Monatsarchiv: Januar 2013

Kurze Verschnaufpause für animal-peace Tierhof und Rüsselheim e.V.

Der Anfang ist gemacht…

Und nun?

animal-peace Tierhof  feiert, bedankt sich, bittet um Entschuldigung, reflektiert und wird zu gegebener Zeit an den richtigen Stellen die konstruktive Kritik äußern, die der teils katastrophale und gefährliche Verlauf dieser Schweinerettung auch verdient hat.

 

noch einmal zurück schauen...Schwer war die Angelegenheit allemal. Nach vielen Wochen des Ärgers, des Bangens, des Lösens von unzähligen Problemen und auch des ständigen Reagierens auf unglaubliche Grabenkämpfe in gewissen Foren, sozialen Netzwerken sowie auch im teils zerrütteten Rüsselheim-Team selbst, ist es nun endlich gelungen die Tiere an einen schweinegerechten Ort zu verbringen. Dort können sie endlich ein Leben als Schwein führen – und das dauerhaft unter kompetenter Betreuung. Wir hoffen sehr, daß die Tiere nun Ruhe haben vor dem Dilettantentango der letzten Wochen, der sie fast noch das Leben gekostet hätte.

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Dilettanten-Tango…was oder besser wen zählen wir dazu? Zum einen sicherlich Einzelpersonen, die aus niederen Beweggründen die Rettungsaktion mit allen Mitteln verhindern wollten und irrsinniger Weise sowohl aus dem Rüsselheim-Umfeld selbst kamen oder auch von außen hinzukamen. Die internen Störungen kann AP Tierhof nur noch als geradezu desaströs bezeichnen – und in Zukunft als nicht mehr hinnehmbar verurteilen.

schweinehirtenteamwork ))Weiterhin waren das größte Problem der Rettung wohl die vielen verschiedenen Gruppierungen der Beteiligten selbst, welche ganz sicher ein gutes Herz und ein lobenswertes Ziel hatten, aber als „Freizeit-Tierschützer“ einer solchen Größenordnung nicht ansatzweise gewachsen waren. Man kann durchaus sagen: Man war von Beginn an zu schlecht aufgestellt. animal-peace Tierhof hatte sich daraufhin für die Schweine und auch für eine überaus bemühte und kämpferische Doris Rauh ins Zeug gelegt, um die Rettung zu dem zu machen, was die Schweine und auch das gute Motiv verdient hatten. Das ist uns nicht in allen Punkten gelungen.

Last but not least darf man die besondere Aufmerksamkeit mancher Unbeteiligter nicht vergessen. Die teils unglaublichen Intrigenspinnereien aus gewissen altbekannten Foren und sozialen Netzwerken, sowie einer selbsternannten Gossenschreiberin mit ausgeprägter, narzisstischer Artikelsucht, waren im Zusammenschluss nicht wirklich hilfreich, einen kühlen Kopf zu bewahren. Sie waren und sind allerdings zu vernachlässigen, da weitaus unbedeutender als sie selbst von sich glauben. Wir nehmen schlicht zur Kenntnis, daß Unruhe wohl gestiftet wurde, aber der dort beheimatete niedere Charakter erwartungsgemäß derart offensichtlich gestaltet wurde, dass er wenig Gefährdendes hervorbringen konnte. Trotzdem danken wir mit einem diabolischen Grinsen für die stetige Aufmerksamkeit und hoffen dass die verspeisten Tonnen an Popcorn wenigstens vegan waren. Man darf sich jetzt ruhig wieder dem eigenen Leben widmen (wohlwollender Tip am Rande).

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Uns wird derzeit oft die Frage gestellt ob wir nun die gesamte Aktion für einen Erfolg halten. Die Leitung von animal-peace Tierhof kann dazu vorläufig nur „JEIN“ sagen.

 

Menschen auf die während der ganzen Zeit verlass war, gab es auch...Einerseits haben wir mit wirklich wunderbaren Menschen arbeiten können, die mit uns zusammen nicht locker gelassen haben. DANKE dafür an Euch alle!

Andererseits wissen wir darum, daß der Erfolg sich an der Zukunft messen lassen muss. Eine Rettung alleine ist erst der Anfang. Die Zeit wird also erst noch zeigen, wie gut man sich aufstellen kann, wie effektiv man für die Tiere arbeiten kann, wie souverän man mit Problemen und Öffentlichkeitsarbeit umgeht und wie gut man aus den durchaus groben Fehlern und Fahrlässigkeiten gelernt hat.

Tierschutz ist keine Freizeitveranstaltung und kein Hobby. Tierschutz ist eine enorm verantwortungsvolle Aufgabe, der wir uns gerne auch weiterhin mit Rüsselheim e.V. stellen würden um das Leben der Tiere zu sichern und das Projekt erfolgreich werden zu lassen.

Wir werden unsere Bereitschaft zu einer weiteren Zusammenarbeit mit Rüsselheim e.V. jedoch überdenken müssen, da wir den bisherigen Umgang mit Aufgaben und Konflikten, Problemen und der gesamten Desorganisation der Beteiligten wie auch Verantwortlichen nicht gewohnt sind und uns auch nicht daran gewöhnen wollen. Wir sind uns jedoch sicher, dass man sehr gut gemeinsam arbeiten kann, wenn man sich auf einen professionelleren Charakter einigen kann – sicherlich auch wünschenswert für Rüsselheims Vorstand Doris Rauh, welche in den letzten Wochen wirklich zu leiden hatte, erstaunlicher Weise auch unter den eigenen Leuten.

Um Entschuldigung möchten wir jene bitten, die an ebenso wichtigen Projekten arbeiten und von AP Tierhof normalerweise mehr Aufmerksamkeit gewohnt sind sowie verdient haben. Wir haben unsere eigenen Projekte und Arbeitsbereiche für eine Zeit hinten anstellen müssen und sind dankbar für die Geduld, die uns dahingehend entgegengebracht wurde.

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D-Tango ))Unser besonderer Dank hinsichtlich der ersten schweren Etappe gilt vielen Menschen, die sich stark gemacht haben für eine gute Lösung. Dazu gehören u.a. die Besonnen unter den Rüsselheimern, die eigenen AP-Leute und deren wunderbare Unterstützer, die Spender und Paten, die sich nicht verunsichern ließen und die paar wenigen wirklich soliden Medienfachleute, die ihre Arbeit wirklich ernst genommen haben.

Unser Dank gilt einigen beratenden Fachleuten und Veterinärbeamten, ganz besonders aber dem Verantwortlichen vor Ort, Herr Thiele, der trotz unterschiedlicher Ansichten fair/sachlich gearbeitet hat und ganz sicherlich über seinen Beruf hinaus für das Wohlergehen der Tiere eingetreten ist.

Unser Dank gilt der Rüsselheim-Vorsitzenden Doris Rauh, welche viel Kritik einstecken musste – teils berechtigt, teils unberechtigt – und doch weiter an der Seite der Tiere jederzeit  ihrer Verantwortung gerecht wurde. Sie nimmt eine große Herausforderung an und kann unter gewissen Voraussetzungen jederzeit mit der Unterstützung von AP Tierhof rechnen. Wir danken nebst dessen einem jungen Mann, welcher seit Weihnachten trotz der eher schwierigen Bedingungen jeden Tag hart für die Tiere gearbeitet hat und sich bemühte eine optimale Versorgung sicher zu stellen.

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Wir möchten uns auch bei den konstruktiven Kritikern bedanken, die wertvolle und faire Denkanstöße gegeben haben. Den Niederen unter den Kritikern, die sich eher beschämender Hetze hingaben sei mit auf den Weg gegeben: „Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen.“

(Johann Wolfgang von Goethe)

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Wir schließen den Auftakt des überaus großen und einzigartigen Projektes mal bewusst mit Maybrit Illners Worten: „Ich wünsche viel Freude beim Vermehren der gewonnen Einsichten“ – und verabschieden uns damit ins Wochenende.

Ab Montag geht es dann um die Aussichten!

 

Rüsselheim hat eine Zukunft, soviel steht fest. Und das ist gut so.

 

 

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Altmark Zeitung

2013 01 26 Arme Schweine Bei minus 15 Grad zum Stall

2013 01 25  Schweinedrama endet heute

2013 01 19  Die ersten Tiere sind weg

2013 01 18  Saukalt Landkreis fordert 15 Grad

2013 01 15  Stapen Tätlichkeiten und Anzeigen

2013 01 12  Stapen – Betreuungsvertrag aufgelöst

2013 01 11  Sabine Schmutzler- Sind völlig überlastet

2013 01 10  Stapenerin sucht Plätze für 150 Ex-Mastschweine

2012 01 08  Stapen Amt macht weiter Druck

 

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Zirkus Universal Renz-Mahnwache

Alte Bekannte auf Gesprächskurs

Es war mal wieder soweit.

Wie schon so oft in den vergangenen Jahren stand das Team von animal-peace Tierhof vor einem der großen Zirkusunternehmen, welche immer noch mit Wildtieren durch Deutschland tourt. Der in Duisburg gastierende Zirkus Universal Renz, berühmt – und bei Tierrechtlern berüchtigt – für seine Wildtierdressuren, war auch diesen Monat wieder Treffpunkt alter Gegner in der Sache.
Man kennt sich bereits ganz gut und jeder weiß über den anderen was er wissen muss.
Demnach war die Demo der Tierrechtler auch für Universal Renz wieder mal nicht überraschend.

So war es auch nicht weiter verwunderlich, dass Zirkusdirektor Renz persönlich das Gespräch mit Reinhold Kassen, Leiter von AP Tierhof suchte. Man tauschte sich aus und sprach auch über die von AP Tierhof ständig besuchte Verwandtschaft (lesen Sie dazu die Artikel über die diversen Zirkusunternehmen der Familie Renz).

Reinhold Kassen dazu:“ Der Dialog mit unseren Gegnern ist uns sehr wichtig und wir kommen nicht nur zum demonstrieren.

Wir kennen jeden in der Branche und führen offen Gespräche miteinander. Das schafft sicherlich nicht die Probleme aus der Welt, denn unsere Forderung ist klar formuliert. Wir sind aber nicht abgeneigt im ständigen, wachen und ehrlichen Diskurs auch auf unsere Gegner zuzugehen. Das beruht auf Gegenseitigkeit.“

Diesmal war auch die vorsichtige Äusserung, dass sich Renz auch im eigenen Unternehmen eine Zukunft ohne Wildtiernummern vorstellen kann, Teil des lang andauernden Gespräches. Die Zeichen der Zeit sind ja mehr als deutlich und die gesamte Zirkuswelt weiß um den steigenden Imageverlust, die sich ändernden Gesetze und auch um die bisher sehr erfolgreiche Aufklärungsarbeit der Tierrechtsorganisationen. Die Entwicklung hin zu einem Wildtierverbot ist absehbar und man macht sich Gedanken – auch bei Renz Universal.

animal-peace Tierhof wird auch weiterhin das Gespräch suchen und bietet – wie damals schon bei Franz Althoff – seine Unterstützung an, sollte ein Ende der Tierdressur im Raume stehen.
„Wir werden in Zukunft einen Gesprächstermin wahrnehmen wollen um noch intensiver miteinander zu reden. Nicht vor den Toren während einer Mahnwache. Und wir hoffen, dass der Diskurs weitergeführt wie bisher – entspannt, ehrlich und direkt.“ kommentiert Reinhold Kassen.

 

Es gibt viel zu tun…bis die Vergewaltigung mit Applaus ein Ende hat und Tiere im Zirkus Geschichte sind.

 

WIR bleiben dran ! Und sind auf dem richtigen Weg!

 

KAMPAGNE – ZIRKUS

Vom Mastschwein zum Glücksschwein

Einmalige Rettungsaktion in Deutschland!

Vom Mastschwein zum Glücksschwein – Ihre Stimme zählt!

Wir haben die Möglichkeit das Leben von 140 ehemaligen Mastschweinen zu retten. Das „Lösegeld“ ist bezahlt, es gibt bereits sehr viele Paten und trotzdem hängt ihr Leben an einem seidenen Faden.

AKTION GLÜCKSSCHWEIN – Wann reißt der Himmel auf? Auch für uns??!!

AKTION GLÜCKSSCHWEIN – Wann reißt der Himmel auf? Auch für uns??!!

Können Sie sich ein Leben in Ständerhaltung, in einem Kastenstand vorstellen? Ein Leben, in dem Sie nur aufstehen und sich wieder hinlegen können? Ein Leben, das Sie nur in einem dunklen, stickigen Stall verbringen? Können Sie sich weiter vorstellen, dass Sie unter diesen Bedingungen Kinder auf die Welt bringen? … Wahrscheinlich nicht. Und doch ist dies bittere Realität in der deutschen Mastschweinezucht.

Wir wollen mittels dieser Petition den Behörden, Politikern und  auch den  Vertretern der Massentierhaltung zeigen, dass auch diese Tiere  mit uns  eine starke Lobby haben. Wir wollen die Zuständigen vor Ort  nochmals  inständig um Zeitaufschub und größtmögliche Nachsicht bitten,  sowie alle  tierliebenden Menschen, Tierfreunde und Tierschützer  auffordern: Bitte  unterstützt diese Unterschriftensammlung! Gebt den  140 Tieren Eure Stimme  und setzt damit ein deutliches Zeichen für „die  zarten Rüssel“. Wir  brauchen für die Rettung von Seiten der Zuständigen  in den Behörden,  eine reelle – vor allem zeitliche – Chance…und eine  Form der  Zusammenarbeit, die beide Seiten zufrieden stellen kann, die   Gesetzgebung und die Schweineverteidiger. Und ja, das ist möglich!

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Die Hintergründe:

Wohin wird die Reise der Rüssels gehen?Einem günstigen Zusammentreffen von Tierschützern und einem (inzwischen ehemaligen) Schweinebauern ist es zu verdanken, dass diese großartige Rettungsaktion ins Leben gerufen werden konnte: „Wann reißt der Himmel auf? Auch für uns?!“
Zu diesem Zweck wurde Ende 2009 der Verein Rüsselheim e.V. (www.ruesselheim.com) gegründet – mit dem Ziel diesen landwirtschaftlichen Mastschweinbetrieb Schritt für Schritt aufzulösen und das Leben aller dortigen Schweine zu retten. Das, was bei Hunden und Katzen seit Jahrzehnten üblich ist, ist bei sog. Schlachttieren noch die Ausnahme: Die Rettung für ein freies, artgerechtes Leben – ohne Endstation Schlachthaus.
Nach vielen Monaten engagierter Arbeit, zusammen mit lokalen Tierschutzvereinen, Spendern, Paten und der Tierrechtsorganisation animal-peace Tierhof, gelang es in letzter Minute die Schweine vor dem Schlachthaus zu bewahren. In den ersten Schritten der Rettungsaktion wurden insgesamt 140 Ferkel, Läufer, Mastschweine und Mutterschweine aus der Intensivhaltung gerettet. In Stapen (Sachsen-Anhalt) war dem Verein kurzfristig eine ehemalige Reithalle angeboten worden, die mit viel Enthusiasmus und Herzblut in ein vorübergehendes „Schweine Bed & Breakfast-Asyl“ umgewandelt wurde. Endlich konnten – zum ersten Mal – alle Tiere auf Stroh stehen und ihre arteigenen Bedürfnisse ausleben von denen sie bisher nur träumten. Nun steht die Weitervermittlung auf geeignete Endplätze an. Trotz Freikauf und bestehenden Patenschaften sind noch immer nicht alle Schweine in Sicherheit. Denn wider Erwarten gibt es deutliche Bestrebungen Außenstehender diese Rettung zu blockieren, zu erschweren und letztendlich zu verhindern. Schweine haben in unserer Gesellschaft mehr Feinde als Freunde. Sicher ist, dass Schweine in der Intensivmast, in der Schlachtung und letztendlich auf dem Teller eine millionenschwere Lobby haben. Da darf man annehmen, dass gerettete Schweine mit Namen und Persönlichkeit eher störend wirken.
Das mediale Interesse ist dementsprechend groß. Kaum ein Tag vergeht ohne Medienberichterstattung (gute wie auch schlechte), kein Tag vergeht ohne erneute Anzeigen gegen die Schweineverteidiger (was bis zu handfesten Drohungen geht), all das erschwert uns weiter die Arbeit und lässt uns weiterhin um das Leben der Tiere bangen.

Sicherlich wissen sowohl die Tierschützer von Rüsselheim e.V. als auch begleitende Organisationen um die Probleme, die diese Tierrettung „in letzter Sekunde“ mit sich brachte – ebenso wie wir um die Probleme wissen, die uns obendrauf aus niederen Beweggründen gemacht werden. Wir wissen aber auch – und daran bestand nie ein Zweifel – dass die provisorische Notunterkunft stets nur für eine kurze Zeit gedacht war und nicht alle von Amtswegen festgelegten Rahmenbedingungen erfüllen konnte. Wir wissen aber auch, dass es den Schweine dort bestens geht, der Seuchenschutz gewährleistet ist und die Auflagen nun erfüllt werden konnten … während die schlimmsten Missstände in der kommerziellen Nutztierhaltung obligatorisch zugelassen werden. *)

Eine für die Schweine lebensbedrohliche Fristsetzung bringt die Tiere  dennoch erneut in akute Lebensgefahr. Alle Tiere, die bis zum  02.02.2013 auf keinen geeigneten Lebensplatz verbracht wurden, sollen  von Amtswegen getötet werden!

Keine vier Wochen … eine Deadline, die ganz sicher nicht hilfreich ist um rechtlich einwandfreie Plätze zu bieten, die auch den Tieren gerecht werden. Eine Hürde, die wir trotz allem nehmen werden, geeignete Plätze stehen in Aussicht.

Bitte unterstützt diese Unterschriftensammlung! Gebt den Tieren Eure Stimme und setzt damit ein deutliches Zeichen für „die zarten Rüssel“.

Rüsselheim e.V. & animal-peace Tierhof

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http://www.petitionen24.com/schweinrettung

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Weitere Informationen:

http://www.vegan.eu/index.php/meldung-komplett/items/r%C3%BCsselheim_schweine.html

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Allgemeine Information:

Alleine in Deutschland werden mehr als 1,1 Millionen Schweine pro Woche getötet. Im Schlachthof angekommen werden mehr als 13,5 % von ihnen nicht richtig betäubt und sie werden halb ausgeblutet bei vollem Bewusstsein mit siedeheißem Wasser verbrüht, damit der Konsument im Discounter möglichst billig Schweinefleisch kaufen kann… Traurig, dass solche Tierquälerei im 21 Jahrhundert nicht nur von den (meistens schlecht, oder gar uninformierten) Konsumenten, sondern auch vom Gesetzgeber toleriert bzw. unterstützt wird. Noch trauriger ist es aber, dass die kommerziell ausgeübte Tierquälerei gesetzlich besser geschützt ist als das ehrliche Bemühen engagierter Tierschützer, die rund um die Uhr ihr Bestes geben, um diesen Tieren ein Leben in Frieden zu ermöglichen. Denn – bei aller Kritik – sicher ist, dass es diesen Tieren hundert Mal besser geht, als jedem klassischen Mastschwein.

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*) In der kommerziellen Mast fristen die Tiere ein kurzes Leben in dunklen, stickigen Ställen. Sind sie weiblich werden sie zwangsgeschwängert und verbringen die meiste Zeit ihres Lebens in einem körper-großen Kastenstand/Ständer, in dem sie sich nicht mal umdrehen können…. der Nachwuchs wird ihnen weggenommen, die männlichen Ferkel werden betäubungslos kastriert, die Zähne werden ohne Narkose geschliffen und die Ringelschwänzchen abgeschnitten. Die Tiere leben auf Spaltenboden durch die ihr Kot fällt, diesen Gestank müssen die Tiere ihr ganzes Leben ertragen, durch die Gase entzünden sich ihre Lungen. Schmerzen haben sie zudem durch Überzüchtung, weil sie so schnell Fleisch und Speck ansetzen – ihre Knochen und Gelenke können diesem schnellen Wachstum kaum folgen. Nie dürfen sie die Sonne sehen, nie sich im Stroh wälzen oder im Schlamm wühlen, nie werden sie den Wind auf ihrer Haut spüren. Mit nur 6 Monaten (!) werden sie per Transporter, bei Kälte oder Hitze, ohne Futter und Wasser zu einem Schlachthof verbracht, in dem sie i.R. am Fließband, in Akkordarbeit, getötet werden.

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Stellungnahme von animal-peace Tierhof  zur Schweinerettung Rüsselheim 

RÜSSELHEIM E.V. – Das Schweine Projekt

 

AKTION GLÜCKSSCHWEIN – Wann reißt der Himmel auf? Auch für uns??!! (Flyer PDF)

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Stellungnahme von animal-peace Tierhof e.V. zur Schweinerettung Rüsselheim

Aufbruch gegens Sterben

AKTION GLÜCKSSCHWEIN – Wann reißt der Himmel auf? Auch für uns??!!

AKTION GLÜCKSSCHWEIN – Wann reißt der Himmel auf? Auch für uns??!!

Um es kurz vorweg zu nehmen:  Wir werden – vollkommen unbeeindruckt hinsichtlich der bisherigen Drohungen und vollends irrsinnigen Meinungsmache – einen ausführlichen Bericht über die Geschehnisse der letzten Wochen veröffentlichen. Letztlich wird dieser zu gegebener Zeit erscheinende Bericht in vollem Umfang mit gewissen Motiven und Taten bisher Beteiligter und anderer aufräumen. Soviel ist sicher und versprochen. Keiner wird vergessen oder um seinen Platz darin gebracht, weder im Guten noch im Schlechten, darauf schon mal unser Ehrenwort. Da warten eine Menge aufklärende Überraschungen auf den geneigten Leser. Soviel aufdringliches Fehlverhalten haben wir selten im Angesicht einer eigentlichen Tierrettung beobachtet.

 

JETZT geht es uns erst einmal um die langfristige Sicherung der Schweine, die ein kompetentes und tiergerechtes Zuhause benötigen – und das in relativ kurzer Zeit. Wir haben also keine Zeit für interne Kleinkriege, die Befindlichkeiten selbsternannter Helden, die Internetkriminalität Einzelner oder die meist eher fachlich flachen Kritikäußerungen unserer Gegner – auch wenn wir bei Letzterem durchaus unsere Freude nicht verbergen können mal wieder von ihnen zu hören. Wir müssen Lösungen erarbeiten und werden das auch schaffen – zur Zufriedenheit aller, denen das Wohl der Schweine (vorsorgliches Wiederholen: …der Schweine!!!) am Herzen liegt.

 

animal-peace Tierhof kann – so wie es derzeit ausschaut – mit der Vorstandsvorsitzenden von Rüsselheim e.V. (Doris Rauh) eine langfristige Lösung für die Tiere bieten. Daran wird gearbeitet und das Angebot gegenüber Frau Rauh steht nach wie vor, da wir uns bei der Rettung hinsichtlich dessen angeboten hatten. Die Möglichkeit der Umsetzung wird also auch nur zwischen den Vorständen der beiden Vereine vereinbart. Unser Angebot wird auch durch den bisher erzeugten Druck anderer nicht zurückgezogen, da wir hier ausschließlich für die Schweine arbeiten und nicht für Foren und/oder facebook-Täter. Und ganz selbstverständlich werden wir jederzeit für jeden ansprechbar sein, der für diese Tiere mitverantwortlich ist. Für dumm verkaufen lassen wir uns allerdings nicht, ist nicht Teil unserer Arbeit und wird es auch nie sein.

 

Zu dem TV-Bericht:

DIGITAL CAMERANachdem aufgrund unerwarteter Ereignisse (Bauernaufstand) während der Rettung ein MDR-Live-Bericht über die Auseinandersetzung ganz sicher dazu geführt hat, dass der TV-Bericht nicht so ausgestrahlt wurde wie wir es erwartet haben…mussten wir uns kurz aus der Medienarbeit zurückziehen. Die Frage nach dem „Warum“ stellt sich nicht, da man sich denken kann wie hart AP Tierhof dafür zu Unrecht angegangen wurde. Wir haben weder dazu beigetragen, dass die Rüsselheim-Rettungsaktion nicht mehr ausreichend inhaltlich zugunsten des Vereines Rüsselheim behandelt wurde, noch haben wir dafür gesorgt dass die Rettungsaktion durch Landwirte vor Ort gestört wurde. Dass sich ein Kamerateam dann via Liveticker dazu entschied diese Szenen in den Vordergrund zu setzen, ist weder unser Bestreben gewesen noch hätte es je ein Vorsatz sein können (alles andere gehört in Märchenstunden). Die darauf folgende Medienarbeit blieb also durch unseren Rückzug kurz verwaist und es kam wie es kommen musste: Es folgte ohne uns dann zwangsläufig der mediale Verriß des Projektes, da Rüsselheim e.V. für das Kamerateam nicht einmal mehr zu erreichen war. Prädikat von uns: ungenügend!

Daraus kann man aber lernen.

 

Wir möchten also hiermit noch einmal alle Beteiligten und Interessierten bitten:

Helft den Schweine indem ihr souverän an deren Seite steht. Die Seite des Lebens ist nicht irgendwer…ist auch nicht der Pool an massenhaften Gegnern. Die Seite des Lebens sind ausschließlich die zwei eingetragenen Vereine, die zusammen die Lösung sein können. Wer das weiter aktiv behindert, begeht tatsächlich ein Verbrechen.

 

Ein Verbrechen an Tieren, die jetzt noch leben und an ihrem Leben hängen.

Wir haben es in der Hand – machen wir was draus.

 

animal-peace Tierhof steht weiter zur Verfügung – wenn Rüsselheim es möchte.

 

…und hat ganz sicher genug „Arsch in der Hose“ – wie der Volksmund es gerne ausdrückt –  sich mit weitaus mehr plötzlich auftauchenden Gegnern auseinander zu setzen als bisher schon. Kein Thema…

 

Auf geht’s Kinders….die Schweine warten.

WIR stehen in den Startlöchern

Und IHR seid am Drücker

Der Rüsselheim Vorstand wird sich schnell entscheiden müssen.

 

Mit besten Grüßen

animal-peace Tierhof e.V.

Der Vorstand