Delfinarien – Kein Applaus für Tierquälerei!

Mit dem WDSF und Pro Wal vor Duisburgs Delfinarium

 

Anlässlich des Welttierschutztages demonstrierten am Sonntag Tierrechtler und Tierschützer verschiedener Organisationen vor dem Duisburger Zoo erneut gegen die Gefangenhaltung und Dressur von Delfinen. Neben Plakaten und einer Mahnwache gaben die Demonstranten durch Flyer und Infostände gezielt Informationen bezüglich der tierquälerischen Haltung der Tiere an Passanten und Zoobesucher weiter.

Speziell Delfinschutzvereine wie unter anderem die Organisationen WDSF und Pro Wal als Veranstalter der diesjährigen Demonstration fordern seit zwei Jahren die Offenlegung der bisherigen Todeszahlen und Zuchtbücher des Duisburger Delfinariums ein. Zoo-Chef Achim Winkler hält die Angaben bisher unter Verschluss. Er tritt damit in die Fussstapfen seiner Vorgänger, bei denen animal-peace Tierhof e.V. ebenfalls seit Jahren Einblick zu erhalten versuchte.

Nach jahrelangen Recherchen der Tierschützer kann man zumindest angeben, dass seit 1965 ca. 60 Delfine (die meisten mit Namen und Todesdatum bekannt) im Duisburger Delfinarium der artwidrigen Haltung und dem Showstress zum Opfer fielen. Dabei handelt es sich sowohl um viele Wildfänge wie auch um Nachzuchten des Zoos.

In der Natur wird ein Delfin um die 40 Jahre alt. In einem kleinen Betonbecken überlebt er die Tortur meist nur wenige Jahre. Delfine leiden und sterben leise, unbemerkt von der Öffentlichkeit. Diese unsägliche Tierquälerei ist in vielen europäischen Ländern mittlerweile verboten und einige deutsche Zoos haben ihre Delfinarien bereits geschlossen. Wann ist endlich auch hier die Einsicht da?“ kommentiert Reinhold Kassen. Der Vorsitzende des in Duisburg sitzenden Vereines animal-peace Tierhof e.V. war dem Demonstrationsaufruf des WDSF gefolgt und unterstützt dessen Arbeit gerne.

Seit Jahren kämpfen wir gemeinsam mit anderen Organisationen gegen Delfinarien und ganz besonders das Duisburger Delfinarium ist in diesem Fall ein gut bekannter, alter Gegner. Als Tierschützer wie auch als Duisburger Bürger ist es unsere Aufgabe, hier Präsenz zu zeigen!“ so Kassen. Die unter Leitung Kassens arbeitende Medienkoordination mehrerer Partner-Vereine in Sachen Tierrecht und Tierschutz legt auch dort besonders viel Wert auf die gute Vernetzung der Organisationen.

Je größer die Lobby für Tiere wird und je mehr wir zusammen mit den Medien  informieren und agieren, desto effektiver können wir gegen Tierquälerei wie diese vorgehen.

Nach dem Ende vieler deutscher und europäischer Delfinarien hat nun auch der Allwetterzoo Münster die Schliessung seines Delfinariums zum Jahr 2012 bekannt gegeben. Wir hoffen, dass diese Todesbecken bald national wie auch international nur noch ein trauriges Kapitel der Geschichte sind und rechnen fest damit, dass ein grundsätzliches Verbot in greifbare Nähe rückt.

Neben den Aktivisten des WDSF, des Vereines Pro Wal und animal-peace Tierhof e.V. schlossen sich weitere Tierschutzvereine der Veranstaltung an. Vertreter der tierhilfe e.V. strasburg wie auch der Tierrechtsbund aktiv waren vor Ort um gemeinschaftlich Flagge zu zeigen. Andreas Zemke vom Tierrechtsbund Aktiv e.V. hielt die Veranstaltung per Kamera fest und veröffentlicht die dort geführten Interviews im monatlich ausgestrahlten TV-Magazin des Vereines.

Sendetermine und nähere Informationen unter:

http://www.tierrechtsbund-aktiv.de

http://www.walschutzaktionen.de/155501/246006.html

und

http://www.wdsf.eu/delfinarien/duisburg

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