Monatsarchiv: Juli 2010

Aufklärungskampagne „Tierleid ist kein Urlaubsspaß“

Start der Aufklärungskampagne „Tierleid ist kein Urlaubsspaß“ war ein Erfolg

Tierleid ist kein Urlaubsspaß – Deutscher Tierhilfe Verband startet außergewöhnliche Aufklärungskampagne gegen die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft – In Urlaubsländern boomt das Delfinariengeschäft.

Zu Beginn der Sommerferien hat die Tierschutzorganisation „Deutscher
Tierhilfe Verband“ mit einer außergewöhnlichen Aktion auf das Leid von
Delfinen in Gefangenschaft aufmerksam gemacht.
In zahlreichen
Ferienländern wie Spanien, der Türkei oder den USA gibt es Delfinarien,
die neben Shows den Urlaubern auch die Möglichkeit bieten, mit Delfinen
zu schwimmen. Was wie ein unvergessliches Urlaubserlebnis klingt, ist
in Wirklichkeit schreckliche Tierquälerei.
Denn eine artgerechte
Haltung von Delfinen in Gefangenschaft ist nicht möglich. Räumliche
Enge, das Fehlen von Beschäftigung, der Lärm von Umwälzpumpen,
Showmusik und Besuchern, die unnatürliche Nahrung, die ständigen
Eingriffe in das Sozialgefüge, all das lässt die hoch entwickelten
Meeressäuger physisch und psychisch krank werden.
Viele
Tiere sterben jung. Und so werden immer neue Delfine aus der freien
Wildbahn gefangen, um sie in Delfinarien zur Schau zu stellen.

Der Deutsche Tierhilfe Verband hat daher die Kampagne „Tierleid ist kein
Urlaubsspaß“ ins Leben gerufen. Michael Freitag, Sprecher des Deutschen
Tierhilfe Verbandes, erklärt: „Wir sind uns sicher, dass die meisten
Urlauber auf den Besuch eines Delfinariums verzichten würden, wenn sie
wüssten, wie sehr Delfine in Gefangenschaft leiden. Daher haben wir es
uns zum Ziel gemacht, möglichst viele Urlauber über diese Tierquälerei
aufzuklären.“
Zum Auftakt der Kampagne haben heiße Bikini-Girls am Flughafen Frankfurt-Hahn mit einem in Ketten gelegten
Delfin Urlauber kurz vor dem Abflug angesprochen und mit ihnen über das Leid der Delfine in Gefangenschaft gesprochen.
„Die außergewöhnliche Informationsaktion ist bei den Urlaubern in Frankfurt-Hahn gut angekommen“, so Michael Freitag.
„Die Bikini-Girls waren ein echter Hingucker und haben richtige
Urlaubsstimmung am Flughafen verbreitet. Da hat es den Reisenden sogar
Spaß gemacht, sich mit einem so ernsten Thema wie Tierschutz im Urlaub
zu beschäftigen.“


An dieser Stelle möchten wir der Frankfurter Modelagentur cream model management und den Models Fleur Pols und Almuth Völker danken, die nicht nur sehr tierlieb sind, sondern sich auch mit vollem Einsatz für Delfine
engagieren.

Advertisements

Urlaub und das Geschäft mit den Delfinen

Tierleid ist kein Urlaubsspaß


Die meisten Menschen finden Delfine faszinierend. Der Wunsch, diese Tiere
einmal aus der Nähe zu sehen, ist verständlich. In vielen
Urlaubsregionen lassen Delfinarien diesen Wunsch Wirklichkeit werden.
Doch der Preis, den die Delfine dafür zahlen, ist zu hoch!

 

Das Geschäft mit den Delfinen

Weltweit werden etwa 1500 Delfine in Gefangenschaft gehalten.
Während
in einigen Ländern, wie in England oder Österreich, aus
Tierschutzgründen seit Jahren gar keine Delfine mehr gehalten werden
und in anderen, wie Deutschland, immer mehr Delfinarien schließen, ist
gerade in Urlaubsregionen eine Zunahme der Haltung der Meeressäuger zu
beobachten. Nicht nur Delfinshows, sondern auch Schwimmprogramme mit
Delfinen und das Streicheln der Tiere in so genannten „petting pools“
werden angeboten.Die Nachzucht von Delfinen in Gefangenschaft
ist nicht nachhaltig. Daher werden noch immer Delfine in freier
Wildbahn gefangen, um sie in Delfinarien zur Schau zu stellen.
Zu
trauriger Berühmtheit ist das kleine japanische Fischerdorf „Taiji“
gelangt. Dort werden jedes Jahr Tausende Delfine in eine Bucht
getrieben und mit Messern und Speeren getötet. Nur die schönsten Tiere
werden von Delfintrainern vorher ausgesondert und lebend gefangen. Sie
werden für rund 150.000 US-Dollar pro Tier an Delfinarien in aller Welt
verkauft. Ein lukratives Geschäft für die japanischen Fischer, denn ein
toter Delfin bringt ihnen nur 600 US-Dollar. Die Delfinarien tragen so
dazu bei, dass die grausamen Delfintreibjagden in Japan ein lukratives
Geschäft sind.

 

Delfine in Freiheit

Delfine sind hoch intelligent und sehr sozial. In freier Wildbahn leben sie in
großen Gruppen, so genannten Schulen, zusammen. Neueste Forschungen
zeigen, dass sich große Tümmler gegenseitig an einem für jedes
Individuum typischen Laut erkennen, vergleichbar mit einem Namen. Sie
sind die ersten Tiere, neben dem Menschen, bei denen ein solches System
bekannt ist. Die Tiere haben eine starke Bindung aneinander, helfen
kranken oder verletzten Artgenossen.Auch nutzen Delfine
Werkzeug und geben das Wissen darüber an ihren Nachwuchs weiter. Diese
Form des sozialen Lernens gilt als Grundvoraussetzung für Kultur.

Delfine sind sehr schnelle und ausdauernde Schwimmer. Sie erreichen
Geschwindigkeiten bis zu 60 km/h und legen an einem Tag bis zu 100 km
zurück. Auf der Jagd tauchen sie bis 300 Meter tief. Zur Orientierung
nutzen Delfine ein Echolot, das heißt sie senden Ultraschallaute aus,
die von Beutetieren oder Hindernissen als Echo zurückgeworfen werden.
Auf diese Weise orientieren Delfine sich in dunklen Wasserzonen und
orten ihre Beute.

 

Delfine in Gefangenschaft

Es gibt
wohl kaum etwas Unnatürlicheres als einen Delfin in Gefangenschaft. Ein
Tier, dessen natürlicher Lebensraum die unendliche Weite des Meeres
ist, eingesperrt in einem nur wenige Quadratmeter kleinen Betonbecken.
In Gefangenschaft wird Delfinen all das genommen, was ihr Leben in freier
Wildbahn ausmacht. Ihr Echolot prallt an den Delfinarienwänden ab und
wird nutzlos. Sie verstummen. Wahllos zusammengewürfelt mit anderen
Leidensgenossen, reduziert sich das hochentwickelte Sozialleben der
Delfine oftmals auf eine primitive Hackordnung. Schwächere Tiere werden
regelrecht gemobbt, entkommen können sie nicht.
Permanent sind die
geräuschempfindlichen Tiere dem Lärm von Filterpumpen, Showmusik und
Besuchermassen ausgesetzt. Gefüttert werden sie mit totem Fisch, einer
Nahrung, die sie in freier Wildbahn meiden.
Hinzu kommen das
Training für die Shows und Schwimmprogramme mittels Futterentzug und
die permanente Nähe des Menschen: nicht nur ständiger Stress, sondern
auch die Gefahr der Übertragung von Krankheiten. Mit Hilfe von
künstlichen Vitaminen, Antibiotika, pilztötenden Mitteln und Hormonen
werden die Delfine flott gemacht.
Kein Wunder, dass Delfine in Gefangenschaft nicht alt werden.
Eine Untersuchung aus den USA belegt, dass dort mehr als die Hälfte der
gefangenen Delphine nicht einmal das Alter von 10 Jahren erreichte, und
83 % vor dem Erreichen des zwanzigsten Lebensjahrs starben. In Freiheit
können Delfine über 40 Jahre alt werden.
Trotzdem boomt das Geschäft mit den intelligenten Meeressäugern, denn ein
einziger Delfin kann Einnahmen von bis zu einer Million Dollar im Jahr bringen.

 

Das können Sie tun, um den Delfinen zu helfen:

  • Besuchen Sie keine Delfinarien.
  • Auch
    die Haltung von Delfinen in abgetrennten Meeresbuchten ist mit vielen
    Problemen für die Tiere verbunden. Bitte besuchen Sie auch keine
    Einrichtungen, die die Tiere so halten.
  • Informieren Sie Ihre
    Freunde und Familie über das Leid der Delfine in Gefangenschaft und
    bitten Sie sie, ebenfalls keine Delfinarien zu besuchen.
  • Sollten
    Sie eine Reise gebucht haben, die den Besuch eines Delfinariums
    beinhaltet, sprechen Sie mit ihren Mitreisenden und dem Reiseleiter
    über das Leiden der Delfine in Gefangenschaft und bitten Sie sie,
    diesen Programmpunkt zu streichen.
  • Schreiben Sie an Reiseveranstalter, die Ausflüge zu Delfinarien im Programm haben, und bitten Sie sie, diese zu streichen.
Delfine leiden in Gefangenschaft

Wussten Sie…

…dass
Delfine unter der Gefangenschaft so sehr leiden, dass sie Selbstmord
begehen? Jacques Cousteau schwor, dass er niemals wieder einen
Meeressäuger fangen werde, nachdem er miterlebt hatte, wie ein
gefangener Delfin sich selbst tötete, indem er immer und immer wieder
die Wände seines Beckens rammte.
…dass Delfine selbst in den
größten Anlagen weniger als 1 % des Platzes haben, der ihnen in ihrer
natürlichen Umgebung zur Verfügung steht?
…dass Delfine in
Gefangenschaft mit künstlichen Vitaminen, Breitbandantibiotika,
Fungiziden und Hormonen am Leben erhalten werden?In Deutschland gibt es noch drei Zoos, in denen Delfine gehalten werden:

  • Münster
  • Nürnberg
  • Duisburg
Protestieren
Sie gegen die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft. Schreiben Sie
Ilse Aigner, der zuständigen Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft
und Verbraucherschutz, und fordern Sie, die Haltung von Delfinen in
Gefangenschaft zu verbieten:Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Wilhelmstraße 54
10117 Berlin
poststelle@bmelv.bund.de

 

Boykottaufruf gegen Öger Tours

Im Februar starben innerhalb weniger Tage vier Delfine im
„Sealanya“-Delfinarium in Alanya. Die Tiere waren 2008 bei einer der
grausamen Delfintreibjagden in Japan gefangen und zusammen mit sechs
weiteren Tieren in die Türkei exportiert worden.

Hauptreisesaison begonnen, bietet Öger Tours wieder Delfinarienbesuche an. Daher ruft der WDSF zum Boykott auf.


Mehr Informationen finden Sie hier:
http://www.wdsf.eu/

Download:
DTV Flyer: Delfinarien (PDF, 1MB)




„Die Bucht“ jetzt auf DVD

Oscar-prämierter Dokumentarfilm „Die Bucht“ jetzt auf DVD

Ein vielfach prämierter Film über Schuld, Verantwortung und Wiedergutmachung, der Fragen aufwirft, wütend macht, den Blick auf die Welt ein Stück verändert und dabei so unterhaltsam ist wie eine Mischung aus „Im Rausch der Tiefe“ und „James Bond“.

Ric O’Barry, in den 60er-Jahren der Trainer von „Flipper“, kämpft nach einem tragischen Vorfall seit fast 40 Jahren mit ganzer Leidenschaft gegen die Industrie, die diese intelligenten und freundlichen Tiere gnadenlos ausbeutet: Mit Delfinarien, Delfin-Shows, Delfintauchgängen und -therapien entstand ein global florierendes Multimilliardengeschäft.
Weltweit engagiert er sich gegen den Fang von Delfinen und macht wirtschaftliche und politische Interessen öffentlich, die hinter dem Geschäft mit den Meeressäugern stehen. Was er jedoch im japanischen Küstenort Taiji
entdeckt, ist unvorstellbar. In einer abgelegenen Bucht, die von der Außenwelt durch Stacheldraht und Sicherheitspersonal abgeschottet wird, liegt ein dunkles und tödliches Geheimnis.

„Die Bucht“ zeigt, wie sich Ric O’Barry gemeinsam mit Regisseur Louie Psihoyos auf eine Undercover-Mission begibt, um das tödliche Geheimnis von Taiji ans Licht zu bringen. Im Stil von „Ocean’s Eleven“ rekrutieren die beiden ein Team von Spezialisten, bestehend aus Tauchern, Surfern, Unterwasserfilmern und Special- Effects-Künstlern. Ihr Ziel: die
Vorgänge in der Bucht zu filmen und damit aufzudecken, was der Öffentlichkeit bisher verschwiegen wurde. Die Polizei, lokale Behörden und die Fischer von Taiji sind ihnen immer auf den Fersen, doch mit Nachtsichtgeräten, Wärmekameras und weiterer High-Tech-Ausrüstung sind O’Barry, Psihoyos und ihr Team ihren Widersachern immer einen Schritt voraus. Sie kommen dem Geheimnis immer näher. Dem Geheimnis, das nur die Spitze des Eisbergs ist …


Schulpferd-Rentner „Gero“ sucht dringend ein neues Zuhause

Notfall ! Dringend!

„Gero“, der absolut liebe Zweibrücker-Wallach ist 25 Jahre alt und hat ein Leben als Schulpferd eines Reitstalles hinter sich.
Als der Reitbetrieb für immer die Pforten schloss drohte ihm aufgrund seines Alters der Gang zum Schlachter, der von einer Frau verhindert wurde bei der er bis jetzt leben konnte.  Auch dort ist nun leider ein Rentnerleben nicht auf Dauer finanziell machbar.

„Gero“
ist im Umgang absolut brav und ein pures Verlasspferd. Er ist schmiedefromm (geht barhuf) und bis auf typische Alterserscheinungen
absolut gesund. Die Altersathrose macht ihm hin und wieder zu schaffen, was aber ganz normal ist wenn man sein Alter und seine Jahre als
Schulpferd berücksichtigt. Meist ist er nicht beeinträchtigt und ein bisschen Ingwer im Futter hält den Knaben noch gut fit. Er mag
immernoch gemütliche Wege ins Gelände, damit er nicht einrostet und gehört auch da noch nicht zum alten Eisen, wenn man es nicht
übertriebt!
„Gero“ ist ein Schmusetyp und lebt absolut unkompliziert und verträglich in einer kleinen Herde. Er braucht dringend seine Sozialkontakte um sich wohl zu fühlen. Ein schöner Offenstallplatz und ein Mensch, der in ihm kein Sportgerät sieht, sondern ein geliebtes Familienmitglied…das ist es was wir „Gero“ sehr wünschen!

Da „Gero“ Balance-Probleme im Hänger hat, soll von einem langen Transport abgesehen werden. Es wird also ein liebevolles Zuhause im Raum 67547 Worms am Rhein gesucht.

Gero sucht ein Zuhause
Gero sucht ein Zuhause
Bei Fragen oder Interesse an „Gero“, bitten wir Sie mit uns in Kontakt zu treten

vermittlungshilfe@pferdehilfe-sonnenhof.de

Dr. Walter Scheuerl, ein Anwalt ohne Moral?

animal-peace Tierhof distanziert sich von der Kampagne

Seit einigen Wochen kursiert im Internet eine Videodokumentation mit dem Titel „Dr. Walter Scheuerl – der Anwalt ohne Moral – wie ein Anwalt versucht, Tierschützer und Medien mundtot zu machen“. Der Film ist offensichtlich als eine Art Aufklärungsfilm über das Engagement eines Hamburger Anwaltes, Dr. Walter Scheuerl (Kanzlei Graf von Westphalen), der für diverse Agrarkonzerne tätig ist, zu sehen. Herrn Dr. Scheuerl wird darin vorgeworfen, zweifelhafte Konzerne v. a. der Fleischindustrie und damit auch deren teilweise ethisch zumindest äußerst fragwürdigen Praktiken zu vertreten und auch als Lobbyist und Pressesprecher zu fungieren. So wird im Film behauptet, dass gerade die Doppelrolle, Sprecher und Anwalt für eine Firma zu sein, sich für den angeblich
„gewissenlosen“ Anwalt gut auszahlen würde. Im Film werden die Firmen Heidemark, Putenfleischhersteller, und
Landkost, Eierproduzenten aus Bestensee, als Beispiel dafür angeführt.

Der Film beinhaltet auch die Sequenz einer Stellungnahme des Vorstandsvorsitzenden des Vereins animal-peace Tierhof e.V., Herrn Reinhold Kassen, der sich zum Thema Pelztiere und zu einer Nerzfarm-Aktion bei Hörstel (NRW) geäußert hat.

Hiermit distanzieren sich der Verein animal-peace Tierhof e.V. sowie insbesondere der Vorsitzende, Reinhold Kassen, von der Kampagne gegen Herrn Dr. Walter Scheuerl. Die im Film gezeigte Videosequenz wurde vor einigen Jahren kurzfristig für ein Tierschutzprojekt gegen Pelztierhaltung aufgezeichnet und beinhaltet Aussagen des Vereinsvorsitzenden zur Pelztierhaltung, i. E. zu negativen Erfahrungen im Zusammenhang mit der Konfrontation eines Pelztierzüchters mit Tierschützern.

Nach internen Überprüfungen hält der Verein an den in der gezeigten Sequenz veröffentlichten
Meinungsäußerungen fest. Diese fanden jedoch nicht im direkten Zusammenhang mit dem nun verbreiteten Film „Dr.
Walter Scheuerl – der Anwalt ohne Moral – wie ein Anwalt versucht, Tierschützer und Medien mundtot zu machen“ statt.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie über die Internetpräsenz des Deutschen Tierschutzbüros unter:

http://www.tierschutzbilder.de/dr-walter-scheuerl-ein-anwalt-ohne-moral/