Monatsarchiv: Mai 2007

Der Wildpferdefang

Der Wildpferdefang – Jährliches Schauspiel im Merfelder Bruch, Dülmen (NRW)

 

Am 26.05.2007 ist es wieder soweit. Die Jährlingshengste der Wildpferdeherde des berühmten Merfelder Bruchs in Dülmen werden gefangen, mit einem Brandzeichen versehen und anschliessend versteigert.

Ein jährliches Spektakel, welches tausende Besucher in die Arena des Parks strömen lässt. Volksfeststimmung ist garantiert.

Doch es gibt da ein Problem !

Die Fakten
Das Dülmener Wildpferd ist seit Jahrhunderten in der Umgebung des Merfelder Bruchs beheimatet. Ohne die Errichtung des noch heute bestehenden Reservats durch Herzog Alfred von Croy im Jahre 1847 wäre dieses einzigartige Pferd sicherlich schon ausgestorben.

Seinem Engagement und dem seiner Nachfolger ist es zu verdanken, dass die letzte Wildpferdeherde bis heute ursprünglich, wild und autark leben kann.

Wir möchten uns dementsprechend bei allen bedanken, die den Tieren dieses natürliche Leben ermöglicht haben und sich weiterhin für den Bestand des Reservates einsetzen.

Die ca. 350 Tiere leben bis heute wie jedes Wildtier ausschließlich in ihrer natürlichen Wildbahn, werden nicht durch Eingriffe von außen (Tierarzt, Hufschmied, Kraftfutterzugabe, Zähmung) beeinflusst. Eine bessere Umgebung für ein Pferd kann es demnach nicht geben.

Aufgrund der Tatsache, dass der Bestand einer gesunden Herde selbstverständlich wächst und das Reservat des Merfelder Bruchs nur eine gewisse Raumgrösse zur Lebenssicherung und natürlichen Ernährung der Tiere zur Verfügung hat, taucht ein Problem auf. Wohin mit den Jungtieren?

Junghengste, die in der Wildbahn die Geschlechtsreife erlangen, werden von den Leithengsten auch hier vertrieben. Innerhalb der strengen hierarchischen Ordnung in einem Herdenverband wird keinerlei heranwachsende Konkurrenz geduldet.

Letztendlich müssen Junghengste den Familienverband verlassen und sich eine eigene Herde in fremdem Territorium erkämpfen. Diese natürliche Verhaltensweise würde im Angesicht des nicht vorhandenen Platzes im Merfelder Bruch in dauerhaften Rangordnungskämpfen und unweigerlich auch in erbitterten Todeskämpfen enden.

Aus diesem Grund ist eine Regulierung der Herde unbestritten notwendig.

Die Veranstaltung
Jedes Jahr Ende Mai wird die Herde des Bruchs zur Zuschauer-Arena des Reservates getrieben und die Junghengste werden dort unter dem Getöse tausender Zuschauer eingefangen und mit einem Brandzeichen versehen. Die anschließende Versteigerung dieser Jungtiere gehört zum Ablauf der festlichen Veranstaltung. Volksfestliches Spektakel mit Applaus.

Das Problem
Wir bestreiten in keinster Weise die Notwendigkeit der Regulierung des Bestandes.

Wir haben hohe Achtung vor der vorbildlichen und artgerechten Haltung dieser Pferde, die nirgendwo anders noch eine Möglichkeit hätten, ein derart naturnahes Leben zu führen.

Wir möchten uns hinsichtlich dessen bei den Betreibern und schützenden Verantwortlichen des Reservates bedanken, dass sie mit ihrer Arbeit und ihrer Erfahrung den Fortbestand der letzten hier lebenden Wildpferdeherde sichern.

Wir müssen jedoch eines klarstellen !
Als Organisationen, die sich dem Schutz der Tiere, jedes einzelnen Individuums verschrieben haben… können wir nicht anders handeln, als das jährliche Volksfesttreiben beim Fang der Junghengste zu verurteilen.

Pferde sind sehr sensible Fluchtiere, die bekanntermaßen nur allzu leicht in Panik geraten.

Das Treiben in eine laute Arena, das Getöse einer derart grossen Menschenmenge,

das Trennen unter solch stressbehafteten Bedingungen vom Herdenverband, das völlig unnötige, gewaltsame Niederreißen jedes einzelnen Jungpferdes und das überflüssige, schmerzhafte Anbringen eines Brandzeichens haben mit Tierschutz und Achtung vor dem Tier nicht viel gemein.

Der damit verbundene Schmerz, der hohe Stressfaktor und die neue Situation versetzen die Tiere definitiv in nackte Angst und panischen Schrecken.

Die zusammengedrängte Stutenherde wird unhaltbarem Stress ausgesetzt, bei dem man nicht vorhersagen kann, was das für einzelne Tiere an Verletzungen bedeuten kann. Innerhalb dieser kollektiven Massenpanik neigen diese sensiblen Tiere zu blinder Hysterie, in der keine Rücksicht auf niedergetrampelte Fohlen, trächtige Stuten oder schwächere Tiere genommen wird.

Fakt ist, die Tiere wissen nicht, was ihnen passieren wird, sie leiden unter dieser unwürdigen und für sie gefährlichen Situation, was nicht abzustreiten ist.

Hier steht der Spaß des Menschen, das Vergnügen an einer actionreichen Show wieder wie so oft über dem Wohl eines empfindsamen und schutzlosen Mitgeschöpfes.

Diesen Tieren steht ohnehin eine harte Zeit der Umgewöhnung bevor. Eine neue Umgebung, eine Zähmung, ein Leben ohne die artgerechte Freiheit. Eine Angelegenheit, die wohl hier und heute leider nicht zu verhindern ist.

Letztendlich findet im Veranstaltungsrahmen eine öffentliche Verlosung und Versteigerung der Junghengste statt, die ihnen eine ungewisse Zukunft beschert, von der man nicht behaupten kann, dass ein artgerechtes Weiterleben möglich ist.


Wir bitten im Sinne der Tiere:
dass die Verantwortlichen und auch die Besucher diese Form der tierquälerischen Massenveranstaltung überdenken und sich der nicht haltbare Zustand ändert

dass die Achtung vor den Tieren definitiv über dem zirkusartigen Spektakel zu stehen hat

dass der Verbleib der einzelnen Tiere genauestens überwacht werden muss

dass es hier einzig und allein um das Wohl der Tiere gehen muss, die man in diesem Reservat zu schützen und zu erhalten versucht

dass jedes einzelne dieser Pferde ein Recht auf Unversehrtheit hat, sowohl seelisch wie auch körperlich

dass das unnötige Brandzeichen endlich abgeschafft wird

dass zusammen mit Organisationen, die im Bereich Tierschutz tätig sind, neue, bessere Wege gefunden werden… Wir bieten jede mögliche Unterstützung an!

Und wir fragen uns:

Warum verschwindet die Achtung gegenüber einem Tier bei Betreten dieser Arena?

animal-peace Tierhof e.V.
http://www.animal-peace-tierhof.de

Initiative Anti-Corrida
http://www.anti-corrida.de

European Anti-Rodeo-Coalition (EARC)
http://www.anti-rodeo.de

animal 2ooo – Menschen für Tierrechte Bayern e.V.
http://www.animal2000.de

AKT- Aktion konsequenter Tierschutz
http://www.akt-mitweltethik.de

animal-peace e.V.

Tierrechtsbund-aktiv e.V.
http://www.tierrechtsbund-aktiv.de

Action Against Poisoning
http://www.actionagainstpoisoning.com

Politischer Arbeitskreis für Tierrechte in Europa e.V.
http://www.paktev.de

Medienkoordination
Reinhold Kassen
Infoline – 02065 – 550454
Mobil – 0172 – 5884665
info@reinholdkassen.de
http://www.reinholdkassen.de


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Pelztierzüchter bedroht Kamerateam und Tierschützer

Verein  erstattet Strafanzeige wegen Tierquälerei, Nötigung und Freiheitsberaubung

(Duisburg, den15.05.07) Ein Sat 1 – Kamerateam begleitete Aktivisten der tierhilfe e.v. strasburg bei der Recherche auf einer deutschen Nerzfarm in Hörstel (bei Rheine/NRW). Die Nerzfarm ist bei Tierschutzaktivisten noch weitgehend unbekannt, daher ist sie vom Besitzer nicht allzu gut gegen neugierige Blicke gesichert. Entgegen der anderen Pelzfarmen ist diese nicht durch hohe Mauern und Elektrozäune abgeriegelt. Beim Nähern an die Farm in Hörstel zeigte sich ein erschreckendes Bild der Tierhaltung. Nerze werden hier in engen Gitterboxen eingepfercht, der Kot türmt sich in den Käfigen, so müssen die Tiere eingepfercht in ihrem eigenen Unrat leben. Die Tierschützer und das Kamerateam sind entsetzt über diesen furchtbaren Anblick und beabsichtigten, eine Stellungnahme des verantwortlichen Nerzzüchters hinsichtlich der grausamen Haltung zu erlangen.
NF_F_Nr_034sDa das Eingangstor der Farm offen stand, betrat das Kamerateam begleitet von den Aktivisten das Gelände. Nachdem der Pelzfarmer und seine Hilfskräfte die Filmcrew bemerkt hatten, eskalierte die Situation umgehend. Schnell wurde das Eingangstor verschlossen und somit saßen das Sat 1 Team und die Tierrechtler buchstäblich in der Falle. Auch der Versuch, das Gelände dennoch zu verlassen, scheiterte an der Androhung von Gewalt seitens der Pelzzüchter. Die Situation spitzte sich unter weiteren Androhungen zu, so dass die Aktivisten der tierhilfe sich genötigt sahen, die Polizei hinzuzurufen. Diese entschärfte die Lage und ließ das Filmteam samt Aktivisten frei.
IMG_7740„So etwas habe ich in meiner langjährigen Zeit als Tierrechtler noch nicht erlebt. Dieses Beispiel in Hörstel zeigt, dass Gewalt an Tieren nahezu nahtlos in Gewalt gegen Menschen übergeht.“, so der an der Aktion beteiligte Reinhold Kassen, Vorstand der tierhilfe e.v.-Die tierhilfe e.v. strasburg zeigte den Pelzfarmbesitzer wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz, Nötigung und Freiheitsberaubung an. SAT1 erstattete hier ebenfalls Anzeige. Rechtlichen Beistand erhält der Verein durch den Rechtsanwalt Thorsten Rühl aus Bottrop. Auch er hat in seiner langjährigen Berufserfahrung im Bereich Tierschutz solch einen Übergriff noch nicht erlebt. Die Pelzzüchter greifen scheinbar nach jedem Strohhalm, so zeigten sie die Tierrechtler und Sat 1 wegen Tierquälerei an. Aus Sicht des Rechtsanwaltes Thorsten Rühl entzieht sich diese Anzeige jeglicher rechtlichen Grundlage und amüsiert mehr, als dass sie ernst genommen werden kann.

Foto und Videomaterial von der Attacke des Nerzfarmers, sowie die Dokumentation der Tierhaltung finden Sie unter www.reinholdkassen.de, dort können Sie auch entsprechendes Bildmaterial anfordern.

Sat 1 plant die Ausstrahlung des Beitrags zu diesem Thema innerhalb der nächsten Tage, auch die Bild Zeitung bereitet einen Artikel vor.

Medienkoordination
Reinhold Kassen,
info@reinholdkassen.de
www.reinholdkassen.de

Zirkus Voyage die Zweite

Tierrechtsbund-aktiv organisiert Aktion gegen VOX TV – Zirkus & ruft zum Boykott auf !

Vergewaltigung mit Applaus – Zirkus Voyage kommt nach Norddeutschland

Am Freitag den 11.05.07 werden Aktivisten des Tierrechtsund Aktiv wieder ab 18:30 Uhr im Umfeld des Zirkus in der Holler Landstraße in Oldenburg eine weitere Flugblattaktion starten. Ziel ist es möglichst viele Besucher darüber aufzuklären, was hinter den Kulissen dieses Zirkusbetriebes passiert.

Auf seiner Tour gastierte der Zirkus „Voyage“ in Osterholz – Scharmbeck. Der Tierrechtsbund Aktiv e.V. war mit Film-Team und weiteren Aktivisten vor Ort um die möglichen Besucher auf die Mißstände aufmerksam zu machen und zu dokumentieren. Der entsprechende Beitrag wird in der Mai-Ausgabe von Tierrechtsbund Aktiv TV auf 15 Kanälen in Deutschland zu sehen sein. Die entsprechenden Sendedaten finden Sie auf der Internetseite www.tierrechtsbund-aktiv.de

Tierrechtsbund Aktiv e.V. hat Daten und Fakten über die Tierhaltung des Zirkus Voyage mit Hilfe von „Hand in Hand Glückshof“ gesammelt und sie dem Veterinäramt in Oldenburg zwecks Überprüfung vorgelegt.

Auf der Website des Zirkus ist ausführlich zu lesen, wie vorbildlich die Tierhaltung doch sein soll. Hier widerspricht Andreas Zemke, Vorsitzender: „Wildtiere kann man nicht artgerecht in Gefangenschaft halten, zumal sich dieser Zirkus noch nicht mal an die gesetzlich vorgeschriebenen Leitlinien hält“.
„Der Tierrechtsbund Aktiv e. V. ruft zum Zirkus-Boykott auf! Diese Tierquälerei darf nicht unterstützt werden.“

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„Die Grösse und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.“

(Mahatma Gandhi (Friedensnobelpreisträger)

Zirkus Voyage die Erste

Tierrechtsbund-aktiv organisiert Aktion gegen VOX TV-Zirkus & ruft zum Boykott auf

 

Vergewaltigung mit Applaus – Zirkus-Voyage kommt nach Norddeutschland

Am Wochenende gastiert der Zirkus „Voyage“ in Osterholz – Scharmbeck. Der Zirkus wirbt auf zynische Art und Weise mit seinen Wildtieren. Zu diesen gehören: Tiger, Elefanten, Kamele, Giraffen sowie – man höre und staune – ein Flusspferd und ein Breitmaulnashorn.

Am Samstag den 5.5.07 werden Aktivisten des Tierrechtsund Aktiv ab 15 Uhr im Umfeld des Zirkus Voyage am Festplatz an der Stadthalle OHZ eine eine Flugblattaktion starten. Ziel ist es möglichst viele Besucher darüber aufzuklären, was hinter den Kulissen so eines Zirkusbetriebes passiert. Eine Demo ist uns leider nicht erlaubt.

Auf der Website des Zirkus ist ausführlich zu lesen, wie vorbildlich die Tierhaltung doch sein soll. Hier widerspricht Andreas Zemke, Vorsitzender des Tierrechtsbunds-aktiv e.V.: „Allein der Transport von Giraffen in Zirkusfahrzeugen ist schlichtweg unmöglich, da die langen Hälse der Tiere nicht unter Autobahnbrücken durchpassen und überhaupt: Wildtiere kann man nicht artgerecht in Gefangenschaft halten“.

Darum ruft der Tierrechtsbund-aktiv zum Zirkus-Boykott auf. Statt diese Tierquälerei finanziell zu unterstützen, sollten die Zuschauer bei diesem schönen Wetter doch besser ins Freibad oder an einen See gehen.

Zirkus-Voyage ist eines der größten und bekanntesten deutschen Zirkusunternehmen. Funk und Fernsehen haben in der Vergangenheit des Öfteren über ihn berichtet. Zurzeit zeigt der TV-Sender VOX eine tägliche Dokusoap über den Zirkus.

„Die Grösse und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.“

(Mahatma Gandhi (Friedensnobelpreisträger)