Monatsarchiv: Juni 2012

Deutscher Tierhilfe Verband warnt vor Tierleid im Urlaub

Tierleid ist kein Urlaubsspaß

Einmal ein Tigerbaby auf den Arm nehmen, auf einem Elefanten reiten oder mit Delfinen schwimmen – für viele Reisende ist das ein unvergessliches Erlebnis, das sie sich etwas kosten lassen. An immer mehr Urlaubsorten boomen daher die tierischen Attraktionen. Besonders die Zahl der Delfinarien in Urlaubsregionen hat in den letzten Jahren zugenommen.

Tierschützer warnen vor diesem Trend. So rät der „Deutsche Tierhilfe Verband e.V.“ allen Tierfreunden, auf tierische Urlaubsattraktionen zu verzichten. Michael Freitag, Sprecher des Verbandes, erklärt: „Tiger, Elefanten und Delfine sind Wildtiere. Sie werden aus ihren Familien gerissen und mit Gewalt trainiert, um sie als Fotoobjekte oder Reittiere für Touristen nutzen zu können. Viele der Tiere sind krank, verhaltensgestört und sterben früh. Solche Zurschaustellungen sind Tierquälerei.“

Schon vor Jahren hat der „Deutsche Tierhilfe Verband e.V.“ die Aufklärungskampagne „Tierleid ist kein Urlaubsspaß“ ins Leben gerufen. An Flughäfen haben Aktivisten des Verbandes Urlauber über das Leid von Delfinen in Delfinarien aufgeklärt.

„Nur wenn sich mit den tierischen Attraktionen kein Geld mehr verdienen lässt, wird das Leid der Tiere ein Ende haben“, ist sich Michael Freitag sicher. Daher rät er jedem Tierfreund, keine Delfinarien zu besuchen, nicht an Reitausflügen teilzunehmen und sich nicht mit Tieren gegen Geld fotografieren zu lassen.

„Für uns sind es wenige Minuten Spaß im Urlaub“, so Michael Freitag, „doch den Tieren wird ihr ganzes Leben zerstört.“

Der Deutsche Tierhilfe Verband macht bereits seit Jahren im Rahmen einer Kampagne auf das Leiden der Delfine in Delfinarien aufmerksam. Hier finden Sie ein Video von einer Informationsaktion direkt am Flughafen Frankfurt. Die Urlauber wurden vor ihrem Abflug entsprechend informiert:

Skandal im Sperrbezirk – Skandal um Belly

Heute ist nicht alle Tage…

Wir kommen wieder, keine Frage!

20.06.2012 – Es war mal wieder Zeit, dem momentan in Osnabrück gastierenden Circus Belly einen Besuch abzustatten und vor den Toren des Unternehmens erneut gegen die Tierhaltung in Zirkusbetrieben zu demonstrieren. animal-peace Tierhof folgte dem Demo-Aufruf engagierter Osnabrücker Tierrechtler und freute sich über das Erscheinen von Mitstreitern wie Peta, dem tierrechtsbund aktiv, Vier Pfoten, den diversen Osnabrücker Tierrechtsgruppen etc.pp.

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Ein Circus mit vielen dunklen Ecken

Ziel war es auch diesmal die Besucher aufzuklären und öffentlich zu machen, was hinter glänzender Circusfassade tagtäglich an Verbrechen gegen Tiere stattfindet. Belly, ein Unternehmen welches in den letzten Jahren des Öfteren wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz, schlechten Haltungsbedingungen, groben Missständen und gewalttätigen Angriffen auf Tierschützer ins Visier von Presse und Veterinäramt geraten ist, machte auch diesmal seinem Ruf alle Ehre.

Trotz Auftrittverbot in vielen Städten führten sie nach wie vor Löwen, Tiger, Riesenschlangen, Krokodile, einem alten Schimpansen ohne Artgenossen, Kamele und weiteren Tiere mit sich und wollen bis heute nicht wahrhaben, dass sie sich damit ins ethisch-moralische Aus schießen. Lebenslanger Tiertransport, Wildtiere in kleinen Käfigen, Stress und Dressurdrill und eine ewiges Dasein ohne das Ausleben der arteigenen Bedürfnisse „zeichnet“ die Arbeit des Traditionsunternehmens aus. Dass man Tiere in einem reisenden Zirkus nicht artgerecht leben lassen kann, ist ihnen sicher klar. Dass sie ihre Tiere um ihr Leben bringen und ihnen damit unerdenkliche Qualen bereiten, scheint im Zirkus noch nicht angekommen zu sein.

„Tiere leiden auf vielfältige Weise im Zirkus. Letztendlich ist es eine tägliche Vergewaltigung mit Applaus, ein Tier einzupferchen, ständig zu transportieren, ihm seine Natur und seinen Lebensraum vorzuenthalten, seine Bedürfnisse zu ignorieren und ihm unter Stress und Drill stetig Kunststücke abzuverlangen, die seinem Wesen nicht entsprechen und Besucher belustigen sollen. Tiere im Zirkus sind Karikaturen ihrer selbst und es ist und bleibt ein Verbrechen, ihnen so ein Leben anzutun. In vielen Ländern ist der Wildtierzirkus verboten und auch in vielen deutschen Städten gibt es Auftrittsverbote. Wir können nicht hinnehmen, dass so eine Folter innerhalb der deutschen Politik noch „hier & da“ geduldet wird. Ein ethisch-moralisches Eigentor für eine moderne Gesellschaft, die sich eigentlich einen hohen moralischen Anspruch auf die Fahne schreibt.“ so Reinhold Kassen, Leiter von animal-peace Tierhof.

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Skandal um Rosi? Nein – diesmal um Belly

Für einen kleinen Skandal am Rande sorgte der Besuch der örtlichen Polizeibeamten, die den Tierrechtlern innerhalb von Minuten deutlich aufzeigten, dass es hier weder um Recht noch um Gerechtigkeit geht. Die stille Demo war angemeldet mit der Adressangabe, die auch der Circus selbst auf seinen Werbeplakaten angibt.

„Bramscher Strasse/ Ecke Fürstenauer Weg (vor dem Circus)“

So stellten sich die Demonstranten selbstverständlich vor die Einfahrt des Geländes und hatten gerade ihre Transparente aufgefaltet, da rief ein Circusmitarbeiter die Polizei heran. Diese waren just ein paar Minuten später vor Ort und begrüßten den Circusmitarbeiter mit einem gekonnten Lächeln: “Siehste, wir sind doch schnell da, nicht?“

Uns wurde dann in einem kurzen Gespräch offenbart, dass sich die Adresse „Bramscher Strasse/ Ecke Fürstenauer Weg“ gemäß genauer Bezeichnung eine Strasse weiter befindet, an einer großen Verkehrskreuzung …weit entfernt vom Circus. Man hatte also im Vorfeld zugunsten des Wildtiercircus Belly entschieden, die Tierschützer mal ins öffentliche Aus zu stellen indem man sie dort abstellt, wo sie niemals ein Besucher zu Gesicht bekommt.

Während einer der Beamten eher peinlich berührt aus der Polizistenwäsche schaute, hatte der anordnende Kollege sichtliche Genugtuung im Gesicht während er die gesamte Demo an einen vollkommen ungeeigneten, weit entfernten Ort abschob.

„So etwas hat System und war abgesprochen. Das passiert bei uns im Ruhrgebiet nicht. Dort haben wir eine Polizei, die um unsere gute Arbeit weiß und uns dort platziert, wo wir auch gemäß unseres Themas unser Demonstrationsrecht ausüben können – in wunderbarem Einvernehmen mit Polizeikräften und dem Gesetz. Das sind gute Jungs da, die unser Anliegen ernst nehmen. So etwas wie in Osnabrück haben wir noch nicht erlebt und werden hinsichtlich des nächsten Demotermins in einer Woche noch einmal mit dem Ordnungsamt und den öffentlichen Vertretern ins Gericht gehen. Nächste Woche stehen wir direkt vor dem Circus und werden unser Recht in Anspruch nehmen – und dann sicher auch in friedlichem Einvernehmen mit der Polizei.“ kommentiert Reinhold Kassen, welcher vor Ort zuerst fassungslos und dann auch etwas wütend ein Gespräch mit den anwesenden Beamten führte. Trotz gewohntem Respekt wurde an Kritik nicht gespart.

Heute ist nicht alle Tage…wir kommen wieder, keine Frage. Nächste Woche wird es wieder eine Demo VOR dem Circus Belly in Osnabrück geben und alle beteiligten Tierrechtler sowie Vereine hoffen auf viele Mitdemonstranten. Flagge zeigen für die Tiere !

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Demotermin: 29.06.2012

Ort: Osnabrück (vor dem Zirkus)

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Abschließender Kommentar der animal-peace Autorin Nicola, die dem Geschehen still beiwohnte.

Um dem Humor des Ganzen die Ehre zu erweisen, habe ich im Auto auf der Rückfahrt noch davon geträumt, wie das Gespräch zwischen Tierrechtler Reinhold Kassen und einem Wachtmeister wohl in aller Perfektion hätte stattfinden können. Loriot hätte es gut gefallen“

 

 

Wachtmeister: „Was tun Sie denn hier?“

 

Kassen: „Ich demonstriere hier.“

 

W: „Aber doch nicht jetzt – um diese Zeit!?“

 

K: “Doch, doch…Laut Horoskop der Woche haben heute Steinbock, Fische, Zwilling, Stier, Jungfrau, Wassermann, Löwe, Krebs, Schütze, Widder, Skorpion und Waage nichts zu lachen; das Gleiche gilt für Igel, Bäcker, Zirkusbetriebe und Nähmaschinen…“

 

W: „Ach, was!“

 

K: „Ja, und ich hätte gerne für die Demo, erste oder zweite Reihe Mitte vier Plätze. Drei Tierrechtler und ein Riesenschnauzer.“

 

W:“ Hier wird nicht demonstriert!“

 

K: „ Ach was!“

 

Dreht sich um und ruft seine Frau herbei:

„Brigitte, kommst Du mal?! Keine Demo trotz Frau und Umwelt!“

(Frau hört nicht zu und kommt auch nicht. Heisst auch nicht Brigitte…)

 

K: „Frauen haben auch ihr Gutes…Wir haben auch unseren Sohn dabei, er wird auch demonstrieren. Er ist 22, er sitzt und spricht!“

 

W: “ Noch einmal zum Mitschreiben. Hier wird nicht demonstriert. Ich bin Preuße…bitte zügeln Sie also ihre Begeisterung.“

 

K: „Wie erst jetzt bekannter wird, stammen fast alle Ostereier von unglücklichen Hasen in Legebatterien. Und wie ebenso erst jetzt bekannter wird, leben Zirkustiere unter fürchterlichsten Bedingungen. Kennen Sie eigentlich einen sprechenden Hund?“

 

W: „Ja, ja. Das tangiert hier aber keinen. Das sind alles Gerüchte. Es heißt ja auch immer, die BZ ist die größte Zeitung Berlins. Ich habe das mal nachgemessen: Es sind 58 mal 40 Zentimeter. Platz für 80 Goldhamster – wenn sich die Tiere ruhig verhalten… Wussten Sie schon, dass alle deutschen Goldhamster aneinandergereiht von der Erde bis zum Mond reichen würden, wenn sie nur nicht so dumm wären?“

 

K: „Entschuldigen Sie, aber wir kommen vom Thema ab – Sie sprechen gerade von Massentierhaltung! Ich bin wegen dem Zirkus hier und wir werden hier demonstrieren.“

 

W: „ Nein, werden Sie nicht.“

 

K: „Doch, werden wir.“

 

W: „Nein, werden Sie nicht!“

 

K: „Ach was?!“

 

W:“ Wenn Sie das Transpi zu Boden lassen, lasse ich sie vom Boden abtransportieren. Mit ihnen teilt meine Ente das Wasser nicht.“

 

K: “In diesem Ton kommen wir nicht ins Geschäft!“

 

W: “Gehen Sie lieber in Ruhe Fußball schauen. Zuhause. Das ist eine neue, mehr ins Private zielende Tätigkeit.“

 

K: „Heute kommt kein Fußball.“

 

W: „Dann schauen Sie eben was anderes.“

 

K: „ Ich lasse mir doch von meinem Fernseher nicht vorschreiben, was ich zu schauen habe!“

 

W: „Sie werden hier nicht demonstrieren, Herr….wie war Ihr Name?“

 

K: „ Kassen. Eigentlich bin ich Opa Hoppenstedt – das Alter, das Befinden, das Aussehen, alles trifft zu.“

 

W: „Ach was?!“

 

K: „Wir werden dann jetzt mal die Transpis ausrollen.“

 

W: „Und ich roll sie wieder ein.“

 

Der Wachtmeister schaut kurz auf die Transparente.

W: „Das sieht sehr übersichtlich aus!“

 

K: „Ja, früher war mehr Lametta.“

 

W:“ Packen Sie das sofort wieder weg!“

 

K:“ Nein. Wir kämen dann jetzt sowieso …jeden Donnerstag.“

 

W: „Sie legen es auf eine Strafe an?“

 

K:“ wird eh alles abgebucht. Wussten Sie schon, dass die Alpen einen ganz erbärmlichen Anblick bieten, wenn man sich die Berge einmal wegdenkt?“

 

Kassen zu seiner Frau: „Wann ist die nächste Demo?“

Frau reagiert mürrisch: „Nächste Woche!“

 

K: “Müssen wir dahin?“

 

Dreht sich wieder zum Wachtmeister um: „Kinder, ist’s bei uns gemütlich!“

K: „Für mein Gefühl sollten die Transpis genau hier hin.“

 

W: „Vielleicht stimmt da mit Ihrem Gefühl was nicht!“

 

K:“ Herr Wachtmeister, dürfen wir Ihnen vielleicht etwas bringen? Einen Flyer vielleicht? Zirkus – Verbrechen an Tieren – Sie wissen schon.“

 

 

Deutscher Tierhilfe Verband kämpft gegen skrupellosen Welpenhandel

DTV im Bündnis gegen Welpen-Discount

Seit Jahren verzichten die Tierhandlungen in Deutschland aus Gründen des Tierschutzes auf den Verkauf von Hundewelpen. Dieses ungeschriebene Gesetz bricht seit Anfang dieses Jahres der höchst umstrittene Tierhändler Norbert Zajac. Er verkauft in seinem Duisburger Geschäft Hundebabys aller Rassen. Dagegen setzt sich der Deutsche Tierhilfe Verband  gemeinsam mit der „Initiative gegen Welpen-Discount“ zur Wehr.

Seit Jahren steht die Duisburger Tierhandlung „Zoo Zajac“ in der Kritik von Tierschützern. So verkauft der Tierhändler Norbert Zajac in seinem Geschäft zahlreiche Wildtiere, wie Affen, die für die Privathaltung vollkommen ungeeignet sind. Seit Anfang dieses Jahres bietet der als skrupellos verschriene Tierhändler auch Hundewelpen zum Verkauf an. Dabei verzichten Tierhandlungen in Deutschland seit Jahren aus Tierschutzgründen freiwillig auf den Verkauf von Hunden.

Der Deutsche Tierhilfe Verband e.V. lehnt den Verkauf von Hundewelpen im Zoohandel entschieden ab und unterstützt daher die „Initiative gegen Welpen-Discount“. Die Initiative ist ein Zusammenschluss zahlreicher Tierschutzorganisationen, die sich gegen den Welpenhandel bei „Zoo Zajac“ zur Wehr setzen. Gemeinsam demonstrieren die Aktivisten des Deutschen Tierhilfe Verbandes e.V. mit der Initiative regelmäßig in der Duisburger Innenstadt, um auf den skrupellosen Welpenhandel bei „Zoo Zajac“ aufmerksam zu machen, und unterstützten die Aufklärungskampagnen im Internet und den Social Networks.

Die Anschaffung eines Hundes sollte wohlüberlegt sein. Ein Hund und ganz besonders ein Welpe braucht viel Pflege und Aufmerksamkeit. Zudem ist die Haltung eines Hundes auf die Dauer mit horrenden Kosten für Futter und Tierarzt verbunden. Mit dem Ausstellen von niedlichen Hundewelpen und dem Verkauf der Tiere an jedermann schafft „Zoo Zajac“ aus Sicht des Tierhilfe Verbandes die Tierschutzprobleme von morgen. Schon jetzt sind die Tierheime voll mit unüberlegt angeschafften Hunden.

Norbert Zajac scheint diese Problematik nicht weiter zu berühren. Er will zukünftig in seinem Geschäft jährlich rund 1000 Welpen verkaufen. Für den Deutschen Tierhilfe Verband e.V. macht dieses Geschäftsgebaren deutlich, dass freiwillige Übereinkünfte mit Tierhalter- und Händlerverbänden nicht ausreichen, um Tiere zu schützen. Daher fordert er gemeinsam mit der „Initiative gegen Welpen-Discount“ ein gesetzliches Verbot des gewerblichen Verkaufs von Hunden und Katzen in Zoohandlungen.

 

 

 

Der Deutsche Tierhilfe Verband geht auf die Straße und informiert die Bevölkerung, wie z. B. hier in Duisburg