Animal Peace Kampagne – Flippern bis zum Tod

Mit Ric O`Barry und dem WDSF vor den Toren des Duisburger Delfinknast

Unglaublicher Medien Rummel in Duisburg

30.03.2012 – Der Duisburger Zoo wurde wieder einmal ins Rampenlicht gezogen. Wie schon so oft nicht freiwillig. Die Gefangenschaft von Wildtieren auf engstem Raum – lebenslang hinter Gittern der Gaffgier tausender Besucher ausgesetzt – ein Knast für die Tiere, die als Karikaturen ihrer selbst um ihr Leben gebracht werden. Das ist für Animal Peace in aller Kürze: der Duisburger Zoo.
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Thema der Demonstration am vergangenen Freitag war erneut das Delfinarium des Zoos, welches seit über 20 Jahren hart von Tierrechtlern & Tierschützern bekämpft wird. Um die 200 Teilnehmer verschiedener Organisationen versammelten vor dem Zooeingang und folgten so dem Aufruf von Jürgen Ortmüller, Leiter des WDSF (Wal- und Delfinschutz –Forum). Selbstverständlich war auch Animal Peace mit seinen Aktivisten vor Ort, um Ortmüllers Forderung nach der endgültigen Schließung des Delfinariums in vollem Umfang zu unterstützen. Reinhold Kassen, Leiter der Tierrechtsorganisation: “Der Duisburger Zoo und wir sind alte Bekannte. Kaum vor einem Zoo standen wir öfter. Wir haben vor Jahren schon Delfinshows im dortigen Delfinarium aktiv boykottiert & frühzeitig beendet. Über die Jahre haben nun viele Delfinarien nach aufwändiger Aufklärungsarbeit geschlossen – Duisburg wird das früher oder später auch tun. Es wird Zeit für die Wahrheit – auch für den Duisburger Zoo. Eine Haltung von Delfinen, wie sie dort betrieben wird, ist Tierquälerei. Absolut traurige Sklavenhaltung in einem Planschbecken des stillen Leidens.“

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Zu den Tierschützern gesellte sich ein besonderer Gast, welcher extra für die Demonstration den weiten Weg aus seiner Heimat auf sich genommen hatte.
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Prominente Unterstützung durch Ric O`Barry

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Der prominente Delfinschützer Ric O’Barry titulierte den Zoo Duisburg als den vielleicht größten Delfin-Friedhof Europas. Ric O’Barry, der in den 60-iger Jahren die Delfine für die TV-Serie Flipper trainierte und nach dem Tod seines TV-Delfins zum weltweit größten Kritiker der Delfinhaltung wurde, appellierte an die Menschen in Deutschland: „Kauft keine Tickets für Delfin-Shows“. Ric O`Barrys Kampf für Delfine fand schon voriges Jahr einen wahren Höhepunkt als sein Öko-Thriller „Die Bucht“ einen Oscar holte und er für diese ehrliche Dokumentation nicht nur weltweite Unterstützung, sondern auch einen Bambi verliehen bekam. Ric O’Barry: „Deutschland wird sehr bald Delfin-freundlich sein. Wenn die Menschen miteinander kooperieren, schaffen wir das. Kaufen Sie keine Tickets für eine Delfin-Show. Das ist die friedliche gewaltfrei Botschaft mit der wir dieses Problem lösen.“ (O-Ton Ric O’Barry bei der Bambi-Verleihung)

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Dem kann sich Animal Peace nur anschließen und freut sich sehr über die persönliche Begegnung mit einem Mann, der auch nach so vielen Jahren des Kampfes nicht müde erscheint – im Gegenteil. „Ric und uns verbindet ein gemeinsames Ziel. Und wir sind ihm sehr dankbar für den frischen Wind, den er mitbringt. Er führt Menschen zusammen – unentwegt und immer hoch motiviert.“ kommentiert Kassen sein Gespräch mit O´Barry.

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Die WAZ berichtete zu O`Barrys Besuch u.a.: „Veterinäre und Zoo-Direktoren nennt O’Barry Lügner, weil sie um die Qual der Tiere wüssten. Den Bildungsauftrag, mit dem die Zoos immer wieder argumentieren, spricht O‘ Barry den Zoodirektoren ab. …Der Zoo Duisburg war gegenüber der WAZ-Mediengruppe übrigens zu keiner Stellungnahme bereit. Am 6. Juli werden sich dann die Stadt und WDSF vor dem Verwaltungsgericht in Düsseldorf gegenüberstehen, da der Zoo Duisburg den Delfinschützern die Einsicht in Unterlagen zur Aufzucht und Haltung der Tümmler verweigert.“ (WAZ/aw/mawo)

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Animal Peace unterstützt Jürgen Ortmüller (WDSF) und Ric O´Barrys Äusserungen in vollem Umfang. „Es ist eigentlich unglaublich.“ so Nicola Welp, Animal Peace- Aktivistin. „Die Wissenschaft hat in den vergangenen Jahrzehnten derart viel über das komplexe Leben & Sein der Delfine hervorgebracht. Dieses Wissen erteilt uns doch den klaren Auftrag zu reagieren. Gerade von Institutionen, die sich die `Wissenschaft` selbsternannt auf die Fahne geschrieben haben, muß man auch ein dementsprechendes Handeln erwarten können. Der Duisburger Zoo zeigt sich nach wie vor realitätsfremd, wenn er vollkommen veraltete Behauptungen hochhält, man könne Delfine in einem Betonplanschbecken „artgerecht“ unterbringen und ihnen einen Lebensalltag bieten, der ihrem Wesen und ihren Bedürfnissen angemessen ist. Das ist im Grunde nur noch als `ignorant und peinlich` zu bezeichnen.“ Sie stellt sich dahingehend die Frage, wann die Ergebnisse der Wissenschaft endlich Vorrang vor der Wirtschaft haben werden. „Der Duisburger Zoo vermittelt seinen Besuchern kein Wissen, sondern vermarktet sein vermeintliches Eigentum. In diesem Fall lebende, leidende Wesen – ohne Rücksicht auf Verluste und entgegen jeglicher ethischer Verantwortung.“

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Zum selbsternannten Bildungsauftrag und Wissenschaftsbeitrag des Duisburger Delfinariums berichtete der Spiegel schon 1997: „Der angebliche Bildungsauftrag des Delfinariums Duisburg, der dem Delfinarien erst die Legitimierung gibt, wird von dem Pädagogik-Experten Norbert Kochhan (Dipl. Pädagoge/Logopäde – Düsseldorf) kritisiert: „Aus pädagogischer Sicht ist der Bildungsauftrag der Delfinarien völlig verfehlt, weil Kindern Delfine in den Vorführungen als stets lustige und gutgelaunte Menschenfreunde dargestellt werden.

Über das artspezifische Leben der Tiere erfahren sie zu wenig und über die leidvolle Haltung in den Anlagen gar nichts.“ (Quelle: Spiegel/ 1/97)

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Für Animal Peace ist klar, dass man auch weiterhin vor den Toren des Duisburger Zoos stehen wird. Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder, keine Frage! Der Kampf gegen die letzten noch verbliebenen Delfinarien in Deutschland geht in die nächste Runde.

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Presseauszüge zur Demonstrationsveranstaltung:

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Duisburger Zoo hält trotz Demo am Delfinarium fest

Mal wieder wird in Duisburg gegen die Delfinhaltung im Zoo demonstriert. Mit Unterstützung aus Hollywood, versuchen die Demonstranten die Aufmerksamkeit auf das Delfin-Problem zu erhöhen. Der ehemalige Flipper-Trainer Richard O’Barry setzt sich seit Jahren für die Meeressäuger ein. Im Zoo sieht man keine Gründe für eine Schließung des Delfinariums. Den Delfinen wird ein professioneller Umgang und eine artgerechte Haltung garantiert, so die Zoomitarbeiter.“

(Quelle PR-Online)

http://www.rp-online.de/video/region-duisburg/stadt-duisburg/duisburger-zoo-haelt-trotz-demo-am-delfinarium-fest-1.2775925

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Demonstration gegen Delfinarium im Duisburger Zoo

An Freizeitaktivitäten mangelt es in Duisburg nicht. Da sind zum Beispiel der Landschaftspark, die vielen Museen in der Innenstadt oder natürlich der Zoo. Dort kann man wilde Tiere ganz aus der Nähe bestaunen. Ein Highlight des Tierparks ist das Delfinarium. Täglich gibt es dort eine Delfinshow, die Jung und Alt begeistert. Doch das wird von vielen Tierschützern kritisiert. Sie versammelten sich zur Demo gegen das Delfinarium. Unterstützung bekamen Sie von Oscarpreisträger und Tierschützer Richard O’Barry.“

(Quelle: PR-Online)

http://www.rp-online.de/video/region-duisburg/studio-47/demonstration-gegen-delfinarium-im-duisburger-zoo-1.2775500

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Tierschützer fordern Freiheit für Duisburgs Delfine

(Quelle: der Westen.de)

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/tierschuetzer-fordern-freiheit-fuer-duisburgs-delfine-id6513429.html

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Flipper“-Trainer fordert Boykott von Delfinshow

Tierschützer Richard O’Barry hat deutsche Zoobesucher aufgerufen, Delfinshows nicht zu besuchen. Bei seiner Europa-Reise warnt der „Flipper“-Trainer nicht nur vor dem Delfinarium des Duisburger Zoos.“

(Quelle: welt online)

http://www.welt.de/regionales/duesseldorf/article106139837/Flipper-Trainer-fordert-Boykott-von-Delfinshow.html

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„Flipper“-Trainer protestiert in Duisburg“Delfinarium nichts für Kinder“

Schonungslos rechnet der prominente Delfinschützer Richard O’Barry mit dem Zoo Duisburg ab. Der einstige „Flipper-Trainer“ bezeichnet das Delfinarium als den „größten Delfin-Friedhof der Welt“. Zudem lernten Kinder dort nichts über Delfine, sondern nur über Freaks. Der Zoo weist das empört zurück.“

(Quelle: n-tv.de)

http://www.n-tv.de/wissen/Delfinarium-nichts-fuer-Kinder-article5914311.html

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lesenswert & informativ:

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Auszug aus dem Spiegel-Bericht von 1997 über das Duisburger Definarium gegen Jürgen Ortmüller (WDSF)

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 SPIEGEL special 1/1997 – Bis 1997 wurden mindestens 47 Delfine in Duisburg „verschlissen“

 
Im Jahr 2011 hat das Umweltministerium NRW und das Landesamt für Natur, Umwelt- u. Vernraucherschutz (LANUV) dem WDSF bestätigt, dass „in den letzten 20 Jahren insgesamt 15 Delfine im Zoo Duisburg verstorben sind, davon neun Delfinbabys“. Daher ist davon auszugehen, dass das Delfinarium Duisburg mit etwa 60 verstorbenen Delfine der größte Delfinfriedhof Europas ist. Der Zoo-Chef Achim Winkler verweigerte bisher jede Auskunft zu den Todesfällen. Das WDSF hat daher die Stadt Duisburg mit seinem Zoo vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf verklagt, Einsicht zu den Todesfällen und den offenbar katastrophalen Haltungsbedingungen zu gewähren. Den mündlichen Verhandlungstermin hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf auf den 06. Juli 2012 terminiert. In einem Beitrag von WELT-online heißt es: „Im Duisburger Zoo, der nach dem Ausstieg von Münster bald mit Nürnberg die letzten Delfinarien in Deutschland betreiben wird, gibt man sich zugeknöpft. Jochen Reiter, wissenschaftlicher Leiter des Duisburg Zoos: „Zahlen zu toten Delfinbabys geben wir nicht raus“.

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Das WDSF hat bisher vergeblich die vollständigen Todeszahlen seit Bestehen des Delfinariums vom Umweltamt Duisburg (Untere Aufsichtsbehörde für den Zoo) und vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV – Höhere Fachaufsichtsbehörde) angefordert. Auch die Intervention der Landesdatenschutzbeauftragten führte nicht zu einer Auskunft seitens des Zoos. Die Stadt erteilte lediglich eingeschränkt Auskunft zur Betriebsgenehmigung des Zoos. Das WDSF vermutet, dass die verschwiegenen Todeszahlen bei über 60 Delfinen liegen (s.a. SPIEGEL spezcial und  http://www.dauphinlibre.be/fresh.htm#KILLED) und Duisburg damit eine noch höhere Todesrate als der Tiergarten Nürnberg (38 Todesfälle von Nürnberger Delfinen) aufweist. Sehr wahrscheinlich wurden in der Vergangenheit die verstorbenen Delfine einfach stillschweigend gegen neue Importe ausgetauscht und nachweislich von dem Tier-Händler Tiebor angemietet, ohne dass die Besucher dies überhaupt bemerkt hätten. Sollten sich die Zahlen bestätigen, würde es sich um den größten Delfinfriedhof der EU handeln.

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Von der Höheren Fachaufsichtsbehörde (LANUV) und vom NRW-Umweltministerium wurden im April 2011 gegenüber dem WDSF lediglich 15 Todesfälle in den letzten 20 Jahren bestätigt – davon neun verstorbene Delfinbabys. Das WDSF geht davon aus, dass seit Bestehen des Delfinariums mindestens weitere 45 Delfine in Duisburger vorzeitig verstorben sind. Recherchierte Daten durch Jahresberichte des Duisburger Zoos (seit 1995 veröffentlichte der Zoo Duisburg keine weiteren Chroniken):

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Von 1965 bis 2000 wurden 20 Große Tümmler gekauft (davon von 1965 bis 1981 insg. 17 Tiere). Weiterhin wurden in dieser Zeit mdst. 10 Große Tümmler von dem Tierhändler Tiebor vorübergehend gemietet. Die durchschnittliche Haltungsdauer der 14 bis 2000 verstorbenen Delfine betrug lediglich 8 Jahre. Ohne die angemieteten Tiere wurden von 1965 bis 1984 mindestens 49 Wale und Delfine importiert:

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17 Große Tümmler

17 Jacobita-Delfine

5 Toninas 5 Schweinswale

3 Beluga-Wale (Heimat Arktis)

2 Sotalia-Delfine

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Von diesen 49 Walen u. Delfinen wurden 3 umgetauscht, 29 lebten weniger als 3 Jahre lang, 12 lebten 4 bis 18 Jahre und nur 5 wurden älter als 20 Jahre.

Das Delfinarium in Duisburg gibt es seit 1965. Delfine haben in freier Wildbahn eine durchschnittliche Lebenserwartung von 25 bis 40 Jahren. Genaue Forschungsergebnisse liegen nicht vor, da überwiegend gestrandete Tiere untersucht werden.
Der angebliche Bildungsauftrag des Delfinariums Duisburg, der dem Delfinarien erst die Legitimierung gibt, wird von dem Pädagogik-Experten Norbert Kochhan (Dipl. Pädagoge/Logopäde – Düsseldorf) kritisiert: „Aus pädagogischer Sicht ist der Bildungsauftrag der Delfinarien völlig verfehlt, weil Kindern Delfine in den Vorführungen als stets lustige und gutgelaunte Menschenfreunde dargestellt werden. Über das artspezifische Leben der Tiere erfahren sie zu wenig und über die leidvolle Haltung in den Anlagen gar nichts.“

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Quelle: WDSF (Lesen Sie mehr zur Delfin- und Walhaltung in Gefangenschaft unter: http://www.wdsf.eu)

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