Monatsarchiv: Februar 2016

„Jagd & Hund“ in Dortmund

Messe „Jagd & Hund“ am 14.02. in Dortmund

Partei Mensch Umwelt Tierschutz vor Ort

Hier ein paar Eindrücke von der Messe „Jagd & Hund“ 2016 in Dortmund, die nach eigenen Angaben größte Jagdmesse Europas.

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Funktionsträger und Mitglieder unserer Partei aus dem Landesverband NRW, dem Bundesvorstand und dem Bundesarbeitskreis MUT gegen Jagd & Angeln hatten – zusammen mit weiteren Tierrechtsaktivisten – am Sonntag mehrere Stunden vor der Messe gegen den Irrsinn Jagd und die von der Jagd ausgehende Gewalt gegen Menschen und Tiere protestiert.

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Unser Bundesvorsitzender Horst Wester sprach in seiner knapp 15-minütigen Rede direkt vor dem Haupteingang zur Messe allen echten Natur- und Tierfreunden aus der Seele: „Es gibt keinen Grund heutzutage noch der Bevölkerung zu erzählen, dass Tollwut oder der Fuchsbandwurm noch ein Problem darstellen. (…) Wer dafür ist, dass unser Ökosystem unverseucht bleibt, wer kein Problem damit hat, dass in Deutschland eine Handvoll Wölfe und Luchse leben, wer die Natur in Ruhe und Frieden erleben will und in ihrer ganzen Artenvielfalt, wer für Mitspracherecht, Transparenz und Ehrlichkeit ist, der sollte sich mit uns gemeinsam dafür einsetzen, dass dieser Irrsinn, der sich Jagd nennt, so schnell wie möglich beendet und verboten wird.“

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Früh übt sich… oder: Eindrücke von der Messe „Jagd & Hund“

BAK Tierschutz in der Schule auf Jagdmesse in Dortmund

Und auch unser Bundesarbeitskreis BAK Tierschutz in der Schule leistet einen Beitrag über seinen Besuch der Messe „Jagd & Hund“ 2016 in Dortmund. Unbedingt lesenswert!

Früh übt sich… oder: Eindrücke von der Messe „Jagd & Hund“ 2016 in Dortmund

img_0047Der Bundesarbeitskreis MUT gegen Jagd & Angeln hatte für letzten Sonntag zu einer Mahnwache vor den Toren von Europas größter Jagdmesse aufgerufen. Diesem Aufruf gefolgt waren Mitglieder und Funktionsträger aus dem Bundesvorstand, den Gebietsverbänden und Landesvorständen NRW, Hamburg, Schleswig-Holstein und Bayern sowie Aktivisten aus der Tierrechtsszene, Tierschützer außerhalb der Partei und sogar spontan einige Passanten, die an der Messe mit ihren Hunden spazieren bzw. joggen waren.

Innerhalb der Messehallen bot uns weitgehend ein erschreckendes Bild: Neben Aktionen wie einer Jagd-Modenschau oder Männern, die Hirschrufe während der Brunft nachahmten, Beobachtungen von teilweise exzessivem Alkoholkonsum einiger Messebesucher und wiederum Männern, die sich nach dem Toilettenbesuch noch nicht einmal die Hände wuschen, beobachteten wir zahlreiche Kinder und Jugendliche an den Messeständen der Waffenhersteller, die fasziniert von den Schusswaffen waren und diese mit Zielübungen „ausprobierten“.

12715777_561428260691074_65875981268122490_nWir sind der Auffassung: a) Solche Waffen gehören nicht in die Hände von Kindern – auch nicht im Rahmen einer solchen Messe. b) Der Zutritt zu einer Messe wie der „Jagd und Hund“ sollte auf ein Alter ab 16, besser noch ab 18 Jahren beschränkt werden. c) Jagd leistet absolut keinen Beitrag zum Naturschutz. d) Jagd ist in den meisten Fällen ein Freizeitvergnügen eines sich mit elitären Rechten ausgestattet wähnenden Personenkreises, der zum Teil bereit ist sehr viel Geld zu zahlen, um sich einen sehr speziellen Nervenkitzel zu erfüllen und/oder ein privates Arsenal an Schusswaffen und Munition anzulegen.

Der Neuntklässler Jaylen Fryberg (15) lief an der Marysville Pilchuck High School 50 Kilometer nördlich von Seattle im US-Staat Washington Amok! „Jaylen F. war ein leidenschaftlicher Jäger – und er war offenbar auch ein Waffennarr. Es gibt Fotos, auf denen er sich stolz mit einem Gewehr präsentiert.“ (DIE WELT, 25.10.2014)

12743963_561428690691031_5071953217262611227_nAuch der in die Medien als „Amokläufer von Emsdetten“ eingegangene Bastian B. war fasziniert von Waffen
„Ein führender Polizeigewerkschafter sagt, es könne »nicht angehen, dass ein 18-Jähriger an solche Waffen kommt«. Doch schwer war das für Bastian B. nicht. Er hatte bei manchen Waffenkäufen nicht einmal die Gesetze verletzt. (…) Unter seinem Pseudonym ResistantX hatte er jede Menge Datenspuren im Internet hinterlassen. Und so kann man sehen, dass der Schüler zum Beispiel ein treuer Kunde der in Darmstadt registrierten Tauschbörse egun.de war (»Der Marktplatz für Jäger, Schützen und Angler«). (ZEIT ONLINE, 23.11.2006)

 

 

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