Monatsarchiv: August 2012

Auswahl im Tierheim nach Sommerferien besonders groß

Traurige Wahrheit:

Wer ein neues Haustier sucht, hat derzeit im Tierheim eine besonders große Auswahl.

Denn auf die Frage: „wohin mit dem Haustier im Urlaub“ finden manche Halter eine fixe und herzlose  Antwort.

Die Auswahl für ein Tier aus dem Heim ist derzeit riesig. „Gerade nach den Sommerferien stehen die Tierheime kurz vor dem Kollaps“, sagt Reinhold Kassen vom  Deutschen Tierhilfe Verband in Duisburg.
.
Denn während der Urlaubssaison werden  vermehrt Tiere ausgesetzt oder im Heim abgegeben. Ob keine Lust oder keine Zeit mehr für  den Vierbeiner – es gebe viele Gründe, warum Menschen das Interesse an einem Haustier  verlieren, erläutert Kassen. Die Frage, wo das Tier im Urlaub bleiben soll, gebe dann oft den Ausschlag dafür, es abzugeben.Hunde und Katzen nur aus Mitleid aufzunehmen, sei aber  keine Lösung.
.
„Jeder potenzielle Besitzer sollte sich vorher darüber im Klaren sein, was es bedeutet, ein Tier aufzunehmen“, sagt Kassen. Dazu müsse er sich überlegen: Habe ich genug Zeit und Platz für ein Haustier? Ist mein Interesse groß genug? Denn wird der Vierbeiner nach ein paar Wochen wieder abgegeben, ist damit weder dem Tier noch dem Tierheim geholfen.  

Tödliches Drama im Kölner Zoo

Insasse tötet Wärterin

Der tödliche Unfall im Kölner Zoo, bei welchem ein Tiger seine Pflegerin tötete, unterstreicht wieder einmal die Forderung von animal-peace Tierhof & unzähligen weiteren Organisationen und Experten, dass Wildtiere weder in städtische Bereiche, menschliche Obhut noch in Zoos oder Zirkusunternehmen gehören.

Der vierjährige Tiger „Altai“ hatte am Samstag seine 43-jährige Pflegerin Ruth K. getötet, nachdem er eine nicht verschlossene Tür zum Ausbruch nutze. Das Verhalten des Tigers galt als vollkommen normal und arteigen, dennoch endete die Attacke leider mit zwei Opfern – der Pflegerin und Tiger Altai, welcher vom Zoodirektor selbst mit einem Großkalibergewehr erschossen wurde. Ruth K. arbeitete seit mehr als 20 Jahren im Zoo, war also keinesfalls unerfahren in ihrem Job. Dennoch war es nicht der erste Angriff, dem sie ausgesetzt war.

 

„Vor sieben Jahren war die im Kölner Zoo verunglückte Tierpflegerin schon einmal Opfer einer Großkatzenattacke. „Damals gab es die Überlegung, sie nicht mehr mit Raubtieren arbeiten zu lassen“, bestätigte Zoodirektor Theo Pagel gegenüber dem Online-Portal „express.de“ (Quelle: focus online)

 

Der Tierknast bringt zuviel Geld – Ethik weiter unerwünscht

 

Ähnliche Vorfälle mit Wildtieren in Gefangenschaft (Zoo, Zirkus) gibt es immer wieder und viel zu selten folgt der darauf sich anschließenden Diskussion eine ehrliche & aufrichtige Konsequenz. Es wird gesprochen über Schuld, über technisches oder menschliches Versagen im alltäglichen Vollzug der Tiergefängnisse, über neue Sicherheitsvorkehrungen und bedauerliches Restrisiko. Die Tatsache, dass Tiere nicht hinter Gitter gehören und man sich damit moralisch gesehen sogar strafbar macht, sie einer dauerhaft leidvollen und unnatürlichen, brutalen Lebenssituation aussetzt – wird nicht ernsthaft diskutiert. Wildtiere in Gefangenschaft leiden, können unter keinen Umständen (auch wenn das gerne behauptet wird) artgerecht untergebracht werden und werden IMMER versuchen, ihrem Gefängnis zu entkommen. Das tiefe Entsetzen über den Tod einer Frau und eines unschuldigen Lebenslänglichen namens Altai sitzt vielen Menschen in den Knochen. Zu beschönigen gibt es an der Institution Zoo nichts – er ist und bleibt ein Hochsicherheitsgefängnis für unschuldige Tiere, die in dieser Situation umfangreiche Verhaltensauffälligkeiten zeigen und ein nie endendes Martyrium erleben. Von tausenden Besuchern angestarrt leben diese Tiere in unnatürlichen Verhältnissen auf dem Präsentierteller einer Gesellschaft, der immer noch vorgegaukelt wird, dass die Lebensansprüche der Insassen durchaus bedient werden und man sogar einem „Bildungsanspruch“ gerecht wird sowie einen umfangreichen „Artenschutz“ in die Gelddruckmaschine Zoo eingepflegt hat. All das entspricht nach Faktenlage weder der Wahrheit noch den ernsthaft angestrebten Zielen zoologischer Betriebe. Es geht letztlich weder um Bildung, noch um Artenschutz, noch um andere wohlklingende Ziele. Es geht um ein Millionengeschäft – nicht mehr und nicht weniger.

 

animal-peace Tierhof kämpft seit vielen Jahren gegen die Institution „Zoo“ und lässt keinen Zweifel daran das auch in Zukunft zu tun.

„Wir arbeiten stetig an der Wahrheit. Es gibt wenig nennenswerte Unterschiede zwischen dem Zoo und dem Zirkus. Das Leiden der tierischen Gefangenen, die dort ihr Leben in Ketten oder hinter dicken Betonmauern fristen…ist dasselbe. Solange wir Tiere als Ausstellungsobjekte sehen und sie zu unserem Gebrauch lebenslangem Leiden durch Isolationshaft aussetzen, werden wir vor den Toren der Knäste stehen und dieses Leid öffentlich machen. Es ist ein Skandal, dass Verantwortliche auch heute noch an ihrem täglichen Verbrechen festhalten. Und das obwohl sie um die Wahrheit wissen.“ kommentiert Reinhold Kassen, Leiter von animal-peace Tierhof.

 

animal-peace Tierhof trauert um eine Frau und einen Tiger. Zwei Tode, die nicht wieder gut zu machen sind und uns bei unserer Aufgabe begleiten werden.

 

Der Panther

 

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.

Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt.

 

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, der sich im allerkleinsten Kreise dreht,

ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, in der betäubt ein großer Wille steht.

 

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,

geht durch der Glieder angespannte Stille – und hört im Herzen auf zu sein.

 

(Rainer Maria Rilke, 6.11.1902, Paris)

 

 

 

Pressestimmen:

 

Quelle Focus online:

 

„Ein sibirischer Tiger hat im Kölner Zoo seine Pflegerin getötet. Nun werden Stimmen laut, die sich gegen die Raubtierhaltung in einem Tierpark richten. Dabei gehören Menschen gar nicht zur Beute der Tiere – eigentlich. Sibirische Tiger gehören zu den beliebtesten Tieren im Zoo. Tigerbabys bezaubern das Publikum, wenn sie als flauschige Kätzchen tollpatschig durchs Gehege purzeln. Erwachsene Tiger beeindrucken mit ihrem schön gezeichneten Fell, dem majestätischen Gang und ihrer schieren Größe. Vor lauter Bewunderung vergisst der Mensch fast, dass die größte Katze der Welt ein Raubtier ist. Zu dessen Natur gehört es, Beutetiere zu reißen. Erwachsene Männchen verteidigen außerdem ihr Revier. Insofern hat sich der vierjährige „Altai“ im Kölner Zoo nur wie ein ganz normaler Tiger verhalten, als er seine Pflegerin anfiel und tötete.

Für Tierschützer ist der Zoo der falsche Ort für Raubkatzen

Mensch und Tiger sollten sich daher in freier Wildbahn tunlichst nicht begegnen und ohne schützende Barriere auch nicht im Zoo. Für Tierschützer ist das ohnehin der falsche Ort für Raubkatzen und andere Tiere, die in der freien Natur einen großen Bewegungsradius nutzen. Peter Höffken von der Tierschutzorganisation Peta hat der Zwischenfall in Köln bei aller Tragik nicht überrascht. „In diesem Jahr sind schon dreimal Raubkatzen aus deutschen Zooanlagen entwichen. Ein Wunder, dass dabei nichts passiert ist“, sagt er. „Tiger nutzen normalerweise eine Lauffläche von 300 Quadratkilometern. Es ist völlig absurd, sie auf wenigen Hektar im Zoo einzusperren. Die Tiere werden immer versuchen, frei zu kommen.“ Der Tierschützer räumt ein, dass der Tiger in Köln ganz nach seinen Instinkten gehandelt habe und der Angriff auf ein ungeschütztes Lebewesen natürliches Verhalten gewesen sei. Dennoch sagt er: „Menschen sind für Tiger in freier Wildbahn keine typische Beute. Der Zoo ist aber eine künstliche Laborsituation.“

 

 

Welt online:

 

„Die Zoomitarbeiterin verfügte über langjährige Erfahrungen und war auf die Pflege von Tigern spezialisiert. „Wir können uns derzeit nicht erklären, warum der erfahrenen Pflegerin ein derart verhängnisvolles Versehen unterlaufen konnte“, sagte Zoodirektor Theo Pagel. Eine Kollegin fand die Frau leblos in einem Wirtschaftsgebäude, das an das Gehege anschließt und für Besucher nicht zugänglich ist. Erst als der Zoodirektor den Tigerkater Altai von einem Dach aus erlegt hatte, habe die Pflegerin von dort geborgen werden können, teilte der Zoo mit. Der Notarzt konnte nur noch ihren Tod feststellen.

Polizei konnte nicht viel ausrichten

 

Zu dem Einsatz war ein Großaufgebot der Polizei angerückt. Auch ein Hubschrauber überflog den Zoo. Pagel schoss auf Anweisung der Polizei. „Der Zoodirektor hatte die richtigen Waffen dafür“, sagte der Polizeisprecher. Die Polizei habe mit den üblichen Dienstpistolen nicht viel ausrichten können. „Das hätte den Tiger nicht gekratzt.“

Pagel sagte dem „Express“: „Das ist der schwärzeste Tag in meinem Leben.“

Bereits im März war in dem Zoo ein Gepard über eine Gitterabsperrung gesprungen und aus seinem Gehege geflohen. Das Tier konnte in der Flamingoanlage wieder eingefangen werden. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand.

Weitere Angriffe in Deutschland

Für Zoodirektor Theo Pagel war es der „schwärzeste Tag“ in seinem Leben

Immer wieder kommt es zu gefährlichen Zwischenfällen in Zoos. Ende 2009 attackierte ein weißer bengalischer Tiger im Tierpark Aschersleben (Sachsen-Anhalt) eine Pflegerin und verletzte sie schwer.  Der Sprecher der Tierschutzorganisation WWF, Jörn Ehlers, sagte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dapd, die in Zoos gehaltenen Tiger seien allesamt verhaltensgestört und würden in freier Wildnis nicht überleben.“

Die Tierrechtsorganisation Peta forderte als Konsequenz, die Haltung von Großkatzen in Zoos zu verbieten. „Durch die artwidrige Haltung in viel zu kleinen Gehegen nutzen die Raubkatzen jede sich bietende Möglichkeit, ihrem Gefängnis zu entkommen“, warnte Peta. „Ausbrüche und tödliche Unfälle sind daher vorprogrammiert.“

 

 

 

 

animal-peace Tierhof goes VeggieWorld

Dabei sein und geniessen – informieren und probieren – Bekannte treffen und Akzente setzen

Veggie World heisst : Nachhaltiges Genießen

Die VeggieWorld 2012, welche bereits im Februar in Wiesbaden hocherfolgreich Besucher in die Welt der vegetarischen Lebensweise begleitete, ist nun auch in Düsseldorf zu Gast.

Wieder erwarten wir kulinarische Versuchungen, interessante Referenten und jede Menge gute Unterhaltung. Wie bereits in Wiesbaden wird auch in Düsseldorf animal-peace Tierhof e.V. mit einem Informationsstand vertreten sein. Wir freuen uns auf Besucher & Bekannte, Freunde und alle Bürger, die mit ihrer Ernährung und ihrem Mitweltbewusstsein zukünftig großen Einfluss auf das internationale Tierrechts- & Tierschutzgeschehen haben werden.

 

Infotext der Messe:

„Die Messe für nachhaltiges Genießen – Die VeggieWorld kommt im September 2012 nach Düsseldorf

1. – 2. September 2012 – Congress-Center-Düsseldorf (CCD)

Der Erfolg der ersten Messe vor einem Jahr und der wirklich gute Verlauf der zweiten Messe für Vegetarier, Veganer und Rohköstler in Deutschland im Februar 2012 in Wiesbaden hat unsere Erwartungen, aber auch die unserer Aussteller, weit übertroffen. An drei Messetagen konnten wir 21.236 Besucher verzeichnen. Ein grandioses Ergebnis! Immer mehr Menschen entscheiden sich für den Veggie-Lifestyle und verbannen Fleisch und Fisch von ihren Tellern. Die vegetarische Lebensweise hat in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung erlebt. Die Gründe warum sich so viele Menschen, vor allem auch viele junge Leute, für eine rein pflanzliche Ernährung entschließen sind vielfältig – grausame Bedingungen bei der Massentierhaltung, Zivilisationskrankheiten, wie Adipositas oder Diabetes, wachsende Klima- und Umweltprobleme tragen in jedem Falle dazu bei.

Die VeggieWorld ist eine Publikumsmesse. Auf dieser Messe für vegetarischen Lifestyle werden folgende Produkte/Dienstleistungen angeboten:

  • vegetarische Produkte & fleischfreie Verköstigung
  • Rohkost-Gourmet
  • pflanzlich-orientierter Lebensstil
  • Kosmetik ohne Tierversuche
  • ökologische Kleidung und biologische Fair-Trade-Produkte
  • Gastronomen & Showköche
  • Küchenausrüstung & Küchengeräte
  • Verlage & Internetportale
  • Bildungseinrichtungen
  • ethische bzw. ökologisch orientierte Unternehmen
  • Wellness
  • Verbände, Behörden & Institutionen

Ein allgemeines Rahmenprogramm mit Vorträgen ergänzt das Angebot der Industrieausstellung.

Rund 50 Aussteller werden dort auf Sie warten.“

 

 

 

(Quelle & weitere Infos rund um die Messe: http://www.duesseldorf.veggieworld.de)


Das Team von animal-peace Tierhof wartet auf Euch und freut sich auf jede Menge Innovation. Wir sehen uns…auf der Veggie World 2012 in Düsseldorf. Auf geht’s!

Animal Peace auf der Veggie- World in Wiesbaden

Über 20.000 Besucher auf Deutschlands erster vegetarischer Messe „VeggieWorld“

Die „Initiative gegen Welpen-Discount“ auf dem Tierschutztag Kelsterbach

Ganz Kelsterbach hatte am Sonntag, den 12.082012 nur noch ein Thema – den Tierschutz.

Unglaublich viele gut gelaunte Hunde mit ihren freudigen Haltern strömten aus allen Himmelsrichtungen das Tierschutzfestival der Stadt Kelsterbach. Auf dem Schlossplatz und in der dazugehörigen Mehrzweckhalle tummelten sich Tierrechtler, Tierschützer, interessierte Bürger und jede Menge Hundehalter nebst ihrer Vierbeiner um sich auszutauschen und für den Tierschutz zu werben. Von Vogelschutz, Hunde – und Katzenschutz, Nagerschutz bis hin zu Organisationen wie u.a. der Albert-Schweitzer Stiftung, der Pferdehilfe Sonnenhof e.V. , der Schweinefreunde e.V. etc.pp war eine bunte & interessante Mischung vertreten um die Besucher effektiv und abwechslungsreich über die wichtigen Tierschutzthemen zu informieren.

 

Veranstaltet wurde dieser noch junge Kelsterbacher „Tierschutztag“, welcher dieses Jahr erst zum zweiten Mal an den Start ging vom Tierschutzverein Kelsterbach e.V. und fand seine Unterstützung bei der Stadt Kelsterbach, der Kulturinitiative Kelsterkult, der Deutschen Bank AG, der Feuerwehr Kelsterbach und vielen weiteren Organisationen und Unternehmen.

 

Neben einem vegetarischen und teils auch veganen Catering wurden Vorführungen der Rettungshundestaffeln geboten sowie auch ein Soka-Run Wettbewerb (www.soka-run.de), welcher von der Moderatorin Claudia Ludwig („Tiere suchen ein Zuhause“/WDR) moderiert wurde. Dr. Claudia Ludwig, selbst engagierte Tierschützerin bewarb diesmal ganz besonders die leider immer noch fälschlich verteufelten „Listenhunde“ und informierte großartig über das Hundewesen an sich. Sie machte sich stark für Hunde aus dem Tierschutz und warnte vor dubiosen Hundevermehrern.

Dieses Thema hat sich die „Initiative gegen Welpen-Discount“ auf die Fahne geschrieben und war ebenfalls mit Infomaterial vor Ort um aufzuklären wo es nötig ist. Der massenhafte und skrupellose Handel mit Hundewelpen, welcher mittlerweile sogar wieder in Zoofachgeschäften stattfindet, darf weder Normalität werden noch weiter gesetzlich geduldet werden.

Der sonnige und erfolgreiche Tag hat ganz sicher bei allen Beteiligten wie auch bei den Besuchern dazu geführt, dass das Interesse und die vielseitige Tierschutzarbeit noch weiter vorangetrieben wird, dass man sich mit seinen Themen und Aufgaben intensiver vernetzt und gegenseitig unterstützt…ebenso wie dieser Tag zeigte, dass Tierschutz eben auch Spaß machen kann.

Wir freuen uns aufs nächste Jahr und werden ganz sicher wieder dabei sein!

Mit animal-peace Tierhof am Weltelefantentag bei Zirkus Charles Knie

Denn: Zirkus ist & bleibt Vergewaltigung mit Applaus

Vom 11. bis 16.08. gastierte der Zirkus Charles Knie in Münster auf dem Schlossplatz. Der Schweizer Nationalzirkus wirbt damit über 100 Tiere mit sich zu führen, darunter auch umstrittene Wildtierarten wie u.a. Elefanten, Lamas, Kangurus, Zebras, Seelöwen etc.

Gegenüber den Elefanten ist Zirkus Charles Knie ein Gewohnheitsverbrecher

Der Schweizer Nationalzirkus ist gerade auf Akkord-Deutschlandtournee durch rund 50 Städte (!) mit den rund 100 Tieren, die er gewinnbringend vermarktet. Elefanten gehörten stets zu den Erfolgsgaranten des Unternehmens. Die vollkommen unnatürliche Haltung eines gefangenen Tieres in einem Zirkus, die erhebliches physisches und emotionales Leid mit sich bringt, ist ein Zerrbild. Tiere im Zirkus sind Nichts weiter als gequälte Sklaven der Manege, Karikaturen ihrer Selbst. Sie leiden, versteckt hinter schillernder Fassade und lauter Musik. Es stellt sich die Frage ob das leider noch legale Unterjochen und Quälen eines Tieres das ist, was wir unseren Kindern, welche einen großen Teil der Besucherzahl ausmachen, an moralischen Werten mitgeben wollen? animal-peace Tierhof kann da nur eindeutig mit NEIN antworten. Tierquälerei darf weder als Tradition noch als Kulturgut oder gar als Kunst geduldet werden. Und sie dient selbstverständlich auch nicht der Werteerziehung.

.

„Unter Elefanten-Experten ist es unstrittig, dass Elefanten im Zirkus niemals freiwillig auftreten, sondern nur durch die Ausübung von Gewalt und Zwang. Dabei kommen hinter den Kulissen üblicherweise Elefantenhaken oder Elektroschocker zum Einsatz.Der renommierte Elefanten-Kenner Dr. Fred Kurt, Mitglied der „Asian Elephant Specialist Group“ der Weltnaturschutzunion (IUCN) und Autor zahlreicher Bücher und Fachartikel über Elefanten in Menschenhand:

„Die Elefanten wissen ganz genau, daß sie Schmerzen zu erwarten haben, wenn sie nicht gehorchen. Allein die Andeutung oder die Handbewegung des Dompteurs in der Manage erinnert den Elefanten an das schmerzhafte Training. Hinter den Kulissen wird mit Elefanten wenig zimperlich umgegangen. Ohne die Zufügung von Schmerzen mit einem Hilfsmittel wie Elektroschocker oder Elefantenhaken würde kein Elefant in der Manege diese Dressurnummern ausführen und sicher sich auch nicht auf den Hinterbeinen aufrichten.“

(Quelle: Peta.de)

.

Zirkus Charles Knie und auch sein derzeitiges Elefanten-Engagement mit Elvis Errani stehen schon lange in der Kritik. Bei zurückliegenden Gastspielen von Elvis Errani wurde häufig das erforderliche Außengehege für die Elefanten nicht aufgebaut, sodass die Tiere angekettet im engen Stallzelt stehen mussten. Die Tierrechtsorganisation PETA dokumentierte Erranis Haltungsform und auch seinen zweifelhaften „Umgang“ mit seinen Tieren.

.

Bundestierärztekammer fordert Verbot von Wildtieren im reisenden Zirkus 

Die Bundestierärztekammer (BTK) fordert ein generelles Verbot von Wildtieren im Zirkus. Eine artgemäße und verhaltensgerechte Wildtierhaltung sei praktisch nicht möglich. „Wildtiere sind im Zirkus heute nicht mehr akzeptabel, denn die Erkenntnisse über die Bedürfnisse von Wildtieren haben sich stark erweitert“ betont Prof.Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer.

(Quelle: Peta.de)

 

Auch in der Bevölkerung steigt der Anteil reger Kritik. Bei repräsentativen Umfragen von 2010 und 2011 zufolge finden rund zwei Drittel der befragten deutschen Bürger Wildtiere im Zirkus nicht mehr zeitgemäß. – Immer mehr Bürger, Institutionen und politische Gremien wollen ein Verbot. Doch seit 2003 kommt die Bundesregierung den wiederholten Verbotsforderungen des Bunderates nicht ausreichend nach. In einigen europäischen Ländern und auch in einigen deutschen Städten gibt es bereits Auftrittsverbote für Zirkusunternehmen mit Wildtieren – ein guter Anfang, aber das reicht noch nicht.

 

Der lange Weg zur längst überfälligen Gesetzesänderung

 

Bei repräsentativen Umfragen von 2010 und 2011 zufolge finden rund zwei Drittel der befragten deutschen Bürger Wildtiere im Zirkus nicht mehr zeitgemäß. Immer mehr Bürger, Institutionen und politische Gremien wollen ein Verbot. Doch seit 2003 kommt die Bundesregierung den wiederholten Verbotsforderungen des Bunderates nicht ausreichend nach. In einigen europäischen Ländern und auch in einigen deutschen Städten gibt es bereits Auftrittsverbote für Zirkusunternehmen mit Wildtieren – ein guter Anfang, aber das reicht noch nicht. Unterstützen Sie uns und alle mitwirkenden Organisationen bei der weiteren Arbeit gegen die Haltung und Zurschaustellung von Tieren im Zirkus.

 

Weltelefantentag beim Zirkus
Am 12.08., dem „Weltelefantentag“, wurde bundesweit zu Protesten gegen Elefantenhaltung und Dressur aufgerufen. animal-peace Tierhof beteiligte sich an einer Mahnwache des Tierrechtstreff Münster unter Leitung von Birgit Schulze, welche sich mit hohem Engagement darum bemüht Menschen vor Ort aufzuklären. Der WDR & die Tageszeitungen berichteten (siehe „Presse-Echo“).Tiere gehören nicht in den Zirkus – ist die ganz klare Aussage des Tierrechtstreff Münster. An der damit verbundenen Forderung nach einer bundesweiten Gesetzesänderung arbeitet auch Animal Peace seit über zwei Jahrzehnten.

 

„Der hierzulande geächtete Stierkampf und die Elefantendressur im Zirkus haben viel mehr gemeinsam als das sie etwas voneinander trennt. Grausame Tradition, Verachtung, Quälerei und Unterjochung eines Tieres in der Manege – der Unterschied liegt nur in der Dauer des Sterbens“ kommentiert Reinhold Kassen, Leiter animal-peace Tierhof, die Szenerie.

Interviewauszug mit Reinhold Kassen, Leiter animal-peace Tierhof:

„Wir sind seit so vielen Jahren mit diesem skandalösen Treiben konfrontiert, dass es fast unglaublich ist wie wenig sich geändert hat. Die Tiere leiden und sterben weiter. Die Politik hat ihre Hausaufgaben vergessen und scheint vollkommen lern- und beratungsresistent. Daß Organisationen wie wir immer noch vor den Toren des Leidens stehen müssen, ist eine Aufforderung an die Politik sich zu schämen. Ein Verbrechen ist nicht weniger ein Verbrechen, nur weil es Gewohnheit ist und  jemand vor langer Zeit auf die Idee kam es als Kulturgut oder Kunst zu bezeichnen. Wie heißt es in einem berühmten Zitat: „Wo immer ein Tier in den Dienst des Menschen gezwungen wird, gehen die Leiden, die es erduldet, uns alle an.“ Das Leiden der Tiere erteilt uns einen Auftrag. Wir schämen uns für die Verantwortlichen und werden weiterhin gegen diese Folter angehen. Und wir werden diesen Kampf gewinnen, soviel steht bereits fest. Schauen Sie sich in Europa um – der Zirkus mit Wildtieren stirbt aus. Wir werden hier nur noch Nachhilfe geben müssen“ so Kassen, welcher sich vor Ort in Münster sehr lange mit der Zirkusleitung unterhielt. Das Gespräch verlief laut Kassen sehr ruhig und konzentriert – man war sich seiner eindeutigen Gegnerschaft bewusst, tauschte sich dennoch aus.

 

Last but not least möchten wir uns sehr beim Tierrechtstreff Münster, allen Demo-Beteiligten und ganz besonders Birgit Schulze für die gut organisierte Arbeit vor Ort bedanken. Wir werden auch weiterhin an ihren Mahnwachen teilnehmen und hoffen auf viele Bürger die sich anschließen.

 

Überblick der bisherigen Verbote – Deutschland fehlt (…noch)

 

„Nationale Verbote in Europa

 

Bulgarien

Generelles Verbot von Wildtieren im Zirkus.

 

Dänemark

Generelles Verbot von Wildtieren im Zirkus.

 

Estland

Verbot von in freier Natur geborenen Wildtieren im Zirkus.

 

Finnland

Verbot von Affen, Raubtieren, Elefanten, Flusspferden, Nashörnern,

Beuteltieren, Robben, Krokodilen, Greifvögeln, Straußen, Wildformen von

Wiederkäuern und pferdeartigen Tieren im Zirkus.

 

Aktuell: Griechenland

In Griechenland wurde Anfang 2012 ein grundsätzliches Verbot von Tieren in Zirkusbetrieben oder ähnlichen Showprogrammen beschlossen. Das Verbot umfasst alle Tierarten.

 

Malta

Verbot von Tierarten im Zirkus, die bei CITES gelistet sind.

 

Norwegen

Seit 01.01.2010 dürfen in Norwegen im Zirkus keine Elefanten mehr mit- und vorgeführt werden. Das Verbot ist mit einer Übergangsfrist von fünf Jahren belegt.

 

Österreich

Ein generelles Verbot von Wildtieren im Zirkus besteht seit 2005 und wurde im Dezember 2011 vom österreichischen Verfassungsgerichtshof bestätigt.

 

Portugal

Fortpflanzungsverbot von Walen, Affen, Wölfen, Bären, Raubkatzen, Robben, Walrossen, Elefanten, Seekühen, Rhinozerossen, Flusspferden, Laufvögeln, Reptilien undRiesenschlangen im Zirkus. Die genaue Liste können Sie hier einsehen.

 

Polen

Verbot von in freier Natur geborenen Wildtieren im Zirkus.

 

Schweden

Verbot von Affen, Raubtieren, Nashörnern, Giraffen, Kängurus, Flusspferden, Robben, Greifvögeln, Straußen, Krokodilen und Damwild im Zirkus.

 

Slowakei

Verbot von Tierarten im Zirkus, die bei CITES gelistet sind.

 

Tschechische Republik

Verbot von neugeborenen Affen, Robben, Walen (exkl. Delfine), Nashörnern, Flusspferden und Giraffen im Zirkus.

 

Ungarn

Verbot von Elefanten, Nashörnern und Primaten im Zirkus. Verbot von neuen Wildfängen.

 

 

Nationale Verbote außerhalb Europas

 

Bolivien

Generelles Verbot von Wildtieren und domestizierten Tieren ab 1. Juli 2010 im Zirkus.

 

China

Verbot von den in chinesischen Zoos (staatliche Einrichtungen) üblichen Wildtierdressuren. Zirkusse (private Unternehmen) sind davon ausgenommen.

 

Costa Rica

Generelles Verbot von Wildtieren im Zirkus.

 

Indien

Verbot von Affen, Bären, Löwen, Tigern, Panthern und Elefanten im Zirkus.

 

Israel

Generelles Verbot von Wildtieren im Zirkus.

 

Paraguay

Seit Juni 2012 besteht ein Verbot von Wildtieren im Zirkus.

 

Peru

Generelles Verbot von Wildtieren im Zirkus ab Juli 2011

 

Singapur

Generelles Verbot von Wildtieren im Zirkus.“

 

(Quelle: Peta.de)

 

 

Presse-Echo Münster:

 

Mahnwache vor der Manege

Aktivisten protestieren vor Zirkus Knie

 

WDR Bericht