Monatsarchiv: August 2014

Steinzeit war gestern …

Steinzeit war gestern – Pelz ist Mord

IMG_3618Unter diesem Motto lud die Aktion Fair Play am 23.08.2014 nach Bochum.
Gegen 14:00 Uhr viel mit der Eröffnungsrede, gehalten von Mitorganisatorin und Parteimitglied Sabine Hasselbeck-Grütering, der Startschuss zu einem äußerst informativen und kreativen Anti-Pelz-Nachmittag.
Insgesamt 13 Organisationen, darunter der Tierschutzverein Bochum Hattingen und Umgebung e.V., Animals United, Ärzte gegen Tierversuche e.V., FairDog, das Peta2 StreetTeam, Animal Peace, die Band Jimmi Slick und wir, von der Mensch Umwelt Tierschutzpartei (Reinhold Kassen & NRW-Aktiv-Team) liehen den rund 30 Millionen Tieren, die jährlich von der Pelzindustrie ermordet werden, ihre Stimmen und informierten die bochumer Bürger und Bürgerinnen über das unfassbare Leid das die „Felllieferanten“, für Mäntel und Accessoires erdulden müssen.

IMG_3529Highlight der Veranstaltung waren unsere Partei Kollegen Achim Betticher (Animals United) und Sabine Hasselbeck-Grütering (Animal Peace/Aktion Fair Play) die eine spektakuläre Modenshow auf die Beine stellten. Einige halb zu Skeletten geschminkte Models präsentierten vermeindliche Must-Haves der Pelzindustrie, während die Moderatoren zu Art des Opfers und dessen Leidensgeschichte refferierten. Später zeigten die Aktivisten wie ihre Vorstellung von Pelztragen aussieht und trugen kurzerhand sämtliche anwesenden Hundeaktivisten über den roten Teppich. Auch für die visuelle Präsentation von Bio-Veganer Mode wurde gesorgt, ein riesiges Dankeschön für die zur Verfügung gestellten Kleidungsstücke an das Native Souls Bochum. Eine großartige Aktion die den wenigen, jedoch existenten verbliebenen deutschen Pelztierfarmen und der gesammten Pelzindustrie pünktlich zur Eröffnung der Wintermodensaison ein Schnippchen schlugen.

IMG_3599Eine Tombolla, Kinderschminken und einladende Präsentationen der Arbeit aller Organisationen brachten so einige Menschen, trotz fiesem Regenschauer dazu bei uns einige Zeit zu verweilen. Ganz mutigen BürgerInnen wurde die Möglichkeit geboten sich in einem Ü18 Zelt selbst ausgewähltes Filmmaterial zu diesem Thema anzusehen.

Abgerundet wurde das Programm von einem komplett veganen Essensstand der neben Kaffee, Now-Limonade, Kuchen und frischen Waffeln auch ein vielfälltiges Salatbuffet, ein fantastisches Chilli und dank 200 von der Bio-Vollwert-Bäckerei HUTZEL gespendeter Brötchen und Tanas „Schlachtfest“, gruslig „echt“ schmeckende Schnitzelbuger bot. Besondest heiß ging es her als einer der beiden Elektrogille plötzlich in Flammen stand. Aber die Veranstalter hatten die Situation sofort unter Kontrolle, so dass es außer dem Grill und einigen Steaks keine weiteren Opfer zu beklagen gab.

10440817_695074417242234_7444667069812602077_nWir setzen uns, obwohl wir viel zuviel Spaß dabei haben, für ein generelles Verkaufsverbot von Pelzprodukten ein. Die dem ahnungslosen und uninformierten Verbraucher oftmals hinterrücks untergejubelt werden, da Produkte, wie Accessoires einfach nicht gekennzeichnet werden müssen! Laut einer repräsentativen Umfrage von „Statista“ (2010) lehnt 80% der deutschen Bevölkerung Pelzprodukte ab. Die Pelzmafia ist also ein fast toter Riese dessen Leidenszeit nicht verlängert werden sollte.

10491258_695077787241897_3908991769308827042_nWir bitten alle Bürgerinnen und Bürger sich über die Produkte die sie kaufen zu informieren. Pelz ist nicht nur ein Tierqualprodukt sondern oftmals eine Gefahr für ihre Gesundheit, denn zum Gerben und um ein angenehmes Fellverhalten zu gewähleisten, werden bei der Poduktion bis zu 100 teils hochgiftige Chemikalien verwendet.

Wir sind verdammt viele, wir rotten uns zusammen und fordern ein Ende der Steinzeit!

Bis zum nächsten mal
Euer MUT-NRW-Team

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QUELLE und nähere Informationen unter www.gelabelt.de

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Zirkus Carl Busch, Eulen, die MUT und 5 Strafanzeigen

Die Aktivitäten gegen Tiershows in Zirkussen tragen offensichtlich Früchte

Düsseldorf 23.08.2014

10606096_693759274040415_7186783437202375740_nDie Angst vor dem Ausbleiben von BesucherInnen scheint die ZirkusbetreiberInnen zu zermürben. Wie sonst, wenn nicht durch Existenzangst, wären die verzweifelten und hilflosen Reaktionen des „fahrenden Volkes“ zu erklären?

Wir berichteten in den letzten Wochen wiederholt von unterschiedlichen Mahnwachen gegen den Zirkus Carl Busch.
Nach Beendigung des Gastspiels in Dortmund 01.08.-11.08.2014 , bei dem sich die ZirkusbetreiberInnen täglich massiven Protesten, unterschiedlicher Tierrechtsorganisationen und nichtorganisierten BürgerInnen, ausgesetzt fühlten, hat Carl Busch als nächsten Gastspielort Düsseldorf angesteuert und ist damit in den Aktionsradius von Danuta Zaczyk und dem Verein “die Eulen e.V.” geraten. Diese Organisation wirkt unscheinbar, klinkt der Name doch eher wie ein braver Tierschutzverein, doch dieser Eindruck täuscht gewaltig. Die Eulen-AktivistInnen zeichnen sich durch ein Maß an Beharrlichkeit und Ausdauer aus, welches seines gleichen sucht.

10641192_757586210969380_7286807385238483502_nDie Hilflosigkeit gegen den massiven öffentlichen Druck, dem sich die ZirkusbetreiberInnen ausgesetzt sehen, zeigte sich in dem „innovativen“, jedoch wenig erfolgreichen Versuch unsere Proteste mithilfe eines Lautsprechers zu übertönen. Petrus schien der Meinung zu sein, dass die ZirkusbesucherInnen ruhig hören sollten, was wir zu sagen haben und schickte einen dicken Regenguss, sodass der Lautsprecher unter qualmen und Funken sprühen seinen Geist aufgab. 😉

Selbst mit dem regulären Zirkusbetrieb, der Versorgung und Beaufsichtigung der Tiere scheint es im Hause Carl Busch Probleme zu geben.

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10429332_757586277636040_7592891296554625477_nAm 25.08.2014 beobachteten AktivistInnen wie die mitgeführten Elefanten auf den Rheinwiesen spazieren gingen. Als die Elefanten beschlossen außerhalb des abgesteckten Bereiches die Gegend zu erkunden stürzte sich, wie aus den Nichts einer der Dompteure mit einem Elefantenhaken bewaffnet auf eines der Tiere und brutal maßregelte in aller Öffentlichkeit damit das vermeintliche tierische Fehlverhalten.
Dieser Vorfall wurde den BürgerInnen von BILD.de, betitelt als “Einmal am Tag dürfen die Zirkus-Dickhäuter eine Stunde auf die Wiese”,
LINK: http://www.bild.de/regional/duesseldorf/zirkus/elefanten-gehen-gassi-37381998.bild.html
als besondere Fürsorge, die den Tieren zukommen gelassen würde, verkauft.
Fakt ist, dass die Stadt Düsseldorf zwar von einer Strafanzeige absieht, jedoch keine Genehmigung erteilte hatte, nach der sich die Elefanten außerhalb des Zirkusgeländes hätten aufhalten dürfen.

Am 23.08.2014 spitzten sich die Ereignisse zu. Die ZirkusmitarbeiterInnen, allen voran Pressesprecher und Tourneeleiter Reto Hütter, ertrugen offensichtlich die Proteste nicht mehr und attackierten scheinbar aus schierer Verzweiflung verbal die DemonstrantInnen. Zwar schritt die Polizei deeskalierend ein, dennoch ergingen direkt vor Ort 5 Strafanzeigen wegen Beleidigung u.a. von unserem Parteikollegen Sven Fucker.
Sven, der die Aktivitäten der Düsseldorfer Eulen unterstützt, verwehrt sich zu Recht vehement gegen Beschimpfungen als “Faschist” durch den Herrn Pressesprecher des Zirkus.

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Unsere persönlichen Beobachtungen und Erfahrungen zeigen, wessen Geistes Kind in diesem Zirkus herrscht. Die Reaktionen die uns seitens der Zirkusmenschen zuteil wurden , lassen ahnen, wie viel Leid sich hinter den Zirkusplanen abspielt: die Schonungslosigkeit, mit der die Menschen sich selbst durch die Lande jagen, die rauhen Umgangsformen, die an den Tag gelegt werden, das unbedingte “Funktionieren müssen” von Mensch und Tier, um die Existenzgrundlage für mehrere generationenübergreifende Familien gewährleisten zu können usw.
Wir sehen in dem Verhalten der Zirkusleute gegen uns keinesfalls Bösartigkeit, aber auch jede traditionellste Tradition, die auf Unrecht gründet, muss ein Ende finden.

Es ist jetzt ziemlich genau 20 Jahre her, dass der Zirkuselefant Tyke „Amok lief“ (nähere Informationen http://tyke2014.de/ ) und daher zum Schutz der Menschen erschossen werden “musste”.
Deshalb werden wir in unseren Forderungen nach einem artgerechten Tierleben nicht nachlassen. Dieses artgerechte Leben können wir Elefanten hier aber nicht bieten, die Rheinwiesen bei Düsseldorf sind eben nicht die weite Savanne.

Wir unterstützen weiterhin Organisation, die sich gegen jeglicher Sklaverei, Unachtsamkeit und gedankenlose Ignoranz wenden.

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Leute, Ihr seid großartig. Lasst nicht nach. Die Stadt Köln hat zwar für die kommende Spielzeit (05.09.-21.09.2014) die Auftritte und sogar die Ausstellung der Elefanten in der Tiershow per Vertrag verboten. Es gilt jedoch den öffentlichen Druck aufrecht zu erhalten.

Zirkus-Tourneeleiter Reto Hütter prüft rechtliche Schritte gegen diese Vertragsklausel und zieht ggf. für 2015 ein verlängertes Gastspiel in Düsseldorf in Betracht. Dann wird in Köln nur die Show beworben.
Darin sehen wir jedoch nur einen armseligen Erpressungsversuch eines Menschen, der zu spüren bekommt, dass sich die öffentliche Meinung über Sklavenhaltung und deren Zurschaustellung ändert.

Also, sehen wir Euch hoffentlich zahlreich in Köln?

Euer MUT-NRW Team

BREAKING NEWS
Tragisches Unglück
Beim Zirkus Starlight Fischer in Wald-Michelbach verstarben in der Nacht auf den 31.08.2014 verstarben 10 Hunde und 9 Pferde.
Die Behörden gehen davon aus, dass ein Blitzschlag den Tod der Tiere verursacht hat.
http://www.echo-online.de/region/bergstrasse/wald-michelbach/Tote-Zirkustiere-werden-obduziert;art1250,5386060

Christoph Busch vom Zirkus Carl Busch jedoch ist sich sicher, dass radikale TierschützerInnen hinter diesem Mordanschlag stecken.
So hat er eine Hetzkampagne gegen namenhafte Tierrechtsorganisationen und engagierte AktivistInnen gestartet. Im Gegenzug hat Peta eine Anzeige wegen Verleumdung und übler Nachrede gestellt. Strafanzeigen zu sammeln, scheint ein Hobby vom Zirkus Busch zu sein 😉
http://www.veganblog.de/2014/09/05/19-tote-tiere-im-zirkus-wir-haben-anzeige-erstattet/#.VBSozWOW5yi

Spaß bei Seite. Es ist maßlos unverschämt, was sich die Carl-Busch-Crew herausnimmt. Wir lassen uns weder beschimpfen noch verleumden.
Andererseits zeigt dieses Verhalten wie groß der Druck ist, dem sich die Zirkusmenschen durch uns ausgesetzt fühlen.
Dennoch, finanziellen Einbußen und rückläufige Bereitschaft der Gemeinden Zirkusunternehmen auf ihrem Hoheitsgebiet willkommen zu heißen, sollten nicht in unbegründete Boshaftigkeit ausufern.
Bei dem bekanntermaßen unausgeglichenem Wesen der Zirkusleute ist es absolut naheliegend, dass wir uns stark um eine artgerechte Unterbringung und verantwortungsvolle Behandlung der Zirkustiere sorgen.

07.09.2014 Köln
Unser sympathischer Parteikollege Sven Fucker hat sich entschlossen, wo er nur kann, die Demonstrationen gegen Carl Busch wahrzunehmen und fuhr kurzentschlossen am Sonntag mit seinem Junior nach Köln.
Er berichtete von einer etwa 45 Personen starken Truppe, die sehr laut, wen wundert´s nach dem Ärger der letzten Wochen, ein Ende des Tierzirkuszeitalters einforderten.
Wir sind begeistert über das unermüdliche Engagement so vieler Menschen, die alle unsere Unterstützung verdient haben.
Auch wir werden weiterhin zur Unterstützung aktiv vor Ort dabei sein, denn all diese Menschen beweisen Mut und stehen für die Rechte derer ein, die entrechtet ihr Dasein fristen müssen.

Fotos: Walter Hermanns und Tierrechtsorganisation Die Eulen e.V.

Zirkus Busch – Dortmund

Mahnwache vor dem Zirkus Carl Busch

10586961_622309164544294_615988258_oDie Ortsgruppe Bochum der tierbefreier e.V. veranstaltete am Sonntag, den 03.08.2014 von 13:30 Uhr bis 15:00 Uhr eine Mahnwache vor dem Circus Carl Busch, der in der Zeit vom 01. bis 11. August 2014 in Dortmund gastiert. Unter dem Motto „Artgerecht ist nur die Freiheit“ wurden die BesucherInnen über das Leid der Tiere im Zirkus aufgeklärt und darauf aufmerksam gemacht, dass das Konzept “Zirkus” auch ohne Tiere wunderbar funktioniert.


10567361_622290724546138_1744982837_nDie Gastgeber baten um zahlreiche Unterstützung und hießen alle AktivistInnen mit offenen Armen willkommen. So lieben wir Zusammenarbeit.
Carl Busch bewirbt seine Show mit der Dressur vieler u.a.Wild-Tierarten, gesehen haben wir Kamele, Lamas, Pferde und einen fürchterlich traurig webenden Elefanten.
Bis auf einen kleineren Disput mit der Polizei wegen eines ungerechtfertigten Platzverweises, war es eine rundum gelungene Aktion. Der große Besucherstrom blieb aus und einige Menschen, die sich ursprünglich die Show ansehen wollten, haben sich dann doch entschlossen mit ihrer Familie einen wirklich schönen Sonntag zu verbringen und sind ins Schwimmbad gefahren.

Bei einem spontan Picknick an Ort und Stelle haben wir den Nachmittag ausklingen lassen. Gutes veganes Essen, viele Menschen die orgaunabhängig zusammen die nächsten Aktionen planen… so sind wir zukünftig noch erfolgreicher und Spaß macht es nebenbei auch noch.

Dampfparade 2014

Motto: “Cannabis in Medicine”

Demonstration für die Legalisierung der Cannabisnutzung zu medizinischen Zwecken

IMG_3265Start war am 02.08.2014 um 12 Uhr in Köln am Heumarkt.
Geladen hatten Dr. Hanf ( Lars Scheimann ) und Team persönlich.
So traf sich eine bunte Menschengruppe aus Cannabis-PatientInnen, –KonsumentInnen und allgemein interessierten BürgerInnen, um für die gesellschaftliche Akzeptanz der bedeutsamen Heilpflanze zu werben und über die medizinischen Einsatzmöglichkeiten zu informieren.

Da unser Gebietsbeauftragter Reinhold Kassen und Lars Scheimann langjährige Freunde sind, unsere Partei sich im Moment aber erst noch zu diesem Thema positioniert, haben wir diese großartigen Menschen, die für ein zwar verruchtes aber wichtiges Heilmittel, welches bei verschiedenen Beschwerdebildern, i.d.R. nebenwirkungsarm und dazu für die Krankenkassen sehr erschwinglich, vielen erkrankten Menschen und Tieren erhebliche Linderung bringen kann, kämpfen, als Privatpersonen unterstützt.

IMG_3143Die Parade zog fröhlich feiernd durch die Kölner City, schließlich hat die Bewegung in den letzten Jahren immer wieder Erfolge feiern dürfen.
Ganz aktuell kann unter bestimmten Voraussetzungen der Eigenanbau von Cannabis zu therapeutischen Zwecken in Einzelfällen künftig genehmigt werden.
Dementsprechend war die Stimmung sehr ausgelassen. Es wurde gefeiert, informiert, PassantInnen wurden durch die bomben Stimmung animiert mit zu feiern…sogar von der Polizei gabs ein Daumenhoch.

Die Abschlusskundgebung war gegen 17 Uhr wieder am Heumarkt.
Livemusik, Informationsstände und das tolle Wetter rundetet den Nachmittag dieser größten Hanf-Demo NRW´s ab.
Wir wünschen uns ein Ende der Kriminalisierung aller Cannabis-PatientInnen und eine noch größere Dampfparade 2015, gerne mit vielen blauen Fahnen.

Euer MUT NRW Team