Monatsarchiv: Juli 2012

tierhilfe e.V. Strasburg warnt vor skrupellosen Welpenhändlern

tierhilfe e.V.  im Bündnis gegen Welpen-Discount

Rassehundewelpen sind begehrt und teuer, wenn man sie bei einem seriösen Züchter kauft. Das verleitet manche Hundehalter dazu, auf Schnäppchenjagd zu gehen und einen Welpen bei einem vermeintlichen Privatzüchter, per Kleinanzeige oder auf dem Polenmarkt zu kaufen. Davor warnt jetzt der Verein „Tierhilfe e.V. Strasburg“. Viele der Tiere sind schwer krank, sterben schon kurz nach dem Kauf qualvoll.

„Sie suchen einen Rassehund? Wir besorgen alle, weit unter Preis, Fragen an Mobil-Nr. 0174-XXXXX“ – so oder so ähnlich lauten viele Inserate im Internet oder in Anzeigenblättern. Interessierte Anrufer bekommen Rassehundewelpen schon für einen Bruchteil des normalen Preises angeboten. Das vermeintliche Schnäppchen ist jedoch keines, warnt der Tierschutzverein „Tierhilfe e.V. Strasburg“.

Die so angebotenen Tiere kommen zumeist aus Massenzucht in Osteuropa. Schätzungen zu Folge sind 90 Prozent der aus Osteuropa importierten Welpen mit Parvovirose- oder Staupeerregern infiziert, meist in Verbindung mit starkem Parasitenbefall.
Die tierärztliche Behandlung kann dann sehr teuer werden, oft überschreitet sie den Kaufpreis. Viele der Welpen können auch trotz intensiver tierärztlicher Behandlung nicht mehr gerettet werden.

Der Verein „Tierhilfe e.V. Strasburg“ warnt daher ausdrücklich davor, beim Kauf eines Hundes auf den Preis zu achten. „Das zahlt sich nicht aus“, so ein Sprecher des Verbandes: „Ein Hund ist keine Schrankwand. Wer sich ein Haustier zulegt, sollte sich darüber bewusst sein, dass es sich um ein fühlendes Lebewesen und ein zukünftiges Familienmitglied handelt. Die „Geiz ist geil“-Mentalität ist hier nicht angebracht.“

Vom Kauf eines Welpen sollte abgesehen werden, wenn ein vermeintlicher Züchter gleiche mehrere Rassen anbietet, die Zucht nicht besucht werden kann, die Elterntiere nicht gezeigt werden, eine Übergabe an einem Parkplatz oder vor der Haustür vereinbart wird, rät der Verein. Dies sind eindeutige Merkmale dafür, dass man es nicht mit einem seriösen Züchter, sondern mit einem skrupellosen Welpenhändler zu tun hat.

 

tierhilfe e.V. strasburg hat es sich zur Aufgabe gemacht Tierheime und Tierschutzprojekte zu finanzieren und notleidenden Tieren unmittelbar zu helfen. Die Hilfe unserer Tierschutzpartner und unsere Projekte sind so vielfältig wie die Probleme im Tierschutz selbst. Aber es gibt immer eine Gemeinsamkeit: Egal um welche Tiere es sich handelt und welches individuelle Schicksal sie erleiden, alle brauchen menschliche Hilfe – sie können sich nicht selbst helfen!

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Deutscher Tierhilfe Verband kritisiert Aigners Vorgehen gegen Antibiotika in der Tiermast

DTV fordert, nicht die Symptome, sondern die Ursachen zu bekämpfen

In der industriellen Tierhaltung werden massenhaft Antibiotika eingesetzt. Für die Verbraucher ist das gefährlich, denn so können Antibiotikaresistenzen entstehen. Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner will daher das Arzneimittelgesetz ändern, um den massenhaften Antibiotikaeinsatz in der Tiermast einzudämmen. Der „Deutsche Tierhilfe Verband e.V.“ kritisiert dies als falschen Weg. Der Tierhilfeverband fordert, nicht die Symptome, sondern die Ursachen zu bekämpfen – und das heißt, die Bedingungen in der Tiermast grundlegend zu reformieren.

Hundert Millionen sogenannte Nutztiere fristen in Deutschland ein elendes Dasein in der industriellen Massentierhaltung. Bei künstlichem Licht auf engstem Raum zusammengepfercht, werden sie die wenigen Lebensmonate bis zur Schlachtreife mit Antibiotika am Leben gehalten.
Eigentlich ist die systematische Gabe von Antibiotika in der Tiermast verboten, doch unter dem Deckmantel der therapeutischen Behandlung werden sie immer noch in erheblichen Mengen eingesetzt.
Das Bundesverbraucherschutzministerium geht davon aus, dass aktuell 90 Prozent des Mastgeflügels, etwa 50 Prozent aller Mastschweine und 100 Prozent der Mastkälber in Deutschland mit Antibiotika behandelt werden.
Für die Verbraucher ist das hoch gefährlich. Die kontinuierliche Aufnahme auch nur geringer Mengen Antibiotika kann zur Ausbildung von resistenten Keimen führen, die auch auf andere Menschen oder Tiere übertragen werden können. Im Falle einer Erkrankung können sich Antibiotika dann als wirkungslos erweisen.

 

Auch kann der massive Antibiotikaeinsatz dramatische Auswirkungen auf die Landwirtschaft haben. 90 Prozent der Antibiotika werden von den Tieren unverändert ausgeschieden. Mit dem Mist oder der Gülle landen die hochreaktiven Wirkstoffe dann auf den Feldern. Dort können die Antibiotika Bodenbakterien hemmen oder abtöten und so das natürliche Mikroorganismen-Gleichgewicht und die daran gekoppelten Nährstoffkreisläufe massiv stören. Zudem besteht die Gefahr, dass sich im Boden resistente Bakterien anreichern und ihre Resistenzgene an menschliche Krankheitserreger weitergeben.

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner hat angekündigt, den massenhaften Einsatz von Antibiotika in der Tiermast einschränken zu wollen. Laut einem Entwurf zur Änderung des Arzneimittelgesetzes ist es ihr Ziel, „den sorgfältigen Einsatz und verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika zur Behandlung von erkrankten Tieren zu fördern und zu verbessern, um das Risiko der Entstehung und Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen zu begrenzen“.

 

Der Deutsche Tierhilfe Verband e.V. kritisiert dieses Vorgehen: „Die absolut tierschutzwidrigen Haltungsbedingungen in der industriellen Tiermast sind der Grund für die Gabe von rund 780 Tonnen Antibiotika im Jahr. Will man den massenhaften Einsatz von Antibiotika verhindern, so muss man die Haltungsbedingungen ändern – und zwar grundlegend. Mit der Reform des Arzneimittelgesetzes setzt Ministerin Aigner an der falschen Stelle an. Sie sollte lieber die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung so reformieren, dass sie diesen Namen auch verdient.“

 

http://www.deutschertierhilfeverband.de

Pferde und Menschen können miteinander

Fachseminar bei der Pferdehilfe Sonnenhof

Pferde und Menschen können miteinander – wenn der Mensch lernt wie. Die Begegnung Pferd / Mensch sollte in Harmonie, körpersprachlichem Einverständnis, mit Gesunderhaltung und tiefer Vertrauensbildung stattfinden anstatt ein Dasein in Missverständnissen, Druckaufbau und Dominanzschraube zu werden – das ist Ziel und Hauptthema dieses Wochenendes.

Die Basis ist der menschliche Wille von alten Gewohnheiten, Lehren und auch überholten Grundsätzen des Umganges mit Pferden abzulassen um sich FÜR ein Miteinander mit einem Pferd zu öffnen. Der Weg zum Pferd beginnt nicht mit dem Reitunterricht, sondern mit einem offenen Herzen, einem willigen Geist, geschärften Sinnen und dem „verstehen wollen“ eines Wesens namens Pferd.

Auftakt der Seminarreihe ist das Wochenende am 15 & 16 September 2012 auf unserem Reha-Hof in Haltern am See. Der an diesen zwei Tagen angebotene Themenkomplex ist nicht nur für fortgeschrittene Pferdehalter interessant, sondern kann ebenso jeden Interessierten oder Anfänger in seinen Bann ziehen. Das Lernen von und mit Pferden ist nicht nur eine große Bereicherung für das Verhältnis zum Tier, sondern auch für das eigene Sein unter Menschen. Die Vorstellung der Pferdeschutzarbeit des Vereines sowie kulinarische Leckereien in lockerer Atmosphäre werden die Tage begleiten.

Wir werden informieren, bewegen und begeistern – Seien Sie dabei!

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Seminar-Pogramm:

Samstag, 15.09.2012

9.00-10.00 Treffen auf dem Hof

Begrüßung & Vorstellung der Pferdehilfe (Kaffee incl.)

Referentin: Nico Welp, Vorstand Pferdehilfe Sonnenhof

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10.30-13.00 Uhr Basisseminar „Zahnheilkunde beim Pferd“ Referent:  Tierarzt Niels Kjaergaard, von der tierärztlichen Klinik Domäne Karthaus (Dülmen) Die Gesunderhaltung des Pferdes beinhaltet nicht nur Haltungsform, Fütterung, Training, Erfüllung natürlicher Bedürfnisse, Umgangsform und medizinische Betreuung. Sie beinhaltet auch das Wissen um die regelmäßige Kontrolle der Zähne beim Pferd. Selbst viel lernen & wissen – ein guter Weg!

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13.00-15.00 Pause auf dem Hof mit Kaffee & Kuchen, Infomöglichkeiten

und Flohmarkt zugunsten der laufenden Pferdeschutzprojekte

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15.00-18.00 „Grundlagen der Verhaltenskommunikation“ Teil 1

Referentin: Bettina Bunne(Verhaltenstrainerin Pferd & Mensch, Physiotherapeutin für Pferde)

Teil 1 beinhaltet Körpersprache Pferd / Mensch und wie wir damit arbeiten

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18.00-18.30 Vorführung „Freiheitsdressur“ – so kann es werden, wenn man sich einlässt

Bettina & Jarib – zwei Wesen teilen ein Sein

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Ab 18.30 Uhr Gemütliches Beisammensein auf dem Reha-Hof mit kaltem Buffet & kühlen Getränken

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Sonntag, 16.09.2012 

10.00 Uhr Treffen auf dem Hof

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10.30- 13.00 Uhr „Grundlagen der Verhaltenskommunikation“ Teil 2

Referentin: Bettina Bunne  (Verhaltenstrainerin Pferd & Mensch, Physiotherapeutin für Pferde)

Teil 2 beinhaltet die auf beiden Seiten verbreiteten Missverständnisse bei der tägl. Begegnung Mensch/ Pferd –

Fehler erkennen und beheben, Problemen vorbeugen

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13.00-15.00 Uhr Pause auf dem Hof mit Kaffee & Kuchen, Infomöglichkeiten

und Flohmarkt zugunsten der laufenden Pferdeschutzprojekte

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15.00-18.00 Uhr „Grundlagen der Verhaltenskommunikation“ Teil 3

Referentin: Bettina Bunne(Verhaltenstrainerin Pferd & Mensch, Physiotherapeutin für Pferde)

Teil 3 beinhaltet die auf der Verhaltenskommunikation aufbauende einheitliche Bodenarbeit. Mit allen Sinnen wahrnehmen, öffnen, verstehen und umsetzen – wie auch das Pferd dies tut wenn man es Pferd sein lässt.

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18.00 Uhr Veranstaltungsende

Die sich daraus ergebenen Aufbauseminare und weiteren Veranstaltungstermine finden Sie in Kürze auf unserer Homepage! Wir haben viele interessante Fachreferenten, unter anderem wird beim nächsten Seminarwochenende im September die „richtige Fütterung zur Gesunderhaltung“ ein Thema werden.

Tiere zum Vergnügen – Kein Vergnügen für Tiere

animal-peace bei Zirkus Baruk

„das Denken geht in die richtige Richtung, die Vollendung der Umsetzung wird folgen – irgendwann“ bewertet Reinhold Kassen, Leiter von animal-peace Tierhof, sein gestriges Gespräch mit der Sprecherin des Zirkus Baruk vor dem Zirkuszelt.

 

11.07.2012 , Paderborn– Wieder einmal war ein Zirkus Zieladresse von animal-peace Tierhof. Wir folgten der Einladung einer befreundeten Osnabrücker Tierrechtsgruppe und unterstützten die Demonstration gegen Tierhaltung im Zirkus unter Leitung von Ron Meyer. Das in Paderborn gastierende Zirkusunternehmen steht mit Sicherheit nicht ganz so oft im Focus der Tierschützer wie andere Mitglieder der Branche, da es mittlerweile darauf verzichtet Wildtierarten wie z.B. Tiger, Elefanten, Bären, Löwen etc.pp mit sich zu führen. Bei Baruk schaut man auf Kamele, Lamas, Pferde, Zebras, Zirkuskatzen und ein paar andere Tiere, die dort ihren Alltag leben müssen. Doch ist das artgerecht? Tiergerecht? Ist es vertretbar, nur weil ein Zebra scheinbar kein Käfigtier ist? Nein! Ein artgerechtes Leben für Steppen- und Huftiere, das kann ein reisender Zirkus nicht leisten, ob er es sich nun auf die Fahne schreiben möchte oder nicht.

Tiere leiden auf vielfältige Weise im Zirkus. Letztendlich ist es eine tägliche Vergewaltigung mit Applaus ein Tier einzupferchen, ständig zu transportieren, ihm seine Natur und seinen Lebensraum vorzuenthalten, seine Bedürfnisse weitestgehend ignorieren zu müssen und ihm stetig Kunststücke abzuverlangen, die seinem Wesen nicht entsprechen und Besucher belustigen sollen. Tiere im Zirkus sind Karikaturen ihrer selbst und es ist und bleibt ein Verbrechen, ihnen so ein `Leben` anzutun. In vielen Ländern ist der Wildtierzirkus bereits verboten und auch in vielen deutschen Städten gibt es Auftrittsverbote. Die Duldung Tiere so zu behandeln und derart verzerrt sogar Kindern vorzustellen ist ein ethisch-moralisches Eigentor für eine moderne Gesellschaft, die sich ihren moralischen Anspruch auf die Fahne schreibt“ so Reinhold Kassen.

Weiterhin lässt sich sagen, dass das Zirkusleben natürlich für einen Löwen weitaus mehr Leid bedeuten mag als für ein Pferd, da die Ebene der Begegnung mit dem Menschen eine vollkommen andere ist. Nichts desto trotz ist und bleibt der Zirkus ein Ort, den man nicht mit tierischen Sklaven füllen darf, sondern ausschließlich mit Menschen bewirtschaften sollte, die dieses Leben & diesen Beruf lieben.

 

„Ein Zirkus mit Tieren betreibt nichts anderes als moderne Sklavenhaltung, da ist es im Falle von Baruk auch vollkommen unerheblich, welche Tierart dort vorgestellt wird und wie sie ihre Tiere behandeln. Das habe ich auch in dem heute sehr netten Gespräch mit der Zirkusleitung vor Ort dargelegt. Ich glaube den Baruks ihre Liebe zu ihren Tieren. Und ich glaube, dass sie auf gewisse Wildtiere verzichten, weil sie begriffen haben wie viel offensichtliches Leid den Tieren zugefügt wird. Nun fehlt noch der nächste Schritt in die richtige Richtung “ meint Reinhold Kassen.

 

Baruk hat anscheinend die Zeichen der Zeit erkannt und man kann für alle Tiere in Zirkusunternehmen nur hoffen, dass der nächste Schritt nicht mehr lange auf sich warten lässt. Dafür werden animal-peace und weitere Organisationen weiter kämpfen. Die vielen neuen & längst überfälligen Erkenntnisse, die wir allein in den letzten 100 Jahren über die Tiere gewonnen haben, nehmen uns doch geradezu in die Pflicht! Dieses Wissen erteilt uns einen Auftrag!

Davor wird sich weder die Politik drücken können noch wird eine moderne Gesellschaft davor die Augen verschließen.

 

Pressestimme:

„Manuela Baruk. Die 47-jährige Sprecherin des Zirkus Baruk, einem aus Thüringen stammenden Familienunternehmen, hält von einem Wildtierverbot für Zirkusse, wie es in Paderborn die SPD-Ratsfraktion anstrebt und das wahrscheinlich demnächst auch in einer Novelle des Tierschutzgesetz stehen wird, wenig. „Wir Zirkusleute sind doch mit unseren Tieren groß geworden. Wir legen großen Wert darauf, dass es ihnen gut geht. Und wir kennen uns aus mit Tieren,“ sagt die Zirkusfrau.“

Weiter heisst es:

„Dass es in der Zirkusbranche auch „schwarze Schafe“ gibt, will Manuela Baruk nicht ausschließen. Zirkus Baruk jedenfalls ist schon seit längerer Zeit nicht mehr mit Käfigtieren unterwegs. Manuela Bark erinnert sich gut daran, wie sie in ihrer Jugend einen Zirkusbären aufgezogen hat.“

(Quelle: nw-news.de)

 

Wieder Demo vor Zircus Belly

animal-peace bei Demo vor Zircus Belly

Am Freitag, den 29.06.2012 war es wieder soweit. Eine Woche, nachdem wir den ersten Demo-Tag vor den Toren des Zircus Belly abgehalten hatten und leider aufgrund einiger, unschöner Missverständnisse mit Polizei und Ordnungsamt nicht wirklich vor Ort demonstrieren konnten, wurde am Freitag die erneute Mahnwache zu einem vollen Erfolg.

Dieses Mal konnten die Demonstranten dann doch nahe dem Zircus-Eingang stehen und die Begleitung der Polizei war nun doch das, was wir erwarten, aus Erfahrung kennen und auch begrüßen – ein freundliches Einvernehmen im Rahmen der Möglichkeiten. Nachdem erkannt worden war, dass es sich bei animal-peace und den örtlichen Tierrechtlern nicht um „Krawallmacher“ oder „Militante“ handelt, sondern um Bürger und Vereine, die nicht mehr „anstellen“ als von ihrem Demonstrationsrecht Gebrauch zu machen, viel auch die letzte Hürde. Wir möchten uns dahingehend bei der örtlichen Polizei für die Zusammenarbeit bedanken.

 

animal-peace Tierhof folgte erneut dem Demo-Aufruf engagierter Osnabrücker Tierrechtler und freute sich über das gemeinsame Erscheinen von Mitstreitern wie u.a. Peta und dem tierrechtsbund aktiv e.V.

Ziel war es auch diesmal wieder die Besucher aufzuklären und öffentlich zu machen, was hinter glänzender Zirkusfassade tagtäglich an Verbrechen gegen Tiere stattfindet. Belly, ein Unternehmen welches schon des Öfteren wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz, schlechten Haltungsbedingungen und gewalttätigen Angriffen gegen Tierschützer ins Visier von Presse und Veterinäramt geraten ist, macht immer noch seinem Ruf alle Ehre.

Trotz Auftrittverbot in vielen Städten führen sie nach wie vor Löwen, Tiger, Riesenschlangen, Krokodile, einen alten Schimpansen in Einzelhaft, Kamele und weitere Tiere mit sich und wollen bis heute nicht wahrhaben, dass sie sich damit ins ethisch-moralische Aus schießen. Lebenslanger Tiertransport, Wildtiere in kleinen Käfigen, Stress und Dressurdrill und eine ewiges Dasein ohne das Ausleben der arteigenen Bedürfnisse „zeichnet“ die Arbeit des Traditionsunternehmens aus. Dass man Tiere in einem reisenden Zirkus nicht artgerecht leben lassen kann, ist ihnen sicher klar. Dass sie ihre Tiere lebenslang um ihr Leben bringen und ihnen damit unerdenkliche Qualen bereiten, scheint im Zirkus noch nicht angekommen zu sein.

 

 

Tiere leiden auf vielfältige Weise im Zirkus. Letztendlich ist es eine tägliche Vergewaltigung mit Applaus, ein Tier einzupferchen, ständig zu transportieren, ihm seine Natur und seinen Lebensraum vorzuenthalten, seine Bedürfnisse zu ignorieren und ihm unter Stress und Drill stetig Kunststücke abzuverlangen, die seinem Wesen nicht entsprechen und Besucher belustigen sollen. Tiere im Zirkus sind Karikaturen ihrer selbst und es ist und bleibt ein Verbrechen, ihnen so ein `Leben` anzutun. In vielen Ländern ist der Wildtierzirkus verboten und auch in vielen deutschen Städten gibt es Auftrittsverbote. Wir können nicht hinnehmen, dass so eine Folter innerhalb der deutschen Politik noch „hier & da“ geduldet wird. Ein ethisch-moralisches Eigentor für eine moderne Gesellschaft, die sich ihren moralischen Anspruch auf die Fahne schreibt.“ so Reinhold Kassen, Leiter von animal-peace Tierhof.

 

Belly kills ?

Für ein Amüsement am Rande sorgten diesmal die von Belly aufgehangenen sog. „Informationsplakate“ am Rande des Geländes. Der Zirkus hatte die amerikanische PR-Plakatkampagne der Vereinigung „Center For Consumer Freedom“, einem Interessenverband der Fleischindustrie, ausgehangen und mit teils äusserst unbeholfenen Eigenzeilen geschmückt. Stein des Anstoßes ist dort die Tatsache, dass Peta (mit denen man ap Tierhof am Freitag seitens des Zirkus wohl verwechselte) in den USA die nicht mehr zu vermittelnden Hunde in amerikanischen Tierheimen (Kill Shelters) einschläfern lässt. Aus diesem Hintergrund heraus entstand die Webseite „peta kills animals“ des CCF. Ein Schelm wer Böses dabei denkt, betrachte man die Macher des CCF und deren Intention Peta zu schaden. Klare Sache, es geht dabei weder um Hunde noch um Tierschutz, nicht um die Gründe einer manchmal notwendigen Einschläferung um weiteres Leiden zu verhindern oder ethisch-moralische Werte. Es geht schlicht um die forcierte Rufschädigung der weltgrößten Tierrechtsorganisation, die es der CCF-Fleischindustrie nicht mehr ganz so einfach macht ihre ethisch verwerfliche Ware auf dem Markt zu halten. Peta hat im Übrigen nie bestritten oder verheimlicht, dass sie Tiere euthanasieren, wenn kein tiergerechtes Leben möglich ist.

 

Nähreres zu den amerikanischen Hetzkampagnen gegen Peta & den Gründen der Einschläferung von Tierheimhunden durch Peta:

http://www.peta.de/petakillsanimals

 

Die Frage, was Circus Belly mit diesem netten kleinen Plakat gegen Peta und somit anscheinend auch gegen uns bezwecken wollte, kann sich jeder selbst schnell beantworten. Der fast schon niedlich lächerliche Versuch einer Denunzierung der Tierrechtler vor Ort schlug allerdings fehl und wir konnten uns ein müdes Lächeln dabei nicht gänzlich verkneifen.

Viel lieber wäre uns allerdings gewesen, wenn die Vertreter des Zirkusunternehmens das Gespräch mit uns suchen anstatt sich so fürchterlich unbeholfen zu winden. Uns ist bekannt, dass Peta mit Belly um die Herausgabe des bei Belly in grausamer Einzelhaft weggesperrten Menschenaffen Robby streitet. Wir sind da selbstverständlich ganz bei Peta und für jede sachliche Debatte zugänglich…und wer weiß was dabei für die Tiere herumkommen könnte.“ kommentierte R. Kassen

 

animal-peace Tierhof wird auch weiterhin vor den Toren der Zirkusunternehmen stehen, da es nun einmal ist wie es ist: das Mitführen von Tieren im Zirkus ist ein grausames Verbrechen und muss beendet werden.