Schlagwort-Archiv: attila hildmann

Attila Hildmann vs. Polizei Berlin – SPIEGEL ONLINE

Stress im Straßenverkehr

ANIMALPEACE weiß:

Das Ganze lief natürlich völlig anders ab,als die Polizei Berlin schreibt.
Etwa so: „Zeigen Sie uns bitte Ihre Fahrzeugpapiere. Führerschein.“
Hildmann: „Zeigen Sie mir bitte Ihren Mageninhalt. Waaaaas??? Sie haben Tiere gefressen? Idiot! Hast Du nichts besseres zu tun?“
Das Rest ist bekannt.
Die Kannibalen sind nun heulen gegangen und haben legalistisch das Gesetzbuch vorgezeigt, in dem steht, dass man sie wegen ihrer Artzugehörigkeit zu den Nacktaffen nicht als „Idiot“ bezeichnen darf, andere aber wegen ihrer Artzugehörigkeit (Schweindi, Muhkuh, Hühnchen) freiheitsberauben, foltern, morden und auffressen darf. Und weil sie nie ein Wort von Kant gelesen haben, wissen die Kannibalen nicht, dass der Legalisimus als ethisches Prinzip nichts taugt und kommen nun mit der Seltsicherheit der Ahnungslosen mit einem feudalistischen Gesetzbuch um die Ecke.
Im übrigen: Veganer dürfen natürlich nicht als Idioten bezeichnet werden, aber die respektieren ja auch Lebens- und Freiheitsrechte.

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Vegan-Koch Attila Hildmann verliert Steak-Wette

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SPIEGEL ONLINE

Stress im Straßenverkehr…

Vegankoch Attila Hildmann vs. Polizei Berlin

Ärger in Berlin: Attila Hildmann hat sich offenbar mit der Polizei angelegt, nachdem er einen Strafzettel kassiert hatte. Dem Vorfall folgte ein heftiger Schlagabtausch auf Facebook.

Attila Hildmann schrieb – ebenfalls auf Facebook -, dass es sich bei dem Porschefahrer um ihn gehandelt habe. Und schilderte seine Sicht der Dinge in einem erbosten Text. Er habe nicht im Halteverbot gestanden und seinen Wagen umgeparkt, als seine Küchenchefin ihn darauf hingewiesen habe, dass er gerade ein Knöllchen bekomme. Als die Polizisten auch mit dem Parkplatz nicht einverstanden gewesen seien, habe das Auto zu seinem Stellplatz fahren wollen – und sei von fünf Streifenwagen mit elf Polizisten abgefangen worden.

„Man zerrte mich aus dem Wagen, legte mir Handschellen an, und ich empfand das als unverhältnismäßig und wehrte mich, es folgten Würgegriffe“, schreibt Hildmann. Er sei wie ein Schwerstkrimineller behandelt worden wegen einer Ordnungswidrigkeit. „Mach so weiter und du landest gleich auf dem Asphalt“, habe ein Polizist ihm gedroht. Er habe keinen der Beamten als Idioten bezeichnet, sondern sie lediglich geduzt – das sei als Beleidigung aufgefasst worden. Er habe einen Drogentest machen müssen, der negativ gewesen sei.

Die Polizei schrieb auf ihrer Facebookseite über den Vorfall – allerdings ohne einen Namen zu nennen. Am Donnerstag hätten Beamte einem Falschparker einen Strafzettel geschrieben, als ein Porschefahrer – offenbar Hildmann – sein Auto ebenfalls ordnungswidrig abstellte und die Polizisten beschimpfte, unter anderem mit den Worten „Idiot, hast du nichts Besseres zu tun“. Dann sei er mit seinem Porsche geflüchtet, kurz danach aber von mehreren Streifen aufgehalten und festgenommen worden.

Der Mann habe die Polizisten weiter beleidigt und Widerstand geleistet. Die Beamten hätten ihm Handschellen angelegt und Strafanzeigen wegen Widerstands und Beleidigung aufgenommen – außerdem habe es einen Bericht an die Fahrerlaubnisbehörde gegeben. „Zu prüfen bleibt, ob der Mann aufgrund seines Verhaltens geeignet ist, künftig am Straßenverkehr teilzunehmen“, heißt es in dem Text weiter.

SPIEGEL ONLINE

 

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Muss das Kalb zum Schlachthof oder gibt’s ein Happy End? – TAG24

Danke, Attila!

Endlich: Hildmanns Kälbchen ist gerettet

Vier Monate nach dem Missbrauch eines Kälbchens als Werbegag durch und für Attila Hildmann ist „Daisho“ gerettet. Hildmann hat für das Mädchen über 2200 Euro an Lösegeld bezahlt und ihm damit das Leben gerettet. Vor wenigen Tagen wurde sie auf den Lebenshof „Wilde Hilde“ gebracht, wo sie mit anderen geretteten Todeskandidaten ein Leben in Freiheit und Würde verbringen kann.
Für die Werbeaktion im Oktober 2017 hatte Hildmann einem Bauern nach eigenem Angaben 500 Euro in die Hand gedrückt, auf dass dieser ein Kälbchen vor Attilas Imbissbude vorfuhr. Der Veganer wollte mit dieser Aktion demonstrieren, dass für ein Steak ein Tier sterben muss und dass er nicht bereit ist, um eine verlorene Wette dieses Opfer zu bringen. Tierschützer und Attilajünger hatten die Aktion gefeiert, ANIMAL PEACE gehörte zu den wenigen, die die Aktion sachlich scharf kritisiert hatte:

Kälberkönig Attila – Oder was das Tierrecht von Hildmann lernen kann. Und was nicht.

Hildmann hat es verraten: Vegangott hat das Kälbchen nur als Mittel zum Zweck benutzt


Nun also ist das Mädchen frei und von uns gibt es diesmal einen uneingeschränkten Applaus ohne Wenn und Aber. Danke, Attila!

PS: Nur: Was ist mit der Ziege? Bitte vergiss sie nicht!

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TAG24

Nach verlorener Steak-Wette des „Veganators“:

Muss das Kalb zum Schlachthof oder gibt’s ein Happy End?

Berlin – Foto-Termin mit Kälbchen und „Wutburger“: Der vegane Koch und TV-Promi Attila Hildmann (36) hat mit einer Einladung zum Testessen in seinem Berliner Imbiss Ende Oktober einigen Medienrummel ausgelöst, wie TAG24 berichtete.

Anlass der Aktion war eine Gastrokritik des Tagesspiegels, der die Snackbar verrissen hatte. Darüber hatte sich Hildmann lautstark und werbewirksam geärgert.

Vor dem Testessen hatte der selbsternannte „Veganerkönig“ versprochen, live vor der Kamera ein Steak zu essen, falls seine Burger den Journalisten schlechter schmecken als die Fleischburger. Von der Presse gab es laut Hildmann gute Noten, aber die Mehrheit bevorzugte weiter die Fleischvariante.

Daraufhin posierte er mit einem Messer vor dem Imbiss, hinter ihm ein Anhänger, in dem ein Kälbchen war. „Wer bringt das Tier um?“, fragte Hildmann. Er wollte demnach nur ein Steak essen, wenn jemand das Kälbchen dafür tötet. Das passierte nicht und so aß er trotz verlorener Wette kein Fleisch.

Doch was wurde eigentlich aus dem kleinen Kälbchen? Der 36-Jährige lieferte auf Instagram nun jüngst die Antwort selbst: „Es kommt auf einen Gnadenhof, ich habe es für 2214 Euro (so viel kostet also ein Leben) freigekauft!“, schrieb der vegane Koch.

„PETA Deutschland hat einen Gnadenhof organisiert, wir bringen es dort in den nächsten Tagen gemeinsam hin!“, ergänzt Hildmann über das glückliche Ende einer verlorenen Wette.

TAG24

Mittel zum Zweck – Silke Ruthenberg

Hildmann hat es verraten:

Vegangott hat das Kälbchen nur als Mittel zum Zweck benutzt

In diesem Jahr jährt sich die Oskarverleihung für das „Leben der Anderen“ als bester fremdsprachiger Film zum 10. Mal. Das Melodram (Kulisse ist die ehemalige DDR) demaskiert auf eindringliche Weise, wie im Dunstkreis von Ideologie die einzelnen Darsteller doch nur ihre persönlichen Ziele verfolgen.
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Diese Muster, die in diesem Film gezeichnet werden, die Muster von Ehrgeiz, Macht und Gier, Verrat, Mißtrauen, Feigheit und Sehnsucht nach dem Guten lassen sich lückenlos auf die Vegane Welt übertragen. Letzte Woche spielte sich in dieser Veganen Welt eine Szene wie aus dem Drehbuch des genannten Films ab: Attila Hildmanns medial durchschlagende PR für seine vegane Frittenbude. Die Reaktionen bewegten sich zwischen gewohnter Ächtung seiner verbalaggressiver Art und Infragestellung seiner Person und Glaubwürdigkeit – reduzieren ihn und sein Anliegen also auf die Rolle eines Borderliners – und blinder Groopie-Begeisterung für Hildmanns Tierschutzaktion, die tatsächlich gar keine war. Ich wiederhole mich nicht gern, wer es lesen und verstehen will, der lese hier: Kälberkönig Attila – Oder was das Tierrecht von Hildmann lernen kann. Und was nicht.
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Nun hat sich der Medienstar, schneller als gedacht, selbst entlarvt. Um im Bild von „Im Leben der Anderen“ zu bleiben: Hildmann wollte mit seiner PR-Aktion die Rolle des Stasi-Hauptmanns Wiesler einnehmen, der lange eisenhart und erfolgreich seine Ziele verfolgte, bis er eines Tages den „Guten Menschen“ in sich entdeckt und in Folge seine schützende Hand über ein Künstlerpaar im Fadenkreuz der Stasi hielt. Mit seiner eigenen „Sonate vom Guten Menschen“ hat Hildmann es aber nur in die Rolle des zynischen und schmierigen Kulturministers Bruno Hempf geschafft, der sich im Filmstück auf der Rückbank des Dienstwagens an der schönen Schauspielerin Christa-Maria Sieland schnaufend vergreift, die sich zum Sexobjekt degradieren lässt, um sich dadurch den Segen des Systems als Theaterdarstellerin zu sichern. Hildmanns Opfer, das er als Stilmittel und Staffage benutzte, hatte noch nicht einmal eine theoretische Wahl, ob es den Kopf hinhält, damit ein Vegandarsteller sich moralisierend zum Guten Menschen erklären kann. und es hatte keinen Vorteil davon, noch nicht einmal dafür hat es beim Selbstinszenierer gereicht.
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Das Schicksal des kleinen, bildhübschens Kälbchens, nennen wir es Christa, kann nun als geklärt betrachtet werden. Attila Hildmann hat in einem Interview vom Wochenende die Kardinalfrage „Woher kamen Kalb und Ziege, und wohin gingen sie danach?“ beantwortet in einer so zynischen Form, die ich ihm trotz meiner Kritik an der Aktion nicht zugetraut hätte. Eine deutlichere Bestätigung hätte ich mir nicht wünschen können… wenn es nicht so unendlich traurig wäre.
Hildmann hat das Kälbchen mit seiner Aktion nicht nur verdinglicht, wie ich beschrieb und erklärte und was niemals der Sache der Tiere dienen kann, es sei denn, man glaubt daran, den Teufel mit dem Belzebub austreiben zu können. Hildmann hat mit dem Kälbchen auf dem Hänger, diesem bildschönen Sklavenwesen mit seinen dunklen Samt- und Seelenaugen, genau das gemacht, was der fette Bruno Hempf auf der Rückbank mit der schönen Schauspielerin tat. Er hat es benutzt wie ein Stück Vieh… für sich. Und nur für sich und seiner Sonate auf sich selbst als guter Mensch, der nicht töten will und kann. Im Dunstkreis einer Ideologie hat Hildmann nur sein eigenes Ding gemacht. Und eine blinde, taube Schar spendet ihm dafür Applaus, anstatt das Kälbchen zum Gott zu erheben. Was noch für manche wohl noch zu abstrakt war, was ich da schrieb von der Verdinglichung des Kalbes, hat Hildmann nun selbst bestätigt, mit einem einzigen Satz in einem 25minütigem Interview als Fakt bestätigt, was zuvor noch reine Theorie war. Dieser Satz lautet:
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„Ich bin am Tag davor zu nem Bauern gefahren und hab gesagt: Komm, hier sind 500 Euro, komm vorbei mit nem Tiertransport quasi und lad mir dieses Kalb auf.“
Unbenannt
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Die Aktion von Attila Hildmann war eine Lüge. Ein Verrat.
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Und wer rettet nun Christa vor diesem falschen Vegangott? Um Christas Willen? Und für die Glaubwürdigkeit der großen veganen Idee, wie sie einst gedacht war? Hildmann kann ja dann die Patenschaft übernehmen, den Hunderter im Monat wird er doch wohl übrig haben, auch, um sich selbst zu retten. Es ist nie zu spät, ein Guter Mensch zu werden.

Narzissmus ist die Leitstörung unserer Zeit – Silke Ruthenberg

Kälberkönig Attila Oder was das Tierrecht von Hildmann lernen kann.

Und was nicht.

22883735_281813715659833_676067262_oNarzissmus ist die Leitstörung unserer Zeit. Das bedeutet für die erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit, dass man ihn eben maximal bedienen sollte – gern auch mit soziopathischer Überspitzung – oder einen echten Kontrapunkt dazu setzt.
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Vegankoch Attila Hildmann hat sich seit jeher für die erstere Methode entschieden und füllt diese Rolle mit Bravour aus. Ein entsprechender, gesellschaftsspiegelnder Grundcharakter wird ihm hierbei eine große Hilfe sein, es sei ihm vergönnt. Wenn es denn der Sache dient.
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Nun hat der Promiveganer wieder einen PR-Knaller geleistet, der alle Elemente des Narzissmus aufweist und bei dem es lohnt, genauer hinzuschauen.
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Die Geschichte ging so: Eine narzisstische Nacktäffin, die Fressen&Schreiben zu ihrem Geschäftsmodell gemacht hat, schreibt eine gehässige Kritik über Attila Hildmanns
Vegane Frittenbude. Attila Hildmann empört sich darüber auf seiner facebookseite (immer noch unangemessen freundlich, wie ich persönlich finde), natürlich regt sich die narzisstische Spießerwelt auf und mokiert sich über Stilfragen und „böse“ Wörter wie „Kackartikel“ und die „Drohung“, der Lohnschreiberin die Pommes in die „Wannabe-Journalistinnen-Visage” zu stopfen. Der gemeine Spießer trägt ja keine Werte in sich, sondern nur etwas, was so tut als ob: Anstandsregeln. Da klammert er sich fest mit unerbittlicher Vehemenz.
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Mit diesem erregten Ping-Pong jedenfalls wird das Thema ein Öffentliches und die mediale Welt reagiert beitgestreut. Attila Hildmann läd daraufhin zum kostenlosen Probefressen die Lohnschreiber in seine Frittenbude. Die Einladung verbindet er mit einem Foto von sich mit einer auf den Betrachter gerichteten Pumpgun, auch das eine prächtige Vorlage für die Spießerwelt, zumal es mit einer latenten Drohung verbunden ist, diesmal nicht komplett auszurasten, so er denn nur von “Scheiße” verschont wird. Genau so braucht es der verheuchelte Spießbürger. Der Schowaschgang ist unangemessen bei dem dreckigen Charakter. Bravo!
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Eine Strafanzeige lässt nicht lange auf sich warten, angeblich muss Hildmann sofort bei der Polente vorsprechen. Piefige Reaktionen indess aus der Szene. StärksterVeganervonWelt Partik Baboumian, der sonst Besseres zu bieten hat, kommentiert pfeilgrad am Thema vorbei: „Das schöne Gefühl morgens aufzustehen und zu wissen, dass man Journalisten nicht mit einer Pumpgun drohen muss, um zu verhindern, dass man von der Presse vergessen wird. Unbezahlbar!“ Wobei der starke Patrik womöglich sogar in Sachen Motivation und Antrieb ins Schwarze getroffen hat, aber es ist eben nicht das Thema, nicht der Rede wert. Und als hätten – abgesehen davon – es die ganzen tierfressenden Schlechtschreiber nicht verdient, mal eine kraftvolle Antwort zu bekommen für ihren in Druckerschwärze gegossenen Zynismus gegenüber den Opfern im Dunkel der Katakomben. Und für ihr Schweigen. Und für gehässige Urteile über vegane Frittenbuden, die gar nicht so ölstinkend und schwitzig und labberig daherkommen können, um die üblichen Leichenbratereien in Geschmacklosigkeit und noch ganz Anderem zu überbieten. Das mäkelige Urteil über einen Laden, der sich hält in einer massenmordenden Mafiawelt ist an sich schon so ungeheuerlich, dass man Attila Hildmann – böseböse – noch einen Zacken mehr Erregungsfähigkeit wünschen würde. Für die Sache. Was hat jemand eigentlich verdient, der über vegane Mayo mäkelt, es ginge es um Geschmacksfragen und nicht um Leben und Tod? Berufsverbot?
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Leider hat die geniale PR von Hildmann auch eine Schattenseite. Der Kenner wusste es in dem Moment, als Attila Hildmann mit seiner Einladung an die Journalisten das Versprechen verknüpfte, ein Steak zu essen, sollte die Mehrheit der Journalisten nach dem Konsum seines veganen Burgers die Fleischvariante weiterhin bevorzugen.
Die Geschichte geht dann nämlich weiter. Die Journallie rückt also in Scharen an und frisst… offenbar durchaus mit gutem Appetit. Aber weil die bezahlten Schreiberlinge, deren Lebensgeschäft der Skandal und die Unterhaltung ist, eben noch nicht mal den Anstand im Leib haben, den Gastgeber nicht zu kompromitieren, geschweige denn Moral, sagt die Mehrheit von denen erwartungsgemäß nach dem Verdauungsrülpser, dass ihnen der Burger mit totem Tier drin dann doch besser schmecke. Man braucht ja die Story.
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Dass Attila Hildmann es sich nicht leisten kann, nun ein Stück Leiche herunterzuwürgen und sich damit als “guter Verlierer” zu zeigen, dürfte allen vorher klar gewesen sein. Die interessante Frage war ja nun, wie er sich aus dem Wetteinsatz herauswindet. Und hierfür waren dann die Tiere gut genug. Hildmann zeigt Foltervideos von Nutztieren, Ein paar Tränchen rollen, schließlich ginge es ihm, Attila dem Veganerkönig, um die Tiere. Und ums Klima (Tiere reicht ja nicht). Dann schließlich lässt er einen Transporter vorfahren mit einer Ziege und einem Kälbchen, hinter Gitterstäben auf der Ladefläche. Er bietet den Journalisten ein Messer an: sie sollen das Steak schlachten, dann würde er es essen. Ende der Geschichte.
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Dieses Finale wird unter vielen Tierschützern nun als großer Coup gefeiert, während die Medien weiter herummäkeln, die Hildmann-Botschaft, ihm ginge es um die Sache, nimmt man ihm so recht nicht ab.
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Als wäre es überhaupt von irgendeiner Relevanz, inwieweit Hildmanns Tun und Lassen glaubwürdig ist oder von Selbstbezogenheit und Geschäftssinn getragen. Zweifellos war es ziemlich die einzige Möglichkeit, mit den Tieren um die Ecke zu kommen, um von der Rolle der beleidigten Tofuwurst wieder runterzukommen, die er sich mit seiner empörten Reaktion auf Kippenbergers Restaurantkritik eingehandelt hatte. Möglicherweise waren die feuchten Augen beim Abspielen der Foltervids auch Krokodilstränen oder Selbstinszenierung, aber wer will´s wissen? Bisher hat sich Attila Hildmann noch nicht mit Äußerungen über Tiere hervorgetan, die mehr waren als Binsenweisheiten, bei denen die Zustimmung des Mainstreams sicher ist. Lange Zeit kam er ohne Tiere aus, als es darum ging, vegane Kochbücher zu vermarkten. Moral vermasselt das Geschäft, das wird der Grund gewesen sein, die Masse will narzisstisch bedient werden. Nun wo der Rubel rollte braucht man sie, um mit Substanz zu unterfüttern, was Lifestyleveganismus auf Dauer nicht leistet.
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Entscheidend ist dabei: es spielt überhaupt keine Rolle, schon weil alle Spekulationen immer eine Mutmaßung bleiben. Hinter Stirnen kann niemand blicken und womöglich kennt sogar Attila Hildmann den wahren Grund fürs Ausrasten und Weinen nicht, es lebe das Unterbewusstsein und Siegmund Freud lässt grüßen. Jede Spekulation, die Hildmanns Innenleben zum Thema macht, ist per se respektlos und überdies vollkommen sinnlos. Und selbst wenn man ihm selbstsüchtige Absichten unterstellen möchte, so hat eben sein Narzissmus für eine Menge PR gesorgt, kostenlose Megawerbung für seine Frittenbude, es sei ihm vergönnt, wem, wenn nicht ihm, so viel mehr doch als all diesen Kadaverbrutzlern und Leichenschändern in diesem Milieu, wo keine Menschlichkeit wohnt, wie Theodor Storm mal treffend feststellte. Und nebenbei ist der Begriff „vegan“ auch wieder überall zu lesen. Das Geschäft mit der Werbung ist ein dreckiges und oberflächliches.
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So what? Als ginge es nicht um viel Größeres. Das Verwerfliche ist etwas anderes: Attila Hildmann hat eine schmutzige Werbekampangne lanciert, weil sie auf den Knochen der Opfer betrieben wurde. Nur das kann man ihm vorwerfen, aber das ist entscheidend. Er hat die Tiere benutzt für seine Frittenbude und für sein Image. Wer das umdeutet als Tierschutz – oder gar als Tierrechtsaktion – hat nichts verstanden vom Wert und der Würde der Tiere.
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Grundsätzlich: Wer PR für Tiere machen will, darf alles. Alles. ALLES! Er darf auch psychisch, geistig und sonstwie fragwürdig sein wie er will. Es hat uns nichts anzugehen und tatsächlich ist es Hildmann hoch anzurechnen, dass er vegan rausgeholt hat aus dem piefigen Mief. Vegan für Azzlacks ist wunderbar, weil Tiere auch nicht von Azzlacks gefressen werden wollen. Wir müssen alle Sprachen sprechen, um alle zu erreichen. Und jede neue Sprache verdient Applaus und keine Ächtung. Soviel zur Strategie. Hildmanns Aktion ist fragwürdig nicht durch die Stilmittel sondern durch die ausgedrückten falschen Werte der Gesellschaft, die auf den Knochen der Tiere lebt.
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Hildmann hat die Tiere als Mittel zum Zweck benutzt. Dabei ist es einzig und allein die Verdinglichung von fühlenden und denkenden Personen, die die geistige Grundlage schafft, die das Verbrechen erst möglich macht. Eine PR, die den Tieren dienen soll, darf nicht die Mechanismen des Verbrechens in sich tragen. Wenn ich die Leiche eines Tieres zum Wetteinsatz mache, verdingliche ich das Opfer zu einem Objekt eines Pokereinsatzes. Das ist eine reine Verhöhnung des Opfers. Dies nicht geleistet zu haben ist nichts, was man Hildmann vorwerfen kann. Er hat eben einen Marketinggag für sich und die Frittenbude gesetzt und die Strategie ist für ihn aufgegangen. Grotesk wird es, wenn Leute, die die Sache der Tiere auf ihre Fahnen geschrieben haben, das nun als eine Tierschutzaktion feiern. Es ist, als feierte man Richard Precht dafür, dass er sich vergangene Woche hat von einem Leichenbrutzler ein Kalbsschnitzel servieren lassen, öffentlich, im Dritten. Da rettet ihn auch nicht, dass er ein Buch über Tierrechte geschrieben und schlaue Sachen gesagt hat. Was wir den Tieren schuldig sind: wir müssen ihnen treu bleiben. Mehr ist das nicht.
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Wenn ich aber zwei Sklaven vorfahren lasse und Leuten das Messer reiche für einen Mord, auch wenn dieser selbstverständlich und erwartungsgemäß nicht vollzogen wird, sende ich eine Botschaft aus, die noch fataler ist als Tiere scheinbar zum Objekt eines Pokereinsatzes zu machen: ihr Leben und ihr Sterben ist eine Frage des gönnerhaften Wohlwollens und des Vermögens oder Unvermögens des Täters zur Tat. Du darfst, wenn du kannst. So wenig soll das Leben eines Tieres wert sein, es soll nur im Auge des Betrachters liegen, ob es etwas zählt oder nicht? Diese als moralische Botschaft inszenierte Aussage spiegelt in zynischer Weise die herrschende Meinung im Gewand einer neuen Ethik und das ist perfide. Das muss man sehen, diese eigentliche Botschaft verdient unseren Applaus nicht. Sie verdient unsere Ächtung. Aus Treue zu den Tieren.
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Und wenn ich offenbar kein Wort zur Kardinalfrage verliere, die sich im Angesicht der beiden Personen im Lieferwagen sofort stellt, und mich nur schmusend in Szene setze, dann ist auch noch die letzte Chance vertan, aus der PR-Aktion für den eigenen Geschäftsbetrieb zumindest eine ordentliche Tierschutzaktion zu machen. Das muss man sehen, das verdient unseren Applaus nicht. Aus Treue zu den Tieren.
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Diese Frage, diese Kardinalfrage, übrigens lautet: Woher kamen Kalb und Ziege, wohin gingen sie danach? Sie wurden nicht beantwortet.