Monatsarchiv: Dezember 2012

Samstag, 08.12.2012. – Tatort Jagdmesse in Hannover

Und da waren sie wieder…

 

Unsere drei Probleme…

 

IMG_29921. Es gibt Europas größte Jagdmesse in Hannover immer noch…(vollkommen unverständlich für intelligente Menschen mit einem ethisch-moralischen Bewusstsein)

 

2. Es gibt wieder erfrorene Füße beim Demonstrieren

 

3. Es wird trotz jahrelanger Arbeit der unzähligen Jagdgegner weiter auf Tiere geschossen

 

…nichts desto trotz wächst auch in der Bevölkerung ein gesundes Unwohlsein bzgl der Jagd und ihrer verlogenen Lobby. Jahrelange Aufklärungsarbeit vieler verschiedener Wissenschaftler, Tierrechts-, Tierschutz- und Artenschutzorganisationen haben dazu geführt, dass der ehrenwerte, traditionsschwangere Gang des Jägers in den Wald in unserer Gesellschaft kritischer beleuchtet wird. Die Jagdlobby hat mittlerweile unglaublich viel zu tun um ihr blutiges Handwerk zu bewerben – und macht auch vor Märchenstunden in Schulen und Kindergärten nicht halt.

Die große Jagdmesse in Hannover war wieder eine gute und wichtige Gelegenheit der Öffentlichkeit zu zeigen was hinter der Fassade der lodengrünen Trachtenwelt geschieht – ein nicht endender, blutiger Krieg gegen wehrlose Tiere.

Von modernen Waffen bis Fallenjagd, von buchbaren Abschüssen im Bereich der Trophäenjagd bis Pelzmode, von Hundezucht bis Trachten war in Hannover wieder alles vertreten was mit der millionenfachen Tötung von Wild- oder Zuchttieren sein Geld verdient. Die Jagd ist ein gutes Geschäft, nach wie vor.

 

Wir zielen auf die Jagd

 

Tierrechtler, angeschlossene Vereine/ Tierschutzgruppen und Kooperationspartner haben mittels einer Demonstration vor den Toren der Messe auf das „Verbrechen Jagd“ aufmerksam gemacht. Ziel war es, den Besuchern, Bürgern und auch der Politik erneut aufzuzeigen, dass es sich bei der Jagd weder um ein schützenswertes Brauchtum noch um eine unter dem Gesichtspunkt des Naturschutzes notwendige Hege handelt. „Die Jagd ist das letzte Reservat straflosen Lustmordes“ – sie ist weder ökologisch wertvoll, noch ethisch vertretbar, weder zeitgemäß noch gerecht – und genau das lässt sich beweisen. Der mittlerweile gefährlich hohe Image-Schaden, den Jagdlobbyisten händeringend weiter zu verhindern versuchen, kommt nicht von ungefähr.

Trotz kalter Füße war es ein wahres Vergnügen, dem Mob der Tötungsfetischisten eine deutliche Botschaft zu senden. Der Widerstand wächst – sowohl bei Tierschützern, als auch bei Bürgern und Wissenschaftlern, die sich schon längst nicht mehr so leicht ins Bockshorn jagen lassen wie die Lodenfraktion es gerne hätte. Ron Meyer, Tierrechtler aus Osnabrück, Organisator und Veranstalter der Demo hatte keine Mühen gescheut, Menschen zusammen zu bringen und eine bunte, mit aufwändigem Infomaterial bestückte Gegenveranstaltung zu kreieren, die auch für die Pressevertreter keine Wünsche übrig ließ. Vor dem Eingang der Messe wurden die Besucher mit Flyer, Transparenten und guter Laune begrüßt.

 

Auch wir, Reinhold Kassen, Leiter von animal-peace Tierhof & sein Team, waren wieder vor Ort um dem letzten Reservat straflosen Lustmordes seinen Gegenwind zu verpassen. „Wir haben sehr gerne die Demonstration von Ron Meyer und seinen Mitstreitern besucht und danken ihm für seine wunderbare Vorarbeit. Es ist nach wie vor wichtig überall dort zu sein, wo die Jagdlobby ihrem mörderischen Handwerk nachgeht. Sowohl in den Wäldern als auch an den Orten wo für das millionenfache blutige Leid geworben wird. Die Jagd ist Nichts anderes als ein blutiges Schlachtfeld. Und am Ende hängen die Überreste der Opfer als Trophäen an den Wänden. Wie heruntergekommen kann fehlende Moral noch aussehen? Ein schutzloses Leben in ein blutendes, gehetztes Bündel Leid zu verwandeln ist doch ein Verbrechen! Was sollte sonst ein Verbrechen sein? Wissen Sie, Gegner der Jagd wird man nicht aus Langeweile, sondern weil man die dunkle Wahrheit über sie kennt.“

 

 

Und so bleibt nach dieser Messe auch Nichts anderes zu sagen als:

 

Alle Jahre wieder…..

 

Wir sehen uns bei der nächsten Jagdmesse!

 

Bis umgesetzt ist was längst überfällig ist: das Ende der Jagd auf Tiere!

 

 

Der Nachmittag nach der Messe

 

…war einfach nur göttlichst. Ein wunderschön inszenierter und liebevoller bewirtschafteter veganer Weihnachtsmarkt entschädigte für die üblen Begegnungen und Aussichten auf dem Messegelände. In der Stadt Hannover wurden Tierrechtler und Tierschützer, Anti-Jagd-Demonstranten und jeder interessierte Bürger mit Leckereien aus der veganen, tierleidfreien Küche umsorgt…es gab heiße Getränke gegen kalte Demo-Füße, jede Menge Infos über Tierrecht & Tierschutz und tolle Gespräche mit Gleichgesinnten.

 

Auch dafür ein herzliches Danke an alle Beteiligten, die damit dem Tag noch eine Genuß-Note der ganz besonderen Art gegeben haben!

 

Wir freuen uns aufs nächste Mal

 

 

„Wo Recht zu Unrecht wird – wird Widerstand zur Pflicht“  …immer wieder!

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Weihnachtswunder…gibt es wohl selten.

ABER:

Wir müssen jetzt eines erschaffen!

„Ein Tier zu retten, verändert nicht die Welt. Aber die ganze Welt verändert sich für dieses Tier!“

„Ein Tier zu retten, verändert nicht die Welt. Aber die ganze Welt verändert sich für dieses Tier!“

Dieses achtjährige Mädel sollte nächste Woche auf einen Schlachttransport (warscheinlich nach Italien) gehen, was wir verhindern konnten…dachten wir.

Nun wird sie auch nächsten Samstag auf einen anderen Transport gehen, auf dem „Leben“ steht – nicht wie erwartet „Leid & Tod“. Aber anders als wir dachten.

Warum sind wir kurzfristig für sie eingesprungen? – und das obwohl wir so etwas mit kurzfristigen Deadlines eigentlich grundsätzlich nicht tun? Wir haben ihr Leben auf der Kippe eine zeitlang beobachtend begleitet…aus der Ferne…mit gedrückten Daumen. Es fand sich ein neuer Halter und der Transporttermin ins neue Leben stand. Wir dachten: alles gut für dieses Pferd. Es ist Leben, welches leben will und nun auch leben darf.

Dann heute morgen die Schockstarre! Urplötzlich ist der neue Halter abgesprungen und die Zeit für die nochmalige Suche nach einem Zuhause und einer Zukunft wäre zu knapp gewesen. Für Wut & Enttäuschung bleibt keine Zeit. Fassungslosigkeit hilft dem Pferd nicht. Und schon schaut man auf sich, seine Berufung, die verschwendete Zeit, auf die Feiertage voller Konsum den man nicht braucht, die Weihnachtsgeschichte, den Namen des Vereines, die Bilder der Stute…die niemanden mehr hat. Und auf einen Satz…der einem nicht mehr aus dem Gedächtnis geht: „Ein Tier zu retten, verändert nicht die Welt. Aber die ganze Welt verändert sich für dieses Tier!“

Ob wir eine Wahl haben?

Natürlich! Die hat man immer…

 

Dieses ist das erste Pferd, welches von uns nun MIT EUCH gerettet werden kann, damit es leben darf. Es ist das bisher einzige Pferd, für das wir ein „Lösegeld“ zahlen müssen/werden  (und wird wohl auch das Einzige bleiben, da ich hiermit von einem meiner eher harten Grundsätze im Pferdeschutz abweiche…nicht ohne mir dabei grade selbst erstaunt zuzuschauen)

 

Hier die Versöhnung des Kopfes mit dem Bauch….

Helen Claire, so haben wir sie getauft, braucht jetzt das Weihnachtswunder

 

600 Euro müssen noch gesammelt werden

 

Spendenkonto: 700 71 64

Stadtsparkasse Haltern – BLZ: 426 513 15

Pferdehilfe Sonnenhof

Stichwort: „Helen“

Tierschützer protestieren gegen „Pferd & Jagd“ – HAZ

Tierschützer protestieren gegen „Pferd & Jagd“

Demonstration

08.12.2012

Die Proteste haben ebenso Tradition wie die Messe: Am Sonnabendvormittag demonstrierten rund 40 Vertreter der Tierschutzorganisation „Animal Peace“ gegen die Veranstaltung „Pferd & Jagd“, die jedes Jahr um diese Zeit auf dem Messegelände läuft. Alle Jahre wieder finden sich auch die Demonstranten dort ein.

Tierschützer im Jägerkostüm:Protestaktion gegen die Pferd&Jagd. Quelle: Behrens

Tierschützer im Jägerkostüm:Protestaktion gegen die Pferd & Jagd.  Quelle: Behrens

Hannover
Die Teilnehmer der Protestgruppe, allesamt Veganer, skandierten vor dem Messeeingang Nord ihre Parolen, die sich gegen die Jagd von Tieren richten. „Wir fordern, dass niemand mehr auf wehrlose Tiere schießt“, sagte Organisator Reinhold Kassen. Demonstranten waren in Wildschwein- und Fuchskostüme geschlüpft und schlugen in einer kleinen einstudierten Szene auf einen als Jäger verkleideten Mitdemonstranten ein. Jenseits dieser inszenierten Prügelei blieb der Protest auch aus Sicht der Veranstalter aber friedlich. Am Sonntag wollen die Veganer noch einmal protestieren. Die „Pferd & Jagd“, die ein breites Angebot für Reiter und Jäger samt Showprogrammen bereithält, läuft noch bis zum Sonntag, die veranstaltende Heckmann GmbH rechnet mit rund 80000 Besuchern an den vier Messetagen.

Zu Weihnachten lieber ein Stofftier

Deutscher Tierhilfe Verband:

Zu Weihnachten lieber ein Stofftier

Gerade zur Weihnachtszeit ist die Versuchung groß, viele Kinder wünschen sich einen kleinen Hund oder ein Kätzchen. Doch Tiere können nicht so einfach zurückgegeben oder umgetauscht werden, weil etwa die Zeit oder das Geld fehlt, sich um das Tier zu kümmern. Viele Tierheime geben deshalb auch im Winter keine Tiere mehr ab. Tiere sollten nicht unbedacht verschenkt werden – ganz besonders gilt das zu Weihnachten. Zwar ist ein Haustier für viele Familien eine Bereicherung, mit der Anschaffung eines Tieres sind jedoch immer viel Aufwand und auch finanzielle Belastungen verbunden. Ratgeber für Haustierhaltung rechnen so etwa mit Kosten von ca. 10.000 €, die ein Hundehalter bei einer ca. 15-jährigen Lebenserwartung seines Tieres für Futter, tierärztliche Behandlung und Versorgung aufbringen muss. Einige Rassehunde und -katzen benötigen auf Grund spezieller Züchtungen zudem noch zusätzliche Versorgung oder Pflege, die über die übliche Betreuung hinausgeht. Auch sind bestimmte Krankheiten oder Pflegebedürfnisse bei Rassetieren keine Seltenheit. Die Anschaffung eines Haustieres sollte eine wohlüberlegte Entscheidung sein, die mit Verantwortung getragen werden muss. Ein Tier zu halten, bedeutet auch das Eingehen von Kompromissen und gewissen Einschränkungen. Bevor ein Tier angeschafft wird, sollte man sich die Frage stellen, ob man auch dazu bereit ist. Katzentoiletten und Kaninchenställe müssen gesäubert, ein Hund muss täglich ausgeführt werden, bei jedem Wetter. Je nach Größe sollten mindestens eine bis zwei Stunden für das Gassigehen eingeplant werden.

HH_F Nr_ 005sViele Tierhalter, die sich spontan für den Kauf eines Haustieres entschieden haben, stehen dazu regelmäßig vor einem weiteren Problem: Wohin mit dem Tier im Urlaub, wenn sich niemand kümmern kann? Viele Züchter und auch Tierheime bieten eine vorübergehende Urlaubsbetreuung von Haustieren an. Doch Tierheime melden regelmäßig zu den klassischen Urlaubszeiten und leider auch verstärkt nach Weihnachten einen dramatischen Anstieg von ausgesetzten Tieren. Auf diese Weise entledigt sich so mancher Tierhalter seines „Problems“, doch ist das Aussetzen eines Tieres nicht nur strafbar, sondern bedeutet für das Tier – wenn es nicht gefunden wird – meist den sicheren Tod. Hunde und Katzen, die heute als Heimtiere gehalten werden, sind zu einem selbständigen Überleben in der Natur nicht mehr fähig. Wenn sie nicht anderen Tieren zum Opfer fallen, verhungern sie meist kläglich, da sie nicht in der Lage sind, für ihre Ernährung zu sorgen. Auch über die Unterbringung des Haustieres im Urlaub oder im Krankheitsfall sollte man sich daher im Vorfeld Gedanken machen. Nach offiziellen Angaben der Tierheime werden Jahr für Jahr bis zu 500.000 Tiere ausgesetzt, die Dunkelziffer dürfte noch weit darüber liegen. Was viele allerdings nicht wissen: Das Aussetzen von Tieren kann mit bis zu 25.000 € Strafe ziemlich teuer werden.

Ein großes Problem, welches oft und ganz besonders zur Weihnachtszeit zu Spontankäufen führt, stellen Verkäufe von Tieren auf Märkten dar: Meist im Grenzgebiet zu Osteuropa werden Hunde und Katzen zu Niedrigstpreisen angeboten. Dabei haben die meisten Tiere eine eher zweifelhafte Herkunft – auf Wochenmärkten, in Zeitungsanzeigen oder einfach am Straßenrand angebotene Jungtiere sind meist eingeschmuggelte Tiere, die oft unter erbärmlichen Zuständen als Massenware „produziert“ werden, häufig sind diese Tiere krank und überleben oft nicht lange. Meist werden die Jungen viel zu früh von den Muttertieren getrennt, sind nicht oder nur unzureichend geimpft, leiden an Mangelerscheinungen und brauchen oft eine kostspielige Behandlung, während die Muttertiere viel zu häufig geschwängert und als Gebärmaschinen missbraucht werden. Solche Tiere sollte man nicht kaufen, so mitleiderregend sie auch angepriesen werden, denn für jedes verkaufte Tierbaby steht meist schon ein neues bereit.

dtvUm solche Strukturen nicht ungewollt zu unterstützen, sollte man sich beim Kauf eines Haustieres daher wenn möglich auch immer die Elterntiere ansehen und Tiere nur bei seriösen Verkäufern erwerben – grundsätzlich jedoch nie anonym. Der Deutsche Tierhilfe Verband e.V. empfiehlt, die Anschaffung eines Haustieres immer mit der ganzen Familie mit genügend Zeit zu überlegen, damit es nicht zu Enttäuschungen kommt. Auch für Tiere, die aus dem Tierheim geholt werden, ist es schlimm, wieder zurück zu müssen. Regelmäßige Besuche im Tierheim, die auch mit dem Ausführen von Hunden verbunden werden können, sind vor der Anschaffung eines Haustieres ein guter Weg, sich an die Verantwortung zu gewöhnen. Und zu Weihnachten freuen sich Kinder seit jeher auch über Stofftiere.

RÜSSELHEIM E.V. – Das Schweine Projekt

Willkommen in einer anderen Welt…

Es ist dunkel – unerträglich dunkel. Zwischendurch gehen Röhren an und es wird künstlich hell, unangenehm weiß-kalt. Tageslicht gibt es nicht und die wärmende Sonne wird hier nie scheinen. Es gibt keinen rauschenden, frischen Windhauch, keinen Regentropfen, keine Bäume, keinen weichen frischen Waldboden, kein duftendes Gras und keine Natur – Nichts von alledem kommt hier vor. Man hört zwischendurch das surrende Geräusch elektrisch betriebener Gerätschaften wie z.B. das einer Lüftung. Es riecht übel – nach Kot und Urin, nach Angst und Blut. Die Luft ist zum Schneiden dick und stickig. Die Geräusche nebst der Lüftungsventilatoren sind ein verwirrter Topf aus unerträglichem Wimmern & Schreien und einer betäubenden, depressiven sowie lähmenden Stille. Die Angst als stummer Schrei prallt an den kalten Betonmauern dieses Raumes ab und kommt wie ein Bumerang zu einem zurück – ungehört und unnachgiebig. Ein Raum ohne Ausweg…eng, tödlich, starr. In festen Stahlkonstruktionen sind sie fixiert, zur Bewegungslosigkeit verdammt…sie atmen und leben, leiden und wimmern…die kalten Stäbe lassen sie nicht gehen. Das drückende Gefühl des „lebendig begraben seins“, der absoluten Ausweglosigkeit und der ewigen Verdammnis schnürt die Seele zu. Panische Blicke gehen in die Dunkelheit und verlieren sich im Nichts.

Willkommen in einer anderen Welt…Willkommen in einem üblichen Industrie-Schweinestall.

Und Willkommen…bei denen die ein Stück Hoffnung in die Tat umsetzen!

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Wer wir sind

„Tierschutz ist kein Anlass zur Freude, sondern eine Aufforderung sich zu schämen, dass wir ihn überhaupt brauchen.“ (Prof. Dr. Gräßer, Politiker)

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Rüsselheim e.V. ist ein Verein, der im Dezember 2009 gegründet wurde, und dessen Eintragung ins Vereinsregister im Jahr 2010 erfolgte.

Frau Andrea Braun ist für die Verwaltung des Rüsselheim e.V. zuständig und betreut ebenso die facebook Seiten.

Der Vereinsvorstand, Doris Rauh und Ariane Kossmala, engagieren sich seit Jahren für den Tierschutz, insbesondere den Schutz von Nutztieren wie Schweinen und Rindern. Seit 2011 bemüht sich der Verein Rüsselheim e.V. vorrangig einen ehemaligen Schweinemastbetrieb in Schwaben in einen schweinegerechten Schutzhof umzuwandeln. Rüsselheim e.V. hat das Projekt „Ein Mastbetrieb wird zum Gnadenhof“ Ende des Jahres 2011 ins Leben gerufen.

Da unsere Doris im Laufe der Zeit auch immer mehr Landwirt Ludwig von ihrer Idee „Schutzhof für Schweine“ überzeugen konnte, fiel der Startschuss für dieses ehrgeizige Projekt Hoffnung. Hoffnung für die dortigen Tiere und Hoffnung, dass durch so ein Beispiel das Bewusstsein für diese wunderbaren Tiere wächst. Schweine sind sensible, empfindsame, soziale, liebevolle und sehr intelligente Tiere – nicht mehr und nicht weniger! Und es ist ein Verbrechen sie für einen zweifelhaften Gaumenkitzel millionenfach leiden und sterben zu lassen, ihr gesamtes lebendiges Dasein auf ein Stück tote Ware zu reduzieren. Ein grausames Verbrechen – nicht mehr und nicht weniger! animal-peace Tierhof wurde auf den Verein und sein ehrgeiziges Projekt aufmerksam und bot sofort seine Mithilfe an. „So etwas gab es noch nie und wir müssen Rüsselheim e.V. & den Tieren dort helfen. Es gibt also viel zu tun, da es ohne Unterstützer von außen nicht stemmbar ist. Dieses Pilot-Projekt eröffnet nicht nur den Tieren eine Chance dort eine Chance auf Gerechtigkeit…sondern einer ganzen Tierart! Und das ist mehr als überfällig.“ kommentiert Reinhold Kassen den Berg an Arbeit, der vor der Initiative steht.

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Wir & die Schweine brauchen …Sie!

Bis zum heutigen Tag konnte Rüsselheim e.V. dank bisheriger Spenden 79 Tiere vor dem sicheren Schlachttermin bewahren. 100 Tiere warten noch auf das Leben durch den Freikauf.

(Lösegeld pro Tier: ca. 300 Euro) Die monatlichen Kosten (Abdeckung der Grundversorgung) liegen bei 45,00€

Einen Teil der Wegstrecke in ein glückliches, tiergerechtes Schweineleben haben wir hinter uns gebracht. Der bisherige Erfolg macht Hoffnung. 62 Schweine haben ihre Paten, die Ihrem Glücksschwein ein Leben ermöglichen. Seien auch Sie dabei und retten Leben – wertvolles Leben welches leben will. Werden Sie Teil der Aufklärung, des Bewusstseins und des Wandels! Werden Sie Teil der Hoffnung! Werden Sie Pate eines Schweines!

animal-peace Tierhof & das „Rüsselheim“-Team bitten Sie im Namen der Mutterschweine Amy, Stummelchen, Mira und allen weiteren dortigen Opfer der Tiervernichtungs-Industrie um Hilfe.

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Wer die Schweine sind

„Wahrscheinlich ist der Mensch der König aller Tiere, denn seine Grausamkeit übertriff die ihrige. Wir leben vom Tod anderer. Wir sind wandelnde Grabstätten!“

(Leonard da Vinci, Maler, Naturphilosoph)

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Auch heute noch ist die Meinung zum Schwein geprägt durch zahlreiche, alte Vorurteile. Die Althergebrachten: Schweine sind dumm, faul, gefräßig und übelriechend. Aufgrund dieser weitreichenden Absurditäten ist es dem Menschen gelungen, das reale Tier „Schwein“ komplett zu ignorieren und es auch dementsprechend zu behandeln. Ganz selbstverständlich.

Schweine sind anders als ihr Ruf und viel mehr als wir glauben.

 

Schweine sind

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– sehr bewegungsfreudige, neugierige, intelligente Tiere. Sie leben in sozialen Verbänden und sind mit ihren Rottenmitgliedern sehr eng verbunden. Soziales Leben, Körperpflege, freies wildes Spiel mit den Familienmitgliedern und bewegungsstarke Erkundungszüge durch ihre Umgebung gehören zu den natürlichen Bedürfnissen, die ein Schweineleben überhaupt erst lebenswert machen. All das wird ihnen in der Intensivmast zu 100% genommen – lebenslang- und ersetzt durch Qualen körperlicher und seelischer Art, die wir uns nicht einmal mit Hilfe eines Horrorfilmes vorstellen können.

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– sehr reinliche Tiere, die nie freiwillig Ihr Nest, ihren Schlafplatz, ihre Kinderstube, ihren Fressplatz oder gar die eigenen Ferkel beschmutzen würden. Sie sind quasi von Natur aus stubenrein und leiden in der Intensivmast schwer unter der ständigen unmittelbaren Nähe zu ihren Ausscheidungen, da sie eine natürlich Abscheu gegenüber Exkrementen haben. Was für eine quälende Vorstellung.

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– liebevolle Mütter. Schweinemütter gehören zu den besonders fürsorglichen Exemplaren. Sie sind äußerst zärtlich, wachsam und vorsichtig mit der Pflege ihres Nachwuchses beschäftigt. Sie baut vor der Geburt ein Nest, in dem die Jungtiere die ersten Tage verbringen. Neugeborene Ferkel lernen, auf die Stimme der Mutter zu hören und Mütter singen ihren Ferkeln geradezu etwas vor, während sie sie säugen. In heutigen Haltungssystemen wird die Sau zur Bewegungsunfähigkeit verdammt und durch Stahlkonstruktionen („eiserne Jungfrau“) fixiert. Das Muttertier kann sich so nicht um ihre Jungen kümmern.

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– hochintelligente Tiere.

„Professor Stanley Curtis von der Penn State University:“ bei den Schweinen sehr viel mehr im Bereich des Denkens und Beobachtens vor sich geht, als wir je vermutet hätten.“

Schweine sind viel schlauer als Hunde, so die Wissenschaft, und waren bei Videospielen sogar besser als manche Primaten. Dazu Dr. Sarah Boysen, Curtis‘ Kollegin: „[Schweine] sind imstande, sich mit einer Intensität zu konzentrieren, die ich nie bei einem Schimpansen gesehen habe.

Schweine bilden komplexe soziale Einheiten und lernen von einander in einer Weise, die wir zuvor ausschließlich bei Primaten beobachtet haben.“

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Schweine kommunizieren permanent miteinander. Mehr als 20 ihrer Oinks, Grunzlaute und Quieker wurden für verschiedene Situationen differenziert, vom Werben um ihre Partner bis zur Äußerung von: „Ich hab Hunger!“

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Schweine verfügen über ein langes Gedächtnis.

Dr. Curtis legte einen Ball, eine Frisbee-Scheibe und eine Hantel vor mehrere Schweine und war in der Lage, ihnen beizubringen, darüber zu springen, sich daneben zu setzen bzw. auf Verlangen jeden dieser Gegenstände zu holen, und sie konnten sich noch drei Jahre später an die Gegenstände erinnern.

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Professor Donald Broom von der Cambridge University Veterinary School meint: „[Schweine] besitzen die kognitive Fähigkeit, sich sehr differenziert zu verhalten. Sogar noch mehr als Hunde und ganz sicher Dreijährige.“

Schweine sind

wunderbare, vielseitige und liebenswerte Persönlichkeiten mit allen Empfindungen, die wir zu vertuschen versuchen, damit wir sie nutzen können wie sie heute genutzt werden.

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Schweine sind

Tiere, an denen wir nie wieder gut machen können was wir Milliarden von ihnen angetan haben. Und diese Tiere brauchen unsere Hilfe!

„Es ist die Anonymität unserer Tieropfer, die uns taub macht für ihre Schreie.“ (Luise Rinser, Schriftstellerin)

Drei Persönlichkeiten möchten wir Ihnen stellvertretend vorstellen. Drei von den vielen, die eine Chance haben wenn wir bereit sind für sie ein zu stehen. Es kostet uns nicht viel…unsere Untätigkeit würde sie jedoch viel kosten. Ihr ganzes Leben.

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Amy

Die ca. dreijährige, kleine & schmächtige Schweinedame Amy genießt jede Zuwendung, die Ihr entgegen gebracht wird. Wir wünschen uns für dieses liebe Schweinchen ein Leben in Freiheit, so dass Ihr Leben im engen Ständer ein Ende hat!

Amy würde sich sehr freuen! Wollen Sie Ihr die Freiheit schenken?

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Stummelchen

Sie ist 3 Jahre alt und auch ein Mutterschwein.

Stummelchen hat Ihren Namen dadurch erhalten, weil Ihr der Schwanz abgebissen wurde und sie jetzt nur noch ein Stummelschwänzchen hat. Sie ist eher ruhig und zurückhaltend, lässt sich aber trotzdem gerne streicheln! Sie leidet noch im Zwangsstand.

Wir würden uns sehr freuen, wenn sich jemand für die liebe Sau finden würde!

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Mira

Mira ist 3-4 Jahre alt. Sie ist sehr schmusig, immer hungrig und dabei nicht wählerisch.

Sie war immer eine liebevolle Schweinemama. Ihren letzten Wurf hat sie mit aller Zuwendung, die im Kastenstand möglich ist, groß gezogen.

Sie hat so sehr verdient, ein schönes, sicheres Leben auf dem Hof zu erhalten.

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Wäre es ein Gebet…so könnte es ihres sein:

(Auszug aus: „Schenk mir ein Wunder, Unheilig“)

Ich würde gern die Welt verstehn

ohne Angst nach vorne sehn

ich würde gern so vieles glauben

und ohne Furcht ganz Blind vertraun

 

ich würde gern eine Welt aufbaun

und voller Stolz in die Zukunft schaun

ich würde gern mein Leben leben

glaub mir dafür würd ich alles geben

 

ich würde gerne die Wahrheit sehn

und jede Lüge überstehn

ich würde gern meine Träume leben

glaub mir dafür würd ich alles geben

 

Schenk mir ein Wunder

sag mir das es sie noch gibt

Schenk mir ein Wunder

folgt auf Schatten wirklich Licht?

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AKTION GLÜCKSSCHWEIN – Wann reißt der Himmel auf? Auch für uns??!! (Flyer PDF)

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