Monatsarchiv: Mai 2013

Hat es sich bald endlich ausgeflippert?

Der Sturm ums Wasserbecken

Delfinarien Duisburg  (5)_2Wir haben über die Jahre viele Artikel über Delfinarien und ihre tierverachtende Praxis von Show & Tierhaltung geschrieben, waren jahrelang vor Ort und haben zig Demonstrationen geleitet oder begleitet. Animal Peace ist als Gegner der Delfinhaltung eine Institution und stand bereits vor 20 Jahren vor den Toren der systematischen Delfinfolter in Betonbecken.

Die Vergewaltigung mit Applaus, eine immer noch lebende Maschinerie – aber eine sehr angekratzte. Zeichnen sich in den letzten Jahren doch Erfolge für ab. Immer mehr Todesbecken müssen schliessen, immer mehr potentielle Besucher kehren dem zweifelhaften Vergnügen einer Delfin-Show aus ethischen Beweggründen den Rücken, immer mehr Organisationen arbeiten gemeinsam gegen dieses Geschäft mit dem Tod und mittlerweile ist das Thema auch in der Politik angekommen.

Zu den Problemen der Haltung und Dressur wie auch zu den Aktionen von AP Tierhof und ihren Kooperationspartnern finden Sie Archiv-Material unter folgendem Link:

kampagne-delfinarien

 

In diesen Tagen regt sich wieder eine Menge

Das Duisburger Delfinarium – in den letzten Wochen wieder Schauplatz von Demonstrationen – kann im April seinen Besuchern weiterhin keine Vorführung anbieten. Die Statiker streiten sich über die wohl nicht gute Dachkonstruktion.

 

http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/duisburg/nachrichten/delfinarium-bleibt-geschlossen-1.3323665

 

 

Das Nürnberger Delfinarum, welches einen millionenschweren Umbau hinter sich hat um weiter Delfine zu quälen, hat sichtlich Probleme seine so erwünschte Nachzucht in Gefangenschaft am Leben zu erhalten. Wundern tut das keinen – weder Tierschützer, Organisationen zum Schutz der Delfine, weder den ehemaligen Delfintrainer und heutigen Delfinschützer Ric O`Barry noch die sich damit beschäftigende Wissenschaft. Da Wildfänge den Ruf ruinieren ist man eigentlich auf Nachzuchten angewiesen. Die Sterblichkeitsrate der Delfinbabies ist jedoch weiterhin sehr hoch, da die Tiere in Gefangenschaft vielseitigen Leiden ausgesetzt sind.

Die Gabe von Medikamenten und Psychopharmaka, um die Tiere langfristig überhaupt in dieser Situation überleben zu lassen, hält weiterhin alle in Atem. Eine grausige Wahrheit, die sich mehr als erschütternd liest.

Gute Recherche des WDSF: http://www.wdsf.eu/index.php/delfinarien/delfinarium-nuernberg

 

Das Delfinarium in Münster hat bereits für immer seine Pforten geschlossen. Siehe Artikel:

https://reinholdkassen.wordpress.com/2013/02/06/das-delfinarium-munster-ist-nun-geschichte/

 

 

Deutsche Reiseveranstalter werben nicht mehr für die Todesbecken in den angepriesenen Urlaubsorten. Wir danken dahingehend dem WDSF und freuen uns sehr über ihren Erfolg.

„(WDSF) Knapp einen Monat benötigte das Wal- und DelfinschutzForum (WDSF) sämtliche großen deutschen Reiseveranstalter davon zu überzeugen, ein „Todes-Delfinarium“ in Dubai nicht mehr zu bewerben. Nachdem die marktbeherrschenden Unternehmen anfänglich nur zögerlich reagierten, machten sie jetzt nach einem Sturm der Entrüstung auf Facebook einen Rückzieher: TUI, DER Touristik mit ITS, Dertour, Jahn Reisen, Tjaereborg und Meier’s Weltreisen, FTI Touristik, Schauinsland Reisen und als letzter Thomas Cook mit Neckermann stoppen sämtliche Werbung für das Hotel-Delfinarium.

Das WDSF hatte dokumentiert, dass in dem „Dolphin Bay“-Delfinarium des Hotels „Atlantis The Palm“ in Dubai innerhalb von fünf Jahren mehr als 10 Delfine verstorben sind. 28 Delfine hatte das Hotel im Jahr 2007 zur Eröffnung von den Solomon-Inseln nach einem 30-stündigen Flug importiert. Fünf Delfine starben kurz nach der Ankunft. „Alle 28 Delfine stammen aus einer der grausamsten und blutigsten Delfintreibjagdjagd aller Zeiten und landeten in dem Todes-Delfinarium in Dubai“, formuliert das WDSF.“

Link: http://www.wdsf.eu/index.php/wdsf-aktuell-53/287-sturm-der-entruestung-stoppt-alle-grossen-reiseveranstalter

 

Die Politik wurde wieder und wieder wachgerüttelt, so dass unsere jahrelangen Proteste nun dazu führen, dass der Punkt “Verbot von delfinarien” nicht mehr unter den Tisch fallen gelassen werden kann. Zusammen mit vielen Kooperationspartnern und in erster Linie mit dem WDSF konnte erreicht werden, dass genug Druck aufgebaut werden konnte. Während die Grünen mit vielen Organisationen und Wissenschaftlern weiter für das verbot kämpfen, halten CDU/CSU aufgrund des drohenden wirtschaftlichen Zusammenbruches der tierquälerischen Betriebe (wie so oft, wenn es um Tierschutz gehen sollte) dagegen.

(Die CDU ist und bleibt mit ihren Partnern eine Lobby-Landschaft, die sich auf Tierausbeutung in jeder Lage stützt. Ob Massentierhaltung, Tierhaltung in Zirkusbetrieben oder Schlachtakkorde…wo es ums Geld geht zeigen diese Parteigrößen wie immer ihre hässlich mordende Fratze.)

 

Der aktuelle Medien-Rundumblick:

Pressemitteilung des WDSF

http://www.themenportal.de/politik/gruene-im-bundestag-wollen-delfinhaltung-in-deutschland-verbieten-42952

 

Lokalzeit WDR:

http://www.youtube.com/watch?v=4uf3tKXK8wM

 

WDR berichtet weiter:

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit/lokalzeit-aus-duisburg/videodelfineimzoo100_size-L.html?autostart=true

 

Die Grünen im Bundestag – deutliches Signal zur Schließung der Todesbecken

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/duisburger-delfine-schwimmen-ins-ungewisse-id7957778.html?ciuac=true

 

http://www.taz.de/Delfinhaltung-im-Zoo/%21116332/

 

Der Kampf der Parteien geht weiter

http://nachrichten.rp-online.de/leitartikel/verzicht-auf-delfine-im-zoo-ein-signal-1.3400730

 

Zoodirektor muss die Zahlen der bereits toten Delfine veröffentlichen:

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/zoodirektor-nennt-bundestag-zahl-der-toten-tuemmler-in-duisburg-id7952871.html?ciuac=true

 

Bundestag informiert über den Stand der Dinge:

http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2013/44669679_kw20_pa_landwirtschaft/

 

Martin-Sebastian Abel, Sprecher der Grünen (Mitglied des Landtags von NRW | Sprecher für Tierschutz | Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien) hält öffentlich dagegen:

http://martin-sebastian.de/2013/05/delfinarium-in-duisburg-nicht-artgerecht-zoo-muss-konsequenzen-ziehen/

 

Es wird spannend bleiben im Kampf gegen die industrielle Mordmaschine „Delfinarium“, welche es übrigens in vielen anderen Ländern aus Tierschutzgründen schon längst nicht mehr geben darf. Immer mehr Länder schließen sich dem an und verbieten die Haltung und Dressur von Delfinen in Gefangenschaft. Wir sind gespannt wie lange die deutsche Politik noch braucht um der Wahrheit taten folgen zu lassen.

Wir bleiben dran…

Ebenso wie viele andere, allen voran der von uns sehr geschätzte Jürgen Ortmüller (WDSF), mit dem wir gerne jederzeit wieder vor den Toren der Delfinarien stehen werden.

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