Monatsarchiv: Oktober 2017

Mittel zum Zweck – Silke Ruthenberg

Hildmann hat es verraten:

Vegangott hat das Kälbchen nur als Mittel zum Zweck benutzt

In diesem Jahr jährt sich die Oskarverleihung für das „Leben der Anderen“ als bester fremdsprachiger Film zum 10. Mal. Das Melodram (Kulisse ist die ehemalige DDR) demaskiert auf eindringliche Weise, wie im Dunstkreis von Ideologie die einzelnen Darsteller doch nur ihre persönlichen Ziele verfolgen.
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Diese Muster, die in diesem Film gezeichnet werden, die Muster von Ehrgeiz, Macht und Gier, Verrat, Mißtrauen, Feigheit und Sehnsucht nach dem Guten lassen sich lückenlos auf die Vegane Welt übertragen. Letzte Woche spielte sich in dieser Veganen Welt eine Szene wie aus dem Drehbuch des genannten Films ab: Attila Hildmanns medial durchschlagende PR für seine vegane Frittenbude. Die Reaktionen bewegten sich zwischen gewohnter Ächtung seiner verbalaggressiver Art und Infragestellung seiner Person und Glaubwürdigkeit – reduzieren ihn und sein Anliegen also auf die Rolle eines Borderliners – und blinder Groopie-Begeisterung für Hildmanns Tierschutzaktion, die tatsächlich gar keine war. Ich wiederhole mich nicht gern, wer es lesen und verstehen will, der lese hier: Kälberkönig Attila – Oder was das Tierrecht von Hildmann lernen kann. Und was nicht.
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Nun hat sich der Medienstar, schneller als gedacht, selbst entlarvt. Um im Bild von „Im Leben der Anderen“ zu bleiben: Hildmann wollte mit seiner PR-Aktion die Rolle des Stasi-Hauptmanns Wiesler einnehmen, der lange eisenhart und erfolgreich seine Ziele verfolgte, bis er eines Tages den „Guten Menschen“ in sich entdeckt und in Folge seine schützende Hand über ein Künstlerpaar im Fadenkreuz der Stasi hielt. Mit seiner eigenen „Sonate vom Guten Menschen“ hat Hildmann es aber nur in die Rolle des zynischen und schmierigen Kulturministers Bruno Hempf geschafft, der sich im Filmstück auf der Rückbank des Dienstwagens an der schönen Schauspielerin Christa-Maria Sieland schnaufend vergreift, die sich zum Sexobjekt degradieren lässt, um sich dadurch den Segen des Systems als Theaterdarstellerin zu sichern. Hildmanns Opfer, das er als Stilmittel und Staffage benutzte, hatte noch nicht einmal eine theoretische Wahl, ob es den Kopf hinhält, damit ein Vegandarsteller sich moralisierend zum Guten Menschen erklären kann. und es hatte keinen Vorteil davon, noch nicht einmal dafür hat es beim Selbstinszenierer gereicht.
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Das Schicksal des kleinen, bildhübschens Kälbchens, nennen wir es Christa, kann nun als geklärt betrachtet werden. Attila Hildmann hat in einem Interview vom Wochenende die Kardinalfrage „Woher kamen Kalb und Ziege, und wohin gingen sie danach?“ beantwortet in einer so zynischen Form, die ich ihm trotz meiner Kritik an der Aktion nicht zugetraut hätte. Eine deutlichere Bestätigung hätte ich mir nicht wünschen können… wenn es nicht so unendlich traurig wäre.
Hildmann hat das Kälbchen mit seiner Aktion nicht nur verdinglicht, wie ich beschrieb und erklärte und was niemals der Sache der Tiere dienen kann, es sei denn, man glaubt daran, den Teufel mit dem Belzebub austreiben zu können. Hildmann hat mit dem Kälbchen auf dem Hänger, diesem bildschönen Sklavenwesen mit seinen dunklen Samt- und Seelenaugen, genau das gemacht, was der fette Bruno Hempf auf der Rückbank mit der schönen Schauspielerin tat. Er hat es benutzt wie ein Stück Vieh… für sich. Und nur für sich und seiner Sonate auf sich selbst als guter Mensch, der nicht töten will und kann. Im Dunstkreis einer Ideologie hat Hildmann nur sein eigenes Ding gemacht. Und eine blinde, taube Schar spendet ihm dafür Applaus, anstatt das Kälbchen zum Gott zu erheben. Was noch für manche wohl noch zu abstrakt war, was ich da schrieb von der Verdinglichung des Kalbes, hat Hildmann nun selbst bestätigt, mit einem einzigen Satz in einem 25minütigem Interview als Fakt bestätigt, was zuvor noch reine Theorie war. Dieser Satz lautet:
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„Ich bin am Tag davor zu nem Bauern gefahren und hab gesagt: Komm, hier sind 500 Euro, komm vorbei mit nem Tiertransport quasi und lad mir dieses Kalb auf.“
Unbenannt
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Die Aktion von Attila Hildmann war eine Lüge. Ein Verrat.
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Und wer rettet nun Christa vor diesem falschen Vegangott? Um Christas Willen? Und für die Glaubwürdigkeit der großen veganen Idee, wie sie einst gedacht war? Hildmann kann ja dann die Patenschaft übernehmen, den Hunderter im Monat wird er doch wohl übrig haben, auch, um sich selbst zu retten. Es ist nie zu spät, ein Guter Mensch zu werden.

Narzissmus ist die Leitstörung unserer Zeit – Silke Ruthenberg

Kälberkönig Attila Oder was das Tierrecht von Hildmann lernen kann.

Und was nicht.

22883735_281813715659833_676067262_oNarzissmus ist die Leitstörung unserer Zeit. Das bedeutet für die erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit, dass man ihn eben maximal bedienen sollte – gern auch mit soziopathischer Überspitzung – oder einen echten Kontrapunkt dazu setzt.
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Vegankoch Attila Hildmann hat sich seit jeher für die erstere Methode entschieden und füllt diese Rolle mit Bravour aus. Ein entsprechender, gesellschaftsspiegelnder Grundcharakter wird ihm hierbei eine große Hilfe sein, es sei ihm vergönnt. Wenn es denn der Sache dient.
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Nun hat der Promiveganer wieder einen PR-Knaller geleistet, der alle Elemente des Narzissmus aufweist und bei dem es lohnt, genauer hinzuschauen.
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Die Geschichte ging so: Eine narzisstische Nacktäffin, die Fressen&Schreiben zu ihrem Geschäftsmodell gemacht hat, schreibt eine gehässige Kritik über Attila Hildmanns
Vegane Frittenbude. Attila Hildmann empört sich darüber auf seiner facebookseite (immer noch unangemessen freundlich, wie ich persönlich finde), natürlich regt sich die narzisstische Spießerwelt auf und mokiert sich über Stilfragen und „böse“ Wörter wie „Kackartikel“ und die „Drohung“, der Lohnschreiberin die Pommes in die „Wannabe-Journalistinnen-Visage” zu stopfen. Der gemeine Spießer trägt ja keine Werte in sich, sondern nur etwas, was so tut als ob: Anstandsregeln. Da klammert er sich fest mit unerbittlicher Vehemenz.
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Mit diesem erregten Ping-Pong jedenfalls wird das Thema ein Öffentliches und die mediale Welt reagiert beitgestreut. Attila Hildmann läd daraufhin zum kostenlosen Probefressen die Lohnschreiber in seine Frittenbude. Die Einladung verbindet er mit einem Foto von sich mit einer auf den Betrachter gerichteten Pumpgun, auch das eine prächtige Vorlage für die Spießerwelt, zumal es mit einer latenten Drohung verbunden ist, diesmal nicht komplett auszurasten, so er denn nur von “Scheiße” verschont wird. Genau so braucht es der verheuchelte Spießbürger. Der Schowaschgang ist unangemessen bei dem dreckigen Charakter. Bravo!
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Eine Strafanzeige lässt nicht lange auf sich warten, angeblich muss Hildmann sofort bei der Polente vorsprechen. Piefige Reaktionen indess aus der Szene. StärksterVeganervonWelt Partik Baboumian, der sonst Besseres zu bieten hat, kommentiert pfeilgrad am Thema vorbei: „Das schöne Gefühl morgens aufzustehen und zu wissen, dass man Journalisten nicht mit einer Pumpgun drohen muss, um zu verhindern, dass man von der Presse vergessen wird. Unbezahlbar!“ Wobei der starke Patrik womöglich sogar in Sachen Motivation und Antrieb ins Schwarze getroffen hat, aber es ist eben nicht das Thema, nicht der Rede wert. Und als hätten – abgesehen davon – es die ganzen tierfressenden Schlechtschreiber nicht verdient, mal eine kraftvolle Antwort zu bekommen für ihren in Druckerschwärze gegossenen Zynismus gegenüber den Opfern im Dunkel der Katakomben. Und für ihr Schweigen. Und für gehässige Urteile über vegane Frittenbuden, die gar nicht so ölstinkend und schwitzig und labberig daherkommen können, um die üblichen Leichenbratereien in Geschmacklosigkeit und noch ganz Anderem zu überbieten. Das mäkelige Urteil über einen Laden, der sich hält in einer massenmordenden Mafiawelt ist an sich schon so ungeheuerlich, dass man Attila Hildmann – böseböse – noch einen Zacken mehr Erregungsfähigkeit wünschen würde. Für die Sache. Was hat jemand eigentlich verdient, der über vegane Mayo mäkelt, es ginge es um Geschmacksfragen und nicht um Leben und Tod? Berufsverbot?
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Leider hat die geniale PR von Hildmann auch eine Schattenseite. Der Kenner wusste es in dem Moment, als Attila Hildmann mit seiner Einladung an die Journalisten das Versprechen verknüpfte, ein Steak zu essen, sollte die Mehrheit der Journalisten nach dem Konsum seines veganen Burgers die Fleischvariante weiterhin bevorzugen.
Die Geschichte geht dann nämlich weiter. Die Journallie rückt also in Scharen an und frisst… offenbar durchaus mit gutem Appetit. Aber weil die bezahlten Schreiberlinge, deren Lebensgeschäft der Skandal und die Unterhaltung ist, eben noch nicht mal den Anstand im Leib haben, den Gastgeber nicht zu kompromitieren, geschweige denn Moral, sagt die Mehrheit von denen erwartungsgemäß nach dem Verdauungsrülpser, dass ihnen der Burger mit totem Tier drin dann doch besser schmecke. Man braucht ja die Story.
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Dass Attila Hildmann es sich nicht leisten kann, nun ein Stück Leiche herunterzuwürgen und sich damit als “guter Verlierer” zu zeigen, dürfte allen vorher klar gewesen sein. Die interessante Frage war ja nun, wie er sich aus dem Wetteinsatz herauswindet. Und hierfür waren dann die Tiere gut genug. Hildmann zeigt Foltervideos von Nutztieren, Ein paar Tränchen rollen, schließlich ginge es ihm, Attila dem Veganerkönig, um die Tiere. Und ums Klima (Tiere reicht ja nicht). Dann schließlich lässt er einen Transporter vorfahren mit einer Ziege und einem Kälbchen, hinter Gitterstäben auf der Ladefläche. Er bietet den Journalisten ein Messer an: sie sollen das Steak schlachten, dann würde er es essen. Ende der Geschichte.
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Dieses Finale wird unter vielen Tierschützern nun als großer Coup gefeiert, während die Medien weiter herummäkeln, die Hildmann-Botschaft, ihm ginge es um die Sache, nimmt man ihm so recht nicht ab.
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Als wäre es überhaupt von irgendeiner Relevanz, inwieweit Hildmanns Tun und Lassen glaubwürdig ist oder von Selbstbezogenheit und Geschäftssinn getragen. Zweifellos war es ziemlich die einzige Möglichkeit, mit den Tieren um die Ecke zu kommen, um von der Rolle der beleidigten Tofuwurst wieder runterzukommen, die er sich mit seiner empörten Reaktion auf Kippenbergers Restaurantkritik eingehandelt hatte. Möglicherweise waren die feuchten Augen beim Abspielen der Foltervids auch Krokodilstränen oder Selbstinszenierung, aber wer will´s wissen? Bisher hat sich Attila Hildmann noch nicht mit Äußerungen über Tiere hervorgetan, die mehr waren als Binsenweisheiten, bei denen die Zustimmung des Mainstreams sicher ist. Lange Zeit kam er ohne Tiere aus, als es darum ging, vegane Kochbücher zu vermarkten. Moral vermasselt das Geschäft, das wird der Grund gewesen sein, die Masse will narzisstisch bedient werden. Nun wo der Rubel rollte braucht man sie, um mit Substanz zu unterfüttern, was Lifestyleveganismus auf Dauer nicht leistet.
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Entscheidend ist dabei: es spielt überhaupt keine Rolle, schon weil alle Spekulationen immer eine Mutmaßung bleiben. Hinter Stirnen kann niemand blicken und womöglich kennt sogar Attila Hildmann den wahren Grund fürs Ausrasten und Weinen nicht, es lebe das Unterbewusstsein und Siegmund Freud lässt grüßen. Jede Spekulation, die Hildmanns Innenleben zum Thema macht, ist per se respektlos und überdies vollkommen sinnlos. Und selbst wenn man ihm selbstsüchtige Absichten unterstellen möchte, so hat eben sein Narzissmus für eine Menge PR gesorgt, kostenlose Megawerbung für seine Frittenbude, es sei ihm vergönnt, wem, wenn nicht ihm, so viel mehr doch als all diesen Kadaverbrutzlern und Leichenschändern in diesem Milieu, wo keine Menschlichkeit wohnt, wie Theodor Storm mal treffend feststellte. Und nebenbei ist der Begriff „vegan“ auch wieder überall zu lesen. Das Geschäft mit der Werbung ist ein dreckiges und oberflächliches.
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So what? Als ginge es nicht um viel Größeres. Das Verwerfliche ist etwas anderes: Attila Hildmann hat eine schmutzige Werbekampangne lanciert, weil sie auf den Knochen der Opfer betrieben wurde. Nur das kann man ihm vorwerfen, aber das ist entscheidend. Er hat die Tiere benutzt für seine Frittenbude und für sein Image. Wer das umdeutet als Tierschutz – oder gar als Tierrechtsaktion – hat nichts verstanden vom Wert und der Würde der Tiere.
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Grundsätzlich: Wer PR für Tiere machen will, darf alles. Alles. ALLES! Er darf auch psychisch, geistig und sonstwie fragwürdig sein wie er will. Es hat uns nichts anzugehen und tatsächlich ist es Hildmann hoch anzurechnen, dass er vegan rausgeholt hat aus dem piefigen Mief. Vegan für Azzlacks ist wunderbar, weil Tiere auch nicht von Azzlacks gefressen werden wollen. Wir müssen alle Sprachen sprechen, um alle zu erreichen. Und jede neue Sprache verdient Applaus und keine Ächtung. Soviel zur Strategie. Hildmanns Aktion ist fragwürdig nicht durch die Stilmittel sondern durch die ausgedrückten falschen Werte der Gesellschaft, die auf den Knochen der Tiere lebt.
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Hildmann hat die Tiere als Mittel zum Zweck benutzt. Dabei ist es einzig und allein die Verdinglichung von fühlenden und denkenden Personen, die die geistige Grundlage schafft, die das Verbrechen erst möglich macht. Eine PR, die den Tieren dienen soll, darf nicht die Mechanismen des Verbrechens in sich tragen. Wenn ich die Leiche eines Tieres zum Wetteinsatz mache, verdingliche ich das Opfer zu einem Objekt eines Pokereinsatzes. Das ist eine reine Verhöhnung des Opfers. Dies nicht geleistet zu haben ist nichts, was man Hildmann vorwerfen kann. Er hat eben einen Marketinggag für sich und die Frittenbude gesetzt und die Strategie ist für ihn aufgegangen. Grotesk wird es, wenn Leute, die die Sache der Tiere auf ihre Fahnen geschrieben haben, das nun als eine Tierschutzaktion feiern. Es ist, als feierte man Richard Precht dafür, dass er sich vergangene Woche hat von einem Leichenbrutzler ein Kalbsschnitzel servieren lassen, öffentlich, im Dritten. Da rettet ihn auch nicht, dass er ein Buch über Tierrechte geschrieben und schlaue Sachen gesagt hat. Was wir den Tieren schuldig sind: wir müssen ihnen treu bleiben. Mehr ist das nicht.
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Wenn ich aber zwei Sklaven vorfahren lasse und Leuten das Messer reiche für einen Mord, auch wenn dieser selbstverständlich und erwartungsgemäß nicht vollzogen wird, sende ich eine Botschaft aus, die noch fataler ist als Tiere scheinbar zum Objekt eines Pokereinsatzes zu machen: ihr Leben und ihr Sterben ist eine Frage des gönnerhaften Wohlwollens und des Vermögens oder Unvermögens des Täters zur Tat. Du darfst, wenn du kannst. So wenig soll das Leben eines Tieres wert sein, es soll nur im Auge des Betrachters liegen, ob es etwas zählt oder nicht? Diese als moralische Botschaft inszenierte Aussage spiegelt in zynischer Weise die herrschende Meinung im Gewand einer neuen Ethik und das ist perfide. Das muss man sehen, diese eigentliche Botschaft verdient unseren Applaus nicht. Sie verdient unsere Ächtung. Aus Treue zu den Tieren.
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Und wenn ich offenbar kein Wort zur Kardinalfrage verliere, die sich im Angesicht der beiden Personen im Lieferwagen sofort stellt, und mich nur schmusend in Szene setze, dann ist auch noch die letzte Chance vertan, aus der PR-Aktion für den eigenen Geschäftsbetrieb zumindest eine ordentliche Tierschutzaktion zu machen. Das muss man sehen, das verdient unseren Applaus nicht. Aus Treue zu den Tieren.
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Diese Frage, diese Kardinalfrage, übrigens lautet: Woher kamen Kalb und Ziege, wohin gingen sie danach? Sie wurden nicht beantwortet.

DANKE! Jäger zu lebenslänglich verurteilt

Polizistenmord in Georgensgmünd

Reichsbürger muss lebenslang in Haft

Ein Jahr nach den tödlichen Schüssen auf einen Polizisten bei einer Waffenrazzia verurteilt das Landgericht Nürnberg-Fürth den Schützen Wolfgang P. zu lebenslanger Haft. Seine Tat werten die Richter als Mord. Der Fall ist ein Wendepunkt im Umgang mit Reichsbürgern.

ca032a279160939660d2e1c26c42126cDas Landgericht Nürnberg-Fürth hat den zur Reichsbügerszene zählenden Wolfgang P. wegen Mordes an einem Polizisten zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Landgericht Nürnberg-Fürth wertete die Tat des 50-Jährigen im mittelfränkischen Georgensgmünd als Mord und zweifachen versuchten Mord. Wolfgang P. hatte bei einem Polizeieinsatz Mitte Oktober 2016 auf Beamte eines Spezialeinsatzkommandos geschossen. Dabei starb ein Polizist, zwei weitere wurden verletzt.

Während die Staatsanwaltschaft sich zunächst noch nicht zu einer möglichen Revision äußern wollte, kündigte die Verteidigung von P. umgehend Rechtsmittel gegen das Urteil an. Verteidigerin Susanne Koller sprach von einem politisch motivierten Urteil. „Uns wurde zugetragen, es bestand eine gewisse Erwartungshaltung der Politik und Behörden über den Ausgang des Verfahrens“, sagte sie vor Journalisten. Das Gericht habe dem offensichtlich nicht stand gehalten. Die Verteidiger hatten auf fahrlässige Tötung plädiert, was eine deutlich mildere Strafe bedeutet hätte.

SEK-Beamte hatten am 19. Oktober des vergangenen Jahres das Haus von P. gestürmt, um ihm seine über 30 Waffen abzunehmen. Denn bei den Behörden galt der Jäger als nicht mehr zuverlässig. Der Angeklagte betrat den Gerichtssaal mit einem Lächeln. Das Urteil nahm er regungslos zur Kenntnis. Der Fall gilt als Wendepunkt im Umgang mit den sogenannten Reichsbürgern. Seither gab es bundesweit zahlreiche Razzien gegen Anhänger der Szene.

Staatsanwalt sprach von Mordplan

Der Fall hat ein Schlaglicht auf die Bewegung der Reichsbürger geworfen, die noch vor rund einem Jahr meist nur Insidern der Sicherheitsbehörden ein Begriff waren. Anhänger dieser Bewegung lehnen die Bundesrepublik, deren Organe und Behörden ab und akzeptieren keine amtlichen Bescheide. P. selbst hatte Anfang 2016 im Einwohnermeldeamt seinen Personalausweis abgegeben.

Staatsanwalt Matthias Held hatte dem 50-Jährigen in seinem Plädoyer vorgeworfen, einen Angriff auf Polizisten von langer Hand geplant zu haben. Aus dem Hinterhalt habe er an jenem Morgen elfmal auf die Beamten geschossen – mit dem Ziel, möglichst viele von ihnen zu verletzen und zu töten. Dem widersprach Anwältin Susanne Koller und kritisierte den Einsatz als „dilettantisch“ und unnötig.

Keine schuldmindernden Faktoren

Als zentral wertete das Gericht vor allem eine Zeugenaussage. Vier Tage vor den Schüssen habe P. beim Pokern in einem FKK-Club einem Zeugen gesagt, er rechne mit einem Einsatz von Polizei und SEK. Dazu habe er dem Zeugen mit ausgestrecktem Zeigefinger gesagt: „Ein paar von denen nehme ich mit.“ Die Aussage des Manns sei absolut glaubwürdig.

Anders als von den Verteidigern behauptet habe P. auch erkannt, dass vor seiner Tür Polizisten standen. Er habe nicht blindwütig drauf los geschossen, sondern ganz gezielt elf Schüsse abgegeben. Von den elf Schüssen sei nach der Beweisaufnahme höchstens einer kein Treffer gewesen. Wie die Richterin sagte, gibt es trotz seiner „sehr ungewöhnlichen, abnormen Gedanken“ bei P. keine Hinweise auf einen schuldmindernden Wahn.

Quelle: n-tv.de , jug/AFP/dpa

 

Jäger zu lebenslänglich verurteilt

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ANIMAL PEACE nur auf der Seite der anderen Tiere. Unverrückbar parteiisch.

Endlich! Jäger Wolfgang P. wurde wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Jahrelang war er straffrei damit davongekommen, Familiengemeinschaften zu zerstören und Leben zu vernichten. Vor einem Jahr hat er dann das falsche Wild zur Beute gemacht. Er hat einen Nacktaffen erschossen, Vertreter der privilegierten Art, quasi einen Feudalherren. Nun sitzt er da, wo er schon längst hätte hingehört. AP

 (wegen diesem Kerl hat uns der Staatsschutz vorgeladen, aber es war sehr schnell klar, wir sind hier auf Seiten der Behörden und jegliche Verfahren gegen uns und die Meinungsfreiheit wurden eingestellt)

Veganer Schuljunge (12) erhängt sich – TAG24

Mit Fleisch beworfen:

veganer Schuljunge (12) erhängt sich

5c50e6dad1411ff69170England/Hertfordshire – Weil er kein Fleisch aß. Das Mobbing eines 12-Jährigen Veganers endete in einer Tragödie. Als seine Mitschüler ihn mit Fleisch bewarfen, beschloss Louie, sich daheim das Leben zu nehmen. Er erhängte sich.

Wie The Sun berichtet, sagte Louies Mutter Catherine Fenton beim Hertforshire Gericht aus, dass ihr Sohn regelmäßig gemobbt wurde, seit er in die Richard Hale School kam. „Immer wieder musste er zum Vertrauenslehrer und er fing an, sich selbst zu verletzen.“

Als die Schulkameraden sahen, dass Louie kein Fleisch in der Kantine aß, begannen sie, Fleisch nach ihm zu werfen. Stets hat die Mutter versucht, mit der Schulleitung über die Vorfälle zu sprechen und darüber, dass endlich etwas dagegen unternommen wird. Doch das Mobbing hielt an.

Die Familie ist in tiefer Trauer und Wut. „In gewisser Weise war Louie sehr aufgeweckt und seinen Jahren voraus. Zugleich war er jedoch unser frecher, lebensfroher Sohn, dem die Welt alle Möglichkeiten bot, sie zu entdecken und Abenteuer zu erleben.“

Dominika Piasecka, Sprechführerin der Vegan Society, sagte, dass sie und ihre Gemeinschaft erschüttert über den Tod des Jungen sind: „Traurigerweise können Schulkinder wegen allem gemobbt werden. Dafür, dass sie eine Brille tragen, ihrer Haarfarbe, ihrem sozialen Status und so weiter – Veganismus ist nur ein weitere Streitpunkt.“

Die Familie sammelt nun Spendengelder in Erinnerung an Louie. Diese sollen an die SEA LIFE Trust Organisation gehen.

Bei Notfällen kann man sich hier hinwenden. Notfall-Seelsorge (auch Suizid-Prävention): Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste: 0800 – 111 0 111 (ev.) 0800 – 111 0 222 (rk.) 0800 – 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche).

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Kommentar von Silke Ruthenberg

IMG_0439Wir leben in einer zunehmend soziopathischen Gesellschaft. Soziopathen/ Psychopathen hat es schon immer gegeben, aber wohl niemals war das Duckmäusertum vor ihnen schlimmer als heute.
Ihre Opfer sind nicht die Schwachen, ihre Opfer sind die Starken, deren Stärke in der Innerlichkeit liegt. Soziopathen haben das nicht, Soziopathen können nur triumphieren, weil sie keine Tabus haben und den Nahkampf beherrschen, weil sie sich für nichts zu schade sind. Weil sie keine Werte haben und damit keine Richtung. Und die Gefolgschaft der Narzissten, die die fehlende Innerlichkeit mit ihnen teilen, ist ihnen gewiss.
Vegan Leben schöpft aus Innerlichkeit, aus Werten, Prinzipien, Haltung, Richtung. Alles, was den Soziopathen abgeht. Es sind Stärken, die die Soziopathen bedrohen. Und sie schlagen zurück, weil sie verstanden haben, dass Werte nur eine Kraft sind, wenn sie wehrhaft sind.
Wenn veganes Leben für Kinder eine Bedrohng darstellt, dann ist dieser sozialer und nicht ernährungstechnischer Natur. Wer nicht mit dem Strom schwimmt muss sich beizeiten eine Hornhaut zulegen. Instinktiv wußte ich das schon immer. Statt Ernährungspläne zu studieren und Nährstoffe zu berechnen war mein „Erziehungsziel“ es vom ersten Tag an, meinem Kind die innere Stärke nicht zu nehmen. Denn diese haben sie alle von Geburt an.. und sie wird durch Erziehung sukzessiv zerstört. Nur mit Stärke überwindet man die Soziopathie, denn diese kennt kein Mitgefühl und respektiert nur die Stärke – aus der nackten Angst heraus.

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Wer für die Tiere einsteht soll fortan nie mehr alleine stehen

SOLIDARITÄTSAUFRUF!

Im Visier der Mörder Nationalrat Jonas Fricker aus der Schweiz

22228431_2100019296690134_7653773086154970583_nEs wird in letzter Zeit viel von Solidarität gesprochen. Sie ist ein wichtiger und großartiger Wert, wenn sie an der richtigen Stelle eingesetzt wird. Nun ist ein solcher Moment, Solidarität richtig zu leben und zu einer Kraft für die Tiere zu werden. Und dies tun wir, indem wir treu bei den Tieren stehen und bei all denen, die für sie eintreten.
In Visier der Mörder und organisierten Verbrecher ist vor kurzem Nationalrat Jonas Fricker aus der Schweiz geraten. Er hatte die Deportationen der Schweine in die Vernichtung mit der Deportation der Juden in einem Atemzug genannt.
Man hat den Mann medial fertiggemacht, er ist – leider und menschlich verständlich – eingeknickt, hat sich „entschuldigt“, ist zurückgetreten von seinem Amt.
Dabei hat er nur die Wahrheit gesagt. Dabei hat er sich nur getraut, die Wahrheit zu sagen. Er ist der Wahrheit zu Nahe gekommen und hat er in die Fratze der Soziopathie geschaut, die das nicht zugelassen hat.
21617867_461908287527907_4934903334669728244_nLasst uns in einem Akt der Geschlossenheit einen symbolischen Schutzring um diesen mutigen Mann ziehen. Jenseits der Frage, ob seine gewählte Formulierung nun sinnvoll, geschickt, zutreffend oder „geschmacklos“ war, denn darum geht es nicht. Jonas Fricker hat in einem mutigen Akt für die Schweine gefühlt, gedacht, gesprochen. In diesem Moment war er bei den Opfern. Und das zählt.
Bitte schreibt Jonas Fricker und bedankt Euch für seine Solidarität mit den Schweinen. Dass er sie gesehen hat in ihrer Not. Er ist sicher kein Krieger, kein Held, weil er dann doch einknickte, aber er hat die Wahrheit gesagt, er hat es sich getraut, dies vermittelt das Video von seiner Aussage.

Seine Aussage war wichtig, sie musste gesagt werden und sie ist nun in den Köpfen aller Schweizer eingebrannt. Das haben die Schweine und wir ihm zu verdanken.
Bedankt Euch bitte bei ihm. In solchen Momenten ist es unerhört wichtig, Solidarität zu zeigen und zusammen zu stehen. Wenn wir das tun, werden mehr und mehr Menschen den Mut finden, auch die Wahrheit auszusprechen.
Wer für die Tiere einsteht soll fortan nie mehr alleine stehen.

 

Ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft

Der Bund

Jonas Fricker facebook