animal-peace Tierhof und das Fadenkreuz in Düsseldorf

Wir zielen auf die Jagd !

Am 22. September findet vor dem Düsseldorfer Landtag eine Groß-Kundgebung der Jägervereinigungen satt. Damit soll die drohende Novellierung des Jagdrechts in NRW verhindert werden. Diese könnte das Ende der Jagd mit Schlagfallen, des Trainings von Hunden an lebenden Füchsen und Wasservögeln und weitere Einschränkungen der Jagd bedeuten. Um ihrer Meinung Gehör zu verschaffen haben die Jagdverbände dazu aufgerufen, dass um 12 Uhr mehr als 1000 Jagdhörner gleichzeitig geblasen werden.

 

Anlässlich der Demonstration der Jäger am 22.09.2012 in Düsseldorf, werden wir selbstverständlich an der Gegendemonstration engagierter Tierrechtler & Tierschützer teilnehmen. Für animal-peace Tierhof heißt es also wie so oft: Antijagd mit Volldampf voraus.

 

Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer und rufen jeden verantwortungsvollen Bürger zur Teilnahme auf – gegen das andauernde, traditionsmächtige Treiben der Jägerschaft. Gegen das moralische und ökologische Verbrechen, gegen das blutige Gemetzel in unseren Landschaften.

 

Anti-Jagd Demo

Samstag, 22.09.2012

Landtag Düsseldorf / Johannes Rau Platz

 

„Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit.“

(Theodor Heuss – ehem. Bundespräsident)

 

 

2012 – in einer vermeintlich zivilisierten, modernen Gesellschaft mit hohen ethischen Ansprüchen an sich selbst.

2012 – ein andauernder Kriegszustand gegen Wild- und Haustiere. Immernoch durchstreifen Jäger bewaffnet die Landschaft. Dabei fallen allein in Deutschland jedes Jahr etwa 6 Millionen Tiere dem jagdlichen Brauchtum zum Opfer. Hinzu kommen etwa 30.000 Hunde und bis zu 400.000 Katzen. Und das sind nur die offiziellen Zahlen, die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein.

2012 – es erschallt das Halali mit alkoholischem Umtrunk und stolz geschwellter Brust. Ein ökologisches und moralisches Verbrechen bahnt sich weiter seinen blutigen Weg.

2012 – Ist die Politik gut geschmiert, jagt es sich ganz ungeniert…

 

 

„Die Jagd ist nicht die eines denkenden Wesens würdige Beschäftigung. Es steht zu befürchten, dass die Menschen, die sie ausüben, ebenso unmenschlich gegen Menschen werden, wie sie es gegen Tiere sind, oder dass die grausame Sitte, mit Gleichgültigkeit Schmerzen zu verursachen, ihr Mitgefühl für das Unglück ihrer Nebenmenschen abstumpft.“

(Friedrich der Große)

 

 

 

Die Jagd in Kürze betrachtet

 

Hier eine kurze, thematische Zusammenfassung der Tierrechtsorganisation Peta, die wir Ihnen mit auf den Weg geben möchten :

 

„Das Nachstellen und Töten von Tieren hat sich als Form der Subsistenzwirtschaft, von der die Menschen in der Steinzeit weitgehend abhängig waren, zu einer Form der Freizeitgestaltung entwickelt. Ungeachtet der Tatsache, dass heutzutage in den zivilisierten Regionen der Welt niemand mehr jagen muss, um sich ernähren zu können, frönen ca. 350.000 Jäger allein in der Bundesrepublik dem „Handwerk“ – und töten zusammen jährlich mehr als fünf Millionen Wildtiere.

Es ist schwer nachzuvollziehen, warum es Jägern – knapp 0,4 Prozent der deutschen Bevölkerung – erlaubt ist, wildlebende Tiere zu töten und zu verstümmeln, die im Grunde genommen genauso den 99,6 Prozent der deutschen Nichtjäger „gehören“. Da die Jägerschaft mit ihren zahlreichen Vertretern in Politik und Wirtschaft jedoch beachtenswerten Einfluß auf die Gesetzgebung ausübt, gelingt es ihr noch immer, ihr blutiges Hobby aufrechtzuerhalten – gleich welche ökologischen Schäden (ganz zu schweigen vom Leid der betroffenen Tiere) hieraus resultieren. Nichtjäger, die oftmals haarsträubenden Thesen der Waidmänner handfeste Argumente ökologischer wie auch ethischer Natur entgegensetzen, werden von diesen Kreisen zumeist konsequent ignoriert.

Unverständlich ist auch, warum es in einigen Bundesländern, unter Strafandrohung verboten ist, die Jäger beim Töten von Tieren zu stören. Es bleibt zu prüfen, inwiefern derartig absurde Gesetze auf Verfassungsebene überhaupt legal sind.

„Naturschutz“, „Hege“ und „Arterhaltung“ sind Schönmalereien, die gerne verwendet werden, um die Jagd vor den Augen einer immer kritischer werdenden Öffentlichkeit zu rechtfertigen. Tatsächlich haben sämtliche ökologischen Bemühungen der Jägerschaft jedoch zum Ziel, einen möglichst großen Bestand an erwünschten „jagdbaren“ Tieren zu erzielen – schließlich will der Jäger genug zum Jagen haben.

Große Summen werden für Biotopmanipulationen ausgegeben – Maßnahmen, die allein jagdbare Tiere begünstigen, während sie für andere Arten (z.B. Amphibien) oftmals mit katastrophalen Folgen verbunden sind. So wird der Artenschwund in der Kulturlandschaft zusätzlich beschleunigt, während jagdbare Tiere – neben Wildschweinen (Schwarzwild) insbesondere Rehe und Hirsche (Schalenwild) – überhand nehmen.

Nicht zu vergessen ist in diesem Zusammenhang auch der gezielte Feldzug der Jägerschaft gegen Beutegreifer wie Fuchs und Marder. Allen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Trotz, die belegen, dass Beutegreifer gerade auch in der Kulturlandschaft erst die Artenvielfalt garantieren, ist in den Jagdzeitschriften immer wieder der Aufruf zu erbarmungsloser Fuchsjagd zu lesen. Um diese Vernichtungsfeldzüge mit Flinte, Falle und Hund vor den Augen der Öffentlichkeit zu rechtfertigen, wurde dem Fuchs kurzerhand das Image des Tollwutüberträgers verpaßt – ungeachtet der Tatsache, dass wissenschaftliche Untersuchungen eine völlig andere Sprache sprechen. Diese weisen aus, dass die Fuchsjagd maßgeblich zur Tollwutverbreitung beiträgt, indem sie die Vermehrungsraten in die Höhe treibt. Somit ist eine größere Zahl von Jungtieren vorhanden, die sich im Herbst auf lange Wanderungen begeben, um ein eigenes Revier zu finden – und gerade diese Wanderungen sorgen für die Verbreitung der Tollwut. Ähnliches gilt für den Fuchsbandwurm, der keinerlei Bedeutung mehr hat .

Nicht nur unter Alkoholeinfluß oder durch Unachtsamkeit werden darüber hinaus auch Hunde und Katzen erschossen – die Jägerschaft selbst wies vor einigen Jahren die Zahl der jährlich erlegten oder in Fallen gefangenen Hunde mit 65.000, die der Katzen mit sage und schreibe ca. 400.000 aus. Als Begründung für diese Abschüsse wird von den Jägern der sogenannte „Jagdschutz“, der Schutz eigener Interessen, sprich: Abschußzahlen, vor vermeintlich wildernden Haustieren angeführt. Ihnen muss, so der Jagdbuchautor Hans Behnke, „als Geißeln der Wildbahn unnachgiebig der Krieg erklärt werden“ und diese Kriegserklärung wird vollkommen legal, sobald sich beispielsweise eine Katze mehr als 200 – 500 Meter (variiert nach den einzelnen Landesjagdgesetzen) von der nächsten menschlichen Behausung entfernt hat.“

(Quelle: www.peta.de)

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