Die Feudalherrscher haben braun gewählt

100% Faschisten im Parlament

Mein bitterer Wahlkater

Von Silke Ruthenberg zur Bundestagswahl

Ich bin traurig. Wirklich traurig. Nicht über den Ausgang der Wahl, der war ja abzusehen und ein paar Prozente hin oder her im Reiche der Feudalherrscher, sind für die Hekatomben von Sklavenheerscharen in unserem Land nicht von wirklicher Relevanz.
Ich bin über etwas ganz anderes traurig. 40 Stunden sind seit den ersten Hochrechnungen vergangen und meine Timeline ist voller Entsetzen über so einiges, vor allem über das Abschneiden der AFD freilich, man grenzt aus, grenzt ein – das ist erstmal jedermanns gutes Recht.
Aber niemand, niemand, niemand macht auch nur den Versuch, diese Wahl mit den Augen der Sklaven zu betrachten und dem einen offensiven Ausdruck zu verleihen. Alle, alle, alle lassen sich in den Strudel der Nacktaffenpolitik hineinreißen. Leute, die sich die Sache der Sklaven auf die Fahnen geschrieben haben, sind in diesen Momenten auch nur Feudalherren.
Versteht mich nicht falsch, ich will hier niemanden das Recht absprechen, in Nacktaffenfragen Position zu beziehen. Ich sehe es phänomenologisch. Was ist es für ein trauriges Phänomen, dass es „die Bewegung“ nicht schafft, ihrem hohen Ziel treu zu bleiben, wenn die Horde gerade andere Themen hat. Dass es immer Momente gibt, in denen anderes wichtig ist – und wenn es für den Moment ist.
Dies ist – nochmal gesagt – kein Vorwurf an den Einzelnen. Es ist das Erschrecken über die Tatsache, dass NIEMAND im Sturme den Tieren treu bleibt. Es ist das Erschrecken über die Ablenkbarkeit, über die leichte Verführbarkeit zu anderen, vermeintlich wichtigeren Themen, die so durchgängig ist, als dass man darin auch nur den allerkleinsten Sinn erkennen kann. Es ist das Erschrecken über den Gesamtorganismus der Bewegung, in dem kein Organ in solchen Augenblicken bei den Tieren stehen bleibt und für sie spricht.
Was den Tieren bleibt, ist ein kollektives Schweigen der selbsterklärten Fürsprecher darüber, dass

8,9% eine Partei gewählt hat, die noch nicht mal die minimalsten Gnadenerweise gegenüber den Sklaven verteidigt #Schächten/Grüne
9,2% für eine Partei, die sich sogar ausdrücklich für das Schächten ausspricht. #Schächten/Linke
10,7% für eine Partei, deren gefühlt einziges Mitglied den Schießbefehl längst umgesetzt hat und das nicht nur an der Grenze #Jäger Lindner/FDP
12,6% für eine Partei, die – die Hand schon am Schwanz, äh Abzug – den Schießbefehl auf Wölfe anstrebt und überhaupt „Bahn frei“ für Lustmörder fordert #AFD
20,5% für eine Partei eines Gänsestopfleberfressers #Schulz/SPD
33% für eine Partei, deren Muddi zum betäubungslosen Verstümmeln der Sexualorgane nicht mehr zu sagen hat als „Es sind ja nur Tiere.“ #CDU/CSU

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Wehe dem, der solche schwachen Anwälte hat. Wehe den Besiegten. Und sie wurden wieder besiegt, auch mit dieser Wahl, zu 99% verraten.

Und NEIN, es ist eben kein Ausdruck eines politisch wachen Geistes, die Nacktaffenpolitik in Momenten der Wichtigkeit eben kurzzeitig höher zu stellen als die Sache der Tiere. Es ist nur SCHWÄCHE. Es ist ABLENKBARKEIT. Es ist ein AUSDRUCK des VERRATS. Als Einzelphänomen ergibt es zwar den Anschein von Weltzugewandtheit (und schmeichelt der persönlichen Eitelkeit resp. dient der Selbstinszenierung), als geschlossenes Gesamtphänomen zeigt es, dass in 25 Jahren Kampf für die Rechte der Tiere nichts erreicht wurde. Dass wir in Zeiten des Backlashs leben. Dass die Tiere immer noch allein sind in ihrer Klugheit, ihrer Sensibilität, ihrer Schönheit, ihrer Ohnmacht, ihrer Not.

Deshalb hier der Aufruf: ZURÜCK ZU DEN TIEREN ! Und bleibt bei ihnen, niemand hat Loyalität mehr verdient und nötiger als sie. ANIMALS FIRST !
Wer – wenn nicht wir – tut es denn sonst?

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Kommentare

  • Peter H. Arras  On 3. Oktober 2017 at 08:26

    Ich versteh diesen Artikel nicht. Was hätte man den wählen sollen? Die Tierschutzpartei etwa? Warum eine Stimmer vergeuden, wo wir doch endlich die Chance hatten, den Politapparat ins Wanken zu bringen oder gar umzustürzen.

    Ich wählte die AfD – nicht weil ich rechts bin, sondern weil sie die einzige Alternative zu den übrigen Parteien darstellt. Weil sie schluss machen will mit politcal correctness (auch Anthropozentrismus und Speziesismus gilt als politisch korrekt!) und vor allem, – Weil sie unserem Land den Massenzustrom von Moslems ersparen will – im Gegensatz zu allen anderen Parteien.

    Wenn man zur Wahl geht, sollte man ganzheitlich und pragmatisch seine Stimme abgeben – nicht ideologisch. Seit 1998 wählte ich ungültig nach der großen Enttäuschung, die uns die rot-grüne Bundesregierung gerade in Sachen Tierschutz bereitet hatte. Zuvor hatte ich die Grünen in Bund und in Bayern 10 Jahre lang mit Überzeugung tierschutzpolitisch beraten, schon mit 17 ihre Wahlplakate geklebt. Ich war und bin ein Grüner, aber die Grünen waren nicht grün.
    Stets ging ich zur Wahl, um anstatt ein Kreuz zu machen, folgendes zu schreiben: „Keine der hier aufgeführten Parteien und Kandidaten hat sich mein Votum verdient!“ Das tat ich aus Loyalität zu den Tieren und zur Mitwelt.

    Die AfD ist KEINE Tierschutzpartei – ebenso wenig wie alle anderen von jenen, die Aussichten hatten, in den Bundestag zu ziehen.
    Ich begreife nicht – und niemand hat es mir bislang erklären können, weshalb Leute, Bewegungen und Parteien, die vorgeblich für emanzipatorische Werte eintreten, zugleich dafür sind, dass Menschen in Massen hier in Westeuropa angesiedelt werden, die all diese Werte – egal ob Frauenrechte, Kinderschutz, Tierrechte oder auch Naturschutz ablehnen und deren religiöse Ideologie – von der Aufklärung und vom Humanismus unbeeinflusst – als faschistoid bezeichnet werden muss.
    Würden Millionen Nazis bei uns Asyl beantragen – man würde sie nicht aufnehmen – zu Recht. Aber weshalb dann so viele der aggressivsten und fanatischsten Religion der ganzen Welt?

    Wenn die AfD es schaffen würde, das Schächten zu verbieten – sie hätte für die Sklaven mehr getan, als alle anderen Parteien zusammen.

    Jeder, der Bestandteil der emanzipatorischen Bewegung ist, kann es nicht gut heißen, dass wir von Moslems überflutet werden, die Kraft der Bürgerrechte, die sie bei uns erhalten und mit denen Sie nie gelernt haben, umzugehen, unsere Ethik, unsere Kultur und unsere Gesetze zu ihren Gunsten verändern werden – und somit zum Nachteil all dessen, wofür wir alle jahrzehntelang gekämpft haben.
    Peter H. Arras
    http://www.akt-mitweltethik.de

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