Monatsarchiv: Juli 2015

Und wieder ist ein Held aus unserer Mitte aufgestanden

Rolando nimmt Rache

Meckenheim – Und wieder ist ein Held aus unserer Mitte aufgestanden und hat einen Problemmenschen unschädlich gemacht: Rolando, der Ruhmreiche des Geschlechts der Pferde, hat der Foltermagd und Dressurreiterin Christine Wels tödliche Kopfverletzungen verpasst und damit auch den Foltertod des unvergessenen Wallachs Wimbledon gerächt.

viva-vegan.info

viva-vegan.info

Ehre dem Helden! Ehre allen Unterjochten, die aufstehen und zurückschlagen! Ehre allen, die sich das psychopathische Herrenmenschengehabe nicht länger bieten lassen und Rache üben. Alle geheimen Feinde der Tyrannei, welche in Europa und auf dem ganzen Erdkreise den Dolch des Brutus unter ihren Gewändern tragen, fordern wir auf, diesen erhabnen Augenblick mit uns zu teilen.

Urteil: Fische müssen Käsemauken knabbern

Solidarität mit dem Kölner Veterinäramt

garrarufa102_v-ARDFotogalerieKöln (16.7.) – Die Medienwelt krümmt sich mal wieder vor Lachen über einen neuen Fall gescheiterten Tierschutzversuchs. Die Stadt Köln – Ehre den Besiegten! – hat einem Beauty&Wellness-affinem Paar die Genehmigung für den Einsatz von Roten Saugbarben verweigert, die die Schwielen an den Käsemauken der Kundschaft abknabbern sollten. Sie scheiterte vor dem Verwaltungsgericht.

Gegenüber Karpfen haben Menschen kein Schamgefühl im Leib. Zu Millionen wird der Bewohner europäischer Süßgewässer von seinen zweibeinigen Fressfeinden verputzt – nicht nur zu Sylvester – , man schlägt ihnen als naturnahes Freizeitvergnügen gern den Haken ins lebende Fleisch und begäbt sie lebendig in Glaskästen – Aquarien genannt.

Zunehmender Beliebtheit erfreut sich neuerdings der Einsatz einer kleinen Karpfenunterart namens Garra rufa im kosmetischen Segment. Weil die Fischchen gern Hornhaut knuspern, bieten Kosmetikbetriebe der Kundschaft an, für die Fußpflege die Quanten ins Aquarium zu tunken, wo sich hungrige Fischlein drängeln. Was man sonst bedenkenlos auffrisst, das kann man freilich auch gewissensbefreit zum Fußpfleger degradieren. Immerhin knabbern die Fische doch freiwillig.

Das Veterinäramt Köln sah die Sache anders. Sie verweigerte aus Tierschutzgründen einem Paar die Haltung. Der Einsatz der Fische sei durch die Verunreinigung der menschlichen Füße mit Nikotin, Schweiß, Talg und Seife sowie der Enge in den Aquarien mit ungerechtfertigten Schmerzen, Leiden und Schäden für die Tiere verbunden.

Vor dem Verwaltungsgericht unterlag die Stadt Köln. Tierschutz sei nicht so wichtig wie die freie Berufswahl, schulmeisterte der Richter (Karpfenfresser mit verhornten Käsemauken?) in der Urteilsbegründung.

Da fragt man sich dann schon, woher er diese Weisheit nimmt, nachdem der Schutz der Tiere als Staatsziel genau aus dem Grund in der Verfassung aufgenommen wurde, um dieser Anmaßung etwas entgegenzusetzen. Das ist schon ein paar Jahre her, aber moralisch Unterbelichtete sind ja generell oft Spätzünder.

Die Medienwelt spricht auch hier wieder die Sprache der Sieger und findet das Tierschutzbemühen des Veterinäramts ach-sowas-von-kurios. Den Besiegten ist der Hohn der Idioten gewiss. Aber unsere Solidarität mit den entehrten Fischen und dem Kölner Veterinäramt ist es auch.

 

Haltet den Dieb …

Zirkus wehrt sich gegen rabiate Tierschützer

DSC_1011>> Den Tierschützern ist die Tierhaltung im Zirkus grundsätzlich ein Dorn im Auge. „Es macht für mich keinen Unterschied, wie groß das Gehege der Tiere ist“, sagt Sven Fucker, Aktivist von Animal Peace und erster veganer OB-Kandidat für Krefeld. „Die Tiere können sich nicht frei bewegen. Es sind denkende, fühlende Wesen, die zu Auftritten gezwungen werden“. Es gehe dem Zirkus nur darum, Profit mit den Tieren zu machen. Reinhold Kassen, seit vielen Jahren bei Animal Peace aktiv, gibt sich etwas verbindlicher: „Ich glaube, dass die Zirkusleute ihre Tiere lieben“, sagt er, „aber es bleibt moderne Sklavenhaltung.“ Die Aktivisten fordern den völligen Verzicht auf Tierhaltung im Zirkus. <<

rp-online

DSC_1019 (2)

warum die rheinische post uns nix von den überklebten plakaten erzählt hat? das kennen wir von früher als der zirkus noch anerkennung in der kleinen lokalpresse fand und fürchterlich gepusht wurde. solche zeiten sind zwar endgültig vorbei, aber das weiß die rp-mönchengladbach wohl noch nicht.

Der Circus Karl Altoff Köllner ist zu Gast in Mönchengladbach – und verschiedene Aktivistengruppen demonstrieren für die Rechte der Zirkustiere…

Bauernschlaue Anzeige gegen Silke Ruthenberg gescheitert

Aber schade trotzdem!

Ich hätte das Recht auf Solidarität mit anderen Arten gern bis vor die höchsten Gerichte verteidigt.“

AKTUELL

AKTUELL

München – Wie unsere politischen Widersacher in AGRARHEUTE am Freitag (26.6.) enttäuscht berichteten, hat die Staatsanwaltschaft München eines von zwei Verfahren gegen Silke Ruthenberg bereits im April aus tatsächlichen und formalen Gründen eingestellt. Die Kreisbauernschaft Oberbergischer Kreis und ein weiterer bäuerlicher Lobbyverband hatten Anzeige erstattet, weil sie einen Artikel auf Viva-Vegan als Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener empfanden.

Die Staatsanwaltschaft begründet die Einstellung des Verfahrens erwartungsgemäß damit, dass die Tatbestände der Beleidigung und üblen Nachrede nicht erfüllt worden seien. Außerdem lagen formalrechtliche Voraussetzungen nicht vor.

Silke Ruthenberg war nicht einmal vernommen worden. Ihr Kommentar: „Na, wer sagt´s denn? Das war doch abzusehen, dass die mit ihrer bauernschlauen Schnapsidee nicht durchkommen. So schlimm ist es nun doch nicht mit unseren Gerichten bestellt. Und noch nicht mal eine ordentliche Vollmacht der Witwe konnten sie vorzeigen, so, wie es der Bauernverband in seiner Hetzkampagne gegen mich suggeriert hatten. Aber schade trotzdem! Ich hätte das Recht auf Solidarität mit anderen Arten gern bis vor die höchsten Gerichte verteidigt.“

Ein bisschen Hoffnung bleibt noch. Die Strafanzeige de der Ökobauern ist noch anhängig.

 

VIVA VEGAN