Monatsarchiv: September 2011

animal-peace Tierhof begleitet Projektwoche am Kopernikus-Gymnasium Rheine

Tierschutz macht Schule

„Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandeln.“    (Mahadma Gandhi)

Vom 04.-07. Oktober 2011 ist das Thema Tierrecht/Tierschutz Inhalt einer Projektwoche der Mittel- und Oberstufe des Kopernikus-Gymnasiums. Die Schule, welche ca. 1200 Schüler auf das Leben vorbereitet, hat sich entschieden, dem Thema Tierschutz mehr Gewicht im Schulalltag einzuräumen. animal-peace Tierhof begrüßt diese wichtige Entwicklung im deutschen Schulwesen und wird die Projekttage der Schüler aktiv begleiten.

„Wir führen seit vielen Jahren Tierschutzunterricht an ausgesuchten deutschen Schulen durch und freuen uns über die positive Bilanz und die öffentlichen Reaktionen auf unsere Bemühungen. Ethische und moralische Werteerziehung ist in unserer Gesellschaft wichtig, wird aber kaum in Schulen vermittelt. Gerade die Schwächsten – in unserem Arbeitsfeld die Tiere – erfahren weder Gerechtigkeit noch Respekt in einer Gesellschaft, die nach wie vor auf Tierleid aufgebaut ist.“ so Reinhold Kassen, Vorstand von animal-peace Tierhof.

Massentierhaltung, Tiertransporte, Pelzfarmen, Tierversuche, Zirkus, Delphinarien, Reitsport oder auch die Haustierhaltung sowie weitere Brennpunkthemen werden von den Schülern behandelt und kritisch unter die Lupe genommen. Die Inhalte, welche von den Tierschutzlehrern altersgemäß vermittelt werden, sollen in einzelnen kreativen Projekten und Workshops Arbeitsprozess der Schüler sein.

Reinhold Kassen hat selbst drei Söhne, welche sich heute für die Rechte der Tiere einsetzen: „Die Jugend von heute ist einem steigenden Druck ausgesetzt. Leistungsdrill, Gruppenzwang, Überforderung, Aggressivität und auch Verwahrlosung sind deutliche Spiegel unserer Ellenbogen-Gesellschaft. Eine schnelllebige Gesellschaft, die jeden niedertritt, der dem Druck nicht standhält. Genau so behandeln wir auch die Tiere. Sie sind Ware & Leistungsträger ohne Recht auf Unversehrtheit und artgerechtes Leben. Kinder & Jugendliche sind die Gesellschaft von morgen. Wer, wenn nicht sie werden für die Schwächeren eine andere Zukunft gestalten. Eine ohne tägliche Grausamkeiten und Quälerei.“

Das Kopernikus-Gymnasium setzt mit dieser Projektwoche ein Zeichen. Die betreuenden Lehrer Herr Stegemann und Frau Grewe werden zusammen mit einer Referentin von animal-peace Tierhof Schülern wichtige Themen der Werteerziehung vermitteln. Nach Ablauf der Projekttage werden die Schüler selbst den auf der Abschlussveranstaltung anwesenden Vertretern aus Politik, Medien und Elternschaft sowie weiteren Gästen ihre Projekt-Ergebnisse vorstellen. Unterstützt wird animal peace in Rheine von der tierhilfe e.V. strasburg. Die tierhilfe begleitet und finanziert aktive Tierschutzarbeit in ganz Deutschland und unterstreicht mit ihrem Beitrag Kassens Worte „wer, wenn nicht die Kinder werden für die Schwächeren eine andere Zukunft gestalten“.

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Die Referentin zu Gast in Rheine

Nicola Welp ist seit fast 20 Jahren im Bereich Tierschutz/ Tierrecht aktiv. Als leitendes Mitglied von animal-peace Tierhof wird sie mit den Schülern vor Ort tierschutzrelevante Themen aufbereiten. Vor einigen Jahren hat sie zusätzlich ihr eigenes Fachgebiet „Pferd“ in den Tierschutz mit eingepflegt und die „Pferdehilfe Sonnenhof“ gegründet. Der Verein betreibt einen eigenen Pferdeschutzhof und legt mit seiner Öffentlichkeitsarbeit im gesamten Bereich des Pferdesportes den Finger in die Wunde.

„Meine langjährige Arbeit bei animal-peace Tierhof hat mir immer wieder deutlich gemacht, dass Bildung der Schlüssel ist, zukünftiges Tierleid zu verhindern. Schüler sind keine Automaten, von denen man Leistung abkassieren kann, damit eine heute eher ethisch verwahrloste Gesellschaft weiter profitorientiert funktionieren kann. Sie sind unsere schärfsten Kritiker und unser Spiegel. Sie haben etwas zu sagen und sollten etwas fordern können. Gerade unsere erwachsene, moralisch verrohte Gesellschaft sollte zuhören, wenn Schüler ihnen nahebringen, was das Wort „Sozialkompetenz“ im Leben bedeuten kann. Schüler sind die Moral von morgen…und können im Bereich Menschenrecht & Tierrecht für neue Maßstäbe sorgen.“ kommentiert Nicola Welp ihr Engagement.

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animal-peace Tierhof & das Tierschutzlehrer-Pogramm

Tierschutz im Unterricht – das sind speziell auf Altersgruppen der Schüler zugeschnittene, zielgruppen-orientierte Angebote. Das gemeinsame Tierschutzlehrer-Pogramm von animal-peace Tierhof und „tierschutzlehrer.com“ unter Leitung von Dipl.Päd.Thomas Schwarz ( Uni Essen-Duisburg) wurde von der Unesco ausgezeichnet. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.
Das Nationalkomitee der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ hat am 12. November 2009 Initiativen aus ganz Deutschland als Offizielle Dekade-Projekte ausgezeichnet. Die Auszeichnung erhalten Aktionen, die die Anliegen der UN-Dekade vorbildlich umsetzen: Sie vermitteln Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln.

„Nachhaltigkeit zu lernen muss in Schule, Ausbildung und Studium selbstverständlich werden. Nur so können künftige Generationen globale Probleme wie den Klimawandel bewältigen“, so Prof. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees. „Die mehr als 970 Offiziellen Dekade-Projekte leisten dazu einen wesentlichen Beitrag.“ (Text: BNE-Portal)

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„Eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort „Tierschutz“ überhaupt geschaffen werden musste.“    (Theodor Heuss)

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Tierschutz im Unterricht

Tierschutz macht Schule

tierschutzlehrer.com – Die Tierschutzlehrer erhalten Auszeichnung als „Offizielles UN-Dekade-Projekt Bildung für nachhaltige Entwicklung 2010/11

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Vorhang auf für Tierquälerei – die Vergewaltigung mit Applaus

So interpretieren WIR den Zirkus

Schöne monumentale Musik, glitzernde Atmosphäre, eine perfektes Bühnenbild und eine bunte fremde Welt – das alles mag in ersten Moment einen mystischen Zauber haben. Wer kennt das nicht…Man taucht scheinbar ein in eine Welt voller mayestätischer Anziehungskraft. Pferde und ihre arteigene Eleganz, ihre wilde Schönheit, ihre edeln und kraftvollen Bewegungen werden in den Mittelpunkt des Erlebens gestellt und ziehen jeden Zuschauer unweigerlich in ihren Bann. Still und bewundernd, geradezu ehrfürchtig schaut man ihnen bei ihrem Auftritt zu. Große Kinderaugen, verzückte Mädchen, beeindruckte Erwachsene… Zeit für Gänsehaut und unerfüllte Träume.
Doch bei manchen Menschen bleibt nach Ende der Vorstellung ein fader Beigeschmack haften, der sich nicht wirklich greifen lassen will. Wo der herkommt? Ich habe ihn immer, diesen Kloß…der mit wachsendem Wissen immer größer wurde- zu einem Berg aus Wut.

Ich schaue mir nun über zwei Jahrzehnte unzählige Zirkusshows mit Pferden an und fühle mich immer gleich unwohl. Es ist ein unglaubliches Kunststück der Zirkuswelt, ein eigentliches Grauen in so schöne Bilder zu fassen, dass man kaum in der Lage ist die Wahrheiten dahinter im Kopf zu behalten. Wütend macht es mich, weil es doch so klar auf der Hand liegt…ein Pferd im Zirkus ist ein Sklave, trotz aller Schönheit zutiefst geschunden und es tut weh immer wieder zuzusehen, ohne dass jemand das Leid wirklich und aufrichtig bemerkt.“ kommentiert Nico Welp von animal-peace Tierhof/Pferdehilfe ihren letzten Zirkusbesuch.

Sie besteht darauf zu erwähnen, dass es ihr bei Ihrem Versuch der Aufklärung nicht darum geht zu behaupten, dass jede Dressur von Pferden mit Gewalt und Brutalität einhergehen muss. Die sog. Freiheitsdressur, die vielseitigen Zirkuslektionen können mit dem heutigen Wissen guter Pferdeleute auch vollkommen gewaltlos erfolgen. Das ist nicht der springende Punkt, auch wenn Frau Welp oftmals auf vollkommen hilflose Pferde trifft, denen Glanz und Persönlichkeit verloren gegangen ist und sie sicherlich Pferdetrainer im Zirkusbereich erkennt, die immer noch mit Gewalt und jeder Menge Druck am Pferd arbeiten um sichere Erfolge zu erzielen. Immerhin muss das Pferd ja jeden Tag auf Knopfdruck funktionieren- Wehrigkeit verboten.

 

Ein gravierender Grund, warum es allerdings eine pure Tierquälerei und grausame Anmaßung des Menschen ist, Pferde überhaupt im reisenden Zirkusunternehmen mitzuführen, ist in erster Linie die Haltung. Darüber wird immer noch zu wenig informiert, nachgedacht. Es ist unglaublich, dass sich Pferdefachleute und Horsemanship- Beauftrage ausschliesslich um die Art & Weise der Dressur Gedanken machen. Ist die offensichtliche Gewalt aussen vor, dann ist der Zirkus scheinbar rehabilitiert.
Aber das Pferd, zu einem Leistungsträger auf Knopfdruck reduziert, wird artwidrig gehalten und damit um das Ausleben vieler seiner natürlichen Bedürfnisse gebracht. Pferde im Zirkus haben kein Leben! Zumindest keines als Pferd! Das liegt für Frau Welp und die Pferdehilfe Sonnenhof auf der Hand.

Gerade die großen und traditionsreichen Zirkusunternehmen möchten dem Besucher gerne vermitteln, dass die Tiere dort gerne leben, gerne von Stadt zu Stadt ziehen, artgerecht untergebracht sind und der Stress im lauten Zirkusalltag ihnen nicht das Geringste ausmacht. Das ist eine glatte Lüge, die allein durch einen sachlichen Blick auf die Fakten jegliche Daseinsberechtigung verliert. Ein Leben im Zirkus ist ein lebenslanger Tiertransport unter widrigsten Bedingungen für lebende Zirkusnummern, die sich dagegen nicht zur Wehr setzen können. Ständiger Großstadt-Lärm, täglicher Trainingsdrill, tägliche Vorstellungen, ständiger Umzug, ein Dasein auf Beton, enge Boxenhaltung, kein Weidegang, Ponyreiten für Kinder, keine freie Bewegung, kein soziales Herdenleben mit Artgenossen…das ist noch längst nicht alles, was die Tiere dauerhaft zu ertragen haben – für eine Vergewaltigung mit tosendem Applaus.

Ich frage mich immer noch, warum ein Zirkus mit Tieren – ob mit Wildtieren oder eben Pferden –nicht längst schon als geächtet und als Teil dunkler menschlicher Kultur ausgestorben ist. Ich schäme mich stellvertretend für jeden klatschenden Besucher.“ deutliche Worte findet Nico Welp für die hübsch drapierte Fassade einer schillernden Welt der Zirkusarena.
Geradezu fassungslos schaut sie auf die mittlerweile in Mode gekommenen Horsemanship-Leute, die aufgrund ihrer angeblich gewaltfreien Dressurmethoden mit ihrer engen Zusammenarbeit dem Zirkus die Möglichkeit bieten, Pferdenummern als gesellschaftsfähig zu erhalten.
Es mag unfassbar erscheinen, aber ich habe schon hochdotierte Horsmanship- Experten im Zirkus klatschen sehen, weil sie selbst die Pferde vorher trainiert haben. Über das Leben der Tiere machen sie sich keinerlei Gedanken. Das ist ein Skandal!“

Schaut man sich die natürlichen Bedürfnisse eines Pferdes an und schult sich ein wenig in diesem speziellen Bereich, was ein Pferd braucht um gesund und wohlbehalten natürlich zu leben, stellt man schnell fest dass ein Leben unter diesen Voraussetzungen niemals einem Steppentier/ Lauftier, Fluchttier/ Herdentier gerecht werden kann.

Was Frau Welp bei ihren zahlreichen Recherchen in der Zirkuswelt entdeckte  > > >

In Zajacs Strafraum

Am 24.09. 2011 hieß es wieder:

Streetworking gegen den geplanten Welpenverkauf im Zoofachgeschäft Zajac/Duisbug.

Insgesamt ca 40 Teilnehmer fanden sich am Samstag vormittag in der Fussgängerzone ein, verteilten Informationsmaterial und machten mit einem öffentlichen Lauf zu Zajac auf den geplanten Welpenhandel aufmerksam. Die Initiative gegen Welpendiscount ist neben den Demonstrationsveranstaltungen jeden Tag in Städten des Rhein/Ruhrgebietes unterwegs und sammelt Unterschriften gegen den Welpendiscount.

Die positiven, öffentlichen Reaktionen hinsichtlich unserer Arbeit zeigen uns, dass wir nicht aufhören dürfen, uns gegen diese zweifelhafte Geschäftsidee zu stellen. Der sog. „Verbraucher“ wird entscheiden, ob Zajac seinen Hundehandel erfolgreich durchsetzen kann oder nicht. Letzteres sollte das Ziel aller tierliebenden Menschen sein, denen Moral & Ethik mehr wert sind als das schnelle Geschäft. Die fälschliche Sicht auf ein Tier als „Ware“ sollte nicht weiter Bestandteil unserer Gesellschaft bleiben.

 

Weitere Infos erhalten Sie unter: 

Gegen Welpen-Discount

INITIATIVE GEGEN WELPEN-DISCOUNT – Wer wir sind und was wir wollen – VIDEO

Kampagne gegen Wühltischwelpen !  

Wir machen mobil!

Die Gründung der „Initiative gegen Welpendiscount“ ist die deutliche Antwort an Zajac. Es ist uns eine Freude mitteilen zu können, dass aus einer anfänglichen Informationskampagne gegen Zajacs Vorhaben eine schlagkräftige Initiative entstanden ist, die mit immer mehr Kooperationspartnern einem steigenden Wachstum unterliegt und ihresgleichen sucht. Ethik schafft Größe — in diesem Fall wortwörtlich!

Seit Jahren steht die Duisburger Tierhandlung „Zoo Zajac“ in der Kritik. So verkauft das Geschäft Wildtiere, die für die Privathaltung nicht geeignet sind. Nun geht Zajac noch einen Schritt weiter. Hundewelpen sollen in Zukunft das Geschäft zum Blühen bringen. Wenn Zajac an den Plänen des Welpenhandels festhält, wird das weitere dubiose Trittbrettfahrer auf den Plan rufen, die sich diese tierschutzwidrige Geschäftsidee zu Nutze machen werden. Mit seiner Profitgier schafft ‚Zoo Zajac‘ die Tierschutzprobleme von morgen. Nahezu alle Tierheime sind voll und der mafiöse Handel mit Welpen hat bereits eine nicht endende Notlage verursacht.

Ziel des Bündnisses ist also nicht weniger als das Verbot des gewerblichen Verkaufs von Hunden und Katzen in Zoohandlungen. Beginnen werden wir bei Zajac, dem weltgrößten Zoofachgeschäft.

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Gestatten- die Vertreter gegen „Wühltischwelpen“ — viele Vereine, ein Ziel!

Der öffentliche Druck auf Zajac steigt. Viele namhafte Organisationen wie der Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt), der Deutsche Tierschutzbund und Peta beziehen deutlich Stellung gegen Zajacs Geschäftsidee. Das freut uns sehr und wir sehen es an dieser Stelle bewusst als unsere Aufgabe an, die Bemühungen dieser verschiedenen Organisationen aktiv zu bündeln. Gemeinsam gegen Zajac bedeutet: gemeinsam den Welpenhandel im Keim zu ersticken.

Und wir sind uns sicher! Mit den über 10.000 Mitgliedern der hier angeschlossenen Vereine, mit vielen weiteren Tierschutzorganisationen sowie Kooperationspartnern … und nicht zuletzt mit jedem entschlossenen Duisburger Bürger können wir es schaffen, dem skrupellosen Geschäft mit Welpen effektiv die Stirn zu bieten.

Denn eines sollte Norbert Zajac sich bewusst machen: man lernt nie aus! Beginnen wir mit einem Zitat…

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„Die Welt ist kein Machwerk, und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig.“ (A. Schopenhauer)

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http://www.welpen-discount.info

TNZ – Tier Natur Zukunft – 09.11

TV Magazin – September 2011

In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns ausführlich mit dem Thema Botulismus. Stellung dazu nehmen unser Tierarzt Mey, Prof. Dr. Sievert Lorentzen von ProVieh und Martin Morisse vom BDM.

Außerdem waren wir auf einer Demo gegen die Nerzfarm in Höstel, wir stellen den das Kuhaltersheim auf dem Hof Butenland vor und die Aktion Junior von Aktion Tier. Natürlich ist auch der aktuelle Wiesenhof-Skandal ein Thema.

Natürlich gab es auch wieder einen Bericht aus Offenwarden, News und unserem Chefsatiriker Heinz Brobaschinsky ist kalt.

http://www.tierrechts.tv