Monatsarchiv: Dezember 2010

Akarde, ein Pferd in Not

Nachdem uns ein Notruf erreichte, dass eine Vollblutstute ihr Zuhause verliert und es keinen Platz für sie gibt wo sie leben kann, haben wir versucht über unsere Kooperationspartner und weitere Verteiler ein sicheres Heim und eine wohl behütete Zukunft für das Pferd zu finden. Leider blieben sowohl unsere Bemühungen wie auch die der verzweifelten Halter erfolglos und Akardes Zukunft erwies sich als ernsthaft gefährdet. Der Gang zum Schlachter war für uns alle nicht ansatzweise denkbar. Da keine Zeit mehr blieb, entschied sich animal peace Tierhof e.V. in Zusammenarbeit mit der tierhilfe e.V. strasburg für einen ungewöhnlichen Weg um dem Pferd ein artgerechtes Leben weiterhin zu ermöglichen.
Anstatt einer Vermittlung wurde in gemeinschaftlicher Arbeit der beiden Vereine ein Offenstallplatz mit kompetenter Rundumversorgung ausfindig gemacht.

Notpferd Akarde ist nun am Samstag angekommen und lebt sich in der der Herde langsam ein. Wir versuchen ihr den Start so angenehm wie möglich zu machen und freuen uns dass es ihr gut geht. Offenstall, weite Koppeln, Herdenleben, medizinische Versorgung, kompetente Betreuung mit allem was sie braucht….all das kostet viel Geld und da wir mittlerweile viele Tiere zu versorgen haben und auf ein Weiteres nicht vorbereitet waren, ist Hilfe von Nöten.

Die Übernahme von Akarde war nicht geplant, daher brauchen wir Tierpaten, die uns helfen ihr zu einem schönen & sicheren Weiterleben zu verhelfen.
Akardes Übernahme und Versorgung ist ein Gemeinschaftsprojekt der tierhilfe e.V. strasburg und animal peace Tierhof e.V..

Die Pferdehilfe Sonnenhof e.V. unterstützt Akarde indem sie nun die tägliche Pflege der hübschen Dame übernimmt.

Spendenkonto:

animal-peace Tierhof e.V.
Kontonummer: 147447
Sparkasse Krefeld
BLZ – 320 50 000
Stichwort: „Akarde“ (bitte unbedingt angeben, damit man die Spende auch zuordnen kann) Akarde kann von ihren Paten selbstverständlich besucht werden!   Helft uns zu helfen…

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Deutscher Tierhilfe Verband warnt: Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke

Gerade zu Weihnachten werden gern Tiere verschenkt, viele Eltern können Kinderaugen nicht widerstehen, die hoch und heilig versprechen, sich um das Kaninchen oder den Hund zu kümmern, den sie sich sehnlich wünschen.

Doch das Interesse an dem Tier vergeht oft, noch bevor das Kind erwachsen wird; weil die Eltern die eigentlichen Tierhalter sind, fällt die Verantwortung dann auf sie zurück. In vielen Fällen kommen diese damit offenbar nicht zurecht, und so häufen sich in den Tierheimen gerade nach Ostern und Weihnachten die Zugänge vor allem an Kleintieren wie Meerschweinchen, Kaninchen und auch Katzen.
„Ein Haustier in die Familie aufzunehmen bedeutet die Übernahme von viel Verantwortung, schließlich ist das Tierleben vollständig abhängig von den Haltern. Ein Haustier, gleich ob Kaninchen, Katze oder Hund, beansprucht zudem Zeit und verursacht nicht unerhebliche Kosten“, warnt ein Sprecher vom Deutschen Tierhilfe Verband. So rechnen Ratgeber für Haustierhaltung bei der durchschnittlichen Lebenserwartung eines Hundes von 15 Jahren mit Kosten in Höhe von ca. 10.000 € für Futter, Behandlungen und Versorgung. Rassehunde und -katzen benötigen aufgrund spezieller Züchtung zudem oft noch zusätzliche tierärztliche Versorgung, die über die gängige Betreuung hinausgeht. Doch auch der Zeitaufwand wird oft unterschätzt: Je nach Größe muss ein Hund täglich ein bis zwei Stunden „Gassi“ geführt werden, was von Kindern allein in der Regel nicht zu leisten ist.

Der Deutsche Tierhilfe Verband empfiehlt: Nicht unüberlegt und spontan ein Tier „als Geschenk“ kaufen, sondern lieber ein Stofftier unter den Weihnachtsbaum legen und nach den Weihnachtstagen gemeinsam mit der ganzen Familie ein geeignetes Haustier anschaffen, am besten aus dem Tierheim, denn hier warten viele Vierbeiner auf ein neues Zuhause.

Abschließend warnt der Deutsche Tierhilfe Verband: Der illegale Welpenhandel blüht, nie anonym am Straßenrand ein Tier kaufen, denn diese stammen meist aus osteuropäischen
Massenzuchten, durch einen möglichen Kauf würde man zwangsläufig den skrupellosen Handel unterstützen.

Videodokumentation-DTV enthüllt katastrophale Umstände in deutschen Tierhandlungen

Tierhandlungen in DeutschlandMillionen Kleintiere, Terrarientiere, Vögel und Fische werden jedes Jahr in deutschen Tierhandlungen verkauft. Spezielle gesetzliche Vorschriften für den Verkauf lebender Tiere gibt es jedoch nicht. Mitarbeiter des Vereins „Deutscher Tierhilfe Verband e.V.“ haben Tierhandlungen in ganz
Deutschland besucht und die Verkaufsbedingungen mit versteckter Kamera gefilmt.
Die Bilder sind schockierend. Verdreckte Käfige, desinteressierte Verkäufer, gestresste, verletzte und tote Tiere. Um Verbraucher aufzuklären, hat der Verband eine Videodokumentation erstellt und diese im Internet veröffentlicht.

In Deutschland gibt es über 4000 Tierhandlungen. Das Spektrum der Anbieter ist groß. Neben auf eine Tiergruppe spezialisierten Fachgeschäften gibt es einzelne Tierhandlungen mit breitem Angebotsspektrum, Ladenketten im Franchisesystem und in den letzten Jahren zunehmend auch
Baumärkte mit Tierabteilungen.

Immer wieder erhielt der Tierschutzverein „Deutscher Tierhilfe Verband e.V.“ Beschwerden über die Verkaufs- und Haltungsbedingungen in Tierhandlungen. Dies nahm der Verein zum Anlass, Tierhandlungen in verschiedenen Bundesländern zu besuchen und mit versteckter Kamera zu filmen.
Mit erschreckendem Ergebnis.

Michael Freitag vom Deutschen Tierhilfe Verband berichtet: „Viele Tiere waren gestresst, zeigten sogar deutliche Verhaltensstörungen. Besonders schockiert hat uns, dass in vielen Tierhandlungen tote Tiere zu finden waren. Vor allem Fische werden wie Wegwerfware behandelt.“

In einer Berliner Zoohandlung fanden die Tierschützer sogar eine sterbende Ratte alleine auf einem Regalbrett liegend. Das Tier war aus seinem Käfig entkommen und hatte Rattengift gefressen, welches die Betreiberin der Tierhandlung im Laden ausgelegt hatte. Für die Ratte kam jede Hilfe zu spät. Der Deutsche Tierhilfe Verband konnte erreichen, dass das Veterinäramt der Betreiberin den Verkauf lebender Tiere verbot. Doch das reicht dem Verband nicht. Daher veröffentlicht er jetzt die Videodokumentation „Tierhandlungen in Deutschland – Geschäfte auf Kosten der Tiere“.

„Wir wollen die Verbraucher über das Leid der Tiere in Tierhandlungen aufklären“, so Freitag vom Deutschen Tierhilfe Verband, „ daher haben wir die Dokumentation mit unseren Rechercheergebnissen ins Internet gestellt. Wir raten dringend davon ab, ein Tier im Handel zu kaufen; die Tierheime sind voll mit Tieren, die sich ein liebevolles neues Zuhause wünschen.“

Die Videodokumentation finden Sie hier

Tierhandlungen in Deutschland

Geschäfte auf Kosten der Tiere

In Deutschland werden in jedem dritten Haushalt Tiere gehalten, insgesamt etwa 100 Millionen. Während Hunde und Katzen zumeist bei Züchtern gekauft werden, stammen Kleintiere, Fische und Terrarientiere häufig aus dem sogenannten Zoohandel.

Insgesamt gibt es über 4000 Tierhandlungen in Deutschland, denn das Geschäft mit der Ware Tier lohnt sich. Der Gesamtumsatz der Heimtierbranche betrug im Jahr 2008 rund 3,6 Milliarden Euro, Tendenz steigend.

Doch obwohl jedes Jahr Millionen Tiere in Tierhandlungen verkauft werden, gibt es in Deutschland bislang keine speziellen gesetzlichen Regelungen für den Verkauf von lebenden Tieren.

Immer wieder gingen beim Deutschen Tierhilfe Verband in den letzten Jahren Beschwerden über die Verkaufsbedingungen in Tierhandlungen ein. Das nahm der Verband zum Anlass, vor Ort zu recherchieren.

Über ein halbes Jahr haben Mitarbeiter des Deutschen Tierhilfe Verbandes in den vier deutschen Bundesländern Berlin, Hamburg, Bayern und NRW Tierhandlungen inspiziert. Mit erschreckendem Ergebnis. Verdreckte Käfige, desinteressierte Verkäufer, gestresste, verletzte und tote Tiere.

Die Videodokumentation

„Tierhandlungen in Deutschland –Geschäfte auf Kosten der Tiere“

zeigt die erschreckenden Ergebnisse der großen DTV-Recherche.

Tierrechtsbund-aktiv TV – Das Tierrechtsmagazin

Ab sofort gibt es jeden Monat das komplette Tierrechtsmagazin hier zu sehen. Die Septemberausgabe steht ganz im Zeichen der Geflügelindustrie. In Wietze bei Celle soll Europas größter Geflügelschlachthof entstehen. Hierzu haben wir uns mit Frau Ruschmeier von der Bürgerinitiative Wietze getroffen und ein weiteres Interview mit Dr. Haferbeck von Peta Deutschland e.V.

Gerne hätten wir auch die für Massentierhaltungsschutz zuständige niedersächsische Agrarministerin Astrid Grotelüschen interveiwt und Johannes B. Kerner gefragt, ob er die Wurst die er uns im TV bewirbt tatsächlich selber essen würde.

Das Tierrechtsmagazin September 2010