Schlagwort-Archiv: gericht

Ernährungsberatung und Szenearbeit – ANIMALPEACE

Auch die harten Jungs haben ein Recht auf Aufklärung

Kochen ohne Knochen!

In eigener Sache:
Nach unserer Reaktion auf den verschissenen Kackartikel in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG haben wir zahlreiche Anfragen erhalten, wer denn die Gentlemen auf dem Foto seien. Ganz einfach: Die Herren wollten sich über die vegane Ernährung informieren und hatten mich zu sich nach Hause eingeladen.
Wir haben zusammen vegan gegessen, wenn auch die großen Messer und Beile zum Zerschneiden des Tofus für mich etwas gewöhnungsbedürftig waren.

(Wir haben die Herren zu ihrem eigenen Schutz unkenntlich gemacht, damit sie nicht am Ende noch in den Verdacht geraten, in falschen (rechtsradikalen) Kreisen zu verkehren. Wir bitten diesbezüglich um Verständnis).

DANKE! Jäger zu lebenslänglich verurteilt

Polizistenmord in Georgensgmünd

Reichsbürger muss lebenslang in Haft

Ein Jahr nach den tödlichen Schüssen auf einen Polizisten bei einer Waffenrazzia verurteilt das Landgericht Nürnberg-Fürth den Schützen Wolfgang P. zu lebenslanger Haft. Seine Tat werten die Richter als Mord. Der Fall ist ein Wendepunkt im Umgang mit Reichsbürgern.

ca032a279160939660d2e1c26c42126cDas Landgericht Nürnberg-Fürth hat den zur Reichsbügerszene zählenden Wolfgang P. wegen Mordes an einem Polizisten zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Landgericht Nürnberg-Fürth wertete die Tat des 50-Jährigen im mittelfränkischen Georgensgmünd als Mord und zweifachen versuchten Mord. Wolfgang P. hatte bei einem Polizeieinsatz Mitte Oktober 2016 auf Beamte eines Spezialeinsatzkommandos geschossen. Dabei starb ein Polizist, zwei weitere wurden verletzt.

Während die Staatsanwaltschaft sich zunächst noch nicht zu einer möglichen Revision äußern wollte, kündigte die Verteidigung von P. umgehend Rechtsmittel gegen das Urteil an. Verteidigerin Susanne Koller sprach von einem politisch motivierten Urteil. „Uns wurde zugetragen, es bestand eine gewisse Erwartungshaltung der Politik und Behörden über den Ausgang des Verfahrens“, sagte sie vor Journalisten. Das Gericht habe dem offensichtlich nicht stand gehalten. Die Verteidiger hatten auf fahrlässige Tötung plädiert, was eine deutlich mildere Strafe bedeutet hätte.

SEK-Beamte hatten am 19. Oktober des vergangenen Jahres das Haus von P. gestürmt, um ihm seine über 30 Waffen abzunehmen. Denn bei den Behörden galt der Jäger als nicht mehr zuverlässig. Der Angeklagte betrat den Gerichtssaal mit einem Lächeln. Das Urteil nahm er regungslos zur Kenntnis. Der Fall gilt als Wendepunkt im Umgang mit den sogenannten Reichsbürgern. Seither gab es bundesweit zahlreiche Razzien gegen Anhänger der Szene.

Staatsanwalt sprach von Mordplan

Der Fall hat ein Schlaglicht auf die Bewegung der Reichsbürger geworfen, die noch vor rund einem Jahr meist nur Insidern der Sicherheitsbehörden ein Begriff waren. Anhänger dieser Bewegung lehnen die Bundesrepublik, deren Organe und Behörden ab und akzeptieren keine amtlichen Bescheide. P. selbst hatte Anfang 2016 im Einwohnermeldeamt seinen Personalausweis abgegeben.

Staatsanwalt Matthias Held hatte dem 50-Jährigen in seinem Plädoyer vorgeworfen, einen Angriff auf Polizisten von langer Hand geplant zu haben. Aus dem Hinterhalt habe er an jenem Morgen elfmal auf die Beamten geschossen – mit dem Ziel, möglichst viele von ihnen zu verletzen und zu töten. Dem widersprach Anwältin Susanne Koller und kritisierte den Einsatz als „dilettantisch“ und unnötig.

Keine schuldmindernden Faktoren

Als zentral wertete das Gericht vor allem eine Zeugenaussage. Vier Tage vor den Schüssen habe P. beim Pokern in einem FKK-Club einem Zeugen gesagt, er rechne mit einem Einsatz von Polizei und SEK. Dazu habe er dem Zeugen mit ausgestrecktem Zeigefinger gesagt: „Ein paar von denen nehme ich mit.“ Die Aussage des Manns sei absolut glaubwürdig.

Anders als von den Verteidigern behauptet habe P. auch erkannt, dass vor seiner Tür Polizisten standen. Er habe nicht blindwütig drauf los geschossen, sondern ganz gezielt elf Schüsse abgegeben. Von den elf Schüssen sei nach der Beweisaufnahme höchstens einer kein Treffer gewesen. Wie die Richterin sagte, gibt es trotz seiner „sehr ungewöhnlichen, abnormen Gedanken“ bei P. keine Hinweise auf einen schuldmindernden Wahn.

Quelle: n-tv.de , jug/AFP/dpa

 

Jäger zu lebenslänglich verurteilt

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ANIMAL PEACE nur auf der Seite der anderen Tiere. Unverrückbar parteiisch.

Endlich! Jäger Wolfgang P. wurde wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Jahrelang war er straffrei damit davongekommen, Familiengemeinschaften zu zerstören und Leben zu vernichten. Vor einem Jahr hat er dann das falsche Wild zur Beute gemacht. Er hat einen Nacktaffen erschossen, Vertreter der privilegierten Art, quasi einen Feudalherren. Nun sitzt er da, wo er schon längst hätte hingehört. AP

 (wegen diesem Kerl hat uns der Staatsschutz vorgeladen, aber es war sehr schnell klar, wir sind hier auf Seiten der Behörden und jegliche Verfahren gegen uns und die Meinungsfreiheit wurden eingestellt)

Weil recht radikal: ANIMALS FIRST!

Weil recht radikal:

Tierschutzpartei Hamburg distanziert sich von ANIMAL PEACE

image001Nacktaffengedöhns aus Hamburg. Für Nichtspießer und leidenschaftliche Verhaltensforscher und Nacktaffenbeobachter ist das narzisstische Spektakel ja schon ein Brüller an sich, wenn sich der eine Nacktaffe vom anderen Nacktaffen distanziert.

In der Politik erlebt man das ja andauernd, wie sich Politikdarsteller von anderen Politikdarstellern mit dem Brustton selbstgerechter Empörung abwenden. Die Augen empört geweitet und die Stirn in besorgte Falten gelegt, die Mundwinkel leicht nach unten gezogen, dazu das bedächtige Nicken oder Schütteln des Kopfes – die Nummer läuft immer nach dem gleichen Schema ab. Denn folgt mit tragigumflorter Stimmlage das vernichtende Werturteil. Gern lässt der Distanzierer dem Theaterschauspiel noch ein: „Das geht gar nicht!“ folgen.

Man könnte sich freilich ewig damit befassen und dabei Psychologie und Geschichte und Politik und andere Disziplinen bemühen und den alten Tocqueville aus dem Grabe ziehen und zitieren, gleichwohl, es wäre zuviel der Ehre. Das Leben ist eine Komödie für jene, die denken, eine Tragödie aber für jene, die fühlen, sagte einst der Dichter Oskar Wilde und er hat ja so recht damit.

Nun erfahren wir heute aus einem Hamburger Blättchen, dass sich mal wieder die Tierschutzpartei Hamburg von ANIMAL PEACE „distanziert“ hat. Freilich ohne sich auch nur im entferntesten überhaupt mit uns auseinandergesetzt zu haben, geschweige denn, dass die Kippschüler auch nur etwas von unseren Texten und ausführlichsten kindgerechten Erklärungen dazu verstanden haben.

Aber egal: wir mögen das, macht weiter so, es macht Spaß zu beobachten, wie Leute ihren eigenen strukturellen Analphabetismus so frank und frei öffentlich eingestehen und das noch nicht einmal merken. Sowas erledigt der Lauf der Revolution ohnehin von ganz allein, da müssen wir uns nicht abrackern und in Niederungen herablassen. Die Dumpfbacken, die sich von diesem denunziatorischem Geraune beeindrucken lassen, sind für die Befreiung der Tiere ohnehin bedeutungslos.

„Rechtsradikal“ seien wir, behaupten sie zum wiederholten Male (Propagandamotto: Wenn es an inhaltlicher Kraft gebricht, muss man die Frequenz erhöhen), und damit haben sie ja recht, nur schreiben sie es falsch, denn das heißt im korrekten Deutsch „recht radikal“ und wird ohne „s“ und auseinandergeschrieben. Kapiert?

Natürlich stecken dahinter billigste dreckschleudernd-verleumderische Machtkämpfchen, über die sich auszulassen echt nicht lohnt. Nacktaffenkrimskrams halt. Für uns uninteressant. Es macht auch keinen Spaß, dauernd den Oberlehrerzeigefinder herausklappen zu müssen.
Und deshalb – aus faktischen wie strategischen Gründen und aus denen der Selbstachtung heraus – heißt es bei uns: ANIMALS FIRST !!!

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LET´S MAKE THE ANIMALS GREAT AGAIN!

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Hamburger Wochenblatt – Jan Zobel

Tierschutzpartei Hamburg distanziert sich von Animal Peace sowie der Ratsfraktion Düsseldorf und begrüßt Maßnahmen des Bundesvorstandes

 

 

Pohlmann wird wieder durchs Dorf getrieben

Landgericht prüft Zulassung der Anklage

Pohlmann wird wieder durchs Dorf getrieben

Pohlmann

Pohlmann-Prozess Oldenburg

Es ist nichts Neues, wenn Massen- und Serienmördern der feigsten und übelsten Sorge Schwierigkeiten gemacht werden. Das hat augenauswischende Alibifunktion, das Entsetzen der Bevölkerung kann sich an Sündenböcken abarbeiten. Neulich traf es den Schweinehitler Stratmann. Nun ist Stefan Pohlmann dran, er soll mit Salmonellen auf unschuldige Verbraucher losgegangen sein, einer starb sogar daran.

05-08-2006-03-08-10_0014In den 90ern erwischte es schon seinen Vater, den größten „Eierproduzenten“ Europas, Anton Pohlmann. Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium hatte den Hühnerhitler mit einem Tierhaltungsverbot belegt, nachdem der „Geflügelzüchter“ aus Südoldenburg rund 200 000 Legehennen qualvoll ermordet hatte. Um die von Salmonellen befallenen Tiere umzubringen, ließ Pohlmann einfach Lüftung, Tränken und Futtereinrichtungen abschalten.
Pohlmann überschrieb seine Betriebe an den Sohn. Der ging dann allerdings mit ihm in den Knast, weil er fünf Millionen milbenverseuchte Hühner mit Nikotinsulfat besprühen ließ und dabei der Arbeiter schweren gesundheitlichen Schaden nahm. Der alte Pohlmann ging dann zum Foltern ins Ausland. (Übrigens in die USA, da kennt man sich aus und in Utah liegt auch das Guantanamo der Hühner, es ist dort völlig rechtfreier Raum fürs Vogelfoltern).

 

Rinderwahnsinn- Süddeutsche Zeitung

Zuchtbulle? Freiheitskämpfer? Mörder?

Ein Rind aus Nümbrecht bei Köln sorgt für Streit.

Wer das macht, schadet dem „seriösen“ Tierschutz massiv

  • Ein Bauer in Nordrhein-Westfalen wird von seinem Zuchtbullen angegriffen und sirbt dabei.
  • Auf der Facebook-Seite einer Tierschutzgruppe bejubelt eine radikale Veganerin das Verhalten des Tieres.
  • Jetzt haben die Witwe des Bauern und andere Landwirte Anzeige wegen Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener erstattet.

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(Foto: Charles McQuillan/Getty Images)

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Als der Sohn am Abend den Stall betrat, um die Kühe zu melken, fand er dort seinen toten Vater. Der 61 Jahre alte Landwirt aus Nümbrecht bei Köln hatte am Nachmittag des 8. Januar eine Schiebetür reparieren wollen, heißt es später im Polizeibericht. Dabei habe ihn sein Zuchtbulle tödlich verletzt. Der 18-jährige Sohn und die Mutter hatten den Mann noch nicht bestattet, als ein anderer Landwirt aus der Nachbarschaft im Internet eine zweite bestürzende Entdeckung machte.

Auf Facebook las er von einer Tierrechtsorganisation namens Animal Peace, die den Todesfall als Befreiungsakt des Hausrinds bejubelt. „Ein dreijähriger Bulle hat nahe Köln seinen Sklavenhalter angegriffen und tödlich verletzt“, stand dort. Und: „Wir verneigen uns vor dem Held der Freiheit. Mögen ihm viele weitere Rinder in den Aufstand der Geknechteten folgen.“

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Silke Ruthenberg hat diese Worte auf die alarmrote Website der Tierrechtsorganisation getippt. Sie ist die Vorsitzende von Animal Peace, einer Organisation, die Mitte der Achtziger von autonomen Tierrechtlern gegründet wurde und zu ihren besten Zeiten nach eigenen Angaben mehr als 30 000 Mitglieder hatte. Heute sind es noch gut 5000. Die Aktivisten werben dafür, vegan zu leben und den menschlichen Grundrechten nachempfundene Tierrechte einzuführen. Ihre Bullenhuldigung hat nun weniger eine Debatte darüber entfacht, was Tierhalter dürfen, sie hat vielmehr die Frage aufgeworfen: Wie weit dürfen Tierschützer gehen?

Denn von Ruthenbergs Strategie, auf diese Weise Aufmerksamkeit zu generieren, haben sich selbst Tierschützer rasch distanziert. „Den Tod eines Menschen darf man auch für die Rechte von Tieren nicht nutzen“, sagt eine Peta-Sprecherin auf Anfrage. „Wer das macht, der gehört nicht in die Reihen des seriösen Tierschutzes, der schadet dem seriösen Tierschutz massiv“, teilte der Deutsche Tierschutzbund mit.

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Einen Gang zugelegt in Sachen Provokation

Silke Ruthenberg triumphiert dennoch – oder gerade deshalb. In den Neunzigerjahren galt sie als Star der Veganerszene – zu einer Zeit, als Vegansein noch mehr Politik und weniger Lifestyle war. Tierrechtsbewegungen waren damals in Deutschland seit etwa zwei Jahrzehnten aktiv, und Ruthenberg wusste, dass man für die Sache am besten mit heftigen Bildern kämpft.

Sie kippte Kunstblut vor Pelzgeschäfte, kettete sich im Münchner Tierpark nackt an den Zaun des Gorillageheges und dekorierte eine Frankfurter Konsummeile mit toten Hühnern aus der Legebatterie. Als dann vor fast zwölf Jahren ihr Sohn geboren wurde, ihr kleiner Welpe, wie sie sagt, verzichtete sie zwischenzeitlich auf das Engagement. Jetzt aber ist sie zurück. Und sie kennt die Mechanismen, wie die öffentliche Aufmerksamkeit funktioniert; sie weiß, dass sich ihre alten Bilder etwas abgenutzt haben. Deshalb hat sie in Sachen Provokation noch einen Gang zugelegt.

Am Telefon spricht Silke Ruthenberg hochfrequent und euphorisiert. „Ich habe meinen Gesinnungsgenossen immer gesagt: Blut und Federn, der ganze Foltervoyeurismus sind so was von out! Das haben die Leute schon vor 20 Jahren gesehen.“ Außerdem sei sie wahnsinnig genervt davon, dass Veganer heute nur noch Rezepte austauschten. Eine politische Debatte müsse wieder her.

Auch ihre Kollegen fahren starkes Geschütz auf. Als Ende vergangenen Jahres ein Bauernhof im Landkreis Cham in Flammen stand und die Feuerwehr beschloss, 13 Rinder nicht mehr aus dem brennenden Stall zu retten, um keine Menschenleben zu gefährden, erstattete Peta Strafanzeige gegen die Tierhalter.

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Anzeige wegen Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener

Die doppelt gebeutelte Familie des toten Landwirts aus Nümbrecht hat sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. In ihrer Ortschaft haben private Fernsehsender Kameras aufgestellt und Nachbarn befragt.

Einer, der dort seine Fassung als einer der ersten wiedererlangt hat, ist Helmut Dresbach. Er ist Vorstand der Kreisbauernschaft Oberberg, in der auch der verstorbene Landwirt Mitglied war – und ein Bekannter der Familie. Er hat im Namen seiner Organisation und der Witwe vergangene Woche Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Köln erstattet. Paragraf 189 Strafgesetzbuch: Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener.

Den Tod eines Menschen für irgendwelche politischen Zwecke zu instrumentalisieren, einen für artgerechte Tierhaltung ausgebildeten Landwirt als „Sklavenhalter“ zu bezeichnen, sei widerwärtig, sagt er. Seine Stimme bebt, er ist wütend. Wie die Tierhaltung des verstorbenen Landwirts aussah? Ein Oberbergischer Familienbetrieb, sagt Dresbach. Die Rinder kommen auf große Weideflächen, bestes Gras. 70 Kühe gehören der Familie, ein eher kleinerer Milchviehbetrieb. „Plus der Bulle“, sagt Dresbach. Dann schweigt er.

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Die Sache mit den Hinterbliebenen ist das Einzige, was mir keinen Spaß macht.“

An dieser Stelle könnte man über die Frage sprechen, wie schwierig es ist, temperamentvolle Zuchtbullen zu halten – und ob dabei Fehler gemacht wurden. Man könnte fragen, warum sich in den vergangenen Monaten Berichte über Attacken durch Rinder auf Menschen in den Schlagzeilen zu häufen schienen. Man könnte fragen, wie tierfreundlich selbst hochmoderne Ställe in Deutschland sind. Aber nichts davon sollte aufgrund einer menschlich fragwürdigen Aktion wie der von Animal Peace passieren. Stattdessen wird ein Gericht klären müssen, wie der zweifelhafte Kommentar im Netz zu bewerten ist. Und man wird sich wappnen müssen für immer drastischere Bilder und Botschaften, mit denen Tierschutzaktivisten für ihre Sache kämpfen.

Was Silke Ruthenberg der Witwe und ihrem Sohn sagen würde, wenn sie ihr vor Gericht begegneten? Einen Moment lang ist es still am anderen Ende der Leitung. Dann sagt sie: „Die Sache mit den Hinterbliebenen ist das einzige, was mir keinen Spaß macht.“ Sie sagt aber auch, dass das nicht in ihrer Verantwortung liege, sondern im Bereich derer, die nun rechtliche Schritte einleiten. Denn am Dienstag teilte auch die Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft mit, sie habe Anzeige erstattet.

All das aber sieht Ruthenberg gelassen. Sie ist schon Dutzende Male für ihre Aktionen vor Gericht gestanden. „Wenn ich damit ein paar Veganer weg von Zucchini-Spaghetti-Rezepten hin zu den eigentlichen politischen Themen bewege, wird es mir eine Freude sein, wieder einmal vor Gericht zu stehen.“

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