Monatsarchiv: Dezember 2016

Zensur bei fisch+fleisch?

Na, wenn das keine Nachricht ist.

Es gibt ein erstes Todesopfer im Gänse-Terror-Meinungskampf.

15780945_10210663575642106_3048999745458893580_n

15823524_10210663575682107_7980834519300336528_n

15781574_10210663575562104_7081988161131063548_n

Zensur bei fisch+fleisch?

Na, wenn das keine Nachricht ist.

Es gibt ein erstes Todesopfer im Gänse-Terror-Meinungskampf.

hahn-der-coole_0002Der Soli-Beitrag auf fisch+fleisch wurde ausradiert. Von jetzt auf gleich. Weg. Einfach weg.
fisch+fleisch (f+f) ist eine Plattform für Schreiber und Video-Blogger und wurde von deutschen und österreichischen Journalisten ins Leben gerufen, die sich für die Vielfalt von Themen und Meinungen einsetzen. Erklärte Basismoral der Seite: „Die Meinungsfreiheit sowie die Gleichbehandlung aller Menschen. Jede Meinung, die gesetzlich zugelassen ist, dürft Ihr auf unserer Plattform veröffentlichen“. Der Blogger Heckmeck hat jüngst über den Gänseterror geschrieben und sich auf die Seite der Gänse geschlagen, hmmmm, naja, jedenfalls auf die Seite von uns, die wir den Terror der Gänse mit dem Terroranschlag in Berlin in Verbindung brachten. Da bleiben nur zwei Deutungen: Entweder ist fisch+Fleisch doch eine zensierte Seite (dann stecken die TÄTER dahinter) oder der gleichgesinnte Autor wurde von der anderen Meinung „überzeugt -zeigt ihm unsere Instrumente – (dann stecken die „eigenen Reihen dahinter und sie sind in genau die Falle gelaufen, die Jäger Ecki Fuhr in DIE WELT aufgestellt hat).
Also dass wir so gefährlich sind, dass man mit solchen Methoden arbeiten muss, weil man die andere Meinung nicht ertragen kann mit ihrer Wucht der Wahrheitsmacht, das hätten wir nun nicht gedacht. Aber gut, so macht man Helden, so macht man Märtyrer. Wo what?
Und wir holen aus dem Buchregel den guten alten Alexis de Tocqueville und sein Buch „Über die Demokratie in Amerika“, einem Klassiker der politischen und soziologischen Literatur. Und wir schlagen auf und lesen laut und mit fester Stimme vor:

15578233_372434299774881_8758127662487024981_o„Unter der absolute Herrschaft eines Einzelnen schlug der Despotismus, um den Geist zu treffen, den Körper. Eine grobe Methode. Der Geist erhob sich unter den Schlägen und triumphierte über den Despotismus. In den demokratischen Republiken geht die Tyrannis ganz anders zu Werke. Sie kümmert sich nicht mehr um den Körper, sondern geht unmittelbar auf den Geist los. Der Machthaber sagt nicht mehr: ,,Du denkst wie ich, oder Du stirbst.” Er sagt: ,,Du hast die Freiheit, nicht zu denken wie ich. Leben und Vermögen bleiben Dir. Aber von dem Tage an bist Du ein Fremder unter uns. Du wirst Dein äußerliches Bürgerrecht behalte, aber es wird Dir nichts nützen. Selbst wer an Deine Unschuld glaubt, wird Dich verlassen, sonst meidet man auch ihn. Ich lasse Dir Dein Leben, aber es ist schlimmer als der Tod.“ Sic est.

„Selbst wer an Deine Unschuld glaubt, wird Dich verlassen, sonst meidet man auch ihn.“ Unsere Gegner werden nun hämisch und in ihrer Kleinheit sich die pseudoveganen Hände reiben, aber lasst Euch allen gesagt sein: hinter uns steht die schweigende Mehrheit, das wissen wir genau. Eine Mehrheit, die noch ein Hirn im Kopf hat und ein Herz in der Brust. Und die sicher solche Methoden verachtet. Wir lachen dazu. Was wollt ihr denn jetzt schon? Wir haben doch noch überhaupt gar nicht ANGEFANGEN!

15776850_1315110748550254_6236109335513544444_o

Advertisements

Maximalmoral und Minimalmoral

Kleine Vorlesung über Grundbegriffe der Ethik

Was ist eigentlich geschehen?

Silke Ruthenberg

Silke Ruthenberg – ANIMAL PEACE

Da fährt am 20.12. ein Mann mit einem LKW mit terroristischen Absichten in einen Berliner Weihnachtsmarkt und zermalmt ein Dutzend tödlich, verletzt mehrere Dutzend weitere. Da postet ANIMAL PEACE die Pressemeldung mit einem kleinen Text: „Gänse? Sechs Millionen Terroropfer jährlich in Deutschland. Für Gänse ist jeden Tag Weihnachtsmarkt. Vergesst das nie!“ Ein Shitstorm bricht los. „Geschmacklos“, ist noch eines der höflichsten Wertungen. Doch geht es hier wirklich nur um Geschmacksfragen. Oder doch um viel mehr?

ANIMAL PEACE hat in seinem Post den Terroranschlage von Berlin mit der Sache der Gänse verknüpft und benutzte das Schicksal der über 60 toten und verletzten Gewaltopfer vom Berliner Weihnachtsmarkt als Vehikel, um auf andere Gewaltopfer hinzuweisen: sechs Millionen Gänse als Gewaltopfer derer, die jetzt vor allem nur Selbstmitleid und Schwarmsolidarität kennen. Die herrschende Moral nennt dieses Vorgehen nun unanständig und piätätlos. Es ist genau dieselbe herrschende Moral, die die anderen Tiere und deren Leben bürgerlichen Anstandsnormen unterordnet.

15621679_1654700104555391_1972876007245242259_n

Die Begriffe „Maximalmoral“ und „Minimalmoral“ gehören zu den Grundbegriffen der Ethik. Die Minimalmoral bezeichnet dabei ethische Basispositionen wie das Tötungsverbot und das Diskriminierungsverbot. Es ist eine Art Urmoral, die über allem anderen steht und ohne die alles andere nichts ist.
Die Maximalmoral hingegen beschreibt Gebote, die zum einen nicht verpflichtend sind und die vor allem lediglich das soziale Miteinander angenehm gestalten sollen. Es sind Anstandsregeln, das Gebot zur Freundlichkeit, zur Höflichkeit, das Gebot, den Nachbarn zu grüßen und bei Tisch nicht zu furzen. Es geht allein um tugendhaftes Verhalten. Wo die Minimalmoral eingehalten wird darf auch die Maximalmoral Platz nehmen.

Wo aber die Minimalmoral nicht gilt, wird alles andere zur Farce. Oder anders gesagt: wer würde sich nach dem Terroranschlag auf dem Weihnachtsmarkt darüber empören, dass der LKW-Fahrer das Warnblinklicht nicht angeschaltet hat? Wer würde sich beschweren, dass der Mörder sich nicht grüßte, bevor er die Leute abschlachtete? Es wäre grotesk. Im Angesicht von Mord und Totschlag wird jeder Anstand zum Zynismus.

Gänsemarsch zur Freiheit

Im Gänsemarsch zur Freiheit

Überhaupt ist alles, was man Wohlanständigkeit nennt […] nichts, als schöner Schein, schreibt Immanuel Kant in seiner Anthropologischen Didaktik. Minimalmoral muss, Maximalmoral darf man einhalten. Maximalmoral kann ihren Wert erst entfalten, wenn die Minimalmoral eingehalten wird.
Wird aber nun die Minimalmoral eingehalten, wenn jährlich sechs Millionen fühlende und denkende Gänse ums Leben gebracht werden, um die robusten Mägen der humanoiden Karnibalen zu stopfen? „Nein“, sagen die sechs Millionen Gänse und „Nein“ sagt auch jeder, der das Tierrecht verstanden hat, der das Tötungs- und Diskriminierungsverbot wirklich verinnerlicht hat.
Aber aus der Basismoral sind Milliarden fühlende und denkende Personen in der herrschenden Moral willkürlich ausgeschlossen. Weil sie der falschen Art angehören. Und im Angesicht von Mord und Totschlag wird der Blick auf den Anstand schnell zum Zynismus.

Wer Tiere als bedeutungslose Sache und Ware betrachtet, für den muss der Post von ANIMAL PEACE zwingend als ein geschmackloser Angriff auf die Pietät und die Anstandsregeln der Gesellschaft wahrgenommen werden. Was aber ist mit den vielen, die die anderen Tiere eben nicht als Ware und Sache betrachten, sondern ihre Persönlichkeit, ihre Würde und Schönheit, ihre Klugheit und Sensibilität erkennen können? Was ist mit denen, die verstanden haben was längst wissenschaftlich erwiesen ist: dass uns Gänse in ihrer sozialen Intelligenz überragen? Die von den tiefen Gefühlen der Gänse wissen, ihrer Liebe und Treue und ihrer Trauer, wenn der Partner stirbt. Die von der Gewalt wissen, die ihnen angetan wird, millionenfach. Diese furchtbare Gewalt, diese sadistischen Angriffe, wenn sie mehrfach in ihrem kurzen Leben lebendigen Leibes skalpiert werden, die Federn aus dem zuckenden, schmerzwindenden Leib gerissen, und das gefolterte, traumatisierte Opfer nackt sich selbst überlassen, bis der Zeitpunkt gekommen ist, ihm neben den Federn auch noch das Leben zu nehmen. Dass dies geschehen kann ist ein fundamentaler Bruch der Minimalmoral: des Tötungsverbotes und des Diskriminierungsverbotes gleichermaßen. Sie werden gemordet, weil sie der falschen Art angehören. Dafür können sie nichts. Und es tröstet sie nicht. Sie sind Opfer der Tyrannis der herrschenden Art.

87416_webshadow_welcomeimage

ANIMA PEACE – Tiere haben Rechte!

Wir von ANIMAL PEACE sagen deshalb folgerichtig: Anstandsregeln werden zur Farce, wenn die Minimalmoral nicht gilt. Und andererseits: wenn wir uns devot an Anstandsregeln halten, ordnen wir das Recht der Tiere auf ihr Leben der Pietätsvorstellung dieser Gesellschaft unter. Also werden wir uns nicht an Pietät und Anstand halten, solange diese Gesellschaft die Minimalmoral nicht einhält sondern foltert und mordet. Eben alles zu seiner Zeit.
Doch genau dazu sollte uns der Shitstorm der Überzeugungstierfresser und TÄTER treiben: dass wir das Tierrecht den Anstandsregeln unterordnen. Und viele Verräter aus den sogenannten eigenen Reihen sind gefolgt. Habt Ihr nun verstanden, was ihr da eigentlich gemacht habt? Wen ihr hier eigentlich verraten habt? Aus Feigheit und Unterwürfigkeit? Aus piefiger, eitler Sorge um den eigenen guten Ruf? Aus Gier, weil die echte Moral und das Geschäft nicht zusammengehen?
Diese Frage kann jeder Gänseverräter nur für sich selbst beantworten. Aber erwartet niemals, dass ANIMAL PEACE den Weg der Verräter mitgeht. Weder aus Feigheit und Unterwürfigkeit, weder aus der Sorge um den Ruf und schon gar nicht um das Geschäft. Das sind wir den Gänsen schuldig. Sie haben nur uns.
Silke Ruthenberg

.

Gänse als Terroropfer? – WELT

Das Tierrecht brutal zu Ende gedacht

Kurz nach dem Terror von Berlin lässt eine Tierrechtsorganisation erklären, „für Gänse ist jeden Tag Weihnachtsmarkt“. Sie strebt eine Welt an, in der Menschenrechte, wie wir sie kennen, Vergangenheit sind.

Von Eckhard Fuhr

Diese Woche möchte ich der Tierrechtsorganisation Animal Peace meinen tief empfundenen Dank aussprechen. Sie hat uns wieder einmal in unübertrefflicher Klarheit den Kern der Tierrechtsidee nahegebracht.

Nach dem terroristischen Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt veröffentlichte sie auf ihrer Facebook-Seite folgendes Statement: „Gänse? Sechs Millionen Terroropfer jährlich in Deutschland. Für Gänse ist jeden Tag Weihnachtsmarkt. Vergesst das nie!“

Es hat gar keinen Sinn, sich darüber aufzuregen, wie geschmacklos und menschenverachtend das ist. Silke Ruthenberg, das Schandmaul dieser Organisation, ist nun einmal nicht dazu in der Lage, um die Dinge herumzureden. Sie nimmt den Tierrechtsgedanken ernst. Und der besteht ja nun darin, dass Tieren die gleichen Grundrechte auf Leben und körperliche Unversehrtheit zugesprochen werden sollen wie Menschen.

Mit weniger darf sich ein Tierrechtler eigentlich nicht zufriedengeben. Sonst könnte er ja gleich zum biederen Deutschen Tierschutzbund gehen, der zum Beispiel für bessere Nutztierhaltung und nicht für die Abschaffung der Nutztiersklaverei eintritt.

 

Speziesismus ist die neue Welt

Tierrechtler sollten sich nicht kleinmachen und ihren zweifelnden Mitmenschen offen sagen, was sie meinen, wenn sie etwa die Überwindung des Speziesismus fordern. Die Menschenrechte sind der höchste, früher hätte man gesagt, der edelste Ausdruck des Speziesismus. Tierrechtler streben also eine Welt an, in der die Menschenrechte, wie wir sie kennen, Vergangenheit sind.

 

Artikel auf welt.de

 

 

Stimmt das? Der Fuchs ist schlau und stellt sich dumm, beim Jäger ist es andersrum. 

STALLGEFLÜSTER – ANIMAL PEACE

10 Fragen an Silke Ruthenberg, ANIMAL PEACE

„Gänse? Sechs Millionen Terroropfer jährlich in Deutschland. Für Gänse ist jeden Tag Weihnachtsmarkt. Vergesst das nie!“

15578233_372434299774881_8758127662487024981_oUnmittelbar nach dem schrecklichen Terroranschlag in Berlin hat ANIMAL PAECE auf Facebook die Nachrichtenmeldung von SPIEGEL ONLINE gepostet mit dem Kommentar:
„Gänse? Sechs Millionen Terroropfer jährlich in Deutschland. Für Gänse ist jeden Tag Weihnachtsmarkt. Vergesst das nie!“ Dazu nun Silke Ruthenberg von ANIMAL PEACE:

FRAGE: Frau Ruthenberg, wer kommt denn auf eine solche geschmacklose Idee?

Silke Ruthenberg: Wir.

FRAGE: Ist Euch da nichts Besseres eingefallen?

Nein, nichts Besseres. Warum auch?

FRAGE: Habt ihr den Shitstorm nicht kommen sehen?

Die Idee kam Sekunden, nachdem ich die Nachricht erhielt. Aber ich habe noch genau eine Minute gezögert. Man hat ja schließlich eine bürgerliche Erziehung genossen. Ich habe also überlegt: Willst Du Dir diese Hasswelle jetzt noch direkt vor dem Fest der Liebe antun? Dann habe ich beschlossen: Ja, das gönn ich mir jetzt noch.

FRAGE: Die Netzgemeinde empfindet den Beitrag als eine ungeheuerliche Provokation, als den blanken Zynismus gegenüber den Opfern vom Weihnachtsmarktattentat.

Dafür bin ich auch seit gestern hunderte Male als Arschloch, kranker Penner, Fotze und Irre tituliert worden, die Gesellschaft und ich sind also quitt. Man braucht ja nicht glauben, dass man mit so einem Geniestreich ungestraft davon kommt im dummen Zeitalter. Ich bin ja nicht zum Spaß hier. Die Gänse waren es mir aber wert.

FRAGE: Und was ist mit den Opfern?

Na, für die mache ich das doch. Man führt sich hier auf, als hätte ich den LKW in den Weihnachtsmarkt gesteuert. Nie würde ich einen LKW in einen Weihnachtsmarkt steuern. Ich habe ja noch nicht mal einen LKW-Führerschein. An mir hat man sich abreagiert, wie man es auf der Seite vom Islamischen Staat, der ja wohl dahintersteckt, der dieses Blutbad angerichtet hat, nie wagen würde. Wie feige ist das denn! Aber auf mich können sie losgehen, ich bin ja schliesslich unbewaffnet und schneide keine Köpfe ab. Ich büße nun für die Angst, die sie nun alle mit gutem Grund haben. Ich bin der Sündenbock für diejenigen, an die man sich nicht herantraut, ich halte für den Islamischen Staat quasi den Kopf hin. Naja, aber für die Tiere und deren aufrechte Freunde unter meinen Artgenossen fange ich gern die Pfeile ab.

FRAGE: Viele Tierrechtler und Veganer sind entsetzt und befürchten durch dieses Vorgehen einen Ansehensverlust der Bewegung.

Das Image der Veganer kann mich mal. Für ihr Image opfern sich schon genug Veganer und Tierrechtler auf. Mich interessieren die Gänse und ihr furchtbares Schicksal in der Tyrannenhand meiner Artgenossen. Das treibt mich um. Und nur das.

FRAGE: Dann anders gesagt: Man befürchtet, dass die gemeinsame Sache Schaden nimmt.

Die Sache der Gänse ist nun in Hundertausenden und Millionen von Köpfen gelandet und zwar in der Verbindung mit einem Terroranschlag auf Menschen. Das ist genau der richtige Kontext. Bei jedem weiteren Terroranschlag werden sie nun an Gänse denken müssen und bei der Weihnachtsgans an den Terror. Die Gleichgültigen sind getriggert. Das kriegen die nicht mehr aus dem Kopf. Und das ist gut so.

FRAGE: Ihr missbraucht dieses furchtbare Attentat für Euer Tierschutzanliegen. Das ist obszön.

In der Angelegenheit der Gänse geht es um Folter und Mord, es geht um Leben und Tod. Da braucht man mir nicht mit Anstandsfragen kommen. Seit eh und je hat die Politik tragische Vorfälle dafür benutzt, ihre politischen Interessen durchzusetzen. Genau in diesem Moment mißbrauchen diesen Anschlag unzählige Politdarsteller für ihr Ansinnen. Und wir sollen das nicht tun? Wir sind doch nicht heiliger als der Papst.

FRAGE: Ihr gebt also zu, dass Euer Post unanständig ist?

Natürlich. Richtig unanständig aber ist es, wenn hier die ganzen Menschenfreunde antanzen und Gift und Galle spucken, statt ordentlich mit den Opfern vom Weihnachtsmarkt zu trauern. Wasser predigen und selber Wein trinken, das ist doch eine verheuchelte und verlogene Bande. Aber wie gesagt: Hier geht es um Leben und Tod, nicht um Anstand. Dafür ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt. Weder für die Gänse noch für die Toten vom Weihnachtsmarkt.

FRAGE: Haben Sie noch etwas zu sagen?

Vor meiner Hinrichtung? Es ist doch alles gesagt.

15542439_1652798364745565_1996252454056190896_n

Wir verhandeln nicht mit Terroristen!

Im Namen der Gänse: Wir verhandeln nicht mit Terroristen!

Offener Brief an Andreas Bär Läsker

Lieber Bruder,

05-08-2006-02-48-22_0006da schau ihn Dir an, diesen Gänsemörder. Da steht er nun in in seiner unerschütterlichen Selbstgefälligkeit und macht sich über Dich lustig.
Man kann festhalten:
Dass Deine erste Botschaft der Gänse nicht angekommen ist, wen wundert es? Das liegt am Tunnelblick des Selbstgefälligen, der bekennendermaßen die Gans nicht sehen will. Das liegt daran, dass Zander seine Selbstsicherheit aus dem Schutz der Mehrheit schöpfen kann und aus deren rudimentären schlechten Gewissen gegenüber den Armen, Ausgestoßenen, das sich über den Gnadenakt einen Ablauf verschafft und keinen Spiegel baucht, der ihre doppelbödige Moral entlarvt.

hahn-der-coole_0002Was die Gänse betrifft haben wir es nach 20 langen Jahren geschafft, dass wir Veganer immerhin toleriert werden. Unter der Voraussetzung, dass wir Tofu mümmelnd das Maul halten. Der Deal lautet: Als Gnadenakt der Mehrheit gestattet der gemeine Tierfresser den weltfremden Spinnern gegen die mafiösen Essensvorschriften (ihr müsst morden, um dazuzugehören) verstoßen: …wenn ihr uns nicht nicht daran erinnert, dass wir perverse Mörder sind!
Dies ist das ungeschriebene Gesetz unserer herrschenden pervertierten Meinungsfreiheit. Freie Meinung ist nur in einem engen Korridor erlaubt, die Tiere als Person sind weiterhin rigoros ausgeschlossen.
2016 kann man festhalten, dass sich zwar einiges für die Veganer verändert hat, aber nichts für die Gänse. Was viele nicht durchschaut haben: Die Tofuwurst bei ALDI war der Trick, uns mundtot zu machen. Leider hat das auch noch bei vielen funktioniert und sie haben die Verarsche als Sieg mißdeutet.

hahn-der-coole_0003Du hast Dir (erstmal) das Maul nicht stopfen lassen und schlechterdings die Wahrheit gesagt. Für 1500 Gänse bedeutet Zanders Weihnachtsspektakel schlechterdings, dass sie umgebracht werden. Vielleicht sind es ja sogar noch Folteropfer, die man in ihrem kurzen traurigen Leben noch mehrfach skalpiert hat, ja wahrscheinlich sind sie es sogar gewesen, aber all das juckt den Zander nicht. Er kann sich sicher fühlen in der Selbstgerechtigkeit der Meute. Und die Meute – die aus nichts anderem schöpft als aus dem Recht des Stärkeren – tut verlässlich ihre Arbeit und überzieht den Wahrheitsliebenden mit Gift und Galle: „Halt Dein Maul und friss Deinen Tofu.“

hahn-der-coole_0005Leider hast Du dann den Kardinalfehler begangen und bist eingeknickt und in die Falle gelaufen. Tragischerweise spricht das im Prinzip auch noch für Deinen Charakter: Denn hier haben zwei Faktoren gegriffen: soziale Wesen gehen reflexhaft fast immer in die Knie, wenn sie sich abseits der Meute wähnen. Dies ist ein Überlebensreflex und hat damit zu tun, dass für ein soziales Lebewesen der Ausschluß aus der Gemeinschaft Gefahr und manchmal sogar den Tod bedeutet. Der zweite Faktor ist das soziale Gewissen, das greift. Es hat etwas per se Unanständiges an sich, den Ärmsten die Almosen vorzuenthalten. Das ist der Robin Hood in uns: Sarah Wagenknecht darf man den Hummer vergällen, dem Obdachlosen aber muss man die Gänsekeule gönnen. Der Gans, deren soziale Intelligenz de facto weit über der unserer Artgenossen steht, ist es aber schlechterdings egal, ob sie von einem armen oder einem reichen Nacktaffen gefressen wird. Dem Hummer auch. und Anstandskodexe werden halt schnell obszön, wenn es um Leben und Tod geht. Durchschaut nur keiner, wenn s die Stummen sind, denen es ans Leben geht.

Du hast aus ehrenwerten Gründen das Gänsefressen verurteilt und aus sozialen und pychologischen Gründen dann Kompromiss und Kooperation gesucht. Und nun hat Zander geantwortet und die Antwort fiel genauso aus, wie wir es erwartet haben: hohnlachend hat er sich über Dein Einknicken und Dein Angebot lustig gemacht. Wir haben es erwartet und das aus einem sehr einfachen und guten Grund:

hahn-der-coole_0004Es ist der Kardinalfehler schlechthin, zu glauben, man könne mit Soziopathen verhandeln. Und das Foltern und Morden von Gänsen ist Soziopathie, was sollte es denn sonst sein? Und nur aus der Interpretation der Gänsefresserei als per se soziopathischen Akt kann man überhaupt verstehen, was hier glaufen und falsch gelaufen ist.
Wir müssen wissen: Der Kampf um die Rechte der Tiere ist ein Kampf gegen die Soziopathie und das ist der schwerste Kampf überhaupt. Das Wichtigste dabei ist, zu erkennen, wie die Soziopathie funktioniert, welchen Gesetzen sie unterworfen ist. Das Zweitwichtigste ist, zu verstehen, wie die Gesetze der Revolution und Rebellion funktionieren. Wir müssen den Hinterhalt und die Fallen, die aufgestellt werden, durchschauen lernen. Und dazu gehört an erste Stelle, unsere sozialen Reflexe zu kontrollieren. Schließlich geht es um Leben und Tod. Da gibt es keinen Kompromiss.
Erst, wenn wir lernen, eine Postion zu beziehen und sie im Sturmfeuer zu halten und keinen einzigen Millimeter abzuweichen, werden wir dem Land der Soziopathie soziale Gebiete abtrotzen können. Wir verhandeln nicht mit Terroristen.

05-08-2006-03-08-10_0014Und deshalb kann es nur zwei Wege geben: Die reine Kooperation, um Geländegewinne zu festigen und die reine Konfrontation, um neue Gelände zu erobern. Sie beötigen sich gegenseitig. Aber erst auf Konfrontation zu gehen um dann kooperieren zu wollen, das geht nach hinten los. Dadurch verliert man bereits erobertes Gebiet. Das war die hämische Botschaft von Frank Zander. Er hat die Wahrheit gesagt.

Nun ist es an Dir, Deinen Post wieder einzustellen und die voreilige Entschuldigung wieder zurückzunehmen.

Im Namen der Gänse

87416_webshadow_welcomeimage
ANIMAL PEACE