Monatsarchiv: November 2011

Deutscher Tierhilfe Verband beteiligt sich an Tierschutz-Aktion

Sich einmal wie ein Kaninchen im Mast-Käfig fühlen

Tierschutz-Aktion vor dem Landwirtschafts-Ministerium und auf dem Berliner Alexanderplatz

Aktivisten des Tierschutzbündnisses „Kaninchenmast, nein danke“ haben im politischen Zentrum Berlins erneut für Aufsehen gesorgt. Vor dem Eingang des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hatten Demonstranten einen Käfig errichtet und die Mitarbeiter der Behörde sowie Politiker aufgefordert, sich einmal wie ein Kaninchen in der Käfig-Mast zu fühlen.

„Mit dieser ungewöhnlichen Aktion wollen wir den Verantwortlichen vor Augen führen, wie sich ein Kaninchen im Mastkäfig fühlt“, erklärt Stefan Klippstein, Sprecher des Tierschutzbündnisses „Kaninchenmast, nein danke“. Die Aktion war ein weiterer Protest gegen einen Entwurf von Haltungsvorgaben in der Kaninchenmast, welchen das Ministerium in Umlauf gebracht hatte. „Die vom Ministerium vorgelegten Haltungsvorgaben können nur von Menschen stammen, die nicht in der Lage sind, das Leid der Kaninchen in der Käfighaltung nachzuvollziehen, vielleicht ändert sich das jetzt“, so Klippstein.

Am Mittag wurde der Käfig dann auch auf dem Berliner Alexanderplatz aufgestellt und die Verbraucher aufgefordert, sich wie ein Kaninchen in der Mast zu fühlen. „Viele Konsumenten konnten sich nicht vorstellen, wie eng es in einem Kaninchen-Käfig ist“, erläutert Klippstein.

Derzeit gibt es keine verbindlichen Haltungsvorschriften für die Kaninchenmast. Die Haltungsbedingungen in der Käfigmast sind so dramatisch, dass das Fleisch der in Deutschland gemästeten Kaninchen in der Schweiz nur mit dem deutlichen Warnhinweis „aus in der Schweiz nicht zugelassener Käfighaltung“ verkauft werden darf.

„Beide Aktionen sorgten für viel Aufmerksamkeit unter Passanten und den Mitarbeitern des Ministeriums“, so Stefan Klippstein abschließend.

Das Tierschutzbündnis „Kaninchenmast, nein danke“ ist ein Zusammenschluss von über 80 Vereinen, Organisationen und Verbänden (der Deutsche Tierhilfe Verband ist offizieller Partner), das sich für die Einführung artgerechter Haltungsbedingungen in der Kaninchenmast einsetzt. Hierzu zählt vor allem die Abschaffung der Käfigmast. In einer bundesweiten Unterschriftenaktion konnte das Bündnis über 40.000 Unterschriften gegen die Käfigmast sammeln, die den verantwortlichen Behörden bereits übergeben wurden.

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„Delfine gehören ins Meer“

war Leitsatz der gestrigen Mahnwache vor dem Duisburger Zoo

28.11.2011-Für die beteiligten Tierschützer, Delfinariengegner und auch animal-peace Tierhof war die gestrige Örtlichkeit der Demonstration allerdings kein neuer „Tatort“. Der Duisburger Zoo ist für animal-peace Tierhof ein alter Bekannter. „Wir kämpfen hier gegen die Knasthaltung von Wildtieren, u.a. von Delfinen, seit mehr als 20 Jahren. Man könnte sagen, der Duisburger Zoo ist ein alter Gegner, dem wir uns regelmäßig widmen.“ beschreibt Reinhold Kassen seine jahrelange Wiederkehr zum Duisburger Zoo. „Hinsichtlich des Delfinariums werden wir selbstverständlich immer wieder kommen – bis auch dieses Folterbecken endlich der Vergangenheit angehört. Die heute von Tierschützern angemeldete Mahnwache zu unterstützen ist für uns eine Selbstverständlichkeit. In manchen Ländern der EU sind Delfinarien bereits verboten. Das ist das Ziel – und mit weniger können wir uns nicht zufrieden geben “

Maria Heidemann, freie Künstlerin aus Amsterdam, ist eine engagierte Delfin- und Walschützerin. In Anlehnung an die Verleihung des Bambis an Ric O´Barry, der weltweit leitenden Figur des Delfinschutzes, stand sie als Initiatorin der Mahnwache gestern im Mittelpunkt des Geschehens. animal-peace Tierhof war mit Vereinsaktivisten zur Unterstützung anwesend.

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Aktuelle Pressetöne treiben den Duisburger Zoo wieder einmal in die Enge – zu Recht

Die Bambiverleihung 2011- Ein Reh ging an Delfinschützer Ric O´Barry

animal-peace Tierhof zählt auf die Bürger, die es letztlich in der Hand haben. Reinhold Kassen hofft, dass die Bambiverleihung deutlich Wirkung zeigen kann. „Nur wenn keiner mehr eine Eintrittskarte kauft, wenn der Verbaucher deutlich macht, dass in seiner Freizeitgestaltung Tierquälerei keinen Platz hat, dann werden auch die Delfinarien in Duisburg und Nürnberg irgendwann der Geschichte angehören. Einer Geschichte, die viel Leid und Tod mit sich brachte und aus der der Mensch zu lernen hat. Man kann ein Lebewesen nicht seines natürlichen Lebens berauben – ohne für sein Leid und sein langsames Sterben verantwortlich zu sein. Die Gefangenschaft und die tägliche artwidrige Dressur ist ein Gewaltakt sondergleichen. Wir werden weiter für ein Ende dessen kämpfen und fordern jeden Bürger auf uns mit einem deutlichen Statement gegen Delfinhaltung in kleinen Betonbecken zu unterstützen. Der Bambi-Award und Ric O` Barrys öffentlicher Kampf ist eine Hilfe ohne Gleichen.“

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Hier ein ausführlicher Pressetext zum Thema:

„Nachdem Richard O’Barry im letzten Jahr einen Oscar für den Dokumentar-Spielfilm “Die Bucht” erhielt, wird der 72-jährige am Donnerstagabend (10.11.) in Wiesbaden mit einem Bambi bedacht. Zehn Jahre seines Lebens trainierte O’Barry Delfine. Unter anderem auch für die Fernsehserie “Flipper”. Als der Flipper-Delfin Kathy nach Ende der Serie 1970 in seinen Armen starb, konvertierte der Delfintrainer zum weltbekanntesten Delfinschützer. O’Barry fühlt sich mitverantwortlich für die weltweit eröffneten Delfinarien nach der Fernsehserie. Für die Delfinarienbetreiber ein Millionengeschäft – für die Delfine eine lebenslange Gefangenschaft.

Spätestens seit dem spannenden Kinofilm “Die Bucht” veränderte sich das Bewusstsein vieler Zuschauer über Delfin-Gefangenschaften. Der Film zeigt die blutige Delfintreibjagd in Taji/Japan die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet. Die schönsten und stärksten von rund 20.000 jährlich zur Jagd freigegebenen Delfine in Japan landen weltweit in Delfinarien. Die Delfinarien-Delfine finanzieren praktisch die Delfinjagd, da der Stückpreis der antrainierten Tiere bis zu 150.000 Dollar beträgt.

In Deutschland unterstützt der bekannte Delfinschützer die beiden Tierschutz-Organisationen ProWal und das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF). Als Kuratoriumsmitglied des WDSF beteiligte sich O’Barry in den vergangenen Jahren an mehreren Aktionen und Vorträgen der deutschen Tierschützer.“ (Pressequelle: 10.11.2011 – showbiz.de)

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Die jetzige Klage des WDSF

Jürgen Ortmüller, Geschäftsführer des Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF), hat eine Klage gegen die Stadt und den Tierpark eingereicht, um Einblick in Unterlagen zur Haltung der Großen Tümmler zu bekommen. Den Duisburger Zoo tituliert er als den „wahrscheinlich größen Delfinfriedhof Europas“. Die Klage liegt beim Verwaltungsgericht Duisburg und wird weiter für Wind sorgen, dahingehend darf man sicher sein.

„Das Delfinarium in Duisburg gibt es seit 1965. Delfine haben in freier Wildbahn eine durchschnittliche Lebenserwartung von 25 bis 40 Jahren. Genaue Forschungsergebnisse liegen nicht vor, da überwiegend gestrandete Tiere untersucht wurden.

Das WDSF hat bisher vergeblich die vollständigen Todeszahlen im Delfinarium vom Umweltamt Duisburg (Untere Aufsichtsbehörde für den Zoo) und vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz angefordert. Auch die Intervention der Landesdatenschutzbeauftragten führte nicht zu einer Auskunft seitens des Zoos. Im November 2011 hat das WDSF Klage beim Verwaltungsgericht Düsseldorf gegen die Stadt Duisburg mit seinem Zoo eingereicht, um vollständige Akteneinsicht zu erhalten.

Das WDSF vermutet, dass die verschwiegenen Todeszahlen bei über 60 Delfinen liegenund Duisburg damit eine noch höhere Todesrate als der Tiergarten Nürnberg (38 Todesfälle) aufweist. Sehr wahrscheinlich wurden in der Vergangenheit die verstorbenen Delfine einfach stillschweigend gegen neue Importe ausgetauscht und nachweislich von dem Tier-Händler Tiebor angemietet, ohne dass die Besucher dies überhaupt bemerkt hätten.

Der Bildungsauftrag des Delfinariums Duisburg wird von dem Pädagogik-Experten Norbert Kochhan (Dipl. Pädagoge/Logopäde) kritisiert:

„Aus pädagogischer Sicht ist der Bildungsauftrag der Delfinarien völlig verfehlt, weil Kindern Delfine in den Vorführungen als stets lustige und gutgelaunte Menschenfreunde dargestellt werden. Über das artspezifische Leben der Tiere erfahren sie zu wenig und über die leidvolle Haltung in den Anlagen gar nichts.“ (Quelle: www.wdsf.eu)

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animal-peace Tierhof und viele Organisationen werden weiterhin vor den Toren der beiden Zoologischen Gärten Duisburg und Nürnberg demonstrieren. Infos und Termine erhalten Sie unter: 

www.animal-peace.net     www.reinholdkassen.de    www.wdsf.eu 

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Skurriler Prozess vor dem Landgericht Bonn ist zu Ende

Einschüchterungsversuch eines Nerzfarmers gegen den Journalisten Jan Peifer gescheitert

Bonn/Sankt Augustin. Das Landgericht Bonn hat heute die Schadensersatzforderung eines Nerzfarmers gegen einen Journalisten abgewiesen. Damit ist die wohl skurrilste Schadensersatzklage des Jahres gescheitert. Der Pelztierfarmer hatte dem Journalisten vorgeworfen, dass durch seine bloße Anwesenheit über 1.300 Nerze gestorben seien und damit ein Schaden von 22.000 Euro entstanden sei. Glückliche Hühner auf grüner Wiese, zufrieden weidende Kühe mit ihren Kälbern, ein Nerz in einem Bett aus Stroh. Mit solchen Bildern wirbt die Lobby der Tierhalter, doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Der freie Journalist Jan Peifer recherchiert seit über 10 Jahren die tatsächlichen Haltungsbedingungen der Nutztiere in Deutschland und bringt die ungeschönten Bilder an die Öffentlichkeit. Er zeigt die nackte Wahrheit: kahlgerupfte Hühner in winzigen Gitterkäfigen, angekettete Kühe, blutig angefressene Nerze. Sehr zum Missfallen der milliardenschweren Industrie, die von der Nutztierhaltung lebt. Immer wieder erhält der kritische Journalist Androhungen von Unterlassungs- oder sogar Schadensersatzklagen. Im aktuellen Fall hatte ein Nerzfarmer behauptet, die Anwesenheit des Journalisten auf seiner Pelzfarm habe den Tod von über 1.300 Nerzen und damit einen wirtschaftlichen Schaden von 22.000 Euro verursacht. Die Klage wurde jetzt vom Landgericht Bonn abgewiesen. Das Gericht konnte der Argumentation des Pelztierhalters nicht folgen. Dieser legte noch nicht einmal einen schlüssigen Beweis für den Tod der Tiere vor. Für Jan Peifer ist das heutige Urteil ein großer Gewinn: „Die Tierhalterlobby ist mit ihrem Versuch, mich mit einer möglichst hohen Schadensersatzforderung und den damit verbundenen Gerichts- und Anwaltskosten einzuschüchtern, gescheitert. Ich lasse mich nicht mundtot machen und werde auch weiterhin hinter die Kulissen schauen und das dokumentieren, was die Landwirtschaftslobby gerne geheim halten würde“.


Der Prozess könnte für den Nerzfarmer und dessen Frau ein Nachspiel haben, derzeit wird juristisch geprüft, inwieweit eine Anzeige wegen Betruges bzw. wegen Falschaussage vor Gericht Aussicht auf Erfolg hat.

Weitere Informationen zum Prozess unter http://www.nackte-wahrheit.com, dort findet sich auch ein ausführlicher Film mit allen Hintergründen.

UEFA EM 2012 – Kommentar animal-peace Tierhof

Sport ist Mord – manchmal wortwörtlich

Der Fussball steht auf der Anklagebank

Deutliche Reaktionen aus den Reihen der EM-Veranstalter gegen den Massenmord an den ukrainischen Strassenhunden verlaufen eher schleppend

Was sich gerade Tag für Tag in der Ukraine abspielt, ist wohl kaum mit Worten zu beschreiben. Täglich gehen dort die Hundefänger ihrem grausamen Job nach und töten gezielt alle Strassenhunde, die sie einfangen können – für den großen Sport. Der Ablauf der Fussball EM 2012 soll nicht durch ein Stadtbild mit unerwünschten Streunern gestört werden. Tausende Hunde sind bisher schon auf der Straße lebendig verbrannt, grausam vergiftet und schlichtweg erschossen und erschlagen worden – für ein Massenspektakel, welches sich selbst mit Begriffen wie FAIRplay bewirbt. Ein ernsthaftes Ende des Tiermassakers ist nicht in Sicht, auch wenn sich die theoretische Sichtweise langsam ändert.

In der Ukraine gibt es laut öffentlichen Angaben ca 250.000 Straßenhunde. Bisher schienen diese Hunde niemanden groß zu interessieren oder zu stören. Die Tiere leben autark und nur selten kommt es zu ernsthaften Konflikten mit dem Menschen. Bis zu 15.000 dieser Tiere leben in den großen Städten wie Kiew. Doch nun wollte Kiew mittels einer grausamen Säuberungsaktion Platz machen für ein sauberes, von Hunden freies EM-Spektakel. Ein gezielter und brutaler Massenmord an Wehrlosen.

„Damit die Ukraine zur Fußball-Europameisterschaft 2012 ein „perfektes“ Straßenbild bieten kann, wird das grausame Töten in manchen Städten sogar staatlich organisiert. Eine Firma wirbt damit im ganzen Land – Und laut Gerüchten und Medienberichten sollen einige Bürgermeister 25 Euro Kopfgeld pro getöteten Hund erhalten. Tierschützer und auch Prominente sind auf der ganzen Welt empört. Auch wenn sich die Lage leicht entspannt haben soll – Das Töten der Hunde wird offenbar weitergehen. Auf Internetseiten rufen Tierschützer zum Protest auf.“ heißt es in Pressetexten verschiedener Medienportale.

 

Die Uefa und der Feldzug gegen Hunde

Die Uefa als Veranstalter der Euro 2012 blieb vom Pressewind und dem wachsenden öffentlichen Druck nicht lange verschont. Die Stellungnahme, dass man nicht für die Tötung der Tiere verantwortlich sei, reicht einfach nicht aus wenn man bedenkt, dass ein Veranstalter Millionen in ein Projekt setzt um daran auch Millionen zu verdienen. Von der Pressestelle der Uefa lies man dann bekannt geben: „Die Uefa niemals gefordert hat, freilebende Tiere im Hinblick auf die Euro 2012 aus dem Straßenbild der Städte zu entfernen. Wir respektieren die Würde der Tiere und werden weiterhin an die Behörden appellieren, das auch zu tun.“

Reinhold Kassen, Leiter der Tierrechtsorganisation animal-peace Tierhof, kann kein wirklich gutes Wort in Richtung der Uefa-Politik abgeben: „ Es werden Millionen um Millionen ausgegeben. Es wird akribisch jedes Detail geplant – und die Situation der Hunde wurde nicht einmal ernsthaft thematisiert. Da muss erst der Druck von Tierschützern derart laut werden, damit die Uefa vorsichtig Stellung bezieht und sich auch nur ansatzweise rührt. Das ist eher beschämend als glaubwürdig.“

Nach der internationalen Kritik von Tierschützern hat die Ukraine nun ein Ende der Massentötung von Straßenhunden zugesagt. Die Kommunen wurden offiziell aufgefordert, das Vergiften einzustellen und stattdessen Tierheime zu errichten und streunende Hunde kastrieren zu lassen. Überzeugend ist das nicht, denn man kennt sowohl die bisherigen staatlich geführten Tierheime als auch ihre Arbeitsweise. Einfangen, einsperren und nach Einhaltung einer Galgenfrist töten – und das alles unter widrigsten Umständen.

„Man darf sich nicht der Vorstellung hingeben, dass die Tierheime dort so agieren wie die Unsrigen“ meint auch Reinhold Kassen. „Wir müssen leider erfahrungsgemäß davon ausgehen, dass dieses politische Lippenbekenntnis nur zu einer Verlagerung des Problems führt. Da nicht mehr vor den Augen der Welt geschunden und gemordet werden kann, wird das nun ein paar Kilometer weiter draußen hinter hohen Mauern gemacht werden. Wir lassen uns gerne vom Gegenteil überzeugen, sehen aber weiterhin keinen Grund zur Freude oder Hoffnung. Man setzt hier wohl auf Augenwischerei.“ animal-peace Tierhof stellt bisher vergeblich die Frage nach Kontrollen.

Die gleiche Ansicht vertritt wohl auch Tierschützerin Prinzessin Maja von Hohenzollern, die gerade von einer Reise in die Ukraine zurück ist und erschütternde Berichte im Gepäck hat. Der Umgang mit den Hunden habe sich noch nicht ausreichend gebessert. Ihr Kampf als ETN-Botschafterin geht weiter.

„Töten im Namen des Fußballs, da wird Sport zum Mord. Das entspricht wohl kaum dem sportlichen Gedanken von „fair play“. Der Rasen auf dem die Spieler antreten werden ist blutgetränkt. Es ist skandalös, dass Tiere für den Fußball sterben müssen“ so ETN–Botschafterin Maja von Hohenzollern.

 

Hierzu ein Auszug aus aktuellen Pressemitteilungen des ETN:

„Der ETN e.V. hat in diesem Zusammenhang an den Präsidenten der Ukraine Viktor Yanukovych, an sämtliche ukrainische Ministerien, die Botschaft und ukrainische Medien, sowie an die UEFA, die FIFA , den DFB , Franz Beckenbauer und Dr. Theo Zwanziger geschrieben, sie über die den skandalösen Massenmord an unschuldigen Tieren informiert, dagegen protestiert und Hilfe im Umgang mit den Straßentieren in der Ukraine angeboten. KEINER der Angeschriebenen hat reagiert, alle dulden den Mord in Namen des Fußballs. Der DFB verwies lediglich auf die UEFA als verantwortlichen Veranstalter. Einzig Vitali Klitschko, den Maja von Hohenzollern persönlich um Hilfe bat, zeigte sich vom Schicksal der Hunde berührt und bot seine Unterstützung an.

„Wenigstens einer, der für Ethik und Moral im Sport eintritt“, so Maja von Hohenzollern. Die verantwortliche Veranstalterin UEFA hatte lediglich vor einem Jahr ca. ¤ 8500 für Sterilisationen an die Ukraine zur Verfügung gestellt. Angesichts der Millionen die die UEFA sonst verdient, kann diese Summe, mit der man unmöglich 250 000 Hunde sterilisieren kann, nicht als ernsthaftes Engagement zum Wohle der Hunde gewertet werden. Den ETN e.V. erreichen fast täglich Hilferufe aus der Ukraine, die deutlich zeigen, dass die UEFA nicht handelt.

Der „Europäische Tier – und Naturschutz e.V.“, der in den letzen Wochen als federführender Verband auf den Massenmord an Hunden in der Ukraine aufmerksam gemacht hatte (ARD „Brisant“, RTL News, Sat1 News, Vox News), gab am 17.11.2011 in Kiew bei der renommierten ukrainischen Presseagentur „Interfax“ eine Pressekonferenz wegen der Massentötung von Straßenhunden für die Fußball EM 2012 in der Ukraine.

Neben Dieter Ernst, Präsident des ETN e.V. und Maja Prinzessin von Hohenzollern, Botschafterin des ETN e.V. nahm die Ukrainische Tierschützerin Tamara Tarnawska, Präsidentin, SOS International Animal Protection Society, an der Pressekonferenz teil, Dolmetscherin war Alina Nosenko vom Büro Vitali Klitschko. Der ETN e.V. forderte auf der, mit ca. 50 Pressevertretern und 8 TV-.Teams, darunter Journalisten der DPA und der ARD sowie der bekannte ukrainische Autor Andrei Kapustin, sehr gut besuchten Pressekonferenz, ein sofortiges Ende der inhumanen und illegalen Hundetötungen.

Maja von Hohenzollern verwies eindringlich auf die Einhaltung des seit 2006 bestehenden Ukrainischen Tierschutzgesetzes und warnte vor negativen Imageschäden der Ukraine, angesichts der schockierenden Bilder, auf denen Hunde z.T. lebend in fahrenden Krematorien verbrannt wurden und die Menschen auf der ganzen Welt entsetzten.

Die ETN-Botschafterin zeigte den Medienvertretern eine Petition mit 500 000 Unterschriften aus der ganzen Welt und berichtete von europaweiten Demos, Protestaktionen und Boykottaufrufen gegen die EM 2012. Am Morgen war die Ukrainische Botschaft in Berlin bestreikt worden. Sie macht deutlich, dass illegaler Hundemord nicht mit der friedlichen Botschaft des Sports vereinbar ist.“

 

animal-peace Tierhof bedankt sich & fordert auf

animal-peace Tierhof möchte sich bei Maja von Hohenzollern und den international beteiligten Personen/ Vereinen für ihren Kampf gegen die Brutalität bedanken. Tausende wehrlose Hunde wurden Opfer dieser EM und sind schon elendig gestorben – ein Massaker ohne Skrupel, für das man kaum Worte findet.

„Der Rasen dieser EM ist und bleibt ein Blutbad, daran ist Nichts mehr zu ändern“ so Kassen. „Gerade hinsichtlich derartiger Veranstaltungen ist es notwendig, dass sich Prominente wie Klitschko und Maja von Hohenzollern für die Tiere stark machen. An ihnen sollten sich besonders die millionenschweren Fussballer ein Beispiel nehmen. Fussballer sind Menschen, die zuhause mit ihren Hunden leben und den großen Sport präsentieren. Menschen, von denen wir mehr Druck und Gegenwehr erwartet hätten und die enttäuschender nicht hätten sein können.“

Reinhold Kassen liebt den Fussball, geht oft ins heimische Stadion oder schaut sich internationale Spiele an. „Doch diese EM ist ein Grabstein“. animal-peace Tierhof fordert somit weiterhin gerade die Fussballfans und auch Spieler auf: „ tragt eine Botschaft – zeigt offen Euren Unmut. Hebt Eure Stimme für die Tiere, die grausam ums Leben kommen – damit ein millionenschwerer Ball über einen grünen Rasen fliegt. Hier muss mehr drin sein als ein paar Lippenbekenntnisse!“

 

Deutscher Tierhilfe Verband: Pelz ist out

 70–90 % der Bevölkerung lehnen Pelze ab

Der Deutsche Tierhilfe Verband DTV informiert: Nach aktuellen Umfragen sprechen sich mittlerweile 70–90 % der Bevölkerung gegen Zucht und Tötung von Pelztieren aus. Zwar versuche die Pelzlobby in Deutschland mit großer Mühe, den Ruf der Pelzbranche zu wahren, immer mehr Menschen entscheiden sich jedoch dagegen.

„Dies hat auch mit den rechtlichen Rahmenbedingungen zu tun, die im Zuge der Verbraucheraufklärung und des Tierschutzes strenger werden“, erklärt Reinhold Kassen, Vorstand des Deutschen Tierhilfe Verbands. Hierzulande stammen die meisten Pelze von Nerzen. Wie viele Farmen es in Deutschland noch gibt, ist ungewiss. „Sicher ist aber, es gibt mehr geschlossene als aktive sogenannte Pelztierfarmen; wir gehen davon aus, dass es nicht mehr als 20–30 sind“, so Kassen. Die letzte Fuchsfarm auf deutschem Boden wurde nach anhaltendem Protest von Tierschützern 2006 geschlossen. Auch die Nerzfarmen dürften weniger werden, so der Deutsche Tierhilfe Verband. Hoffnung verbinden Tierschützer vor allem mit einem Beschluss des Bundesrates von 2006, der eine einigermaßen artgerechte Unterbringung von Nerzen bis 2016 verpflichtend einführen soll. „Dieser Anspruch geht uns zwar nicht weit genug“, kommentiert Reinhold Kassen, aber: „Allein die geplante verpflichtende Einführung eines Wasserbeckens mit einer Mindestgröße von 1 m² pro Tier führt dazu, dass der wirtschaftliche Betrieb einer Pelzfarm in Deutschland nicht mehr möglich sein wird.“ Auf den größeren Farmen leben nach inoffiziellen Angaben teils mehrere 10.000 Tiere. Nerze, die in freier Wildbahn ein Revier von bis zu über 20 km² für sich beanspruchen, verbringen mehr als die Hälfte ihrer Zeit im und am Wasser. Auf deutschen Nerzfarmen werden sie in kleinen Drahtgitterkäfigen von ca. 0,3 m² gehalten, bis ihnen im Alter von etwa 7 Monaten das Fell über die Ohren gezogen wird – die alljährliche „Ernte“ im Herbst. Ihr einziger „Zugang“ zum Wasser ist der stinkende Fischabfall, mit dem sie gefüttert werden.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf www.deutschertierhilfeverband.de.