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Veganer Schuljunge (12) erhängt sich – TAG24

Mit Fleisch beworfen:

veganer Schuljunge (12) erhängt sich

5c50e6dad1411ff69170England/Hertfordshire – Weil er kein Fleisch aß. Das Mobbing eines 12-Jährigen Veganers endete in einer Tragödie. Als seine Mitschüler ihn mit Fleisch bewarfen, beschloss Louie, sich daheim das Leben zu nehmen. Er erhängte sich.

Wie The Sun berichtet, sagte Louies Mutter Catherine Fenton beim Hertforshire Gericht aus, dass ihr Sohn regelmäßig gemobbt wurde, seit er in die Richard Hale School kam. „Immer wieder musste er zum Vertrauenslehrer und er fing an, sich selbst zu verletzen.“

Als die Schulkameraden sahen, dass Louie kein Fleisch in der Kantine aß, begannen sie, Fleisch nach ihm zu werfen. Stets hat die Mutter versucht, mit der Schulleitung über die Vorfälle zu sprechen und darüber, dass endlich etwas dagegen unternommen wird. Doch das Mobbing hielt an.

Die Familie ist in tiefer Trauer und Wut. „In gewisser Weise war Louie sehr aufgeweckt und seinen Jahren voraus. Zugleich war er jedoch unser frecher, lebensfroher Sohn, dem die Welt alle Möglichkeiten bot, sie zu entdecken und Abenteuer zu erleben.“

Dominika Piasecka, Sprechführerin der Vegan Society, sagte, dass sie und ihre Gemeinschaft erschüttert über den Tod des Jungen sind: „Traurigerweise können Schulkinder wegen allem gemobbt werden. Dafür, dass sie eine Brille tragen, ihrer Haarfarbe, ihrem sozialen Status und so weiter – Veganismus ist nur ein weitere Streitpunkt.“

Die Familie sammelt nun Spendengelder in Erinnerung an Louie. Diese sollen an die SEA LIFE Trust Organisation gehen.

Bei Notfällen kann man sich hier hinwenden. Notfall-Seelsorge (auch Suizid-Prävention): Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste: 0800 – 111 0 111 (ev.) 0800 – 111 0 222 (rk.) 0800 – 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche).

TAG24

 

Kommentar von Silke Ruthenberg

IMG_0439Wir leben in einer zunehmend soziopathischen Gesellschaft. Soziopathen/ Psychopathen hat es schon immer gegeben, aber wohl niemals war das Duckmäusertum vor ihnen schlimmer als heute.
Ihre Opfer sind nicht die Schwachen, ihre Opfer sind die Starken, deren Stärke in der Innerlichkeit liegt. Soziopathen haben das nicht, Soziopathen können nur triumphieren, weil sie keine Tabus haben und den Nahkampf beherrschen, weil sie sich für nichts zu schade sind. Weil sie keine Werte haben und damit keine Richtung. Und die Gefolgschaft der Narzissten, die die fehlende Innerlichkeit mit ihnen teilen, ist ihnen gewiss.
Vegan Leben schöpft aus Innerlichkeit, aus Werten, Prinzipien, Haltung, Richtung. Alles, was den Soziopathen abgeht. Es sind Stärken, die die Soziopathen bedrohen. Und sie schlagen zurück, weil sie verstanden haben, dass Werte nur eine Kraft sind, wenn sie wehrhaft sind.
Wenn veganes Leben für Kinder eine Bedrohng darstellt, dann ist dieser sozialer und nicht ernährungstechnischer Natur. Wer nicht mit dem Strom schwimmt muss sich beizeiten eine Hornhaut zulegen. Instinktiv wußte ich das schon immer. Statt Ernährungspläne zu studieren und Nährstoffe zu berechnen war mein „Erziehungsziel“ es vom ersten Tag an, meinem Kind die innere Stärke nicht zu nehmen. Denn diese haben sie alle von Geburt an.. und sie wird durch Erziehung sukzessiv zerstört. Nur mit Stärke überwindet man die Soziopathie, denn diese kennt kein Mitgefühl und respektiert nur die Stärke – aus der nackten Angst heraus.

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Früh übt sich… oder: Eindrücke von der Messe „Jagd & Hund“

BAK Tierschutz in der Schule auf Jagdmesse in Dortmund

Und auch unser Bundesarbeitskreis BAK Tierschutz in der Schule leistet einen Beitrag über seinen Besuch der Messe „Jagd & Hund“ 2016 in Dortmund. Unbedingt lesenswert!

Früh übt sich… oder: Eindrücke von der Messe „Jagd & Hund“ 2016 in Dortmund

img_0047Der Bundesarbeitskreis MUT gegen Jagd & Angeln hatte für letzten Sonntag zu einer Mahnwache vor den Toren von Europas größter Jagdmesse aufgerufen. Diesem Aufruf gefolgt waren Mitglieder und Funktionsträger aus dem Bundesvorstand, den Gebietsverbänden und Landesvorständen NRW, Hamburg, Schleswig-Holstein und Bayern sowie Aktivisten aus der Tierrechtsszene, Tierschützer außerhalb der Partei und sogar spontan einige Passanten, die an der Messe mit ihren Hunden spazieren bzw. joggen waren.

Innerhalb der Messehallen bot uns weitgehend ein erschreckendes Bild: Neben Aktionen wie einer Jagd-Modenschau oder Männern, die Hirschrufe während der Brunft nachahmten, Beobachtungen von teilweise exzessivem Alkoholkonsum einiger Messebesucher und wiederum Männern, die sich nach dem Toilettenbesuch noch nicht einmal die Hände wuschen, beobachteten wir zahlreiche Kinder und Jugendliche an den Messeständen der Waffenhersteller, die fasziniert von den Schusswaffen waren und diese mit Zielübungen „ausprobierten“.

12715777_561428260691074_65875981268122490_nWir sind der Auffassung: a) Solche Waffen gehören nicht in die Hände von Kindern – auch nicht im Rahmen einer solchen Messe. b) Der Zutritt zu einer Messe wie der „Jagd und Hund“ sollte auf ein Alter ab 16, besser noch ab 18 Jahren beschränkt werden. c) Jagd leistet absolut keinen Beitrag zum Naturschutz. d) Jagd ist in den meisten Fällen ein Freizeitvergnügen eines sich mit elitären Rechten ausgestattet wähnenden Personenkreises, der zum Teil bereit ist sehr viel Geld zu zahlen, um sich einen sehr speziellen Nervenkitzel zu erfüllen und/oder ein privates Arsenal an Schusswaffen und Munition anzulegen.

Der Neuntklässler Jaylen Fryberg (15) lief an der Marysville Pilchuck High School 50 Kilometer nördlich von Seattle im US-Staat Washington Amok! „Jaylen F. war ein leidenschaftlicher Jäger – und er war offenbar auch ein Waffennarr. Es gibt Fotos, auf denen er sich stolz mit einem Gewehr präsentiert.“ (DIE WELT, 25.10.2014)

12743963_561428690691031_5071953217262611227_nAuch der in die Medien als „Amokläufer von Emsdetten“ eingegangene Bastian B. war fasziniert von Waffen
„Ein führender Polizeigewerkschafter sagt, es könne »nicht angehen, dass ein 18-Jähriger an solche Waffen kommt«. Doch schwer war das für Bastian B. nicht. Er hatte bei manchen Waffenkäufen nicht einmal die Gesetze verletzt. (…) Unter seinem Pseudonym ResistantX hatte er jede Menge Datenspuren im Internet hinterlassen. Und so kann man sehen, dass der Schüler zum Beispiel ein treuer Kunde der in Darmstadt registrierten Tauschbörse egun.de war (»Der Marktplatz für Jäger, Schützen und Angler«). (ZEIT ONLINE, 23.11.2006)

 

 

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Tierschutzpartei zeigt Straßen-Performance am Schlachthof – LOKALKOMPASS

Neuss:

Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Tierschutzpartei zeigt Straßen-Performance gegen die Gewalt an Tieren

zum Artikel auf lokalkompass.deEs war nasskalt in Neuss, kein Wetter, das in diesen Tagen, so kurz nach Neujahr, einen freiwillig auf die Straße lockt (es sei denn, man ist Hundebesitzer), als der Landesverband NRW der Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Tierschutzpartei sich zu einer Mahnwache vor dem Werksgelände des ehemaligen Schlachthofs im Norden von Neuss versammelt hat.
Anwesend waren neben Mitgliedern des Landesvorstands NRW, darunter die beiden Parteivorsitzenden, Thomas Schwarz (Neuss) und Sabine Hasenbeck-Grütering (Bochum), Landesgeschäftsführer Sven Fucker und Landesgeneralsekretärin Heidi Stümges, auch Tierschützer und Tierrechtler aus Organisationen wie „Aktion Fair Play“ sowie Bürgerinnen und Bürger aus Neuss, die mehr über die Pläne erfahren wollten, den Schlachtbetrieb in Neuss wieder aufzunehmen, als bisher aus der Presse zu erfahren war (Stadt-Kurier, Neuß-Grevenbroicher Zeitung und Westdeutsche Zeitung hatten berichtet). Denn dass der Schlachthof wieder aktiviert werden soll, sei beschlossene Sache, fraglich sei lediglich der Zeitpunkt, so der Landesvorsitzende Thomas Schwarz (41).
Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz habe bereits mit Herrn Baharifar persönlich gesprochen, der Ton sei „freundlich und respektvoll“ gewesen, man habe „an sich nichts Negatives übereinander sagen können“, so Schwarz weiter.

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Dem illegalen Schächten in Neuss und Umgebung den Boden entziehen

Es sei „fast schon tragisch, dass Herr Baharifar zur Zielscheibe der Aktion geworden ist“, da „er eigentlich, aus seiner Sicht, nur Gutes“ vorhabe: er wolle „dem illegalen Schächten in Neuss und Umgebung den Boden entziehen“, nicht zuletzt „aus hygienischen Gründen“, wie Schwarz erfahren haben will. Aber auch das Geld wolle der Geschäftsmann „lieber in Deutschland ausgeben“, als wenn er aus den Niederlanden und aus Belgien Halal-Fleisch importiert, das dort betäubungslos geschächtet worden sei, anders als es das Tierschutzgesetz in Deutschland verlangt.

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Das absichtliche Töten von Tiere immer kritisch

„Es geht uns nicht primär um die Tatsache, dass hier künftig halal geschlachtet werden soll. Nichtsdestotrotz sehen wir das Schächten mit vorheriger Elektrokurzzeitbetäubung genauso kritisch wie die Jagd oder das Töten der Tiere in einem herkömmlichen Schlachthof“, so der Vorsitzende im Landesverband NRW und Bundesgeneralsekretär der Partei Mensch Umwelt Tierschutz, Thomas Schwarz.

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Straßen-Performance mit Metzger, Jäger, Rind, Hase und Schwein

image001Aktivisten, die verkleidetet als Hase, Jäger, Rind, Metzger, Schwein und Schlachthofarbeiter auftraten, reichlich beschmiert mit Kunstblut, legten eine eindrucksvolle Darbietung hin. Sie wollten damit generell auf die Ausmaße der Gewalt an Tieren aufmerksam machen. Mehrfach formierten die Teilnehmer der Mahnwache sich für diverse Foto-Wünsche. Auch von der Rheinischen Post war ein Fotograf vor Ort. Den Aktivisten selbst schien das Schauspiel mehr als geläufig, die Botschaft eindeutig: Fleisch ist immer Gewalt gegen Tiere, und Gewalt gegen Tiere ist ein Unrecht, wenn es bloß unserem Gaumenschmaus dient!
So kam – natürlich – auch die Frage auf, ob diejenigen, die zur Mahnwache gekommen waren, denn alle konsequent auf Fleisch verzichteten? „Wir leben fast alle vegan. Jedenfalls die, die ich kenne, also die meisten hier“, sagt eine junge Frau, die angibt, Lehrerin an einer Grundschule zu sein.

Eingeladen hatte die Tierschutzpartei sämtliche im Rat der Stadt Neuss vertretenen Parteien (CDU, SPD, FDP, Grüne, Linke, Piraten, Afd, UWG, BIG) – gezeigt hat sich: Niemand. „Wir werten dies als Zeichen des Desinteresses der hiesigen Politik an Themen, die Bürger aufwühlen, verunsichern und die das Potenzial besitzen, Ressentiments zu schüren und sogar Hass zu erzeugen.“, so Thomas Schwarz, der Landesvorsitzende und Bundesgeneralsekretär der Gesamtpartei.
Dass das Halal-Schlachten dieses Potenzial besitzt, hat zuletzt der „Shitstorm“ auf die Supermarktkette „Spar“ in Österreich gezeigt: einige Wiener Filialen hatten testweise Halal-Fleisch angeboten, nach zum Teil hasserfüllten Protesten in den sozialen Netzwerken das Fleisch aber nach wenigen Wochen wieder aus den Regalen genommen und den Verkauf wieder eingestellt. Nun komme dort die Kritik von der anderen Seite: der Konzern sei eingeknickt und habe sich von Halal-Gegnern unter Druck setzen lassen.

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Enorme gesellschaftspolitische Brisanz

Thomas Schwarz

Thomas Schwarz

Dieses Thema hat eine enorme gesellschaftspolitische Brisanz. Dass die Tierschutzpartei sich auf dieses Feld getraut hat, allen Vorverurteilungen für ein solches Engagement zum Trotz, und dass sie zu den anderen politischen Parteien in Neuss den Kontakt gesucht und sogar mit dem Investor der „Fleischversorgung Neuss“ gesprochen hat, das alles verdient jede ehrliche Anerkennung.

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Artikel auf lokalkompass.de

animal-peace im dm-drogerie Markt…

Neues von den animal-peace Tierschutzlehrern

Am Mittwoch, dem 29. Februar 2012, präsentiert sich in der dm-Filiale am Porscheplatz (Rathaus Galerie Essen)  das Projekt „Tierschutz als Beitrag zur Nachhaltigkeit„. Dabei handelt es sich um einen Verbund des Tierschutzlehrerprojektes tierschutzlehrer.com im Rahmen der Lehramtsstudiengänge an der Universität Duisburg-Essen – von der UNESCO ausgezeichnet als Weltdekadeprojekt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ 2010/11 – in Kooperation mit der Tierrechtsorganisation animal-peace Tierhof e.V. und dem Tierschutz Verlag in Essen. Das Beispiel Tierschutz eröffnet im Schulunterricht einen interdisziplinären Blick auf nahezu alle relevanten sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekte gegenwärtiger und zukünftiger Fragen und Probleme von Lebensqualität, Lebensschutz und Erhaltung der natürlichen Lebensräume, sowie des Arten-, Natur- und Umweltschutzes. Diese werden anhand von tierschutz- und umweltbezogenen Bereichen der Schüler handlungs- und lebensweltorientiert thematisiert und im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) vermittelt.


Die Präsentation erfolgt im Rahmen der „Ideen Initiative Zukunft“, einer Kampagne der dm-drogerie Märkte und der UNESCO. Schirmherr für NRW ist BAP-Sänger Wolfgang Niedecken. Ziel ist es, das Thema Nachhaltigkeit in der Öffentlichkeit bekannter zu machen und nachhaltiges Handeln auf ökologischer, sozialkultureller und wirtschaftlicher Ebene zu fördern. Tierschutz an Schulen / im Unterricht leistet dazu einen entscheidenden Beitrag. Die im Rahmen des Wettbewerbs ausgezeichneten Teilnehmer präsentieren ihre Projekte in den Filialen, wo sich interessierte Kunden umfassend zum Thema Nachhaltigkeit informieren können. Diplompädagoge Thomas Schwarz (Universität Duisburg-Essen/ Leiter „tierschutzlehrer.com“) wird zusätzlich zur ganztägigen Infostandarbeit um 11.00 Uhr für eine halbe Stunde selbst an der Kasse der Drogerie arbeiten. Er reiht sich damit in eine Gruppe von 1.800 Menschen ein, die zu Kassierern werden, um in dieser Zeit insgesamt eine Millionen Euro einzunehmen. Mit dem Geld wird dm bundesweit rund 2.000 Nachhaltigkeitsprojekte unterstützen, kündigte das Unternehmen an. Reinhold Kassen, Vorsitzender von animal-peace Tierhof e.V. wird ganztägig am Infostand im Drogeriemarkt das Tierschutzlehrerprojekt vertreten. „Tierschutz und Umweltschutz – beides ist Erziehung zur Menschlichkeit – und somit unverzichtbarer Teil unserer Zukunft!“ kommentiert Reinhold Kassen das gemeinsame Projekt und freut sich auf jede Menge Besucher wie auch Pressevertreter. „Diese Kampagne hat jeden erdenklichen Rückenwind verdient. Wir sind gerne ein Teil davon und stolz darauf“ so Kassen. „die Geschäftsführung von dm hat wiederholt bewiesen, dass Ethik & Moral in großen Unternehmen einen hohen Stellenwert haben kann und muss. Wir freuen uns sehr über diese Möglichkeit mit dm etwas gemeinsam zu erreichen.“

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Unterstützt wird dm dabei von fast dreißig Prominenten, die als Schirmherren in ganz Deutschland die Aktion bewerben. Unter anderem unterstützen Schauspieler Hannes Jaenicke, BAP-Sänger Wolfgang Niedecken, Peter Maffay, TV-Moderator Eckart von Hirschhausen und viele weitere Prominente diese überaus wichtige Kampagne von dm.

Schulprojekt Tierschutz als Beitrag zur Nachhaltigkeit – langjähriges Gemeinschaftsprojekt von tierschutzlehrer.com & animal-peace Tierhof

Als erstes Land in der EU hat Deutschland den Tierschutz ins Grundgesetz aufgenommen und damit zum Staatsziel erhoben. Durch die Ergänzung der Worte „und die Tiere“ in Artikel 20a GG erstreckt sich der Schutzauftrag seitdem auch auf die Tiere. Dem ethischen Tierschutz wird damit Verfassungsrang verliehen. In der schulischen Praxis spiegelt sich diese wesentliche Veränderung bislang kaum oder gar nicht spürbar wieder. Dies soll sich zukünftig ändern.

Das möchte das Projekt vermitteln

Die Beziehung des Menschen zu den Tieren ist von Ambivalenz geprägt, die sich auch im Schulalltag abzeichnet. Im Spektrum von Umwelt- und Naturschutz, Ökologie und Nachhaltigkeit, Gesundheitserziehung und Verbraucherschutzbildung, sozialer und interkultureller Kompetenzentwicklung sowie tierethischen und allgemeinen Wertorientierungen bietet das Projekt die Möglichkeit, Kinder und Jugendliche für einen respektvollen Umgang sowohl mit der Tierwelt insgesamt als auch miteinander zu sensibilisieren. Tierschutz als „Erziehung zur Menschlichkeit“ versteht sich dabei als umfassendes Anliegen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Gewaltprävention und zur Ausbildung von Verantwortung gegenüber Schwächeren.
Tierschutz und alle damit verbundenen Bestrebungen sollen aber nicht als Mittel zum Zweck dienen. Daher ist dem Projekt eine tiefgreifende ethische Dimension immanent. Neben der Vermittlung von Wissen und Fakten über den artgerechten Umgang mit Haustieren kommen auch (Ursachen und Folgen von) Tierquälerei und Möglichkeiten der Prävention sowie die Nutztierhaltung zur Sprache und es werden Alternativen aufgezeigt.

Teilbereiche der Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit kann ihren Anspruch nur erfüllen, wenn diese sich im Lebensalltag der Adressaten wiederfindet und dort auch realisieren lässt, und wenn Kriterien für nachhaltiges Denken und Handeln ökologische, sozial-kulturelle und wirtschaftliche Aspekte aufgreifen. Mit Tierschutzfragen eng verbunden sind daher stets Themen, die Umwelt und Naturschutz, Gesundheitserziehung, Gesundheitsbildung und Verbraucherschutz, Ernährung und Lebensmittelkunde sowie umweltfreundliche Alternativen aufzeigen helfen. In vielen Bereichen, in denen Tiere ausgebeutet werden, richtet diese Ausbeutung und Gewalt sich auch gegen Menschen. Dem gegenüber stehen Modelle des fairen Handels, Produktionsbedingungen im Einklang mit der Natur und faire Beschäftigungsbedingungen und eine Warenwelt mit Alternativen zur tierproduktlastigen konventionellen Ernährung und dem Gebrauchsmittelsektor.

Die nächsten Maßnahmen und Schritte

Tierschutzunterricht und Tierschutz-AGs an Schulen, Vorträge, Erstellung und Verbreitung von Tierschutz-Jugendliteratur („Endstation Tierhof“, ein Roman von Henner Müller). Geplant ist eine öffentliche und medienwirksame Buchvorstellung des Romans, der Tierschutz auf unterhaltsame Weise literarisch vermittelt und Jung und Alt für Tierschutzfragen und ein Tierschutzengagement begeistern soll. Im Wintersemester werden wieder Studierende des Lehramtes an der Universität Duisburg-Essen im Seminar „Konzepte der Werteerziehung“ bei Dipl. Päd. Thomas Schwarz mit grundlegenden Konzepten der Werteerziehung vertraut gemacht. Es besteht die Möglichkeit, die im Seminar erworbenen Inhalte ehrenamtlich in einem berufsrelevanten Praxisfeld zu erproben und im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung im Rahmen von Tierschutz im Unterricht oder einer Tierschutz-AG zu vertiefen. Für dieses so genannte „Service Learning“ erhalten die Studierenden, insofern sie die Voraussetzungen erfüllen, vom Land NRW ein Zertifikat.

So macht das Projekt auf sich aufmerksam

tierschutzlehrer.com – Die Tierschutzlehrer wird durch die gleichnamige Webseite beworben und über die Facebookseite des Tierschutz Verlag Thomas Schwarz wird das Buch „Endstation Tierhof“ beworben. Als Projektträger bewirbt animal peace Tierhof e.V. in Duisburg Tierschutz im Unterricht im kostenlosen Magazin ResQ und über die Webseite sowie über die Medienkoordination Reinhold Kassen.

dm – ein innovatives Unternehmen, welches wie kaum ein anderes Verantwortung übernimmt

Götz Wolfgang Werner ist Gründer und Aufsichtsratsmitglied von dm, dessen Geschäftsführer er 35 Jahre lang war. Werner ist Gründer der Initiative „Unternimm die Zukunft“. Seit dem Jahr 2005 setzt er sich öffentlich für ein bedingungsloses Grundeinkommen in Deutschland nach einem von ihm ab 1982 entwickelten Konzept ein. Die Finanzierung des Grundeinkommens beruht demnach auf der allmählichen Abschaffung der Einkommensteuer und der gleichzeitigen Erhöhung der Mehrwertsteuer als „Konsumsteuer“ auf 100 %. Im November 2005 gründete er dazu die Initiative „Unternimm die Zukunft“. Werner fördert kulturelle und soziale Projekte wie den Hermann-Hesse-Preis, ein Tageszentrum sowie eine Zufluchtsstätte für Straßenkinder in Alexandria, Ägypten und kostenlose Musikkurse für Kinder. Am 16. August 2010 wurde bekannt, dass Werner seine Unternehmensanteile einer gemeinnützigen Stiftung überlässt. (Quelle: Wikipedia) In einem Vortrag «Die Treppe muss von oben gefegt werden» von dm-Gründer Werner geht es um das Denken und das Zusammenspiel von Routine und Innovation. So sagt der heutige dm-Aufsichtsrat: «Die Methode der Innovation ist, dass man das Gewordene hinterfragt, neu denkt, das Neue kreiert und es wieder in das Bestehende integriert.»
So hat dm unter anderem zum Jahreswechsel 2012 vollständig auf Strom aus regenerativen Energien umgestellt. Der heutige dm-Chef Erich Harsch wurde 2011 für sein soziales und umweltpolitisches Engagement mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet. Und auch der Tierschutz ist bei dm integriert wie wohl sonst in kaum einem Unternehmen dieser Art. Die unternehmenseigene Naturkosmetik-Linie „Alverde“ hat ausschließlich tierversuchsfreie Naturkosmetik in höchster Qualität im Angebot und hält die Produktlinie frei von tierischen Inhaltsstoffen (somit für Veganer geeignet).

Auszug Produktanfrage „Alverde-Linie“ dm- Drogerie:

„vielen Dank, dass Sie sich an uns gewandt haben. Ein wesentlicher Grundsatz der dm-Firmenleitlinien ist es, ausschließlich menschen- und umweltgerechte Produkte zu vermarkten. Kein Endprodukt der dm-Qualitätsmarken wird oder wurde an Tieren getestet. Wir versuchen, “sinnvoll für Mensch und Erde” zu handeln. Dazu gehört neben einem sorgsamen Umgang mit den Ressourcen auch ein verantwortungsbewusster Umgang mit allen Lebewesen. Das führt auch dazu, dass wir im Rahmen unserer Möglichkeiten mit darauf hinwirken wollen, Tierversuche zu vermeiden. Lieferanten, die mit dm-drogerie markt zusammenarbeiten, müssen sich deshalb verpflichten, nach internationalen Qualitätsstandards und unter Einhaltung aller gesetzlichen Bestimmungen zu produzieren.
Mit freundlichen Grüßen Ihr dm-ServiceCenter“

animal-peace & dm sind sich einig : Es gibt Nichts Gutes außer man tut es !

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Mehr über die Produktlinie Alverde von dm finden Sie unter:

http://www.dm-drogeriemarkt.de/cms/servlet/segment/de_homepage/alverde_home/alverde_fragen/ 

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Tierschutz-AG überreicht Spende

Den Tieren zuliebe

RHEINE Marion Rudolphi ist überwältigt – fassungslos schlägt sie die Hände vor den Mund. „Darf ich Euch alle umarmen?“, fragt die Vorsitzende der Tierengel Rheine am Samstagmittag dankbar.

In den Arm nimmt sie die Mitglieder der Tierschutz-Arbeitsgemeinschaft des Kopernikus-Gymnasiums. Gerade haben ihr einige der 30 Mitglieder einen Scheck in Höhe von 500 Euro überreicht. Der Betrag ist das Ergebnis einer Sammelaktion in der vergangenen Woche. Dieses Geld können die 13 Mitglieder des Vereins dringend gebrauchen. Seit Oktober 2009 unterstützen sie Halter von Tieren, die es sich nicht mehr erlauben können, diese artgerecht zu ernähren. In der Geschäftsstelle in der Aloysiusstraße 105 geben die Tierengel jeden Samstag von 11 bis 13 Uhr Futtermittel und Sachspenden aus.

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Tolle Resonanz
Torsten Stegemann, Leiter der klassenübergreifenden AG, ist begeistert von der „unglaublichen Resonanz seitens der Schüler“. Nach einer Projektwoche im Oktober wurde die Arbeitsgemeinschaft gegründet. „Wir werden in allen Teilbereichen des Tierrechts und Tierschutzes arbeiten“, sagt Stegemann, der von der Organisation „animal peace“ unterstützt wird. Insbesondere Missstände in Bereichen wie der Massentierhaltung und im Zirkus werden angesprochen.

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Vegetarierin
In logischer Konsequenz beschäftigen sich die AG-Mitglieder auch mit dem Thema Ernährung. Die 13-jährige R. hat ihre Konsequenzen gezogen, sie isst nur noch vegetarisch. „Zuerst waren meine Eltern ein bisschen schockiert“, beschreibt die Schülerin die Reaktion ihrer Eltern, die sich aber inzwischen in Akzeptanz gewandelt hat. Auch Marie ter Horst engagiert sich gerne in der AG. „Tiere sind mir das Wichtigste auf der Welt“, sagt die 14-Jährige, die an diesem Tag das Interview ihres Mitschülers Anh Quan Nguyen mit den Vereinsmitgliedern filmt.
Marion Rudolphi berichtet über Menschen, deren Rente für Tierfutter eigentlich nicht mehr reicht. „Die essen dann selbst nichts und geben es stattdessen ihrem Hund.“
Die Tierschutz-AG ist auch dankbar, dass ihr Engagement von der Schulleitung unbürokratisch und tatkräftig unterstützt wird.

Von Eva Uhlenbrock

Münstersche Zeitung

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Die Tierschutz AG am Kopi

animal-peace Schule

Unsere Tierschutz AG wurde aufgrund der starken Resonanz auf ein Tierschutz- bzw. Tierrechtsprojekt im Rahmen einer Projektwoche im Oktober 2011 gegründet und besteht momentan aus einem festen Stamm von ca. 30 Schülern und Schülerinnen der Klassenstufen 6 bis 13 des Kopernikus-Gymnasiums in Rheine, die allesamt tierlieb sind und sich aus diesem Grund für einen respekt- und verantwortungsvollen Umgang mit unseren Mitgeschöpfen einsetzen.

Zur Zeit treffen wir uns montags um 16 Uhr in Raum 207 oder 303 (ehemaliges Sprachlabor). Da wir als AG insbesondere Schüler ansprechen, die sich aus eigenem Interesse engagieren wollen, gibt es keine Anwesenheitspflicht.

Alle Schüler und Schülerinnen, die unsere AG tatkräftig unterstützen möchten, sind ganz herzlich eingeladen.

Wir freuen uns auf Euch!

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