Monatsarchiv: Januar 2007

Pelze wachsen nun mal nicht auf Bäumen….

 ….sondern sie werden mit unerträglichen Schmerzen und Leiden der Tiere erkauft

Immer noch werden jedes Jahr rund 90 Millionen Tiere für die menschliche Eitelkeit getötet. In Deutschland gibt es derzeit etwa 45-50 Pelztierfarmen, in denen größtenteils Nerze und Füchse gezüchtet werden. In den herkömmlichen Pelztierfarmen sind die Tiere schutzlos jeder Witterung ausgeliefert. Im Sommer leiden sie unter Hitze, da sie Wasser brauchen, um ihre Körpertemperatur auszugleichen und im Winter frieren sie bei Minusgraden auch mal an den Gitterstäben fest!

Das Tierschutzgesetz lässt leider eine Haltung zu, die für die Tiere eine Quälerei ist. Deshalb nutzen Kontrollen nur wenig.

Wir fordern eine Gesetzesänderung, die wirklich im Sinne des Tierschutzes ist, nämlich das Verbot der Pelztierzucht

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Nerze:

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In Freiheit ist ihr Revier mehrere Quadratkilometer groß, im Käfig 90 mal 30 cm. Nach 6 Monaten endet ihr Leben so grausam, wie es begonnen hat: zu mehreren werden sie in eine Kiste gesteckt und mit Autoabgasen getötet.
Ihr Todeskampf dauert mehrere Minuten.

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Nutria (Sumpfbiber):

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Es gibt nur noch wenige Nutriafarmen in Deutschland. Diese wasserliebenden Pflanzenfresser werden auf Beton gehalten.

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Hunde und Katzen:

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Auch Katzen und Hunde dienen als Pelzlieferanten. Sie werden in Osteuropa oder in Asien gezüchtet oder einfach von der Straße weg gefangen. Man tötet sie mit Knüppelschlägen oder erhängt sie mit Drahtschlingen. Nicht immer sind die Tiere schon tot, wenn sie gehäutet werden.

Nach Deutschland gelangen die Felle dann unter den Namen wie „Gaewolf“, „asiatischer Waschbär“, „Corsac Fox“, alles Bezeichnungen für Hundepelze.

Als Billigpelzbesatz am Mantelkragen oder Schuhen werden die Katzen- und Hundepelze als Massenware in den meisten Kaufhäusern verkauft. Es ist makaber, zu sehen, wie Menschen ihren Hund tätscheln und gleichzeitig (oft unwissentlich) einen seiner Artgenossen am Mantelkragen spazieren tragen.

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Wildfänge:

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Die Tiere liegen oft tagelang in den Fallen, sie versuchen verzweifelt um ihr Leben zu kämpfen und beißen ihr eingeklemmtes Bein oder den Schwanz ab, was dazu führt, dass sie qualvoll verbluten. Eine Falle tötet wahllos, egal ob das Tier als Felllieferant zu gebrauchen ist oder der Trapper es gleich wegwirft. Auch kann sie keine geschützten Tiere, die vom Aussterben bedroht sind, erkennen.

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Füchse:

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Auch sie fristen ihr Leben auf ein paar Quadratzentimetern. In ihrer Verzweiflung beißen sie sich gegenseitig oft halbtot. In den meisten Fällen werden sie mit Elektroschocks getötet. Hierfür wird je eine Elektrode in Maul und After des Tieres eingeführt, dann wird Strom aus einer Autobatterie durch ihren Körper gejagt. Fuchsmäntel kosten allein in Deutschland jährlich 100.000 Füchsen das Leben. Für einen Mantel müssen 10 Tiere sterben.

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Chinchilla:

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Chinchillas kommen aus den Andenregionen Südamerikas. Die sehr empfindlichen Tiere werden meist von Laienzüchtern in viel zu kleinen Käfigen gehalten. Die Verlustrate beträgt bis zu 50%.
Auf dem Weltmarkt werden jährlich ca. 250.000 Chinchillas abgesetzt.

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Das geht unter die Haut:

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Dass die Haltung von Wildtieren in Käfigen niemals artgerecht sein kann, und dass Fuchs, Nerz und die anderen Tiere in der Gefangenschaft erheblich leiden, ist erwiesen. Neben Fakten, Verordnungen, Gutachten etc. gibt es aber auch noch Ethik und Moral. Pelztragen ist nicht eine Frage des Geldbeutels, sondern des Gewissens. Kein Pelz ist besser als ein anderer, er bedeutet immer Leiden und Tod. Auch der kleinste Besatz oder Kragen. Ein bisschen Sterben gibt es nicht.

Auch wenn ein Tier für einen bestimmten Zweck extra gezüchtet wird, ist es ein leidensfähiges Lebewesen. Einem Zuchttier wird sein höchstes Gut genommen, nämlich sein Leben, zusätzlich wird es noch um seine Freiheit betrogen.

Es stirbt sich auch nicht leichter für ein gezüchtetes Tier, nur langsamer.

Jedes Individuum leidet einzeln. Es ist schlichtweg ein Unding, das Tragen von Pelzen, das nur der Befriedigung der Eitelkeit dient, damit zu rechtfertigen, dass auch für andere Produkte Tiere sterben. Wer mit den Tatsachen konfrontiert wird und wer das Leid der Tiere nicht mehr verdrängt, der wird auch in seinem Alltag so handeln und erkennen:

Schön macht ein Pelz nur das Tier, zu dem er gehört.

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Es geht auch anders:

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In Österreich z.B. gelten Nerze und Füchse anders als in Deutschland als Wildtiere und nicht als Haustiere, deshalb sind dort die Haltungsverordnungen besonders streng und es gibt dort keine Pelztierfarmen mehr. In Hessen und Bayern ist mittlerweile die Errichtung herkömmlicher Formen mit Käfighaltung verboten. Dort muss den Tieren ein angemessener Lebensraum zur Verfügung gestellt werden. Das bedeutet u.a., dass Badewasser sowie geeignete Beschäftigungsmöglichkeiten vorhanden sein müssen. Dadurch wurde die Pelzproduktion in diesen Ländern unrentabel.Erst vor kurzer Zeit hat das britische Parlament ein Verbot von Pelztierfarmen in England und Wales gebilligt. Dem neuen Gesetz zufolge müssen in England bis Ende 2002 alle 13 Nerzfarmen schließen. Schottland und Irland erwägen ein ähnliches Verbot.
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Helfen Sie mit:

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Erzählen Sie Ihren Freunden, Verwandten und Bekannten vom Leid der Tiere in der Pelzzucht und weisen Sie sie darauf hin, dass Pelze kein „umweltfreundliches Naturprodukt“ sind, sondern mehrfach mit giftigen Chemikalien behandelt werden müssen.

Sprechen Sie ruhig auch Pelzträger an und machen Sie auf die Problematik aufmerksam. Weisen Sie auf Alternativen hin.

Kaufen Sie Ihre Kleidungsstücke möglichst von Firmen und Designern, die keinen Pelz verarbeiten und sprechen Sie solchen Unternehmen Ihre Anerkennung für diese tierfreundliche Entscheidung aus.

Boykottieren Sie Kaufhäuser mit Pelzabteilungen. Teilen Sie der Geschäftsführung dies und den Grund für Ihre Entscheidung mit.

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Pelz: Ein Mantel aus Blut und Schmerz

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animal-peace Tierhof – Tierrettung

Wilma & Wilhelmine

Das Veterinäramt des Kreises Kleve bat uns um Mithilfe bei der Unterbringung und Abholung von zwei Hängebauchschweinen. Diese Tiere waren wieder einmal Opfer familiärer Streitigkeiten und hierdurch hervorgerufener finanzieller Nöte.
Eine Unterbrinungsmöglichkeit für Hängebauchschweine zu finden gestaltete  sich mühsam. Wir telefonierten wie die wilde Wutz. Reinhold stellte einen Kontakt zum animal-peace Tierhof in Moers her. Gesagt, getan. Hans Zolopa von der Jugendfarm Duisburg stellte uns seinen Pferdeanhänger zur Verfügung, und Rainer Stillings von der Kleinen Arche Straelen war wie immer mit von der Partie. Ab ging die Post!
Bernd wartet schon auf seine neuen Schützlinge. Natürlich wollen wir hier alles dokumentarisch festhalten, müssen jedoch feststellen, dass beim Abtransport die Kamera verlustig gegangen ist. So viel sei Euch aller dings schon verraten: Unsere beiden Damen waren hoch erfreut über so viel „Grün“ und die freundliche Begrüßung zweier Ponys. Hier ist die Welt in Ordnung. Es gibt alles, was Schweineherzen höher schlagen läßt.

Nackter Protest in Leipzig

Auch dieses Jahr lassen sich die Aktivisten und Aktivistinnen von animal peace ihre vorweihnachtliche Aktion nicht nehmen. Nur mit Nikolausmütze und Weihnachtsglocken bekleidet protestieren die Tierrechtler erneut gegen das Geschäft mit Pelzen und Pelzbesatz. Wie schon in München, Stuttgart, Nürnberg, Berlin und vielen anderen Städten heißt es dieses Jahr in Leipzig:

 Lieber nackt als Pelze tragen

Lieber nackt als Pelze tragen !   war mit abstand die erfolreichste animal-peace kampagne

„Mit dieser Aktion wollen wir erneut und immer wieder auf das Leid der so genannten Pelztiere aufmerksam machen und unsere Ablehnung gegenüber diesem blutigen Geschäft zeigen.“, so Alex Tartakovski, Sprecher von animal peace. Schließlich haben die Tierrechtler erst vor Kurzem einen lange währenden Kampf gegen die letzte Nerzfarm Bayerns gewonnen. Nach jahrelangen Protesten seitens der Tierrechtler und Tierrechtlerinnen, aber auch unter Beteiligung der nahen Anwohner wird Ende diesen Jahres die letzte Nerzfarm Bayerns schließen.

„Die Schließung der Nerzfarm Seebauer ist ein großer Erfolg für animal peace aber vor allem für die Tierrechtsbewegung. Jetzt wollen wir den Protest aus dem Dorf in die großen Städte tragen!“, so Tartakovski weiter.Die TierrechtlerInnen scheinen in ihren Aktionen und Happenings auch in größerem Maßstab mehr und mehr Erfolg zu haben. Spätestens seitdem sich die Bekleidungsketten C&A 2001 und Karstadt nach jahrelangen Protesten aus dem Pelzverkauf zurückzogen und auch Peek und Cloppenburg ankündigte, für das Geschäftsjahr 2007 keine Pelzartikel einzukaufen, weht der Wind kälter um Kürschner und Pelztierzüchter.

Doch trotz der lautstarken Proteste werden auch in diesem Jahr knapp eine halbe Million Pelztiere auf qualvolle Weise getötet werden. Allein für einen Pelzmantel brauchen Kürschner nämlich 30 bis 70 Nerze, 20 bis 30 Katzen oder Kaninchen. Auch viele andere Tierarten sterben für die Pelzindustrie. „Wir werden auch nächstes Jahr nackt demonstrieren und übernächstes.

Wir werden unseren Protest erst beenden, wenn die sinnlose und grausame Folter und Tötung von Tausenden von Tieren ein Ende hat.“ : kündigt Daniel Bartos, ein Aktivist, an.

Animal peace protestiert seit fast zwanzig Jahren gegen das Halten und Töten von Tieren.

In jedem Fall werden sich die Tierrechtler wohl erst aufwärmen müssen, bevor sie nächstes Jahr ein neues Bad in der Menge wagen werden.

Verein deckt Probleme im Gesundheitswesen auf

Blindenhund OLGA misshandelt – tierhilfe stellt Strafanzeige

Weniger Bürokratie und mehr Kommunikation gefordert

(NRW/Berlin 25.12.2006)Gemeinsam mit dem Veterinäramt haben am 22.12. Vertreter vom Tierhof-Straelen“ Strafanzeige wegen Tierquälerei gegen einen blinden Tierhalter aus Krefeld gestellt. Nach Zeugenaussagen und einem vorliegenden Videofilm hat der Krefelder schon im Juni seinen eigenen Blindenführhund mehrfach und über einen längeren Zeitraum brutal misshandelt. Die Aufnahmen auf dem Video bestätigen den Verdacht des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

Das heimlich von einer Bekannten des Mannes gedrehte Video zeigt, wie zwei Blindenhunden ohne ersichtlichen Grund immer wieder die sehr empfindlichen Ohren verdreht werden, bis die Tiere vor Schmerz aufschreien – ins Gesicht und auf die Nase geschlagen werden. Die Misshandlungen werden von zynischen Kommentaren (O-Ton) des Tierhalters begleitet: „Ich kann dich nicht hören, hast Du kein Gefühl mehr?“ Wenn der Hund dann wieder vor Schmerz schreit, schlägt Herr Q. *ihm auf die Schnauze (* Name aus Datenschutzgründen gekürzt). Mittlerweile ist der Blindenhund von Herrn Q. wieder von der Blindenführhundschule, aus der der Hund stammte und etwa acht Monate lang ausgebildet wurde, zurückgeholt worden. Herr Q. lebt mit seiner ebenfalls blinden Lebensgefährtin, der der Blindenhund Olga (Labrador) gehört, in häuslicher Gemeinschaft. Zeugenaussagen bestätigen, dass Olga, deren Misshandlung deutlich auf dem Video zu erkennen ist, darüber hinaus als Blindenhund geführt wird, obwohl sie alt, überfettet und fast blind ist. Dieser Sachverhalt ist ebenfalls ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.

Trotz des Schweregrades der Misshandlungen, sieht die Staatsanwaltschaft in Krefeld bis heute keinen akuten Handlungsbedarf, die noch im Haushalt des Herrn Q. befindliche Labradorhündin Olga beschlagnahmen zu lassen!

Die Zahl nicht tiergerecht gehaltener sowie nicht korrekt ausgebildeter Blindenführhunde scheint viel höher zu sein, als bisher angenommen. Nach Gesprächen zu diesem Fall mit Blindenführhundschulen, die die rund 20.000 € teuren Blindenführhunde etwa acht Monate lang ausbilden, Krankenkasse sowie einem Blinden, der selbst Erfahrungen mit Blindenhunden hat, erhärtet sich der Verdacht einer hohen Dunkelziffer betroffener Tiere. Das diese Fälle wenig publik werden, liegt an der besonderen Personengruppe blinder Menschen und vor allem an Abstimmungs- und Kommunikationsdefiziten der einzelnen Stellen. „Zum Schutz der Blindenführhunde muss es dringend einen besseren Informationsaustausch zwischen Blindenhundschulen, Behörden, Krankenkassen und Blindenverbänden geben. Auch muss im Einzelfall, gerade bei Problemen, der Blinde für den Umgang mit seinem Hund besser geschult und begleitet werden“, so Martina Retthofer. Ebenfalls müssen Zuständigkeitsgrenzen abgebaut werden.

Krankenkassen, Veterinärämter, Blindenführhundschulen und Blindenverbände müssen sich verstärkt für den Schutz von Blindenführhunden einsetzen können.

Für Medienanfragen stehen die Hundeschulen, Zeugen und Behörden nach Rücksprache als Gesprächspartner zur Verfügung. Ebenfalls wird der Videobeweisfilm bereitgestellt.