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Wimp-Interview mit Tierrechtler Reinhold Kassen von ANIMAL PEACE

Wimp-Interview: 

Der prominente Tierrechtler Reinhold Kassen kandidiert am 13. September für den Duisburger Stadtrat!

Als Koordinator von ANIMAL PEACE zählt er zu den Urgesteinen in der Tierrechtsszene. Mit über 27 000 Followern gehört die Seite facebook.com/animalpeace.info zu den größten auf Facebook. Wir haben ihn interviewt!

Tierhaltung ist die moderne Sklavenhaltung

– Wimp: Was hat Sie bewogen, bei den kommenden Kommunalwahlen für den Stadtrat zu kandidieren?

– Kassen: Die Welt ist zu 100 Prozent auf Ausbeutung von Tieren aufgebaut. Wir von Animal Peace verstehen uns als Anwälte der Tiere; gerade auf kommunaler Ebene brauchen zum Beispiel die Veterinärämter wesentlich mehr finanzielle und personelle Unterstützung. Auch hierfür würde ich meine Erfahrungen und Kontakte für die Stadt Duisburg zum Einsatz bringen. So haben wir in den letzten 30 Jahren bundesweit in Zusammenarbeit mit den Veterinärämtern hunderte von Tieren in ein schöneres, angstfreies Leben geführt.

– Wimp: Was meinen Sie mit Ausbeutung?

– Kassen: Tierhaltung ist die moderne Sklavenhaltung. Tierbefreiung, wie wir sie anstreben, beginnt im Kopf und mündet in der Sprache. Das betrifft sowohl die sogenannten ‚Nutztiere‘, wie auch den Umgang mit Wildtieren. Als ehemaliger Bergmann weiß ich sehr genau, wem wir die Tauben in den Städten zu verdanken haben. Auch verwilderte Haustiere sollten den Schutz der Stadt genießen. Denn auch sie gehören zu unserer Gesellschaft.

– Ein besonders schlimmes Beispiel für Feudalismus ist die Sklavenhaltung und Zurschaustellung von Tieren im Zoo. Und als ob das nicht reichen würde, haben wir auch noch den weltgrößten Zooladen vom Hunde am Fließband verkaufenden >Zajac<. Unsere Initiative gegen den Welpendiscount, konnte den Hunde- und Katzenverkauf zwar nicht ganz verhindern, aber durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit arg reduzieren. Wenn wir schon Hunde und Katzen auf diese Art feilbieten, werden wir für die sogenannten Nutztiere auch in ferner Zukunft überhaupt kein Land sehen.

Weltgrößter Welpenhändler ZOO ZAJAC

– Wimp: Denken Sie, dass auch nichtkommerzielle Zoos verboten werden sollten?

– Kassen: es gibt keine nichtkommerziellen Zoos. Das Konzept Zoo ist darauf aufgebaut, fühlende Wesen zu Karikaturen ihrer selbst zu machen. Als Stadtratsmitglied würde ich mich dafür einsetzen, dass der Zoo, die Zeichen der Zeit nutzt, und die vorhandene Infrastruktur auch für echten Tierschutz, zum Beispiel. für die Aufnahme beschlagnahmter Wildtiere verwendet. Es werden nur die Zoos überleben, die in der Lage sind, hier umzudenken und neue Wege zu gehen. Auch die zoologischen Gärten haben sehr viel Geld am Leid der Tiere verdient. Jetzt ist es an der Zeit, auch etwas zurückzugeben!

– Wimp: Die Coronakrise bringt private Tierhalter, ebenso wie Tierhöfe und Tierheime in existentielle finanzielle Schwierigkeiten. Wie wollen Sie das Problem lösen?

– Kassen: Zuallererst müssen wie gesagt die Veterinärämter sowohl privat wie auch städtisch mehr unterstützt werden. Hier sind vor allem finanzstarke Vereine gefordert. Schon vor Corona wurde da zuwenig gemacht. Wir von Animal Peace hatten mit Hilfe des Deutschen Tierhilfeverbands DTV mit unserem Coronaschutzschirm eine Menge Vereine während der Krise unterstützen können.

– Ich konnte im Laufe von über drei Jahrzehnten viele Erfahrungen sammeln, die nützlich sind, Investoren mit ins Boot zu holen: Tierschutzlehrerprojekt, Jugendfarmprojekt, eine Tiertafel, ein Tierrettungsdienst und die Unterstützung vorhandener Stadttiergruppen. Zusätzlich sollten die privaten Stadttiergruppen mit Tierheimen gekoppelt und so auch von städtischer Seite mitfinanziert oder zumindest unterstützt werden. Das Geld darf natürlich nicht den Hunden oder Katzen weggenommen werden, sondern muss zusätzlich bereitgestellt werden.

– Wimp: Was ist ihr größter Wunsch für die Zukunft?

– Kassen: Wissen Sie, ich lebe seit Anfang der 90er Jahre vegan und habe seitdem viele Vegetarier und Veganer mit auf den Weg gebracht. Aber die Welt, in der wir leben, bleibt eine böse, solange die Gesetze nicht angepasst werden. >Andere tragen Brillen, aber ich, ich habe Visionen.< Und deshalb Tierrechte in die Parlamente!

– Wimp: Wir danken Ihnen für das Interview und wünschen Ihnen von ganzem Herzen viel Erfolg bei den Wahlen!

facebook.com/wimp.world


niemand kann etwas für die welt in die er hinein geboren wird und dann wird man obendrein auch noch durch erziehung gebrochen, bis einem das unvorstellbare ausmaß des verbrechens vor den augen verschwimmt.

hier die lösung des problems: verzeiht euch selbst und wechselt die seite,
werdet die unüberhörbare stimme der tiere! ihr schrei nach gerechtigkeit! ich hab’s vor fast 30 jahren getan und ich bereue keinen augenblick.

reinhold kassen