Monatsarchiv: April 2007

tierhilfe fordert sofortigen Verkaufsstopp von Kaninchenfleisch

 tierhilfe e.v. strasburg fordert sofortigen Verkaufsstopp von Kaninchenfleisch in allen deutschen Supermärkten!

Die ARD-Sendung Plusminus zeigte heute Abend unter dem Titel „Gequälte Kaninchen: So vernachlässigen Mäster den Tierschutz“ erschreckende Videoaufnahmen aus Kaninchenmastställen. Die Videodokumente belegen, unter welchen katastrophalen Bedingungen Kaninchen für die Fleischproduktion gemästet werden. Auf den Bildern ist zu sehen, wie Kaninchen dicht an dicht gedrängt in winzigen Käfigen auf Gitterböden gehalten werden. Außerdem zeigen die Aufnahmen Verletzungen und Verhaltensstörungen, wie zum Beispiel kannibalistisches Ohren- und Schwanzabbeißen. In riesigen Zuchtanlagen leiden die Tiere vor sich hin und warten auf den Schlachttag. Nach nur wenigen Monaten Mast werden die süßen Nager getötet. Das Fleisch der Tiere landet nach Recherchen von ARD-Plusminus auch in deutschen Supermärkten.
Letzte Woche hat der Handelskonzern REWE bereits angekündigt, auf den Verkauf von Kaninchenfleisch zu verzichten. Um die von REWE eingeschlagene Richtung zu unterstützen, hat der Vorstand der tierhilfe e.v. strasburg einen offenen Brief an die Konzernleitung geschickt. „Nun fordern wir auch alle anderen deutschen Supermarktketten auf, Kaninchenfleisch aus ihrem Sortiment zu nehmen“, so Reinhold Kassen, Medienkoordinator und Vorstand der tierhilfe e.v.-

Weitere Informationen sowie den offenen Brief an den Handelskonzern REWE finden Sie unter http://www.reinholdkassen.de

Video- und Fotomaterial aus deutschen Kaninchenmastställen erhalten Sie beim Deutschen Tierschutzbüro Tel.: 0228-2999967 (http://www.tierschutzbilder.de).

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tierhilfe e.v.strasburg
Am Markt 22
17335 Strasburg
[www.tierhilfestrasburg.de]

Medienkoordination
Reinhold Kassen, Vorstand
Mobil: 0172-5884665
info@reinholdkassen.de
[www.reinholdkassen.de]

 

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tierhilfe schreibt offenen Brief an Rewe

Handelsgruppe sagt „Ja“ zum Tierschutz und verzichtet auf Kaninchenfleisch

(Duisburg 18.04.07) tierhilfe e.v. strasburg schreibt einen offenen Brief an den REWE Handelskonzern und will somit den vom Großhändler eingeschlagenen, positiven Weg unterstützen.

Der Lebensmittelhandelkonzern hat sich nachdem ihm erschreckendes Videomaterial zugespielt worden ist, dafür ausgesprochen, Kaninchenfleisch aus seinem Sortiment zu nehmen. Die Bilder zeigen, unter welchen katastrophalen Bedingungen Mastkaninchen in Zuchtfarmen gehalten werden. Auf dem Video ist zu sehen, wie Kaninchen dicht an dicht gedrängt in winzigen Käfigen auf Gitterböden gehalten werden. Außerdem zeigen die Aufnahmen Verletzungen und Verhaltensstörungen, wie zum Beispiel kannibalistisches Ohren- und Schwanzabbeißen. In Großbetrieben vegetieren bis zu 1.000 Tiere vor sich hin. Nach nur sechsmonatiger Mastperiode werden die Kaninchen geschlachtet. Das Fleisch der Tiere landet bisher zum Verzehr im Supermarkt.
Nach dem gestrigen Ausstieg von REWE aus dem Verkauf von Kaninchenfleisch, ziehen nun auch toom, Penny, Fegro/Salgros und Karstadt-Feinkost nach, die zur REWE Handelsgruppe gehören. Ab sofort sucht der Verbraucher in den Filialen dieser Ketten vergeblich nach Kaninchenfleisch. Die Tierhilfe Strasburg e.V. begrüßt diese Entscheidung und fordert gleichzeitig andere Lebensmittelanbieter dazu auf, dem positiven Trend zu folgen und auf Kaninchenfleisch im Verkauf zu verzichten.
Um die von REWE eingeschlagene Richtung zu unterstützen, hat sich der Vorstand der tierhilfe e.v. strasburg dazu entschlossen einen offenen Brief an die Konzernleitung zu schicken, um somit dem Lebensmittelkonzern bei seiner Entscheidung den Rücken zu stärken.
Der oben genannte offene Brief liegt dieser Pressemitteilung zur Veröffentlichung als Anlage bei.
Aktuelles Videomaterial zum Thema Kaninchenmast können Sie beim Deutschen Tierschutzbüro unter http://www.tierschutzbilder.de bzw. Tel.: 0228-29 99 96 7 anfordern.

Medienkoordination
Reinhold Kassen, Vorstand
Tel.:   02065-550454
Mobil: 0172-5884665
info@reinholdkassen.de
http://www.reinholdkassen.de

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Offener Brief an den REWE Handelskonzern

Eine moralische Entscheidung zugunsten der Tiere

Wir danken !

Sehr geehrte Vertreter des REWE Handelskonzerns,

nach dem Auftauchen schockierender Bilder und der schnellen Entscheidung Ihrerseits, solche Zustände nicht weiter unterstützen zu wollen, möchten wir in Form eines offenen Briefes an Sie und ihre Partner unsere Dankbarkeit ausdrücken.
Eine moralische Entscheidung gegen einen zweifelhaften Konsum ist im täglichen Kampf um Kapital und Marktplatzierung nicht mehr selbstverständlich und erfordert ein hohes Maß an Mut und wirtschaftlichem Selbstbewusstsein, welches wir sehr zu schätzen wissen.

Ein Dank an dieser Stelle im Namen der Tiere, die unter grausamsten Bedingungen gehalten und gemästet werden. Die Entscheidung Ihrerseits, Kaninchenfleisch mit sofortiger Wirkung aus dem Produktpogramm auszuschliessen, zeigt uns auf, dass Verantwortung nicht nur ein leeres Wort bleiben muss.
Der Konsument,. der im Alltag durch seine Nachfrage das Angebot bestimmt, wird in diesem Fall von Ihnen durch direkte Handlung und Konsequenz über Zustände informiert, die er warscheinlich auf anderem Wege nicht besser und eindrucksvoller erhalten könnte.

Die Bilder, die Sie erhalten haben, leider aber den meisten Verbrauchern vorenthalten werden, zeigen, unter welchen katastrophalen Bedingungen Mastkaninchen in Zuchtfarmen gehalten werden. Auf dem Video ist zu sehen, wie Kaninchen dicht an dicht gedrängt in winzigen Käfigen auf Gitterböden gehalten werden. Des Weiteren zeigen die Aufnahmen Verletzungen und Verhaltensstörungen, wie zum Beispiel kannibalistisches Ohren- und Schwanzabbeißen. In Großbetrieben vegetieren bis zu 1.000 Tiere vor sich hin. Nach nur sechsmonatiger Mastperiode werden die Tiere geschlachtet. Das Fleisch der Tiere landet bisher zum Verzehr im Supermarkt.

Bis jetzt!

Dem brutalen Treiben ein Ende setzen zu können, derartigen Grausamkeiten gegenüber Tieren Einhalt gebieten zu können, indem man sich bewusst gegen eine Mittäterschaft entscheidet, ist für uns ein wichtiges Zeichen.
Ein Zeichen, dass wir alle gefordert sind und weiterhin aufgefordert werden. Öffentlichkeitsarbeit und der zielstrebige Druck könnte es in Zukunft möglich machen, dass Tierfabriken nicht weiter hinter hohen Mauern ihr Unwesen treiben können.
Dem Konsumenten muss ein moralisch geprägtes Kaufverhalten nicht aufgezwungen werden, man muss es nur fördern. Ein Konzern wie ihrer, der die Möglichkeit hat und diese auch nutzt, geht mit gutem Beispiel voran.
Leider sieht man der Verpackung im Regal nicht immer an, welches millionenfache Tierleid sich dahinter verbirgt.
Wir wissen es zu schätzen, dass Sie in diesem Fall hinter den Tieren stehen und hoffen in Zukunft auf weitreichende Veränderungen.
Der erste Schritt ist getan.
Schon heute kommt ein Alternativ- Pogramm in jedem Supermarkt sehr gut beim Verbraucher an. Vegetarische und hochwertige, rein pflanzliche Bio- Produkte sind auf dem Vormarsch, ein positiver Schritt zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit dem Tier und der Natur, die es sich nur zu schützen lohnt, sondern die ein Recht auf Schutz haben muss.


Eine moralische Entscheidung zugunsten der Tiere

Wir danken !

Warum“Tier-Recht“?

animal-peace Tierhof

Der Tierschutz an sich ist wichtige Arbeit am Tier, die sich der Praxis verschreibt. Man sorgt dafür, dass Tiere nicht gequält oder vernachlässigt werden.
Man rettet Tiere vor dem sicheren Tod und betreut sie. Man versucht, die Lebensbedingungen unserer Mitgeschöpfe zu verbessern.
Eine karikative Arbeit, die wir ebenfalls unterstützen und die nicht zu verurteilen ist.

Dennoch: Tierschutz reicht nicht aus, denn er bekämpft nur die Symptome eines falschen Umgangs mit unseren Mitgeschöpfen. Tierschutz ist und bleibt ein Fass ohne Boden,  wenn wir von der Symptombehandlung nicht in den Bereich der Ursachen schauen, das Problem erkennen. Unrecht beim Namen nennen und an einer zukunftsträchtigen Veränderung arbeiten.

Die Ursache liegt begraben  unter einem Berg von moralischen Bewertungen, ethischem Fehlverhalten und einer Gesellschaft, die daran gewöhnt wurde, die Tatsachen hinzunehmen, dass der Konsum über der Moral angesiedelt ist.

Der Begriff der „Moral“ beruht natürlich auf verschiedenen Grundlagen. Was moralisch verwerflich ist, entscheidet sich innerhalb der Kulturen, aufgrund der Geschichte, aufgrund der Religionen, innerhalb der Erziehung und sicher trägt auch die persönliche Erfahrung eines jeden einen kleinen Teil bei.

In jedem Land finden sich unterschiedliche Moralvorstellungen, an moralische Gesetze gebunden zu sein, ist jedoch absolut notwendig, um eine Gesellschaft am Leben zu erhalten.

Der Fortschritt und die Wandelbarkeit moralischen Denkens innerhalb einer gesamten Gesellschaft ist jedoch deutlich zu erkennen und nicht festzementiert, wenn man sich einige Beispiele herausnimmt, die bezeichnend sind für die Entwicklung mitunter hart erkämpfter Werte, die nicht immer Gang und Gebe waren.
Anschauliche Beispiele der Geschichte liefern da z.B. der stetige Rückgang der Rassentrennung, die Veränderung der Frauenrechte und sicher auch letztlich die Erkenntnis , dass Tiere leidensfähige Wesen sind. Eine freudige Entwicklung einerseits. Doch eines bleibt unbestritten:

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Moral ist nicht von Wert, wenn man sie nicht umsetzt, der weitaus schwierigste Teil: die praktizierte Ethik !

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In Zeiten, in denen gewisse moralische Werte noch nicht einmal im Ansatz denkbar waren, haben Menschen lange Wege des Kampfes gegen das geltende Unrecht auf sich genommen und sich gegen die herrschende Lage gestellt. Der Fortschritt kam nicht von ungefähr, sondern wurde mit allen vorhandenen Möglichkeiten erkämpft. Menschen die moralisch fortschrittlich gegen das System dachten und die Fähigkeit besassen, andere für die Notwendigkeit einer möglichen Änderung zu gewinnen, das unrecht offen anzuprangern und nicht in der Stagnation des geltenden Rechts zu feststeckten, wurden selten mit offenen Armen empfangen und oftmalsverfolgt. Ihnen haben wir jedoch die Möglichkeit zu verdanken, den vorbereiteten Weg weiter zu gehen und nicht dort stehen zu bleiben, wo wir nun sind.
Aus der Tatsache heraus, das wir heute nun hier in einem gesellschaftlichen Umfeld leben, in dem in jede Richtung gedacht werden darf, ist es nicht nur unser Wunsch, dies auch zu tun, sondern im Grunde auch eine Pflicht, sich dem geltenden Unrecht nicht zu verschliessen.Das täglich praktizierte Unrecht gegenüber den Tieren zu sehen, reicht einfach nicht aus. Wenn man es erkannt hat und sich der Verantwortung bewusst ist,  dass die Möglichkeiten vorhanden ist, es nicht einfach hinzunehmen, dann ist man  aus der hart erarbeiteten Moral heraus sozusagen in die Verantwortung genommen, den weiteren Schritt zu gehen.

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„Ich glaube, dass geistiger Fortschritt an einem gewissen Punkt von uns verlangt,dass wir aufhören unsere Mitlebewesen zur Befriedigung unserer körperlichen Verlangen zu töten.“

„Die Grösse und den moralischen Fortschritt einer Nation kannman daran messen, wie sie die Tiere behandelt.“

Mahatma Gandhi (Friedensnobelpreisträger)

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„Ethik ist unteilbar !“

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Das ist ein Motto, dem sich Tierrechts-Organisationen verschrieben haben. Die gesellschaftlichen Modelle der Menschenrechte und deren Begründung haben dazu geführt, dass man sich Gedanken über Vergleichbares machen muss. Wir sind auf dem Stand der Erfahrung und der Verhaltensbiologie  angelangt, dass kein haltbarer Zweifel mehr besteht: Tiere leiden vergleichbar, sie empfinden Schmerz und Angst vergleichbar, sie haben ein Interesse an ihrem Leben und sie fühlen. Tiere bewerten Situationen, agieren selbstständig, bringen sich nicht unnötig in Gefahr, entwickeln ihre Fähigkeit auch ausserhalb des Instinkts, sie empfinden.
Die Verhaltensforschung steckt hinsichtlich der stetig wachsenden Erkenntnissse noch in den Kinderschuhen und nicht einmal die Gefühlswelt eines Tieres, das Spektrum der Emotionsfähigkeit kann mit Sicherheit abgesprochen werden.

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Dieses Wissen erteilt uns einen Auftrag !

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Einen Auftrag, uns dieses Wissens anzunehmen und unseren täglichen Umgang mit der „Ware“ Tier zu überprüfen. Ist also das Tier in ethisch-moralisch bewerteten Punkten uns gleich, dann folgt dem die Notwendigkeit, ihm seinen Bedürfnissen entsprechend Rechte einzuräumen.Rechte , die auch der Mensch nicht anzutasten hat, sollte er als moralisches Wesen begreifen.Wir sind also an dem Punkt, an dem wir belegbar formulieren können: Tiere haben ein Interesse an körperlicher und seelischer Unversehrtheit.
Dieses Interesse, welches innerhalb der Ethik mit den Menschen konform geht, ist zu achten.  Bezüglich der Denkmodelle, die wir heute mit Moral und Ethik besetzen, unterscheidet sich unsere Forderung nur in einem Punkt von der einer Menschenrechtsorganisation. Wir gehen über die Spezies Mensch hinaus, wir beziehen die Tiere mit ein.
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Ein kleiner Schritt im Denkmodell, ein großer Schritt in der moralischen orientierten Praxis.

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„Selbstverständlich stehen wir auf einer höheren Stufe als die Tiere aufgrund unserer Intelligenz und Geisteskraft. Das ist keine Frage.  Falls der Rang von Bedeutung ist. Aber in Hinblick auf das Recht zu leben, befinden wir uns natürlich auf derselben  Stufe wie die Tiere. Hier sind wir den Tieren gleich.“

Dalai Lama:

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Mensch&Tier geholfen-Balsam für die Seele

 Tierrettungsaktionen


Wir betreiben Recherche, decken über die Medien Missstände auf, und helfen den betroffenen Tieren in Kooperation mit Veterinärämtern und unseren kompetenten Partnern.
Regelmäßig werden wir durch örtliche Tierschützer auf oftmals grauenhafte Zustände aufmerksam gemacht. Ist ein Fall einmal von uns dokumentiert wird auch konfrontiert. Man trifft bei dieser Arbeit aber nicht nur auf bösartige, tierausbeutende Täter, sondern auch auf ehemalige Tierschützer in Schräglage.

Wie kann es dazu kommen?

Übernimmt man einmal die Verantwortung für ein fühlendes Wesen wie das Tier, kann und darf man dieses nicht einfach vernachlässigen oder selbst seinem Schicksal überlassen. Wie bei Kindern hat man diese Verantwortung. Kann man sich denn vorstellen ein einmal gerettetes, hilfsbedürftiges Kind zurück ins Elend zu schicken? Im Zeitalter der Insolvenzen sind auch oft diejenigen betroffen, die mit moralischem Verstand aufopferungsvoll arbeiten und ungebremst selbst Opfer des finanziellen Bankrotts werden. Wir müssen also sehr genau im Einzelfall zuhören und hinschauen.Wenn große finanzstarke Vereine hier nicht ansetzen, gehen sie aus unserer Sicht an einem sehr wichtigen Thema im Tierschutz vorbei.Ebenso wichtig ist uns auch die Unterstützung der Veterinäre vor Ort. Ohne Mithilfe, sind ihnen häufig die Hände gebunden. Dass heißt, wir unterstützen Behörden in jeder realisierbaren Form, bekämpfen aber genauso jeden tierverachtenden Klüngel.
Wer bei eindeutigen Tierquälereien seine Möglichkeiten nicht einsetzt oder nutzen will, wer erwägt gerettete und gesunde Tiere zu ermorden, ist aus unserer Sicht eher Täter.

 

Knut – Ein Leben ohne Sinn & Schönheit

Silke Ruthenberg 

Knut – Ein Leben ohne Sinn & Schönheit

 

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: wir von ANIMAL PEACE freuen uns sehr, dass Knut lebt und bisher offensichtlich gut gedeiht und das ist etwas besonders, da es sehr schwierig ist, Eisbären großzuziehen, wenn man keine Eisbärenmama ist.

Das Leben ist einfach das höchste Gut, das wir alle besitzen, ob wir nun Menschen sind oder Eisbären.
Es ist einfach nur richtig, den kleinen Eisbären aufzuziehen. Gegenteilige Forderungen sind einfach nur barbarisch. In München hat man vergangenes Jahr 3 Tigerbabys einfach verrecken lassen, nachdem sie von der Mutter nicht angenommen wurden.
Was uns ebenfalls freut ist, dass Knut die Menschen auf die Tiere aufmerksam macht. Wer keine Hornhaut auf der Seele hat muss sich einfach daran erinnern, dass Tiere Gefühle haben, dass sie Freude und Angst und Hoffnung empfinden können und mit diesen Gefühlen in Würde alt werden möchten. Sie verdienen unsere Liebe und unseren Respekt.

Jedoch das Ganze ist absurd: Erinnern wir uns, dass gerade mal vor einem dreiviertel Jahr ein Bärenkind NICHT leben durfte: Bruno, der frei und ungebunden durch Bayerns Berge zog, wurde erschossen. Und denken wir auch an die vielen Bärenbabys im Zoo, die umgebracht werden, wenn sie größer geworden sind und als Publikumsmagnet ausgedient haben. Knut wird dieses Schicksal sicher erspart bleiben. Auf ihn wartet ein anderes Unrecht: Er verbringt sein Leben in Gefangenschaft.

Über der Begeisterung für den kleinen Knut wurde der große Wert der Freiheit vergessen, den wir für uns selbst so schätzen! Denn nur die Freiheit gibt dem Leben Sinn und Schönheit. Nur die Freiheit macht ein Leben reich und würdevoll. Nur in die Freiheit können alle Gefühle erlebt und ausgelebt werden. Knut steht ein armes, sinnentleertes Erwachsenenleben bevor.

In der freier Wildbahn trauern Eisbärenmütter lange Zeit um ihre verstorbene Kinder, im Zoo lassen Tiermütter ihre Kinder nach der Geburt ganz häufig einfach im Stich. Vielleicht fehlt ihnen einfach die Kraft, ihre Kinder für ein Leben vorzubreiten, dem Sinn, Würde und Schönheit fehlen?

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