Monatsarchiv: Dezember 2011

TNZ TV November 2011

Iim November waren wir beim Prozess gegen Jan Peifer. Jan Peifer soll durch seine bloße Anwesenheit mehr als 1300 Nerze getötet haben. Tatsächlich ging es natürlich darum den Journalisten, der schon viele Undercover – Reportagen im Bereich Tierrechte produziert, hat Mundtot zu machen. Mehr Infos gibt es auf Nackte Wahrheit.

Außerdem haben wir das Grunzmobil auf seiner Deutschlandtournee besucht und ein ausführliches Interview mit dem Autor Marsili Cronberg geführt.

In Offenwarden musste der Tierarzt sich um Jette kümmern während wir mit dem Ausbau des Kaninchen-Innenbereiches beschäftigt waren.

Natürlich gibt es wieder Tipps vom Tierarzt, News, Berichte von Aktionen und unser Chefsatiriker Heinz Brobaschinsky veranstaltet reichlich Zirkus.

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Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke

tierhilfe e.V. Strasburg warnt:

Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke

Viele Kinder wünschen sich zu Weihnachten ein Haustier. Doch eine solche Anschaffung muss wohlüberlegt sein, kann ein Tier doch nicht ohne weiteres einfach umgetauscht oder zurückgegeben werden. Eltern sind sich über das Risiko nicht immer im Klaren, Leidtragender ist in jedem Fall das Tier.

Viele Eltern können Kinderaugen nicht widerstehen, die hoch und heilig versprechen, sich um das Kaninchen oder den Hund zu kümmern, den sie sich sehnlich wünschen. Doch das Interesse an dem Tier vergeht oft, noch bevor das Kind erwachsen wird; weil die Eltern die eigentlichen Tierhalter sind, fällt die Verantwortung dann auf sie zurück. In vielen Fällen kommen diese damit offenbar nicht zurecht, und so häufen sich in den Tierheimen gerade nach Ostern und Weihnachten die Zugänge vor allem an Kleintieren wie Meerschweinchen, Kaninchen und auch Katzen. Ein Haustier in die Familie aufzunehmen bedeutet die Übernahme von viel Verantwortung, schließlich ist das Tierleben vollständig abhängig von den Haltern. Ein Haustier, gleich ob Kaninchen, Katze oder Hund, beansprucht zudem Zeit und verursacht nicht unerhebliche Kosten. So rechnen Ratgeber für Haustierhaltung bei der durchschnittlichen Lebenserwartung eines Hundes von 15 Jahren mit Kosten in Höhe von ca. 10.000,00 € für Futter, Behandlungen und Versorgung. Rassehunde und -katzen benötigen aufgrund spezieller Züchtung zudem oft noch zusätzliche tierärztliche Versorgung, die über die gängige Betreuung hinausgeht. Einige Hunde- und Katzenrassen etwa entwickeln überdurchschnittlich häufig Hüftgelenksprobleme oder Atemwegserkrankungen, die teure Operationen erfordern.

Doch auch der Zeitaufwand wird oft unterschätzt: Je nach Größe muss ein Hund täglich ein bis zwei Stunden „Gassi“ geführt werden, was von Kindern allein in der Regel nicht zu leisten ist. Auch sind Hunde Rudeltiere, die nicht zu lange alleine sein sollten, für berufstätige Familien sind sie daher als Haustier nicht die beste Wahl. Katzen können ihren Alltag zwar selbständiger organisieren, doch auch sie sind keine Einzelgänger und sollten am besten zu zweit gehalten werden, gleiches gilt für Kaninchen. Nicht nur die alltägliche Versorgung der Tiere sollte im Vorfeld jedoch gut überlegt sein, auch die Unterbringung während des Urlaubes muss abgesichert werden. Viele Menschen können oder wollen ihre Tiere nicht auf Reisen mitnehmen; wenn keine zufriedenstellende Lösung zur Betreuung des Schützlings gelingt, wird dieser oftmals einfach ausgesetzt. Gerade zu den Ferienzeiten häufen sich die Funde von ausgesetzten Tieren – jedes Jahr sind es nach Angaben der Tierheime bis zu 500.000, die Dunkelziffer liegt wohl weit darüber. Dass die völlig verstörten Heimtiere mit der ungewohnten Situation vollkommen überfordert sind und einem großen Teil von ihnen der sichere Tod droht, nehmen die sorglosen Halter dabei in Kauf.

Viele Käufer entscheiden oft auch nach dem Motto „Geiz ist geil“. Durch diese „Mitnahme- Mentalität“ wird gerade skrupellosen Tierhändlern Tür und Tor geöffnet. Zu Niedrigstpreisen werden auf Wochenmärkten oder in Kleinanzeigen Tierbabys, meist Welpen, angeboten. In der Regel stammen diese aus osteuropäischen Tierfabriken, in denen Hunde im Akkord „produziert“ werden. Die Tiere leben dort unter skandalösen Zuständen, viel zu früh werden die Welpen nach nur wenigen Wochen von ihren Müttern getrennt. Die meisten dieser Hunde leiden an schweren Erkrankungen, die entweder zu einem baldigen Tode führen oder eine äußerst kostspielige Behandlung nötig machen.

Doch die tierhilfe e.V. Strasburg warnt: Tiere sind keine Ware! Auch den hilflosen Babys aus Osteuropa tut man nichts Gutes – für jedes, das einen Abnehmer findet, steht schon ein neues bereit. Die Anschaffung von Haustieren sollte nie spontan erfolgen, sondern immer von der ganzen Familie wohlüberlegt sein. Wer trotzdem spontan helfen möchte, ist in jedem Tierheim immer willkommen, denn hier suchen viele Tiere ein neues Zuhause – oder jemanden, der sie wenigstens ab und zu besucht. Gerade vor Weihnachten.

 

Skurriler Nerzfarm – Prozess hat ein Nachspiel

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Prozessbetruges

Nerzfarm-Frau droht Freiheitsstrafe

Bonn/Hörstel, 06.12.2011. Vor einigen Tagen ging wohl einer der skurrilsten Prozesse im Jahr 2011 zu Ende. Ein Pelzfarmer aus Hörstel (NRW) beschuldigte den Journalisten Jan Peifer, durch seine Anwesenheit auf einer Nerzfarm für den Tod von 1.385 Nerzen verantwortlich zu sein. Den angeblichen Schaden von rund 22.000 Euro sollte der Filmemacher aus Sankt Augustin zahlen. „Völlig absurd“ fand der Journalist das, zumal die angeblich toten Tiere noch nicht einmal fotografiert worden sind oder ein Veterinär informiert wurde. Auch das Bonner Landgericht bemängelte die „Beweissicherung“ und konnte der Argumentation des Nerzfarmers und dessen umstrittenem Landwirtschaftsanwalt nicht folgen. Die Klage wurde am 08.11.2011 abgewiesen (AZ 18 0 453/09).

Ein juristisches Nachspiel hat der Prozess jetzt wohl für die Frau des Nerzfarmers. Sie sagte vor Gericht als Zeugin aus. Dabei verstrickte sie sich allerdings in massive Widersprüche. So sagte die Frau in einem parallelen Verfahren vor dem Duisburger Landgericht aus, dass sie die verendeten Tiere nicht selbst gezählt habe, vor dem Bonner Landgericht sagte sie einige Wochen später, sie habe alle 1385 toten Tiere selbst gezählt. Nachdem der Richter auf ihre Wahrheitspflicht hinwies, sagte die Frau dann, sie habe nur einen Teil der toten Tiere (nämlich 35) selbst gezählt. Bei dieser widersprüchlichen Aussage blieb sie bis zum Ende der Verhandlung.

Im Urteil findet das Gericht klare Worte: „Die Aussage der Zeugin sei unglaubhaft“ und „die widersprüchlichen Aussagen (…) seien möglicherweise beeinflusst durch das für ihren Mann negative Urteil des Landgerichts Duisburg.“ Auch das Verfahren in Duisburg, welches denselben Sachverhalt zum Gegenstand hatte, ging verloren.

Der Undercover-Journalist Jan Peifer sah von Anfang an in der Klage einen lächerlichen Versuch, ihn mundtot zu machen: „Ich finde es allerdings bezeichnend, dass diese Leute offensichtlich noch nicht einmal Skrupel haben, vor Gericht zu lügen.“

Die Staatsanwaltschaft Bonn (AZ 663 Js 645/11) ermittelt jetzt offensichtlich wegen uneidlicher Falschaussage und Beihilfe zum versuchten Prozessbetrug. Im Falle einer Verurteilung droht der Frau im schlimmsten Fall eine Freiheitsstrafe.

Weitere Informationen unter http://www.nackte-wahrheit.com, dort findet sich auch ein ausführlicher Film mit allen Hintergründen.

Aktive gesucht !

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“

Tierrechtsarbeit und Tierschutz im Verbund bedeutet ein hohes Maß an Arbeit & ehrenamtlichem Engagement. Die auf Ethik & Moral basierende Überzeugung theoretisch zu vertreten reicht eben nicht aus, um Tieren nachhaltig zu helfen. Jeden Tag brauchen Tiere unsere Hilfe auf jede erdenkliche Art & Weise, denn es ist ihnen selbst nicht möglich ihr Recht in unserer Gesellschaft einzufordern.

Wir kämpfen für die Rechte der Tiere – und wir nehmen jede Gelegenheit und jeden gangbaren Weg dafür wahr. Effektive Öffentlichkeitsarbeit, spektakuläre Aktionen und aktive Tierrettung sind wichtige Aufgabenfelder – und unser Auftrag.

 

Und für all das brauchen Tiere Aktivisten!

Wir bieten Euch die Möglichkeit aktiv zu werden und mit animal-peace Tierhof den Tieren zu helfen. Zukünftig wird es einmal im Monat im Duisburger Büro des Vereines ein offenes, regelmäßiges Treffen geben für alle die, die aktiv sind und die, die es werden wollen. Wir brauchen viele überzeugte Menschen, um zu helfen!

Angesetzt wird dieses Vereinstreffen natürlich an einem Wochentag in den Abendstunden, damit die berufliche Tätigkeit nicht in die Quere kommen kann.

Ziel dieser Treffen ist natürlich der Austausch incl. neuer Ideensammlung. Vorrangig geht es jedoch um gemeinsame Aktions- und Demonstrationsplanungen, aktuelle Tierschutzfälle, aktuelle Kampagnen (im Moment natürlich auch die Zajac- & die Pelz-Kampagne) und alle Themen, die geradezu nach Aktionismus schreien.

 

Wir freuen uns auf alle (ernsthaft) Interessierten!

Für die erste Infoveranstaltung zum Kennenlernen und Schnuppern haben wir den 04.12. 2011 auserkoren. Sonntag, 04.12. ab 16 Uhr. Es gibt jede Menge Infos, Material, Fragen & Antworten und Euch stehen die Vorstandsmitglieder Reinhold, Silvia und Nico zur freien Verfügung. Ebenfalls gibt’s natürlich etwas für das leibliche Wohl (natürlich vegane Genüsse).

 

Tatort:

animal-peace Tierhof Büro Duisburg

Franz Schubert Str.1-3

47226 Duisburg

 

Meldet Euer Interesse an und bringt gerne Freunde & Bekannte ein, die ebenfalls zukünftig im Tierrecht & Tierschutz aktiv werden wollen. Gebt uns Eure Anmeldung durch, damit wir ungefähr wissen wie groß unsere Gruppe an diesem Tag wird.

(Kontakt-email: nico-sahir@t-online.de oder über facebook)

Wir freuen uns auf Euch & Eure Ideen !

Euer Team von animal-peace Tierhof