse aufgerufen. Diesem Aufruf gefolgt waren Mitglieder und Funktionsträger aus dem Bundesvorstand, den Gebietsverbänden und Landesvorständen NRW, Hamburg, Schleswig-Holstein und Bayern sowie Aktivisten aus der Tierrechtsszene, Tierschützer außerhalb der Partei und sogar spontan einige Passanten, die an der Messe mit ihren Hunden spazieren bzw. joggen waren.

Innerhalb der Messehallen bot uns weitgehend ein erschreckendes Bild: Neben Aktionen wie einer Jagd-Modenschau oder Männern, die Hirschrufe während der Brunft nachahmten, Beobachtungen von teilweise exzessivem Alkoholkonsum einiger Messebesucher und wiederum Männern, die sich nach dem Toilettenbesuch noch nicht einmal die Hände wuschen, beobachteten wir zahlreiche Kinder und Jugendliche an den Messeständen der Waffenhersteller, die fasziniert von den Schusswaffen waren und diese mit Zielübungen „ausprobierten“.

12715777_561428260691074_65875981268122490_nWir sind der Auffassung: a) Solche Waffen gehören nicht in die Hände von Kindern – auch nicht im Rahmen einer solchen Messe. b) Der Zutritt zu einer Messe wie der „Jagd und Hund“ sollte auf ein Alter ab 16, besser noch ab 18 Jahren beschränkt werden. c) Jagd leistet absolut keinen Beitrag zum Naturschutz. d) Jagd ist in den meisten Fällen ein Freizeitvergnügen eines sich mit elitären Rechten ausgestattet wähnenden Personenkreises, der zum Teil bereit ist sehr viel Geld zu zahlen, um sich einen sehr speziellen Nervenkitzel zu erfüllen und/oder ein privates Arsenal an Schusswaffen und Munition anzulegen.

Der Neuntklässler Jaylen Fryberg (15) lief an der Marysville Pilchuck High School 50 Kilometer nördlich von Seattle im US-Staat Washington Amok! „Jaylen F. war ein leidenschaftlicher Jäger – und er war offenbar auch ein Waffennarr. Es gibt Fotos, auf denen er sich stolz mit einem Gewehr präsentiert.“ (DIE WELT, 25.10.2014)

12743963_561428690691031_5071953217262611227_nAuch der in die Medien als „Amokläufer von Emsdetten“ eingegangene Bastian B. war fasziniert von Waffen
„Ein führender Polizeigewerkschafter sagt, es könne »nicht angehen, dass ein 18-Jähriger an solche Waffen kommt«. Doch schwer war das für Bastian B. nicht. Er hatte bei manchen Waffenkäufen nicht einmal die Gesetze verletzt. (…) Unter seinem Pseudonym ResistantX hatte er jede Menge Datenspuren im Internet hinterlassen. Und so kann man sehen, dass der Schüler zum Beispiel ein treuer Kunde der in Darmstadt registrierten Tauschbörse egun.de war (»Der Marktplatz für Jäger, Schützen und Angler«). (ZEIT ONLINE, 23.11.2006)

 

 

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animal-peace auf der Veggie World in Düsseldorf

Goe VeggieWorld goe !

Am 1. & 2. September war es soweit und die Messe VeggieWorld fand erstmals in Düsseldorf statt. Nachdem sich die Messe für Veganer, Vegetarier und Interessierte des nachhaltigen fleischfreien Genusses in Wiesbaden hocherfolgreich etabliert hat (siehe Messebericht von animal-peace Tierhof), wurde sie nun in Düsseldorf erstmalig stationiert. Als Partnermesse der bereits etablierten Paracelsus-Messe stieg die VeggieWorld aus dem Düsseldorfer Messe-Taufbecken.

animal-peace Tierhof nahm ja bereits an der erfolgreichen Wiesbadener VeggieWolrd mit eigenem Stand teil und wollte aufgrund der Begeisterung für dieses Ereignis natürlich auch in Düsseldorf nicht fehlen. Gesagt, getan. Auch hier waren wir mit einem Informationsstand vertreten.

Unser Fazit darf lauten: Tolle Gespräche, interessante Vorträge. Die Düsseldorfer Veranstaltung hinkt der Wiesbadener Ausgabe noch weit hinterher, was sowohl die gewählte Veranstaltungsgröße, Service, Organisation und auch Möglichkeiten des kulinarisch veganen Produktgenusses (der fehlte leider) anging – wir sind aber zuversichtlich, dass sich das nächstes Jahr bereits ändern wird und wir dann mit noch mehr Freude an die Messe zurückdenken können. Wir wünschen den Veranstaltern der VeggieWolrd frohes Schaffen für die Vorbereitungen, freuen uns schon auf unseren Stand bei der Wiesbadener Erfolgsmesse VeggieWorld und hoffen auf eine ebenso erfolgreiche Erweiterung des Düsseldorfer Messestandortes. Wir werden gerne wiederkommen. goe VeggieWorld goe !

Das AP-MesseTeam

animal-peace Tierhof goes Veggie World

Animal Peace auf der Veggie- World in Wiesbaden

Über 20.000 Besucher auf Deutschlands erster vegetarischer Messe „VeggieWorld“

     

       

animal-peace im dm-drogerie Markt…

Neues von den animal-peace Tierschutzlehrern

Am Mittwoch, dem 29. Februar 2012, präsentiert sich in der dm-Filiale am Porscheplatz (Rathaus Galerie Essen)  das Projekt „Tierschutz als Beitrag zur Nachhaltigkeit„. Dabei handelt es sich um einen Verbund des Tierschutzlehrerprojektes tierschutzlehrer.com im Rahmen der Lehramtsstudiengänge an der Universität Duisburg-Essen – von der UNESCO ausgezeichnet als Weltdekadeprojekt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ 2010/11 – in Kooperation mit der Tierrechtsorganisation animal-peace Tierhof e.V. und dem Tierschutz Verlag in Essen. Das Beispiel Tierschutz eröffnet im Schulunterricht einen interdisziplinären Blick auf nahezu alle relevanten sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekte gegenwärtiger und zukünftiger Fragen und Probleme von Lebensqualität, Lebensschutz und Erhaltung der natürlichen Lebensräume, sowie des Arten-, Natur- und Umweltschutzes. Diese werden anhand von tierschutz- und umweltbezogenen Bereichen der Schüler handlungs- und lebensweltorientiert thematisiert und im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) vermittelt.


Die Präsentation erfolgt im Rahmen der „Ideen Initiative Zukunft“, einer Kampagne der dm-drogerie Märkte und der UNESCO. Schirmherr für NRW ist BAP-Sänger Wolfgang Niedecken. Ziel ist es, das Thema Nachhaltigkeit in der Öffentlichkeit bekannter zu machen und nachhaltiges Handeln auf ökologischer, sozialkultureller und wirtschaftlicher Ebene zu fördern. Tierschutz an Schulen / im Unterricht leistet dazu einen entscheidenden Beitrag. Die im Rahmen des Wettbewerbs ausgezeichneten Teilnehmer präsentieren ihre Projekte in den Filialen, wo sich interessierte Kunden umfassend zum Thema Nachhaltigkeit informieren können. Diplompädagoge Thomas Schwarz (Universität Duisburg-Essen/ Leiter „tierschutzlehrer.com“) wird zusätzlich zur ganztägigen Infostandarbeit um 11.00 Uhr für eine halbe Stunde selbst an der Kasse der Drogerie arbeiten. Er reiht sich damit in eine Gruppe von 1.800 Menschen ein, die zu Kassierern werden, um in dieser Zeit insgesamt eine Millionen Euro einzunehmen. Mit dem Geld wird dm bundesweit rund 2.000 Nachhaltigkeitsprojekte unterstützen, kündigte das Unternehmen an. Reinhold Kassen, Vorsitzender von animal-peace Tierhof e.V. wird ganztägig am Infostand im Drogeriemarkt das Tierschutzlehrerprojekt vertreten. „Tierschutz und Umweltschutz – beides ist Erziehung zur Menschlichkeit – und somit unverzichtbarer Teil unserer Zukunft!“ kommentiert Reinhold Kassen das gemeinsame Projekt und freut sich auf jede Menge Besucher wie auch Pressevertreter. „Diese Kampagne hat jeden erdenklichen Rückenwind verdient. Wir sind gerne ein Teil davon und stolz darauf“ so Kassen. „die Geschäftsführung von dm hat wiederholt bewiesen, dass Ethik & Moral in großen Unternehmen einen hohen Stellenwert haben kann und muss. Wir freuen uns sehr über diese Möglichkeit mit dm etwas gemeinsam zu erreichen.“

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Unterstützt wird dm dabei von fast dreißig Prominenten, die als Schirmherren in ganz Deutschland die Aktion bewerben. Unter anderem unterstützen Schauspieler Hannes Jaenicke, BAP-Sänger Wolfgang Niedecken, Peter Maffay, TV-Moderator Eckart von Hirschhausen und viele weitere Prominente diese überaus wichtige Kampagne von dm.

Schulprojekt Tierschutz als Beitrag zur Nachhaltigkeit – langjähriges Gemeinschaftsprojekt von tierschutzlehrer.com & animal-peace Tierhof

Als erstes Land in der EU hat Deutschland den Tierschutz ins Grundgesetz aufgenommen und damit zum Staatsziel erhoben. Durch die Ergänzung der Worte „und die Tiere“ in Artikel 20a GG erstreckt sich der Schutzauftrag seitdem auch auf die Tiere. Dem ethischen Tierschutz wird damit Verfassungsrang verliehen. In der schulischen Praxis spiegelt sich diese wesentliche Veränderung bislang kaum oder gar nicht spürbar wieder. Dies soll sich zukünftig ändern.

Das möchte das Projekt vermitteln

Die Beziehung des Menschen zu den Tieren ist von Ambivalenz geprägt, die sich auch im Schulalltag abzeichnet. Im Spektrum von Umwelt- und Naturschutz, Ökologie und Nachhaltigkeit, Gesundheitserziehung und Verbraucherschutzbildung, sozialer und interkultureller Kompetenzentwicklung sowie tierethischen und allgemeinen Wertorientierungen bietet das Projekt die Möglichkeit, Kinder und Jugendliche für einen respektvollen Umgang sowohl mit der Tierwelt insgesamt als auch miteinander zu sensibilisieren. Tierschutz als „Erziehung zur Menschlichkeit“ versteht sich dabei als umfassendes Anliegen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Gewaltprävention und zur Ausbildung von Verantwortung gegenüber Schwächeren.
Tierschutz und alle damit verbundenen Bestrebungen sollen aber nicht als Mittel zum Zweck dienen. Daher ist dem Projekt eine tiefgreifende ethische Dimension immanent. Neben der Vermittlung von Wissen und Fakten über den artgerechten Umgang mit Haustieren kommen auch (Ursachen und Folgen von) Tierquälerei und Möglichkeiten der Prävention sowie die Nutztierhaltung zur Sprache und es werden Alternativen aufgezeigt.

Teilbereiche der Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit kann ihren Anspruch nur erfüllen, wenn diese sich im Lebensalltag der Adressaten wiederfindet und dort auch realisieren lässt, und wenn Kriterien für nachhaltiges Denken und Handeln ökologische, sozial-kulturelle und wirtschaftliche Aspekte aufgreifen. Mit Tierschutzfragen eng verbunden sind daher stets Themen, die Umwelt und Naturschutz, Gesundheitserziehung, Gesundheitsbildung und Verbraucherschutz, Ernährung und Lebensmittelkunde sowie umweltfreundliche Alternativen aufzeigen helfen. In vielen Bereichen, in denen Tiere ausgebeutet werden, richtet diese Ausbeutung und Gewalt sich auch gegen Menschen. Dem gegenüber stehen Modelle des fairen Handels, Produktionsbedingungen im Einklang mit der Natur und faire Beschäftigungsbedingungen und eine Warenwelt mit Alternativen zur tierproduktlastigen konventionellen Ernährung und dem Gebrauchsmittelsektor.

Die nächsten Maßnahmen und Schritte

Tierschutzunterricht und Tierschutz-AGs an Schulen, Vorträge, Erstellung und Verbreitung von Tierschutz-Jugendliteratur („Endstation Tierhof“, ein Roman von Henner Müller). Geplant ist eine öffentliche und medienwirksame Buchvorstellung des Romans, der Tierschutz auf unterhaltsame Weise literarisch vermittelt und Jung und Alt für Tierschutzfragen und ein Tierschutzengagement begeistern soll. Im Wintersemester werden wieder Studierende des Lehramtes an der Universität Duisburg-Essen im Seminar „Konzepte der Werteerziehung“ bei Dipl. Päd. Thomas Schwarz mit grundlegenden Konzepten der Werteerziehung vertraut gemacht. Es besteht die Möglichkeit, die im Seminar erworbenen Inhalte ehrenamtlich in einem berufsrelevanten Praxisfeld zu erproben und im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung im Rahmen von Tierschutz im Unterricht oder einer Tierschutz-AG zu vertiefen. Für dieses so genannte „Service Learning“ erhalten die Studierenden, insofern sie die Voraussetzungen erfüllen, vom Land NRW ein Zertifikat.

So macht das Projekt auf sich aufmerksam

tierschutzlehrer.com – Die Tierschutzlehrer wird durch die gleichnamige Webseite beworben und über die Facebookseite des Tierschutz Verlag Thomas Schwarz wird das Buch „Endstation Tierhof“ beworben. Als Projektträger bewirbt animal peace Tierhof e.V. in Duisburg Tierschutz im Unterricht im kostenlosen Magazin ResQ und über die Webseite sowie über die Medienkoordination Reinhold Kassen.

dm – ein innovatives Unternehmen, welches wie kaum ein anderes Verantwortung übernimmt

Götz Wolfgang Werner ist Gründer und Aufsichtsratsmitglied von dm, dessen Geschäftsführer er 35 Jahre lang war. Werner ist Gründer der Initiative „Unternimm die Zukunft“. Seit dem Jahr 2005 setzt er sich öffentlich für ein bedingungsloses Grundeinkommen in Deutschland nach einem von ihm ab 1982 entwickelten Konzept ein. Die Finanzierung des Grundeinkommens beruht demnach auf der allmählichen Abschaffung der Einkommensteuer und der gleichzeitigen Erhöhung der Mehrwertsteuer als „Konsumsteuer“ auf 100 %. Im November 2005 gründete er dazu die Initiative „Unternimm die Zukunft“. Werner fördert kulturelle und soziale Projekte wie den Hermann-Hesse-Preis, ein Tageszentrum sowie eine Zufluchtsstätte für Straßenkinder in Alexandria, Ägypten und kostenlose Musikkurse für Kinder. Am 16. August 2010 wurde bekannt, dass Werner seine Unternehmensanteile einer gemeinnützigen Stiftung überlässt. (Quelle: Wikipedia) In einem Vortrag «Die Treppe muss von oben gefegt werden» von dm-Gründer Werner geht es um das Denken und das Zusammenspiel von Routine und Innovation. So sagt der heutige dm-Aufsichtsrat: «Die Methode der Innovation ist, dass man das Gewordene hinterfragt, neu denkt, das Neue kreiert und es wieder in das Bestehende integriert.»
So hat dm unter anderem zum Jahreswechsel 2012 vollständig auf Strom aus regenerativen Energien umgestellt. Der heutige dm-Chef Erich Harsch wurde 2011 für sein soziales und umweltpolitisches Engagement mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet. Und auch der Tierschutz ist bei dm integriert wie wohl sonst in kaum einem Unternehmen dieser Art. Die unternehmenseigene Naturkosmetik-Linie „Alverde“ hat ausschließlich tierversuchsfreie Naturkosmetik in höchster Qualität im Angebot und hält die Produktlinie frei von tierischen Inhaltsstoffen (somit für Veganer geeignet).

Auszug Produktanfrage „Alverde-Linie“ dm- Drogerie:

„vielen Dank, dass Sie sich an uns gewandt haben. Ein wesentlicher Grundsatz der dm-Firmenleitlinien ist es, ausschließlich menschen- und umweltgerechte Produkte zu vermarkten. Kein Endprodukt der dm-Qualitätsmarken wird oder wurde an Tieren getestet. Wir versuchen, “sinnvoll für Mensch und Erde” zu handeln. Dazu gehört neben einem sorgsamen Umgang mit den Ressourcen auch ein verantwortungsbewusster Umgang mit allen Lebewesen. Das führt auch dazu, dass wir im Rahmen unserer Möglichkeiten mit darauf hinwirken wollen, Tierversuche zu vermeiden. Lieferanten, die mit dm-drogerie markt zusammenarbeiten, müssen sich deshalb verpflichten, nach internationalen Qualitätsstandards und unter Einhaltung aller gesetzlichen Bestimmungen zu produzieren.
Mit freundlichen Grüßen Ihr dm-ServiceCenter“

animal-peace & dm sind sich einig : Es gibt Nichts Gutes außer man tut es !

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Mehr über die Produktlinie Alverde von dm finden Sie unter:

http://www.dm-drogeriemarkt.de/cms/servlet/segment/de_homepage/alverde_home/alverde_fragen/ 

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