Kein Fair Play im Zirkus…

aber dafür vor Probsts Tür!

Samstag, 17.11.2012 – Die Initiative „Aktion Fair Play“ lud ein und animal-peace Tierhof folgte, begleitete die von Aktion Fair Play angemeldete Mahnwache vor den Türen des altbekannten Circus Probst.

Das derzeit in Bochum gastierende Unternehmen, welches an die 100 Tiere – darunter Wildtiere wie Tiger, viele Exoten und diverse sog. Haustierarten – mit sich führt, ist ganz sicher einer der hartnäckigen Gegner für Tierrechtsorganisationen.

Neuerdings wanken die wenigen der noch verbliebenen Zirkusriesen und scheinen sich bewusst zu werden, daß die Tage des ewigen, ethisch verwerflichen Tiertransportes gezählt sind. Überall in Europa kämpfen Zirkusunternehmen wie Probst gegen das sich wandelnde Bewusstsein und gegen die gute sowie überzeugende Aufklärung der Tierschutzorganisationen und Bürger, die sich zum Ziel gemacht haben, was längst überfällig ist – Das Ende der Sklaverei in der Manege!

Selbst der Riese Probst zuckt in fast hilfloser Wehrigkeit mit einem eigenen Artikel auf seiner Website, in dem man angibt sich von „militanten Tierrechtlern“ grundlos „verfolgt“ zu fühlen. Keine Fakten, keine ernsthaft vertretbaren Wahrheiten…nicht mehr als ein Pochen auf Tradition und eine vermeintlich heile Welt, die es real für Tiere im Zirkus nie gab.

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Unbestreitbare Zirkuswahrheit bleibt:

Tiere leiden auf vielfältige Weise im Zirkus. Es ist eine tägliche Vergewaltigung mit Applaus ein Tier einzupferchen, ständig zu transportieren, ihm seine Natur und seinen Lebensraum vorzuenthalten, seine Bedürfnisse zu ignorieren und ihm unter Stress und Drill stetig Kunststücke abzuverlangen, die seinem Wesen im Detail nicht entsprechen und Besucher belustigen sollen. Tiere im Zirkus sind Karikaturen ihrer selbst und es ist und bleibt ein Verbrechen, ihnen so ein `Leben` anzutun. Das gilt nicht nur für Wildtiere, sondern für alle Tiere, denen ein derartiges Leben aufgezwungen wird. Gerade Fluchttiere gehören nicht in eine Manege! Wir können nicht hinnehmen, dass so eine Folter innerhalb der deutschen Politik noch „hier & da“ geduldet wird. Der Zirkus ist und bleibt ein ethisch-moralisches Eigentor für eine moderne Gesellschaft, die sich ihren moralischen Anspruch auf die Fahne schreibt.

Wir sind seit so vielen Jahren mit diesem skandalösen Treiben konfrontiert, dass es fast unglaublich ist wie wenig sich geändert hat. Die Politik hat mancherorts ihre Hausaufgaben vergessen, dennoch lässt sich ein langsamer Wandel erkennen. In vielen Ländern Europas (und darüber hinaus) und auch in vielen deutschen Städten ist zumindest die Darbietung von Wildtiernummern verboten und geächtet. Organisationen wie wir, die immer noch vor den Toren des Leidens stehen müssen, sind eine dringliche Aufforderung an die Politik sich weiter zu entwickeln und das längst überfällige Verbot der Tiernummern durchzusetzen. Ein Verbrechen ist nicht weniger ein Verbrechen, nur weil es Gewohnheit ist und jemand vor langer Zeit auf die Idee kam es als Kulturgut oder Kunst zu bezeichnen. Ob Probst sich um eine in der Zirkuswelt „anständige“ Tierhaltung bemüht oder nicht ist dabei zwar lobend zu erwähnen, letztendlich aber unerheblich. Dementsprechend können wir auch nicht Beifall spenden, wenn sich der Zirkusriese selbst mit amtlich ausgestellten Veterinärsstempeln ein „Ja“ zur sauberen Wildtierhaltung ausstellt.

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Probst zu Besuch vor der Tür

Überraschend war, daß wir von den Zirkusmitarbeitern „draußen“ besucht wurden und es friedliche bis sogar freundliche Gespräche gab. Eine Geste, die wir durchaus zu schätzen wissen, kennen wir doch auch die andere, eher verachtende und zu Gewalt neigende Seite mancher Zirkusbetriebe. Beide Seiten wissen: „Wir bleiben Gegner in der Sache“ – und das gänzlich ohne Kompromisse, doch hat animal-peace Tierhof noch nie etwas gegen eine offene und sachliche Gesprächskultur und einen regen Austausch mit den betreffenden Unternehmen gehabt – ganz im Gegenteil.

Wir wurden höflich gebeten doch bitte keine Sachbeschädigung an Plakaten oder anderen Gegenständen des Zirkus zu betreiben. Reinhold Kassen dazu: „Wir gehören ganz sicher zu den dienstältesten Demonstranten gegen die Welt der reisenden Tierdressur. Zerstörung fremden Eigentums gehört aber nicht zu unseren Gewohnheiten. Wir haben dem Zirkus zugesichert, dass wir nicht einmal daran dachten.“ So war ein eher ruhiges Gespräch alles, was die Mitarbeiter von den sonst so verteufelten „Militanten“ zu erwarten hatten. Wie meistens, wenn AP Tierhof irgendwo auftaucht.

Aktion Fair Play, deren Mahnwache AP Tierhof sehr gerne begleitete, wird auch weiterhin auf die Unterstützung der Tierrechtsorganisation zählen können. „Wir haben die Aktivisten von Aktion Fair Play sehr gerne unterstützt und werden das auch weiterhin tun – ebenso wie sie uns bei vielen Aktionen unterstützen. Wir haben gemeinsame Ziele und bemühen uns gerne zusammen für die Tiere. Aktion fair Play ist ein absoluter Gewinn für Tierrecht & Tierschutz und wir schauen mit Hochachtung auf die bisherige Arbeit und den Erfolg der Initiative. Wir können uns für die Zusammenarbeit also nur bedanken“ kommentiert Reinhold Kassen, Leiter AP Tierhof die neue Kooperation.

Wie heißt es in einem berühmten Zitat: „Wo immer ein Tier in den Dienst des Menschen gezwungen wird, gehen die Leiden, die es erduldet, uns alle an.“ Das Leiden der Tiere erteilt uns einen Auftrag. Und wir werden diesen Kampf gewinnen, soviel steht bereits fest. Die glänzende Zirkusfassade bröckelt seit Langem.

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Ruhrnachrichten:

Tierschützer protestieren vor Circus Probst

BOCHUM Zirkus ist kein Spaß für Tiere. Kein Applaus für Tierquälerei: Mit diesen und mit anderen Bannern hatten sich am Wochenende Tierschützer vor dem Circus Probst positioniert. Denn dieser war wieder einmal zu Gast. Mit im „Gepäck“ hatte er rund 100 verschiedene Tiere… unter anderem Wildtiere wie Kamele, Zebras und Tiger.  >>> Ruhrnachrichten

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Interessantes aus Presseartikeln zu Probst:

 

„Circus Probst fühlt sich von militanten Gegnern verfolgt“

WEINGARTEN „Circus Probst“ prangt in gelben Lettern auf den Plakaten, die vom Besuch einer der größten Zirkusse des Landes in Weingarten künden. Noch hängen sie, aber wie lange? Bei einer früheren Premiere in Regensburg wurden 75 artgleiche Plakate zerstört. Vermutlich von militanten Tierschützern, die in einem nie dagewesenen Maße die Traditionsunternehmen attackieren.

Manchmal werden die Werbeschilder abgerissen ein anderes Mal überklebt mit Aufschriften wie: „Vorstellung fällt aus – wegen Tierquälerei“. Schlimmstenfalls folgen die Tierschützer dem Zirkus von Stadt zu Stadt, machen Stimmung gegen die reisenden Unternehmen, lassen Vorstellungen platzen. „Einmal habe ich gesehen, wie diese Leute ins Zelt stürmten. Daraufhin stürzte ein Artist vom Pferd und brach sich ein Bein“, berichtet Maria Varfi vom Circus Probst.

Extreme Tierschützer führen einen Guerillakrieg gegen die Zirkuskultur, ihre Vorwürfe: Wildtiere gehören in die Wildnis und nicht hinter Gitter und schon gar nicht in die Manege. Die Tiere würden schlecht gehalten, litten an Verhaltenstörungen und Krankheiten. Stimmt das?

„Zirkusse sind für Tierärzte ein rotes Tuch, die Zustände manchmal katastrophal“, bestätigt Tierarzt Carsten Holtschmidt aus Markdorf. Er steht auf dem Festplatz in Weingarten, hat sich gerade die Dromedare angesehen. Nun blickt er sich um, zeigt auf die geräumigen Pferdeboxen, die großen Auslaufzonen für Zebras, Kamele und Lamas. „Hier aber stimmt alles. Probst ist für Tiere der beste Zirkus, den ich kenne.“

Zum Beleg hält er das Maul eines Dromedas auf, um die Hauer zu zeigen: „Ob Zähne, Hufen, Klauen oder Fell – daran können Sie erkennen, ob die Tiere ordentlich gehalten und gefüttert werden.“ Bei Probst sei alles tip-top. Die rund 90 Tiere ist er zusammen mit Brigitte Probst abgegangen, hat Wehwehchen untersucht, bei Bedarf Salben und Medikamente verschrieben, Tipps für Futter und Unterbringung gegeben. Das machen nicht alle Kollegen.

„Viele Tierärzte wollen gar nichts mit Zirkussen zu tun haben.“ Vor allem die kleinen, seien die Schwarzen Schafe. „Denen fehlt das Geld. Die rufen den Tierarzt erst, wenn es schon fast zu spät ist.“ „Reperaturmedizin“ nennt das der Fachmann.

Dass Probst vorwiegend „Vorsorgemedizin“ betreibt, beeindruckt die Tierschützer nicht. Sie fordern einen Zirkus ohne Tiere, auch Pferde und Ziegen gehörten dort nicht hin, bei den etwa Dressuren bekämen sie Schläge. Deshalb unterhält die Tierschutzorganisation Peta eine Internetseite, auf der es heißt: „Versuchen Sie, den Besuch des Zirkus zu verhindern“. Man solle sich an Zirkus-Sponsoren wenden, damit diese ihr Geld abziehen. Auch Schulen, Bürgermeister und Landratsämter alarmieren die Aktivisten, wollen sie gegen die Kurzeitgäste aufbringen. „Illegale Aktionen unterstützen wir nicht“, sagt ein Peta-Referent auf Anfrage. Und fügt an: „Ich kann Leute, die so etwas tun, aber gut verstehen.“ Tierschützer und Zirkusleute; sie liegen im Guerillakrieg.“

(Quelle: tierrechte.blog.de & schwaebische.de)

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Show-Unfall   Ärzte amputieren Hand von Tiger-Opfer

Mittwoch, 09.12.2009

„SOLINGEN –

Schock für die Besucher von Zirkus Probst! Statt der angekündigten Raubtierdressur erlebten sie am Donnerstagabend buchstäblich eine Horrorvorstellung:

Tigerdame Brahmi attackierte ihren Dompteur Dieter Dittmann und verletzte ihn schwer. Der Familienvater (52) liegt noch immer auf der Intensivstation einer Solinger Klinik.

Zirkussprecher Laurens Thoen erlebte das Drama aus nächster Nähe: „Der Vorfall ereignete sich völlig unerwartet. Die siebenjährige Tigerin griff plötzlich an und warf ihren Dompteur zu Boden.“

Was folgte, waren Bilder des Schreckens. Kreischende Zuschauer, Eltern stürmten mit ihren Kindern aus dem Zirkuszelt. Zirkusdirektor Reinhard Probst und andere Mitarbeiter eilten zum am Boden liegenden Dittmann. Mit Feuerlöschern und Stangen gelang es ihnen, die riesige Raubkatze von ihrem Opfer zu trennen.

Thoen: „Dittmann hatte wirklich Glück im Unglück. Er schwebte zu keiner Zeit in Lebensgefahr und war ansprechbar. Allerdings hat sich die Tigerin in seinem Schulterblatt verbissen und ihm schwere Verletzungen zugefügt. Er wird in den nächsten Tagen operiert.“

Wann der routinierte Dompteur wieder in der Manege stehen kann, ist unklar. Die Tiger-Vorstellung fällt bis auf Weiteres aus. „Dieter Dittmann ist der Einzige, der mit den Tieren umgehen kann“, so Thoen. Allerdings sei Dittmann fest entschlossen, so schnell wie möglich wieder mit seinen Katzen zu arbeiten.

Thoen zum EXPRESS: „Dittmann ist seit über 20 Jahren im Geschäft und liebt seine Tiere über alles. Er ist trotz seiner starken Schmerzen sehr gefasst und gibt Brahmi keine Schuld an der Attacke. Tiger sind und bleiben eben wilde Tiere.“

(Quelle: express.de)

 

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